Bundesliga

Der "B-BVB" stößt Fortuna Richtung Abgrund

Im Topspiel des 31. Spieltages der Fußball-Bundesliga verliert Fortuna Düsseldorf mit 1:2 (0:0) gegen Borussia Dortmund. SID-IMAGES/Firo/

Leverkusen - Selbst eine komplett umgekrempelte Mannschaft des Champions-League-Halbfinalisten Borussia Dortmund hat Fortuna Düsseldorf im "Liga-Zwischenspiel" noch einen Schritt weiter Richtung Abgrund gestoßen. Drei Tage vor dem Rückspiel um den Einzug ins Finale der Königsklasse bei Real Madrid gewann der "B-BVB" mit zehn neuen Spielern in der Startelf beim Abstiegskandidaten verdient 2:1 (1:0).

Real-Leihgabe Nuri Sahin (20.) brachte die Gäste mit einem platzierten 30-Meter-Schuss in Führung, spätestens das 2:0 des Sekunden zuvor eingewechselten Jakub Blaszczykowski (70.) spitzte die Situation der Düsseldorfer im Abstiegskampf dann dramatisch zu. Da half auch der Anschlusstreffer von Adam Bodzek nichts mehr (88.). Die Fortuna, Ende der Hinrunde scheinbar in Sicherheit, ist nach nun neun Spielen ohne Sieg in Folge punktgleich mit dem Relegationsrang. Angesichts von nur drei Punkten Vorsprung auf den Tabellen-17. 1899 Hoffenheim droht sogar der direkte Abstieg.

Die Siege des FC Augsburg und der Hoffenheimer hatten die Rheinländer in Zugzwang gebracht. Dementsprechend giftig und hart ging die Fortuna zunächst zur Sache, die anfängliche Unordnung in der durchgequirlten Dortmunder Elf wusste der Aufsteiger allerdings nicht zu nutzen: Axel Bellinghausen und Dani Schahin vergaben beste Chancen (4./10.) - hinzu kamen immer wieder eklatante Schwächen bei der Ballkontrolle.

BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte es dem Rivalen Bayern München gleichgetan und im Vergleich zum Real-Hinspiel (4:1) zehn Spieler ausgetauscht. Nur Mats Hummels stand erneut von Beginn an auf dem Feld. Lukasz Piszczek, Mario Götze und Ilkay Gündogan waren dagegen nicht mal im Kader. Andere Hochkaräter wie Robert Lewandowski, Marco Reus oder Blaszczykowski saßen zunächst auf der Bank, im Tor spielte Mitch Langerak für Roman Weidenfeller. Lewandowski, der angeblich am Saisonende zu den Bayern wechseln wird, kam erst nach 68 Minuten ins Spiel. Daher riss seine Serie. In den vergangenen zwölf Bundesligaspielen hatte der polnische Nationalspieler immer getroffen. Damit bleibt der Rekord von Gerd Müller (16 Spiele) unangetastet.

Als die Gäste sich vor 54.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena nach einer Viertelstunde auf die Laufwege ihrer Mitspieler eingestellt hatten, bekam Dortmund mehr Ballbesitz, von Minute zu Minute wurde es gefährlicher. Beim 1:0 half allerdings Fabian Giefer kräftig mit: Vor einem Außenpfosten-Kopfball von Julian Schieber (18.) verlor der Fortuna-Torhüter bei einer Flanke zunächst die Orientierung, bei Sahins Schuss stand er zu weit vor seinem Tor.

Nach der Halbzeitpause überzeugten die verunsicherten Düsseldorfer zumindest wieder kämpferisch. Ken Ilsö (47.) verzog einen Schuss knapp, Lambertz schob den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei (64.). Ansonsten blieben Angriffe trotz der zahlreichen Dortmunder Ballverluste meist im Ansatz stecken, weil die Mannschaft von Trainer Norbert Meier sich wieder mal spielerisch arg limitiert präsentierte. Zudem verweigerte Schiedsrichter Michael Weiner einen Elfmeter, nachdem Hummels ein Handspiel im Strafraum begangen hatte (74.). Nach Bodzeks Tor drängte die Fortuna auf den Ausgleich. In der Nachspielzeit hielt Langerak gegen Martin Latka glänzend.

Bester Dortmunder war Sahin, auch Moritz Leitner überzeugte in einer Elf, die so noch nie zusammengespielt hat. Bei der Fortuna war an den gefährlichen Aktionen häufig Ilsö beteiligt, den Meier jedoch nach einer guten Stunde auswchselte.

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