Bundesliga | 08.03.2014

Dank Huntelaar: Schalke hakt Horror-Woche ab

Dank Torjäger Klaas-Jan Huntelaar hat Schalke 04 seine Horror-Woche schnell abgehakt.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/SID-IMAGES/FIRO/

Gelsenkirchen - Dank Torjäger Klaas-Jan Huntelaar hat Schalke 04 seine Horror-Woche schnell abgehakt. Nach dem doppelten Debakel gegen Real Madrid (1:6) und Bayern München (1:5) kehrten die Königsblauen durch drei Tore des Niederländers beim 4:0 (2:0) gegen 1899 Hoffenheim in die Erfolgsspur zurück.

Der "Hunter" traf in der sechsten, 28. und 79. Minute, verpasste aber einen Hattrick, als er einen Foulelfmeter vergab (31.). Mit seinem ersten Tor seit über zwei Jahren sorgte der Ex-Hoffenheimer Chinedu Obasi (55.) für die Entscheidung. Der Nigerianer, auf Schalke erst als Fehleinkauf abgestempelt, dann lange verletzt, hatte zuletzt am 4. Februar 2012 beim 1:1 gegen den FSV Mainz 05 getroffen. 

Mit dem erst vierten Sieg im zwölften Bundesligaduell mit dem Angstgegner unterstrichen die Gelsenkirchener vor 60.604 Zuschauern ihre Ansprüche auf die sofortige Rückkehr in die Champions League. Die aktuelle Saison in der Königsklasse ist für sie am 18. März nach dem Achtelfinal-Rückspiel in Madrid beendet. 

Für die Gastgeber begann das Spiel optimal: Nach einer Kopfballvorlage von Joel Matip sorgte Huntelaar für die frühe Führung, die beinahe nicht lange gehalten hätte. Torwart Ralf Fährmann, trotz der elf Gegentore gegen Real und Bayern der beste Schalker, wehrte einen Schuss von Kevin Volland mit einer Glanzparade ab (8.).

Nach dem furiosen Auftakt legte Schalke eine kleine Pause ein. Hoffenheims Anthony Modeste sorgte mit einem Fallrückzieher für Gefahr (21.). Doch dann schlug erneut Huntelaar zu. Nach einem Pass von Julian Draxler erzielte der lange verletzte Niederländer sein sechstes Saisontor. Nummer sieben ließ er nur drei Minuten später liegen, als er nach einem Foul von Andreas Beck an Tim Hoogland den fälligen Elfmeter aufreizend lässig in die Arme von Keeper Koen Casteels schoss.

Mit zwei Glanzparaden innerhalb weniger Sekunden verhinderte der Belgier einen höheren Rückstand: Erst scheiterte Leon Goretzka, dann Draxler (39.). Der Nationalspieler verfehlte auch kurz nach dem Wiederbeginn knapp das Ziel (46.). Besser machte es Obasi nach einem Zuspiel von Kevin-Prince Boateng.

Schalke ging personell am Stock. Neben den schon länger verletzten Dennis Aogo, Marco Höger, Atsuto Uchida, Jan Kirchhoff, Christian Clemens und Felipe Santana musste Trainer Jens Keller auch Außenstürmer Jefferson Farfán (Kniereizung) sowie den gesperrten Verteidiger Kyriakos Papadopoulos ersetzen. Zudem gönnte er Jungstar Max Meyer eine Pause.

Sein Gegenüber Markus Gisdol, bis vor 15 Monaten noch Co-Trainer auf Schalke, stellte gegenüber dem berauschenden 6:2 gegen den VfL Wolfsburg nur auf einer Position um: Für Sejad Salihovic rückte Kai Herdling ins linke Mittelfeld.

Bei den Schalkern verdiente sich neben Huntelaar Kapitän Benedikt Höwedes, der wieder in die Innenverteidigung rückte, sowie Draxler die beste Note. Bei Hoffenheim fiel einzig Keeper Casteels positiv auf.

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