England

Cissé nicht mit Newcastle ins Trainingslager

Der Streit zwischen dem früheren Freiburger Profi Papiss Cissé und seinem Klub Newcastle United über eine nicht islamkonforme Trikotwerbung des englischen Erstligisten eskaliert. SID-IMAGES/AFP/ANDREW YATES

Newcastle - Der Streit zwischen dem früheren Freiburger Bundesliga-Profi Papiss Cissé und seinem Klub Newcastle United über eine nicht islamkonforme Trikotwerbung des englischen Fußball-Erstligisten eskaliert. Der senegalesische Stürmer sagte seine Teilnahme an der Trainings- und Testspielreise der "Magpies" nach Portugal ab, weil er sich weigert, das Logo des neuen Trikotsponsors Wonga zu tragen.

Das Finanzunternehmen Wonga bietet kurzfristige Kredite zu hohen Zinsen an. Der gläubige Muslim Cissé, der im Januar 2012 vom SC Freiburg nach Newcastle gewechselt war, hatte frühzeitig seinen Boykott des Sponsors angekündigt, weil dessen Geschäftsmodell nicht mit seinen religiösen Überzeugungen vereinbar sei. Cissé hatte angeboten, mit einem werbefreien Trikot oder dem Schriftzug einer wohltätigen Organisation aufzulaufen. Dies lehnte der Klub anscheinend ab.

Cissé ist nicht der erste afrikanische Fußballstar, der sich einem Trikotsponsor verweigert. So hatte es der Malier Frederic Kanouté beim FC Sevilla zeitweise abgelehnt, mit dem Logo eines Wettanbieters aufzulaufen.

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