DFL

Caffier: "Lehne Geschachere um Kosten ab"

Köln - Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier beharrt auf den finanziellen Forderungen an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) im Zusammenhang mit der Umsetzung des Sicherheitskonzepts.

SID-IMAGES/AFP/JOHANNES EISELE

Köln - Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier beharrt auf den finanziellen Forderungen an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) im Zusammenhang mit der Umsetzung des Sicherheitskonzepts. "Ich lehne das Geschachere über die Kosten der Sicherheit im Profifußball ab. Es kann dem Steuerzahler nicht vermittelt werden, dass bei den Spieler-Käufen zweistellige Millionenbeträge fließen und für die Gewaltprävention in den Stadien nur der Staat zur Kasse gebeten wird", teilte Caffier am Montag mit.

Liga-Präsident Reinhard Rauball hatte am Sonntag vehement die Forderung der Politik, die finanzielle Unterstützung der Fan-Projekte auf zehn Millionen Euro zu verdoppeln, zurückgewiesen. "Der Fußball hat ein tragfähiges und praxisorientiertes Konzept erarbeitet. DFB und Liga sind bereit, erhebliche zusätzliche Mittel zu investieren. Gerade in einem sensiblen Feld wie der Sicherheit helfen aber pauschale oder gar populistische Forderungen im Vorfeld von vereinbarten Gesprächen nicht weiter", sagte der 66 Jahre alte Jurist auf SID-Anfrage. In dieser Woche ist ein Sicherheitstreffen der Politik mit DFB und DFL geplant.

Im Mittelpunkt müsse immer die Sache stehen "und nicht der öffentliche Auftritt", so Rauball. Das Thema Sicherheit sei zu wichtig, "um es für politische Eigeninteressen zu instrumentalisieren". Der Profi-Fußball sei "in der Lage, aus sich heraus und ohne Druck seitens der Politik die auf dem Tisch liegenden Punkte anzugehen", hatte der Präsident von Borussia Dortmund betont.

Er sei erstaunt, dass der Liga-Präsident "sich nicht mehr an die Absprachen vom letzten Jahr erinnern kann", betonte indes der Sportminister Mecklenburg-Vorpommerns. In einem gemeinsamen Ergebnisprotokoll hätten sich der DFB und der DFL letztes Jahr darauf verständigt, mit den Mehreinnahmen aus der Vermarktung der Fußballübertragungsrechte die Fanarbeit zu stärken, so Caffier.

"Die Äußerung von Herrn Rauball, dass das Thema Sicherheit zu wichtig sei, um es für politische Eigeninteressen zu instrumentalisieren, kann ich voll unterstützen, denn das Gemeinwohl fordert einen guten Umgang mit den Steuergeldern und deshalb werden wir den DFB/DFL bei der Gewaltprävention in die Pflicht nehmen," äußerte Caffier, der sich auf eine Erhöhung des Anteils der Fußball-Verbände bei der Unterstützung von Fanprojekten von 4,3 Millionen Euro (2012/2013) auf "mindestens 10 Millionen Euro jährlich" ab 2013/2014 beruft.

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