DFB | 19.06.2013

Bruchhagen springt Löw zur Seite

Heribert Bruchhagen ist in der Diskussion um die Kompetenzen des künftigen Sportdirektors Joachim Löw zur Seite gesprungen.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/Pixathlon/

Frankfurt/Main - Heribert Bruchhagen ist in der Diskussion um die Kompetenzen des künftigen Sportdirektors Joachim Löw zur Seite gesprungen. "Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein Bundestrainer immer einen Stern mehr haben sollte als jeder andere, egal ob Sportdirektor oder wer auch immer sonst noch im sportlichen Bereich da ist. Das ist bei uns im Verein mit Armin Veh nicht anders. Der Trainer hat den Hut auf", sagte der 64-Jährige, Vorstandsvorsitzender des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Löw hatte in der Bild-Zeitung klar gemacht, dass er keine Kompetenzen an den künftigen Sportdirektor abgeben und auch zukünftig der Chef im Ring bleiben wolle.

Bruchhagen, als Vertreter der Deutschen Fußball Liga (DFL) auch im Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sitzt, unterstrich aber den Wunsch der Liga nach einem Mitspracherecht bei der Auswahl des neuen DFB-Sportdirektors. Diese Forderung, mit der DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig am Montag für viel Wirbel gesorgt hatte, sei völlig berechtigt.

"Die jungen Nationalspieler rekrutieren sich aus den Leistungszentren, die von den Bundesligisten bereitgestellt werden. Wenn sich daraus noch mehr Synergien mit dem DFB entwickeln sollen, ist es doch selbstverständlich, dass die Deutsche Fußball Liga mindestens gleichrangig mitbestimmt", sagte der Vorstandschef von Eintracht Frankfurt, der aber davon überzeugt ist, "dass in dieser Frage Konsens erzielt wird".

Wahrscheinlich steht das Thema Sportdirekor schon am Freitag bei der Präsidiumssitzung des DFB auf die Tagesordnung. Die DFL ist angeführt von Liga-Chef Reinhard Rauball im DFB-Präsidium mit vier Personen vertreten.

Grundsätzlich stellte sich Bruchhagen hinter Rettig, der sich durch sein Interview den Zorn von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zugezogen hatte ("Anmaßend und völlig unangebracht"): "Ich stehe grundsätzlich hinter seinen Aussagen und habe inhaltlich tendenziell nichts auszusetzen, aber ich hätte diese Kritik lieber intern angesprochen."

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