Bundesliga

Bremen: Ära Schaaf steht vor dem Ende

Leverkusen - Thomas Schaaf droht nach fast 14 Jahren als Coach des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen das Aus.

SID-IMAGES/Firo/

Leverkusen - Thomas Schaaf droht nach fast 14 Jahren als Coach des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen das Aus. Im persönlichen "Endspiel" ihres Trainers verloren die Hanseaten beim Tabellendritten Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:1) und haben nach dem zehnten Spiel nacheinander ohne Sieg nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Selbst der direkte Abstieg ist bei fünf Zählern Abstand und noch drei ausstehenden Spielen denkbar..

Sportdirektor Thomas Eichin, der in seiner seit dem 15. Februar währenden Amtszeit noch keinen einzigen Erfolg erlebte, hatte vor dem Anpfiff bei NDR 2 versichert, die Saison mit Schaaf beenden zu wollen. 

 Leverkusen hat nach dem Sieg durch das 22. Saisontor von Stefan Kießling (35., Foulelfmeter) die direkte Qualifikation für die Champions League dagegen wohl endgültig sicher. Der Vorsprung auf den Tabellenvierten Schalke 04, der allerdings am Sonntag noch den Hamburger SV empfängt, beträgt zehn Punkte.

Das 1:0 resultierte allerdings aus einer ungewöhnlichen Schiedsrichter-Entscheidung: Werder-Keeper Sebastian Mielitz traf Leverkusens Sidney Sam, der bei einem Pass von André Schürrle in abseitsverdächtiger Position gestanden hatte, erst lange, nachdem der Ball weg war. Der Unparteiische Deniz Aytekin entschied zunächst auf Abstoß und korrigierte sich erst viele Sekunden später nach Intervention seines Assistenten Christian Dietz.

Schaaf hatte auf Eljero Elia und Marko Arnautovic verzichtet. Die beiden Sorgenkinder waren nach einer nächtlichen Spritztour suspendiert worden. Zudem fehlte der von Leverkusen umworbene Kevin de Bruyne (Oberschenkel-Verletzung) erstmals in dieser Saison. 

Diese neuformierte Werder-Elf zeigte vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena von Beginn an Herz und eine überraschend gute Struktur. Bayer wäre zwar in der vierten Minute durch einen Kopfball von Kießling beinahe in Führung gegangen, hatte aber insgesamt Mühe mit dem disziplinierten, doch keineswegs nur auf Defensive ausgelegten Spiel der Bremer. In der neunten Minute wären die Gäste sogar beinahe in Führung gegangen, doch ein abgefälschter Schuss von Philipp Bargfrede verfehlte sein Ziel knapp. Leverkusen spielte den technisch ansprechenderen Fußball, brauchte mangels Kreativität aber den Strafstoß zur Führung. Werder blieb bei allem Bemühen offensiv zu bieder und harmlos.

Nach dem Wechsel hatte Leverkusen das Spiel klar im Griff und drängte die Bremer tief in die eigene Hälfte. Für Werder war das Gegentor offenbar ein Wirkungstreffer gewesen, die Hanseaten fanden nach dem Wechsel zunächst überhaupt nicht ins Spiel und offenbarten mit zunehmender Spieldauer immer größere Lücken. 

Leverkusens Innenverteidiger Philipp Wollscheid hätte auch frühzeitig für die Entscheidung sorgen müssen, doch sein Kopfball aus kurzer Distanz (53.) verfehlte sein Ziel ähnlich knapp wie ein Freistoß des vom FC Chelsea umworbenen Schürrle (60.). Die Werder-Fans versuchten ihr Team, mit Dauer-Gesängen wachzurütteln, doch nach einem groben Schnitzer von Philipp Wollscheid verstolperte Zlatko Junuzovic den Ausgleich kläglich.

Beste Spieler der Leverkusener waren Rolfes und Daniel Carvajal. Bei Werder gefielen vor allem Sokratis und Yildirim.

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