WM

Brasiliens Präsidentin verurteilt Ausschreitungen

Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff hat die heftigen Ausschreitungen beim Duell zwischen Atlético Paranaense und CR Vasco da Gama aufs Schärfste verurteilt. SID-IMAGES/AFP/NELSON ALMEIDA

Brasília - Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff hat die heftigen Ausschreitungen beim Duell zwischen Atlético Paranaense und CR Vasco da Gama aufs Schärfste verurteilt. "Eine Fußball-Nation kann nicht mit Gewalt in ihren Stadien leben. Diese Gewalt richtet sich gegen alles, was wir mit Fußball assoziieren", sagte Rousseff am Tag nach der Massenschlägerei zwischen Fans der Erstligisten am Sonntag.

Rund ein halbes Jahr vor Beginn der WM (12. Juni bis 13. Juli 2014) wurden im Stadion von Joinville vier Personen verletzt, drei von ihnen mussten auch am Montag noch im Krankenhaus behandelt werden. Ein 19-Jähriger war wegen einer Schädelfraktur mit einem Hubschrauber der Militärpolizei aus dem Stadion geflogen worden. "Sein Zustand ist weiter kritisch", sagte ein Krankenhaus-Sprecher.

Der Weltverband FIFA wollte die Vorkommnisse an sich nicht kommentieren, stellte in einer Stellungnahme aber klar, dass für die WM "ein sehr umfassendes Sicherheitssystem mit privaten und staatlichen Sicherheitskräfte vorhanden ist, das die Sicherheit der Fans, Spieler und aller Beteiligten gewährleistet". Der Sicherheitskoordinator des Justizministeriums, Andrei Augusto Passos Rodrigues, versicherte: "Mit unserem Konzept, das wir für die WM haben, kann ich solche Vorkommnisse ausschließen. Nach einem langen Prozess sind wir bestens vorbereitet." Dazu seien in den letzten Jahren 400 Millionen Euro investiert worden.

Mehrere Hundert Zuschauer waren auf den Tribünen des Stadions im Süden des Landes aufeinander losgegangen, so dass die Partie nach 16 Spielminuten beim Stand von 1:0 für Paranaense für eine Stunde unterbrochen werden musste. Erst der Einsatz von bewaffneten Militärpolizisten brachte die Situation wieder ansatzweise unter Kontrolle. Paranaense, Pokalfinalist aus Curitiba, hatte die Partie wegen einer Stadionsperre aufgrund von vorherigen Fan-Randalen ins benachbarte Bundesland Santa Catarina verlegen müssen.

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