WM

Blatter: Politischer Einfluss selbstverständlich

Politische Einflussnahme bei der Vergabe von sportlichen Großereignissen ist selbstverständlich und unausweichlich - meint Joseph S. Blatter, Präsident des Fußball-Verbandes FIFA. SID-IMAGES/PICAXTHLON/

Zürich - Politische Einflussnahme bei der Vergabe von sportlichen Großereignissen ist selbstverständlich und unausweichlich - meint zumindest Joseph S. Blatter, Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA. "Es gibt keine Vergabe von Wettbewerben auf der Stufe einer Weltmeisterschaft oder Olympischen Spielen, ohne dass das politische Element einschreitet", sagte der Schweizer am Freitag in Zürich.

Die Politiker "werden immer wiederkommen", sagte der 77-Jährige: "Sie können den politischen Aspekt nicht wegnehmen, weil diese Wettbewerbe in eine Kategorie gekommen sind, die eine solche Wichtigkeit hat, dass sich nicht nur Sportler darum reißen."

Bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 nach Tokio Anfang September in Buenos Aires sei der gesamte politische Hochadel der Bewerber anwesend gewesen. "Das gleiche ist hier 2010 passiert", sagte Blatter mit Blick auf die umstrittene WM-Vergabe vor drei Jahren an das Emirat Katar. Im Anschluss wurden immer wieder Korruptionsvorwürfe laut - bis heute ohne stichhaltigen Beweis.

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