Bundesliga

Bild: Hoeneß muss im Sommer mit Anklage rechnen

Für Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß wird es offenbar immer enger: Dem 61-Jährigen droht nach Informationen der Bild-Zeitung noch in diesem Sommer eine Anklage. SID-IMAGES/AFP/JOHN MACDOUGALL

München - Für Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß wird es offenbar immer enger: Dem 61-Jährigen droht nach Informationen der Bild-Zeitung noch in diesem Sommer eine Anklage wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Die Staatsanwaltschaft München II, die die Ermittlungen gegen Hoeneß leitet, wollte dies am Dienstag aber erneut nicht bestätigen, nachdem die Bild am Sonntag zuletzt schon den Juli als Termin genannt hatte.

"Die Ermittlungen dauern an. Zum Stand der Ermittlungen geben wir nach wie vor keine Auskunft", sagte Ken Heidenreich, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf SID-Anfrage. Sollte das Gericht eine Anklage gegen Hoeneß zulassen, steht ihm ein öffentlicher Prozess bevor. Laut Bild müsste er sich dann wohl vor der 5. Wirtschafts- und Steuerstrafkammer des Landgerichts München II verantworten. Hoeneß droht eine Freiheitsstrafe.

Derzeit meidet der frühere Manager des deutschen Fußball-Rekordmeisters die Öffentlichkeit. Seinen letzten Auftritt hatte er am 24. Juni bei der Vorstellung des neuen Bayern-Trainers Pep Guardiola. Auch die Teilnahme an der Verleihung des "Bayerischen Sportpreises" am Samstag sagte Hoeneß ab.

"Uli hat sich etwas zurückgezogen. Ich finde das klug und richtig. Ich wünsche und hoffe, dass die Geschichte gut für ihn ausgeht", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Bild.

Hoeneß hatte Anfang des Jahres beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Kontos in der Schweiz erstattet. Diese soll aber nicht vollständig gewesen sein. Der Bayern-Präsident reichte eine zweite Selbstanzeige ein, da ermittelte die Staatsanwaltschaft aber bereits. Es soll um rund drei Millionen Euro gehen.

Im März hatte die Staatsanwaltschaft das Privathaus sowie Büroräume von Hoeneß untersucht und Haftbefehl erlassen. Dieser wurde gegen Zahlung einer Kaution in Millionenhöhe außer Kraft gesetzt.

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