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Bierhoff: Wachblösung in Europa nicht vollzogen

Oliver Bierhoff will aus den Champions-League-Triumphen keine Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen der deutschen Nationalmannschaft sowie Spanien ableiten. SID-IMAGES/AFP/DANIEL ROLAND

Hamburg - Teammanager Oliver Bierhoff will aus den Champions-League-Triumphen des deutschen Fußball-Meisters Bayern München und von Borussia Dortmund gegen den FC Barcelona und Real Madrid keine Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen der deutschen Nationalmannschaft sowie Welt- und Europameister Spanien ableiten. "Der Vergleich zwischen Champions League und Nationalmannschaft ist schwierig. Man darf nicht vergessen, dass bei Bayern und Dortmund auf wichtigen Positionen Ausländer wie Franck Ribéry oder Robert Lewandowski spielen", sagte Bierhoff im Sport-Bild-Interview.

Gleichwohl geht der Europameister von 1996 durch den Triumph eines deutschen Vereins im Finale von Europas Königsklasse am 25. Mai in London zwischen München und Dortmund auch von einer höheren Erwartungshaltung an die Nationalmannschaft aus: "Natürlich setzt der Champions-League-Titel für eine deutsche Mannschaft die Nationalmannschaft jetzt unter Druck. Diesen Druck müssen wir annehmen und aushalten - zumal die Nationalmannschaft von dieser erfreulichen Entwicklung profitieren wird."

Durch das erste Bundesliga-Finale in einem Europacup-Wettbewerb sieht Bierhoff Spaniens bisherige Dominanz allerdings noch nicht vollends gebrochen. "Ich hoffe auf eine Wachablösung in Europa. Aber das müssen die nächsten Jahre bestätigen - in der Champions League, in der Europa League und mit der Nationalmannschaft. Wenn im nächsten Jahr zwei deutsche Mannschaften mit Pech schon im Viertelfinale der Champions League ausscheiden, heißt es doch gleich wieder: Der deutsche Fußball steckt in der Krise", sagte der 45-Jährige.

Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw werden das Finale in London nicht vor Ort verfolgen, sondern bei der Nationalmannschaft in den USA bleiben. "Die Aufmerksamkeit wird bei den Spielern liegen, die vor Ort sind. Es werden so viele wichtige Persönlichkeiten im Wembley-Stadion sein, dass unser Fehlen nicht besonders auffallen wird", stellte Bierhoff erneut klar.

Die DFB-Auswahl fliegt vom 22. Mai bis 4. Juni in die USA und bestreitet dort zwei Länderspiele: am 29. Mai in Boca Raton gegen Ecuador und am 2. Juni in Washington gegen die USA.

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