WM | 12.08.2013

Bierhoff: Natürlich zählen wir zu den Favoriten

Oliver Bierhoff hat seine Zurückhaltung hinsichtlich der Erfolgsaussichten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die WM 2014 abgelegt.

Mainz - - Oliver Bierhoff hat seine Zurückhaltung hinsichtlich der Erfolgsaussichten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die WM 2014 abgelegt. "Ich habe ja nie abgestritten, dass wir natürlich zu den Favoriten zählen. Und ich habe auch immer gesagt, dass wir mit voller Überzeugung in dieses Turnier gehen werden, dass wir diese WM gewinnen können", sagte der Teammanager der DFB-Auswahl in einem Interview auf DFB.de.

Der 45-Jährige hatte vor einiger Zeit gesagt, dass der Titelgewinn in Südamerika für europäische Mannschaften eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit sei. Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem ersten Länderspiel seiner Mannschaft in der WM-Saison am Mittwoch in Kaiserslautern gegen Paraguay (20.45 Uhr/ZDF) aber deutlich gemacht, dass er die deutsche Mannschaft durchaus zu den Mitfavoriten zählt.

Für Bierhoff ist dies kein Widerspruch zu seiner Äußerung vor ein paar Wochen: "Ich wollte nur ein Bewusstsein dafür schaffen, dass ein Erfolg wie der WM-Titel niemals ein Selbstläufer sein kann. Schon gar nicht in Brasilien."

Der Europameister von 1996 verwies darauf, dass man trotz aller Euphorie in Deutschland auch die Realität im Auge haben müsse: "Wir reden zu Recht viel über die positive Entwicklung des deutschen Fußballs, über unsere tollen Talente und deren Förderung. Das alles gipfelte zuletzt in dem wirklich grandioses Finale der Champions League. Dabei wird aber oft vergessen, dass neben den vielen deutschen Nationalspielern bei Bayern auch sechs Ausländer in der Startformation standen. Und dass ein Robert Lewandowski im Halbfinale vier Tore für den BVB geschossen hat und Dortmund ohne ihn gegen Real womöglich ausgeschieden wäre."

Mit Blick auf die WM in Brasilien wies Bierhoff die Nationalspieler frühzeitig auf die besonderen Gegebenheiten vor Ort hin: "Wir werden alles tun, um der Mannschaft ideale Voraussetzungen zu bieten, sie aber zugleich darauf vorbereiten, dass sie dort keine europäischen Bedingungen vorfinden wird. Klima, Unterkünfte, die ganze Logistik - alles wird dort von dem abweichen, was die Spieler kennen", sagte der Manager und fügte hinzu: "Es ist eine gemeinsame Arbeit der Trainer und des gesamten Betreuerteams, als gesamte Nationalmannschaft eine Philosophie und Mentalität zu entwickeln, dass wir alle etwaigen Widerstände nicht als solche sehen.."

Grundsätzlich freut sich der 70-malige Nationalspieler auf seine dritte WM als Teammanager: "Ich freue mich sehr auf das Land und die Herausforderung. Ich war mittlerweile dreimal in Brasilien, habe dort die Begeisterung der Menschen gespürt und erfahren, welche Bedeutung der Fußball und dieses Ereignis für das gesamte Land haben. Für mich ist es eine fantastische, reizvolle und fordernde Aufgabe, mit daran zu arbeiten, ein solches Ereignis für die deutsche Nationalmannschaft bestmöglich zu organisieren."

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