WM

Berlins Fanmeile soll zur WM 2014 öffnen

Die Fanmeile in Berlin soll trotz des Reinfalls am Samstagabend zum Champions-League-Finale auch in Zukunft wieder ihre Pforten öffnen. SID-IMAGES/AFP/JOHN MACDOUGALL

Berlin - Die Fanmeile in Berlin soll trotz des Reinfalls am Samstagabend zum Champions-League-Finale auch in Zukunft wieder ihre Pforten öffnen. Die Veranstalter prüfen derzeit ein Konzept für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. "Ja, es gibt schon Gespräche darüber. Konkret ist aber noch nichts", sagte Fanmeilen-Sprecherin Anja Marx dem SID.

Zum deutschen Königsklassen-Endspielduell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (2:1) hatten sich lediglich einige Tausend Fans in dem Public-Viewing-Areal zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule eingefunden. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit 250.000 Besuchern gerechnet. Vor allem Touristen und Familien blieben dieses Mal der Veranstaltung fern. "Das lag einzig und allein am schlechten Wetter", sagte Marx.

Bislang war die Fan-Meile auf der Straße am 17. Juni immer ein großer Erfolg und hatte in der Regel mehrere Hunderttausende angelockt - allerdings immer zu Spielen der deutschen Nationalmannschaft.

Dass das Konzept bei einem Spiel zweier Klubmannschaften nicht funktioniert, glaubt Marx nicht. "Es hängt wirklich alles vom Wetter ab. Wir hatten bei der EM oder WM bei Regen auch Tage mit wenig Besuch. Der Nachteil ist, dass es dieses Mal nur ein Tag war. Und wenn der verregnet ist, fällt die Bilanz schlecht aus", sagte Marx, die zu möglichen Einnahmeverlusten nichts sagen wollte.

Keinen großen Einfluss auf das Fernbleiben der Fans soll der Wirbel um die angeblichen Terrorwarnungen gehabt haben. Das Bundeskriminalamt hat offenbar eine Warnung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB vor Anschlägen in Public-Viewing-Zonen an andere Behörden in Deutschland weitergegeben. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) widersprach dem und sagte, es habe keine konkreten Hinweise auf derlei Attacken gegeben.

In den beiden Teilnehmer-Städten Dortmund und München funktionierte das Public Viewing trotz schlechten Wetters. In Dortmund waren Friedensplatz, Hansaplatz, Reinoldikirchplatz sowie die Westfalenhallen 1 und 4 jeweils mit mehreren Tausend Fans bestens gefüllt. Im München strömten nach Angaben der Polizei insgesamt 70.000 Fans zum Public-Viewing in die Allianz Arena sowie auf die Theresienwiese.

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