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Beitar-Geschäftsstelle von Fans in Brand gesetzt

Jerusalem - Ein vorsätzlich gelegter Brand in der Geschäftsstelle des israelischen Fußball-Erstligisten Beitar Jerusalem hat den Konflikt zwischen dem Verein und anti-arabischen Fans wegen der Verpflichtung von zwei muslimischen Tschetschenen bedrohlich verschärft.

SID-IMAGES/Firo/

Jerusalem - Ein vorsätzlich gelegter Brand in der Geschäftsstelle des israelischen Fußball-Erstligisten Beitar Jerusalem hat den Konflikt zwischen dem Verein und anti-arabischen Fans wegen der Verpflichtung von zwei muslimischen Tschetschenen bedrohlich verschärft. Der einen Tag nach der Anklage gegen vier Beitar-Anhänger wegen volksverhetzender Gesänge im Stadion ins Klubheim geworfene Brandsatz richtete nach Polizeiangaben "erheblichen Sachschaden" an dem Gebäude unmittelbar neben Beitars Trainingsgelände an und zerstörte mehrere Trophäen und andere wertvolle Memorabilia des Vereins. Erste Spuren am Tatort weisen nach Angaben der Ermittler auf mehrere Brandstifter hin.

"Die Polizei wird mit harter Hand dafür sorgen, dass dieses Thema jetzt beendet wird", erklärte Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat in einer ersten Reaktion. "Die Täter haben eine rote Linie überschritten", zitierte eine israelische Zeitung Beitars Vereinsführung, die radikale Fans ihrer Mannschaft für den Brand verantwortlich macht. Der nationale Fußball-Verband IFA wies darauf hin, dass der Weltverband FIFA schon vor dem Brand einen Bericht über die fremdenfeindlichen Tendenzen im Beitar-Umfeld angefordert hat.

Die Kontroverse um die neuen Beitar-Spieler war Ende Januar nach Veröffentlichung der Personalpläne von Jerusalems russischstämmigem Vereinschef Arkady Gaydamak ausgebrochen. Bei einem Punktspiel skandierten zahlreiche Anhänger des Klubs, der in der Vergangenheit schon mehrfach für fremdenfeindliche Auswüchse seiner anti-arabischen Fans mit Sanktionen belegt worden war, rassistische Parolen gegen die künftigen Spieler und Gaydamak.

Trotz der Widerstände wechselte das Tschetschenen-Duo zu Monatsbeginn von Terek Grosny nach Israel. Vor den beiden Neuzugängen spielten in der Geschichte des Klubs nach Vereinsangaben bislang nur drei Muslime für Beitar.

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