Champions League | 05.11.2013

Bayern vorzeitig im Achtelfinale

Bayern München hat dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit das erste Etappenziel auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung in der Champions League erreicht.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/MICHAL CIZEK

Pilsen - Bayern München hat dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit das erste Etappenziel auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung in der Champions League erreicht. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola zog nach einem Treffer von Joker Mario Mandzukic (65.) durch ein 1:0 (0:0) beim tschechischen Meister Viktoria Pilsen trotz eines ganz schwachen ersten Durchgangs vorzeitig ins Achtelfinale der Königsklasse ein. Zudem stellte der deutsche Rekordmeister mit dem neunten Sieg in Serie den Rekord des FC Barcelona (2002/03) in der Champions League ein.

In den beiden noch ausstehenden Gruppenspielen bei ZSKA Moskau und gegen den bereits ebenfalls schon für die Runde der letzten 16 qualifizierten englischen Ex-Meister Manchester City geht es für den Triple-Sieger nur noch um den Gruppensieg. Mit zwölf Punkten aus vier Spielen haben die Bayern die beste Ausgangsposition.

Zwei Wochen nach dem lockeren 5:0-Hinspielerfolg nahm der deutsche Rekordmeister den Tabellenzweiten der tschechischen Liga zunächst offenbar auf die leichte Schulter. Bis auf wenige Ausnahmen mangelte es dem Spiel der Gäste vor 11.360 Zuschauern im Stadion Struncovy Sady an Tempo und der letzten Konsequenz in den Aktionen. Zudem leisteten sich die Münchner ungewohnt viele Ballverluste im Spielaufbau und technische Fehler.

So blieben klare Torgelegenheiten in den ersten 45 Minuten Mangelware. Thomas Müller, der im Sturmzentrum aufgeboten wurde, und David Alaba per Freistoß scheiterten in der Anfangsphase an Schlussmann Matus Kozacik. Nach 16 Minuten hatte Nationalspieler Bastian Schweinsteiger Pech, als er nach Vorarbeit von Mario Götze nur den Pfosten traf. Doch in der Folge tat sich der ideenlose Favorit schwer, Lücken im Abwehrverbund der Tschechen zu finden.

Im Gegensatz zum mutlosen Auftritt in München agierte Pilsen vor eigenem Publikum wesentlich offensiver. Stanislav Tecl kam nach vier Minuten bei einem Laufduell mit Diego Contento im Strafraum zu Fall, Glück für die Bayern das der spanische Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz weiterspielen ließ. Auch in der Folge wirkte die Münchner Defensive bei den Vorstößen der Gastgeber nicht immer sattelfest. So hatte Daniel Kolar per Kopf nach Flanke von Pavel Horvath die Chance zur Führung (36.).

Die von Guardiola angekündigten Korrekturen am Konzept blieben weitgehend aus, der Spanier bot im Gegensatz zum Arbeitssieg in Hoffenheim (2:1) in Daniel van Buyten, Contento, Rafinha und Toni Kroos aber gleich vier neue Spieler in der Anfangsformation auf. Der angeschlagene Arjen Robben (Leistenprobleme) war derweil in München geblieben.

Trotz der enttäuschenden Vorstellung nahm Guardiola zu Beginn der zweiten Halbzeit keine personellen Änderungen vor. Seine Mannschaft entwickelte nun aber mehr Zug zum Tor. Zunächst vergab Kapitän Philipp Lahm bei einer Großchance sein erstes Champions-League-Tor im 77. Spiel (49.), dann verpasste Innenverteidiger van Buyten per Kopf nach einem Eckball die Führung nur knapp (52.). Europas Fußballer des Jahres Franck Ribéry scheiterte nach Pass von Alaba zudem freistehend an Kozacik (56.).

Danach bewies Guardiola mit der Einwechslung von Torjäger Mandzukic (59.) ein glückliches Händchen. Der Kroate erzielte per Kopf nach Flanke von Lahm die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung. Pilsen gab aber nicht auf und hatte durch Tecl eine Doppelchance zum Ausgleich (76./77.).

Bei Bayern überzeugten Alaba und Lahm, bei Pilsen verdienten sich Torhüter Kozacik und Horvath gute Noten.

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