DFB-Pokal

Bayern im Pokalfinale ohne Dante und Luiz Gustavo

Bayern München muss bei der Jagd nach dem Triple beim DFB-Pokal-Finale am Samstag in Berlin auf seine brasilianischen Nationalspieler Dante und Luiz Gustavo verzichten. SID-IMAGES/AFP/CHRISTOF STACHE

München - Champions-League-Sieger Bayern München muss bei der Jagd nach dem Triple beim DFB-Pokal-Finale am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) in Berlin auf seine brasilianischen Nationalspieler Dante und Luiz Gustavo verzichten. Wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag bestätigte, kommt der Fußball-Rekordmeister der Aufforderung des brasilianischen Verbandes (CBF) nach, beide Profis fristgerecht für den Konföderationen-Pokal (15. bis 30. Juni) in Brasilien freizugeben. Die Abstellungsfrist für das Turnier, das als Generalprobe für die WM 2014 gilt, endet am Samstag, 16.00 Uhr.

Rummenigge griff die Brasilianer in diesem Zusammenhang scharf an, sprach von "Psychoterror" gegen die Spieler. Diesen sei gesagt worden: Wenn ihr nicht rechtzeitig kommt und auf das Cup-Endspiel verzichtet, ist eure Karriere in der Seleção beendet. "Ich finde das unmenschlich, skrupellos, unfair und inakzeptabel", sagte Rummenigge weiter. Der "Ursprungsfehler" sei jedoch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gemacht worden, der das Pokalfinale auf 1. Juni ansetzte.

Der DFB beschuldigte jedoch den CBF. "Fakt ist, dass wir die Terminierung des Pokalfinales im Präsidium und im Ligavorstand ausgiebig diskutiert und dann gemeinsam beschlossen haben. Dabei haben wir alle immer auch darauf vertraut, dass - wie in der Vergangenheit oftmals praktiziert - in Einzelfällen eine Einigung mit dem Nationalverband gefunden wird. Dass sich die Brasilianer so stur stellen, ist für uns absolut nicht nachvollziehbar", sagte Generalsekretär Helmut Sandrock in einer Stellungnahme.

Trainer Bruno Labbadia von Bayern-Gegner Stuttgart findet es "sehr schade, dass den beiden das tolle Erlebnis Pokalfinale in Berlin genommen wird" und sprach von einer "völlig unverständlichen Entscheidung des brasilianischen Verbandes". Für die Ausrichtung des VfB mache der Ausfall des Duos "keinen Unterschied, weil die Bayern auf jeder Position zwei- oder sogar dreifach gut besetzt sind".

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