Bundesliga

Bayer siegt dank starkem Offensiv-Trio

Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen ist mit einem Sieg in die 51. Bundesligasaison gestartet. Das Team von Sami Hyypiä schlug den SC Freiburg deutlich mit 3:1 (1:1). SID-IMAGES/AFP/PATRIK STOLLARZ

Leverkusen - Dank seines überragenden Offensiv-Trios hat Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen einen Start nach Maß in der Fußball-Bundesliga erwischt. Beim 3:1 (1:1) des letztjährigen Dritten gegen Europa-League-Teilnehmer SC Freiburg erzielten Torschützenkönig Stefan Kießling (22.) sowie die Flügelstürmer Heung-Min Son (46.) und Sidney Sam (52.) die Tore; Sam und Kießling glänzten zudem mit je einer Vorlage. Für die Freiburger, denen der Abgang von fünf Leistungsträgern in der Sommerpause deutlich anzumerken war, traf lediglich Neuzugang Mike Hanke (34.). Jonathan Schmid scheiterte mit einem Foulelfmeter an Bayer-Keeper Bernd Leno (67.).

Sami Hyypiä hatte in seinem ersten Ligaspiel als alleinverantwortlicher Cheftrainer in Giulio Donati, Emir Spahic und Son drei Neuzugänge aufgeboten. Der von Bayern München gekommene Emre Can stand wegen Knieproblemen dagegen nicht im Kader, Kapitän Simon Rolfes saß bis zur 70. Minute auf der Bank. Kurz vor Spielende kam Uwe Seelers Enkel Levin Öztunali (87.) zu seinem Bundesliga-Debüt.

Hyypiäs Kollege Christian Streich begann mit vier Neuen: Francis Coquelin sowie Gelson Fernandes im Mittelfeld und Ex-Nationalspieler Hanke sowie Admir Mehmedi im Sturm. Zudem kam der im Winter aus Kaiserslautern gekommene Hendrick Zuck (23) nach seinen Toren im Pokal in Neustrelitz (2:0) zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz.

Für Bayer, das noch keinen Trikotsponsor gefunden hat und deshalb mit dem Logo der Deutschen Knochenmarkspenderkartei (DKMS) auf der Brust spielte, begann die Saison mit einem Schrecken: Kießling fiel bei der ersten Strafraumaktion auf seinen linken Unterarm und musste minutenlang behandelt werden.

Dass der 29-Jährige weitermachen konnte, war Bayers Glück. Die Rheinländer rannten gegen die kompakte Defensive der Freiburger zunächst vergeblich an, dann schlug Kießling wie aus dem Nichts zu. Nach einem Freistoß von Gonzalo Castro verlängerte Stefan Reinartz mit dem Kopf, SC-Kapitän Julian Schuster stieg nicht hoch, und Kießling köpfte über den aus dem Tor eilenden Oliver Baumann hinweg. Dem vermeintlichen 2:0 von Sebastian Boenisch (27.) verweigerte Schiedsrichter Günter Perl zu Unrecht die Anerkennung, weil Kießling zuvor weit außen passiv im Abseits gestanden hatte.

Von Freiburg war offensiv zunächst kaum etwas zu sehen. Nach einem zaghaften Schuss von Hanke (34.) führte die erste richtige Chance gleich zum Ausgleich: Schmid spielte den Ball in die Gasse, Hanke schaltete schneller als die gesamte Bayer-Abwehr und vollstreckte.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Knalleffekt: Nach einem weiten Befreiungschlag des Ex-Freiburgers Ömer Toprak waren Bayers Flügelstürmer Sidney Sam und Son alleine auf weiter Flur, der Südkoreaner schob die Ablage Sams 59 Sekunden nach Wiederbeginn ins Tor. Kurz darauf wurde der auf die WM-Teilnahme hoffende Sam mustergültig von Kießling bedient und erhöhte auf 3:1. Freiburg schwamm nun auch in der Defensive und drohte plötzlich gar, unter die Räder zu kommen. Das auf dem Silbertablett servierte Anschlusstor vergab Schmid aus elf Metern gegen Leno.

Während bei Bayer Kießling, Sam und Son herausragten, hinterließen bei den Gästen trotz seines Missgeschicks Schmid und Hanke noch den besten Eindruck.

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