Champions League | 11.04.2013

Barca zittert sich ins Halbfinale

Mit Lionel Messi als Joker hat der FC Barcelona das Halbfinale der Champions League erreicht. Die Katalanen erkämpften sich ein 1:1 (0:0) gegen Paris St. Germain.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/JOSE JORDAN

Barcelona - Mit Lionel Messi als Joker und einer gehörigen Portion Glück hat der FC Barcelona das Halbfinale der Champions League erreicht. Die Katalanen erkämpften sich nach einer Zitterpartie ein 1:1 (0:0) gegen Paris St. Germain, das ihnen nach dem 2:2 im Hinspiel nur wegen des mehr erzielten Auswärtstreffers zum Einzug in die Runde der letzten Vier genügte.

Pedro erzielte das Ausgleichstor für Barca in der 71. Minute, neun Minuten nachdem der angeschlagene Weltfußballer Messi in höchster Not eingewechselt worden war. Nach dem 0:1 durch Javier Pastore (50.) stand Barca vor dem Aus und der ersten Heimniederlage in der Königsklasse seit dreieinhalb Jahren. Messi leitete den Ausgleich mit einem präzisen Pass auf David Villa ein, der dann Pedro bediente.

Barcelona hatte zuvor ohne Messi ungewohnt ungenau, ohne Zug zum Tor, sichtlich verunsichert und hilflos agiert. Der Argentinier saß zunächst nägelkauend auf der Ersatzbank und fühlte sich als passiver Beobachter sichtlich unwohl - vor allem, weil seine Teamkollegen ohne ihn überhaupt nicht klar kamen.

Nachdem Barcas Kapitän Xavi in der zweiten Minute mit einem Freistoß nur um Zentimeter das Tor der Franzosen verpasst hatte, waren die Gäste dem 1:0 schon in der ersten Halbzeit näher. Vor allem der Brasilianer Lucas bereitete Barcelona immer wieder Kopfzerbrechen. Nach zwei Warnschüssen (14., 19.) zwang der nur 1,72 m große Angreifer Torwart Victor Valdes mit einem Kopfball zu einer Glanzparade (28.). Schon vier Minuten zuvor hatte der Barca-Schlussmann bei einer Fußabwehr gegen Ezequiel Lavezzi sein ganzes Können aufbieten müssen.

Barcelona hatte dagegen kaum gefährliche Szenen und spielte nie wie ein Titelfavorit. Pedro traf in der 21. Minute aus spitzem Winkel das Außennetz, viel mehr hatten die Spanier nicht zu bieten. Sie vermissten Messi als Anspielstation, Raum-Beschaffer und kreativen Geist schmerzlich.

Kurz nach der Pause folgte der Schock für die 80.000 Zuschauer in Camp Nou: In der 50. Minute spielte der starke Zlatan Ibrahimovic, der vor drei Jahren Barcelona im Unfrieden verlassen hatte, Pastore frei, der Valdes mit seinem Schuss aus halbrechter position überwand. Unmittelbar danach schickte Barca-Coach Tito Vilanova Messi zum Warmmachen.

Nach einer guten Stunde kam der Argentinier ins Spiel, und gleich lief es für Barca besser. Die Gäste, die erst ab der 83. Minute mit Altstar David Beckham spielten, gerieten immer stärker unter Druck, Abwehrchef Thiago Silva und seine Defensivreihe bekamen immer mehr zu tun. Der zuvor unauffällige Andres Iniesta (64.) prüfte erstmals Salvatore Sirigu im Pariser Tor. Doch nach dem Treffer blieb Barca nervös, unsicher und zumeist nur noch auf Ballbesitz bedacht - trotz Messi.

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