Champions League | 17.09.2013

Auftakt nach Maß: FC Bayern siegt souverän

Leicht, locker und mit einem überzeugenden Sieg hat der FC Bayern einen ersten Schritt auf dem steinigen Weg zur Titelverteidigung in der Champions League getan.

München - Leicht, locker und mit einem überzeugenden Sieg hat der FC Bayern einen ersten Schritt auf dem steinigen Weg zur Titelverteidigung in der Champions League getan. 114 Tage nach ihrem Triumph im "German Endspiel" von Wembley gegen Borussia Dortmund gewannen die Münchner gegen den russischen Meister ZSKA Moskau ohne Probleme mit 3:0 (1:0). Zum zehnten Mal nacheinander startete der deutsche Rekordmeister und Gewinner des europäischen Supercups mit einem Sieg in die Königsklasse.

Nach den Diskussionen um die kritische Bestandsaufnahme von Sportvorstand Matthias Sammer ("Dienst nach Vorschrift"), der für seine Äußerungen kurz vor dem Spiel auch von Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge gerüffelt wurde, gelang der Mannschaft eine weitgehend gelungene Vorstellung. David Alaba erzielte per Freistoß früh die Führung (3.), der stets gefährliche Mario Mandzukic legte kurz vor der Pause nach (41.). Der starke Arjen Robben traf nach traumhafter Vorlage von Alaba (68.).

Der FC Bayern war trotz kleiner Durchhänger überlegen und hatte die Begegnung vor 68.000 Zuschauern (ausverkauft) souverän im Griff. Moskau, ungeschlagener Tabellenführer in der heimischen Liga, fand praktisch nicht statt. Im nächsten Spiel der Gruppe D am 2. Oktober dürfte den Münchnern eine schwierigere Prüfung bevorstehen: Dann geht es zum englischen Meisterschaftszweiten, zu Manchester City. Großes Ziel der Bayern ist Lissabon, wo sie am 24. Mai 2014 den Titel in der Champions League erfolgreich verteidigen wollen - bislang ist dies noch keiner Mannschaft gelungen.

In seinem ersten Champions-League-Spiel als Trainer seit dem Halbfinale im April 2012 mit dem FC Barcelona (0:1, 2:2 gegen FC Chelsea) hatte Pep Guardiola erneut Mannschaftskapitän Philipp Lahm auf die Position des "Sechsers" beordert. Bastian Schweinsteiger musste wie bereits am vergangenen Samstag in der Bundesliga gegen Hannover 96 (2:0) zunächst auf der Bank Platz nehmen - er kam in der 71. Minute für Toni Kroos. Die einzige Änderung in der Anfangself: Dante spielte für Daniel van Buyten.

Der FC Bayern erwischte einen Start, wie er besser kaum hätte sein können. Nach 2:58 Minuten zappelte der Ball bereits hinter dem russischen Nationaltorhüter Igor Akinfejew im Netz - der Freistoß aus 30 Metern von Alaba war offensichtlich zu scharf und platziert geschossen. Kurz darauf hätte es bereits 2:0 stehen können - doch Mandzukic scheiterte an Akinfejew (7.). Nur wenig später verpasste der Kroate mit einem Kopfball ebenfalls nur knapp einen zweiten Münchner Treffer (14.).

Die Kritik von Sammer nach dem Spiel gegen Hannover schien bei der Mannschaft angekommen zu sein. Während nach Präsident Uli Hoeneß unmittelbar vor dem Spiel bei Sky auch Rummenigge Kritik an Sammer übte ("kontraproduktiv", "Phantom-Diskussion"), bewegten sich die Spieler erkennbar außerhalb der "Komfortzone". Vor allem die ersten 20 Minuten sahen nicht aus wie "Dienst nach Vorschrift" (Sammer). Bayern drängte - der aufgerückte Rafinha traf das Außennetz (20.).

Danach erlaubten sich die Münchner einen kleinen Durchhänger. Ab und an fehlte vorübergehend ein wenig der Zug zum gegnerischen Tor. Klar überlegen blieben die Bayern trotzdem, und bald nahm ihr Spiel auch wieder Fahrt auf. Erneut hätte Mandzukic fast getroffen - doch er köpfte in der 37. Minute an den Innenpfosten, von dort sprang der Ball in die Arme von Akinfejew. Vier Minuten später verwandelte der Mittelstürmer dann aber doch per Kopf nach einem Freistoß von Robben - allerdings aus Abseitsposition.

Auch im zweiten Durchgang hatten die Münchner alles unter Kontrolle. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Robben einmal die Chance zum 3:0, wenig später ein zweites Mal - beide Male war Akinfejew, mit Abstand bester seiner Mannschaft, auf dem Posten, ehe nach Alabas Lupfer über die Abwehr und Robbens wuchtigem Abschluss auch er machtlos war. Das war nun alles sehr gefällig. Moskau tat aber auch so gut wie nichts, um die Bayern zu fordern.

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