Bundesliga | 11.08.2013

Auch Seehofer macht Druck auf Guardiola

Trainer Pep Guardiola muss beim Fußball-Rekordmeister Bayern München sofort Erfolge feiern - das hat nun auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer gefordert.

München - Druck von höchster Stelle: Trainer Pep Guardiola muss beim Fußball-Rekordmeister Bayern München sofort Erfolge feiern - das hat nun auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer gefordert. Er wolle Guardiola im nächsten Jahr an gleicher Stelle wieder treffen, sagte Seehofer am Samstagnachmittag beim Empfang des Triple-Gewinners in der Bayerischen Staatskanzlei in München, und zwar "mindestens mit derselben Anzahl an Titeln".

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge beeilte sich aber zu betonen, Seehofer solle den ohnehin sehr hohen Druck auf Guardiola nicht noch erhöhen. "Ich bitte Sie nur, die Messlatte nicht noch höher zu legen", sagte er in seiner Ansprache: "Wir haben im letzten Jahr drei Titel gewonnen, und ich habe immer gesagt, der ehrlichste ist die deutsche Meisterschaft - den Titel wollen wir in diesem Jahr wieder holen." Guardiola hat Anfang Juli das schwere Erbe von Jupp Heynckes angetreten, der in der Staatskanzlei erkrankt fehlte.

Seehofer lud die Bayern anlässlich des Triumphes in der Vorsaison unter Heynckes in Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal an seinen Amtssitz. "Das war früher die Wirkungsstätte der bayerischen Könige, und ich denke, für den FC Bayern München ist es gerade der richtige Ort", sagte Seehofer im Hofgarten der Residenz. Er nannte den Rekordmeister ein "Flaggschiff" des Freistaats.

Die Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger überreichten dem CSU-Politiker ein Trikot mit der Nummer 12 und Seehofers Namen. In den Mittelpunkt rückte zwischenzeitlich auch der von seiner Steueraffäre arg belastete Präsident Uli Hoeneß, den die zahlreichen Fans vor Ort mit Sprechchören feierten.

Für die Spieler war der Empfang zwischen dem erfolgreichen Start in der Bundesliga mit dem 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach am Freitagabend und dem Testspiel beim FC Györ in Ungarn am Sonntag eine willkommene Abwechslung. "Wir erinnern uns gerne zurück", sagte Stürmer Thomas Müller, "aber wir wissen auch, dass in der Gegenwart und vor allem in der Zukunft wieder Leistung gefragt sein wird, da können wir uns vom Alten nichts kaufen."

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