WM | 16.05.2014

28 Tage vor WM-Beginn: Krawall und Proteste in Brasilien

28 Tage vor Beginn der Fußball-WM haben Demonstranten und WM-Gegner in brasilianischen Großstädten die Sicherheitsvorkehrung auf die Probe gestellt.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/SID-IMAGES/AFP/

São Paulo - 28 Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft haben Demonstranten und WM-Gegner in mehreren brasilianischen Großstädten die Sicherheitsvorkehrung auf die Probe gestellt. Der angekündigte "Internationale Tag des Kampfes gegen die WM" lockte zwar weniger Unzufriedene als erwartet auf die Straßen, brennende Barrikaden, zerschlagene Scheiben und Scharmützel heizten dennoch das Klima auf.

In São Paulo gingen zwischen 1000 und 1500 Menschen auf die Straße. Randalierer hinterließen brennende Autoreifen, zerschlagene Scheiben und mit Graffiti beschmierte Fahrzeuge im Autohaus eines offiziellen Sponsorpartners des Weltverbandes FIFA sowie zerbrochenes Glas in zwei Bank-Vorhallen. Mindestens 20 Personen, die Molotow-Cocktails oder Hammer bei sich trugen, wurden vorübergehend festgenommen.

In Rio de Janeiro sorgten Demonstranten für ein erhebliches Verkehrschaos. Als sich der Protestzug gegen 20.00 Uhr friedlich auflöste, versprengte die Polizei eine verbliebene Gruppe von Randalierern mit Pfefferspray. Eine Person wurde festgenommen.

In Recife, wo die deutsche Mannschaft am 26. Juni ihr letzten Vorrundenspiel gegen die USA bestreitet, kam es wegen des zweitägigen Streiks der Militärpolizei für Lohnerhöhung zu Aufruhr. Nach Plünderungen am Dienstag schlossen die Shopping-Center am Mittwoch schon früh am Abend, die lokalen Universitäten sagten den Spät-Unterricht ab. Auslöser war die ohne präsente Staatsgewalt ausufernde Kriminalität.

Die Sicherheitslücken aufgrund des Arbeitskampfes wurden durch ein Mehr an Zivilpolizisten sowie der Straßenpatrouille von Armeekräften und Nationalgarde weitgehend aufgefangen. Die Policia Civil berichtete von 234 Festnahmen.

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