Bundesliga

2:0 - Hertha gewinnt in Braunschweig

Ein Kopfballtor von Adrian Ramos hat das Duell der Aufsteiger in der Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC zugunsten der Berliner entschieden. SID-IMAGES/Pixathlon/

Braunschweig - Nach dem Sieg im Aufsteigerduell der Fußball-Bundesliga strahlte Manager Michael Preetz mit den Berliner Profis um die Wette. "Wir freuen uns unglaublich über diesen wichtigen Dreier, weil wir unbedingt die 20-Punkte-Hürde nehmen wollten", sagte Preetz nach dem 2:0 (1:0) von Hertha BSC bei Eintracht Braunschweig und dem Sprung auf den siebten Tabellenplatz.

Von den Europapokalplätzen, die nur noch zwei Zähler entfernt sind, wollte der Ex-Profi aber noch nichts wissen. "Vielleicht können wir in den nächsten beiden Spielen noch den einen oder anderen Punkt holen. Das ist unser Thema, nichts anderes", sagte der Hertha-Manager bei Sky.

Bedanken durften sich die Berliner nicht zuletzt bei ihrem Sorgenkind Ronny. Der Brasilianer, der am vergangenen Dienstag wegen schlechter Trainingsleistungen zum Rapport beim Manager hatte antreten müssen, war mit seinen Vorlagen zu den Toren von Adrian Ramos (20.) und Tolga Cigerci (80.) quasi der Matchwinner. "Er hat seine außergewöhnlichen Qualitäten gezeigt", lobte Preetz den Aufstiegshelden der vergangenen Saison, der zuletzt meist nur zweite Wahl gewesen war, "er war mit spielentscheidend, weil er beide Tore vorbereitet hat."

Bei den Braunschweigern, die weiter im Besitz der Roten Laterne sind, war der Frust groß. "Ich kann meiner Mannschaft wieder keinen Vorwurf machen. Letztendlich fehlt uns vorne nicht nur die Kaltschnäuzigkeit, sondern auch das Quäntchen Glück", meinte Trainer Torsten Lieberknecht: "Das haben wir im Moment nicht, obwohl wir viel dafür tun. Heute tut die Niederlage sehr weh. Wir werden jetzt schlecht schlafen, ein Nutellabrot essen und wieder aufstehen."

Die Niedersachsen verpassten die Chance, den Drei-Punkte-Rückstand auf den rettenden 15. Tabellenplatz zu verkürzen. Zudem warten sie nun schon bereits seit 370 Minuten auf einen eigenen Torerfolg. Nach dem zweiten Gegentor sah auch noch Timo Perthel nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (81.).

Dabei hatten die Platzherren vor 23.100 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion eindeutig den besseren Start hingelegt. Bei drei guten Einschussmöglichkeiten zwischen der 8. und 14. Minute benötigte die Hertha eine gute Portion Glück, um nicht in Rückstand zu geraten.

Nach einer guten Viertelstunde aber änderte sich das Bild. Die Berliner agierten nun zielstrebiger und standen schon in der 17. Minute dicht vor ihrem ersten Torerfolg, doch Cigerci traf nur die Latte. 180 Sekunden später machte es Ramos besser, es war das erste Erfolgserlebnis für Hertha BSC nach 207 torlosen Minuten.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Berliner ihre technische Überlegenheit mehr und mehr aus, drei Minuten nach Wiederbeginn verpasste Ramos aus kurzer Distanz die Vorentscheidung. Die Gastgeber warfen ihre Kampfkraft in die Waagschale, ihnen fehlten aber die Mittel, klare Einschussmöglichkeiten herauszuspielen.

In der 67. Minute kam bei den Braunschweigern Torjäger Domi Kumbela als zusätzliche Angriffsspitze auf den Platz. Doch auch diese Maßnahme zeitigte keinen entscheidenden Erfolg.

Unangenehm fielen nicht zum ersten Mal in dieser Saison die 2500 mitgereisten Berliner Fans auf. Pünktlich zum Spielbeginn zündeten sie ein halbes Dutzend Bengalos. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aus Herne musste die Partie unterbrechen, bis sich die Nebelschwaden aus der Arena weitgehend verzogen hatten. "Das ist abartig", sagte Preetz, "leider gibt es immer noch diese Vollidioten."

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