FIFA | 22.08.2014

FIFA-Schiedsrichter: Verband erwägt Abschaffung der Altersgrenze

Schiedsrichter-Revolution bei der FIFA: Der Fußball-Weltverband plant, die Altersgrenze für seine Unparteiischen abzuschaffen.

Zürich - Schiedsrichter-Revolution bei der FIFA: Der Fußball-Weltverband plant nach einem Bericht der Bild-Zeitung, die Altersgrenze für seine Unparteiischen abzuschaffen. Wie die FIFA dem SID am Freitag mitteilte, werde das Exekutivkomitee um den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger schon auf der nächsten Sitzung am 23./24. September über eine solche Änderung entscheiden.

Im Rahmen der WM-Endrunde in Brasilien in diesem Sommer hatte die FIFA bereits beschlossen, "dass es kein Alterslimit für Offizielle geben soll". Das Schiedsrichterkomitee hatte daraufhin einen Plan für die Umsetzung ausgearbeitet, der dem Exekutivkomitee im September vorgelegt wird.

Grund für den Sinneswandel der Verantwortlichen dürften auch die teilweise enttäuschenden Leistungen der jungen Referees bei der WM sein. Sollte die FIFA die Altersgrenze tatsächlich abschaffen, könnten Schiedsrichter bei entsprechenden Leistungen theoretisch bis ins Rentenalter internationale Spiele leiten.

Bundesliga | 22.08.2014

ZDF-Politbarometer: Klubs sollen für Polizei-Einsätze zahlen

In der Debatte über eine Beteiligung der deutschen Klubs an den Kosten für Polizei-Einsätze sieht eine große Mehrheit die Vereine in der Pflicht.

Text: SID Bild: SID-IMAGES/SID-IMAGES/FIRO/

Mainz - In der Debatte über eine Beteiligung der deutschen Fußball-Profiklubs an den Kosten für Polizei-Einsätze sieht eine große Mehrheit der Deutschen die Vereine in der Pflicht. 77 Prozent der vom ZDF-Politbarometer in einer Umfrage in der Woche vor dem Bundesliga-Start interviewten Personen befürworteten den Vorstoß des Bremer Senats, der Deutschen Fußball Liga (DFL) künftig für die Absicherung von Risikospielen durch Polizeikräfte Rechnungen schicken zu wollen. Lediglich 21 Prozent lehnten die Forderung der Bremer Landesregierung und von Polizeigewerkschaftern ab.

Der Bremer Senat hatte im Juli eine Gesetzesvorlage beschlossen, die eine Beteiligung der Vereine an den Kosten für Polizei-Einsätze bei Fußballspielen im Stadtstaat vorsieht. Die notwendige parlamentarische Zustimmung der Bremer Bürgerschaft steht allerdings noch aus.

Die DFL und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatten den Senatsbeschluss umgehend scharf kritisiert. Beide Verbände monieren, dass Bremen gegen eine Absprache zwischen den Profi-Klubs und den Landesregierungen verstoßen würde. Der DFB entzog Bremen sogar die für den Herbst im Weserstadion geplante Ausrichtung des  EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar und vergab die Begegnung an Nürnberg.

International | 22.08.2014

Deschamps hält Ribéry-Sinneswandel für möglich

Nach Franck Ribérys Rücktritt aus der Nationalmannschaft will Didier Deschamps für die Zukunft einen Sinneswandel bei Ribéry nicht ausschließen.

Text: SID Bild: SID-IMAGES/SID-IMAGES/AFP/

Paris - Rund eine Woche nach Franck Ribérys Rücktritt aus der französischen Fußball-Nationalmannschaft will Trainer Didier Deschamps für die Zukunft einen Sinneswandel bei Bayern Münchens Starspieler nicht ausschließen. "Es ist seine Wahl. Er hat eine Bekanntmachung getätigt, die ich zur Kenntnis nehme. Doch in zwei Jahren...", orakelte der Coach offenkundig mit Blick auf die Heim-EM 2016 am Freitag in einem Interview mit der französischen Fachzeitung L´Equipe: "Er hat das Gefühl, etwas anderes zu brauchen. Aber vielleicht ändert sich das morgen oder übermorgen. Oder es ändert sich nicht."

Ein Comeback-Wunsch von Ribéry wäre für Deschamps keine Überraschung: "Manche, und nicht die Schlechtesten, sind nach einem Rücktritt zurückgekommen", sagte der Weltmeister von 1998 und verwies auf Frankreichs Ex-Superstar Zinedine Zidane: "Zizou hat nach der EM 2004 auch aufgehört und ist 2005 wieder zurückgekommen."

Für den Fall einer Meinungsänderung muss Ribéry zumindest keine zugeschlagenen Türen bei der "Equipe tricolore" befürchten. Es hinge dann über seine grundsätzliche Leistungsfähigkeit hinaus "viel" vom 31-Jährigen selbst ab, sagte Deschamps: "Es würde für mich wichtig sein, seine geistige und mentale Verfassung zu berücksichtigen", meinte der Weltmeister von 1998 weiter und führte eine Checkliste auf: "Ist es für ihn gut, ihn nochmal zu berufen? Für die Gruppe? Wenn ich es sein muss, kann ich radikal sein."

Momentan allerdings sieht Deschamps, der bei der WM-Endrunde in Brasilien wegen einer Verletzung auf den Dribbelkünstler verzichten musste, keinen Platz für "Europas Fußballer des Jahres 2013" in Frankreichs Nationalelf: "Warum sollte ich jemanden nehmen, der es für besser hält, nicht mehr zu kommen?"

Ribéry hatte seine Nationalmannschafts-Karriere in der vergangenen Woche nach 81 Länderspielen für beendet erklärt. "Ich möchte mich mehr meiner Familie widmen, mich ganz auf die Aufgaben beim FC Bayern konzentrieren und auch den vielen tollen jungen Spielern in der Nationalmannschaft den Platz überlassen", sagte der Offensivstar in einem Interview.

International | 21.08.2014

US-Keeper Howard nimmt Auszeit vom Nationalteam

Der amerikanische Fußball-Nationaltorhüter Tim Howard nimmt eine Auszeit vom US-Soccer-Team.

Text: SID Bild: SID-IMAGES/SID-IMAGES/AFP/

Boston - Der amerikanische Fußball-Nationaltorhüter Tim Howard nimmt eine Auszeit vom US-Soccer-Team. Der 35-Jährige bat Trainer Jürgen Klinsmann, ihn bis September 2015 nicht mehr zu berücksichtigen. Wie Amerikas Verband bekannt gab, handelt es sich nicht um einen endgültigen Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

"Nach zwölf Jahren als Profi in Übersee habe ich viel Zeit mit meiner Familie verpasst. Deshalb ist mir diese Entscheidung als Zugeständnis meiner Familie gegenüber sehr wichtig. Und ich bin froh, dass ich Jürgens Unterstützung habe", sagte Howard, der 104 Länderspiele bestritten hat. 

Die Amerikaner hatten bei der WM in Brasilien das Achtelfinale erreicht, schieden dort mit 1:2 nach Verlängerung gegen Belgien aus. Howard gehörte in Südamerika zu den besten Torhütern.

Euro League | 21.08.2014

Europa League: Hrgota bringt Gladbach dicht an die Gruppenphase

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach ist trotz einer durchwachsenen Leistung auf einem guten Weg in die Gruppenphase der Europa League.

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Sarajevo/Köln - Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach ist trotz einer durchwachsenen Leistung auf einem guten Weg in die Gruppenphase der Europa League. Im Play-off-Hinspiel beim bosnischen Vertreter FK Sarajevo siegte die Elf von Trainer Lucien Favre dank Doppeltorschütze Branimir Hrgota mit 3:2 (2:1). Damit genügt der Elf vom Niederrhein im Rückspiel am kommenden Donnerstag vor eigenem Publikum bereits ein Remis, um zum zweiten Mal nach 2012 in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen.

Neuzugang André Hahn (10.) brachte die Borussia mit einem trockenen Rechtsschuss in Führung. Nach einem Patzer von ter-Stegen-Nachfolger Yann Sommer nach einer Freistoßflanke glich Bojan Puzigaca (26.) per Kopf aus. Auf der Gegenseite profitierte Hrgota von einem Fehler von Dejan Bandovic (41.). Der erneute Ausgleich des eingewechselten Haris Duljevic (59.) reichte starken Gastgebern nicht einmal zum verdienten Punkt, weil erneut Hrgota (73.) mit einem Traumtor zuschlug.

"Es war der erwartet schwere Gegner. Das war hier ein Hexenkessel mit schwierigem Untergrund. Wir wussten, dass Sarajevo stark ist. Wir hatten viele unnötige Ballverluste, sind aber noch einmal zurückgekommen", sagte Hahn bei Kabel eins. "Ich renne in jemanden rein und werde geblockt. Ich bin froh, dass die Szene nicht so wichtig war", erklärte Sommer seinen Fehler aus der 26. Minute.

Favre baute seine Mannschaft im Vergleich zum 3:1 im DFB-Pokal beim FC Homburg auf zwei Positionen um: Neuzugang Fabian Johnson und Alvaro Dominguez rückten für Oscar Wendt und Julian Korb in die Anfangsformation. Der geschonte Weltmeister Christoph Kramer und Nationalstürmer Max Kruse (nach OP am Harnleiter) standen nicht im Kader.

In der ersten Hälfte kam die Borussia gegen den Vorjahresdritten der Premijer Liga in der Offensive kaum über Ansätze hinaus- Zugleich agierte der Sechste der abgelaufenen Bundesliga-Saison in der Rückwärtsbewegung ein ums andere Mal fahrlässig. Abgesehen von Hahns Treffer war der Fernschuss von Granit Xhaka bereits nach 16 Sekunden das einzige Glanzlicht der ersten Hälfte - bis Hrgota nach Hahns Flanke und dank der Mithilfe von zur Stelle war.

Angetrieben vom agilen Milos Stojcev erspielten sich die Hausherren im gut gefüllten Stadion Asim Ferhatovi? Hase aber in den ersten 45 insgesamt mehr und auch bessere Gelegenheiten. Sommer musste gegen Stojcev (4./22.) und Sevko Okic (12.) retten.

Nach dem Seitenwechsel zog sich Mönchengladbach mit der Führung im Rücken zurück und versuchte, die Räume vor dem eigenen Strafraum enger zu machen. Die Fehlpassquote blieb aber weiterhin hoch, sodass die Mannschaft von Dzenan Uscuplic förmlich zu Schusschancen eingeladen wurde. So leitete der starke Hahn mit einem Fehlpass den Ausgleich zum 2:2 ein.

Erst in der Schlussphase wusste Gladbach zu überzeugen. Der zur zweiten Hälfte für Traoré eingewechselte Patrick Hermann (68.) hatte den Sieg ebenso auf dem Fuß wie wenig später Johnson (70.). Nach Hrgotas strammem Schuss aus 18 Metern unter die Latte hatte der Schwede in der 80. Minute gar noch das 4:2 auf dem Fuß.

Auf Mönchengladbacher Seite überzeugte der dynamische Hahn in der Offensive auf ganzer Linie, auch Doppeltorschütze Hrgota spielte stark. Bei Sarajevo gefiel neben Stojev der treffsichere Joker Duljevic.

DFB | 21.08.2014

U17-Junioren des DFB mit zweiter Niederlage im zweiten Spiel

Die U17-Junioren des Deutschen Fußball-Bundes haben bei einem internationalen Turnier in Österreich im zweiten Spiel ihre zweite Niederlage kassiert.

Traiskirchen - Die U17-Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben bei einem internationalen Turnier in Österreich im zweiten Spiel ihre zweite Niederlage kassiert. Zwei Tage nach dem 0:3 gegen die Schweiz verlor die Mannschaft von DFB-Trainer Christian Wück gegen die Gastgeber in Traiskirchen mit 0:2 (0:1). Die Tore für den österreichischen Nachwuchs erzielten Arnel Jakupovic (28.) und Sandi Lovric (44.).

In der nächsten Begegnung trifft die DFB-Auswahl am Samstag (17.00 Uhr) in Wiener Neudorf auf Bulgarien.

Euro League | 21.08.2014

Europa League: Kuranyi-Klub Dynamo Moskau gegen Nikosia nur 2:2

Der frühere deutsche Nationalstürmer Kevin Kuranyi muss mit seinem Klub Dynamo Moskau um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League bangen.

Moskau - Der frühere deutsche Nationalstürmer Kevin Kuranyi muss mit seinem Klub Dynamo Moskau um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League bangen. Im Play-off-Hinspiel kamen die Russen vor heimischer Kulisse gegen den zypriotischen Vertreter Omonia Nikosia nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus.

Der frühere Berliner Christopher Samba hatte Dynamo in Führung gebracht (33.), der niederländische Neuzugang Alexander Büttner rettete durch sein Tor in der 72. Minute in Unterzahl das Unentschieden. Der russische Nationalstürmer Alexander Kokorin hatte nach 62 Minuten Gelb-Rot gesehen.

Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag auf Zypern statt. Dynamo braucht zum Weiterkommen einen Sieg oder ein Unentschieden mit mindestens drei Toren.

2.Bundesliga | 21.08.2014

Fürth leiht Stuttgarts Stürmer Rojas aus

Fußball-Zweitligist Greuther Fürth hat den neuseeländischen Nationalspieler Marco Rojas verpflichtet.

Text: SID Bild: SID-IMAGES/SID-IMAGES/AFP/

Fürth - Fußball-Zweitligist Greuther Fürth hat den neuseeländischen Nationalspieler Marco Rojas verpflichtet. Der 22 Jahre alte Stürmer wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende vom Erstligisten VfB Stuttgart zu den Franken.  

"Wir haben uns lange darüber Gedanken gemacht, welchen Stürmertyp wir zur Ergänzung unseres Angriffs benötigen. Marco ist sehr schnell, wendig und torgefährlich. Damit sind wir in unseren Möglichkeiten noch variabler", sagte Fürths Präsident Helmut Hack. Rojas besitzt in Stuttgart noch einen Vertrag bis 2017.

Bundesliga | 21.08.2014

Hannover-Kapitän Stindl fällt gegen Schalke aus

Fußball-Bundesligist Hannover 96 muss beim Bundesligaauftakt am Samstag gegen Schalke 04 auf Kapitän Lars Stindl verzichten.

Text: SID Bild: SID-IMAGES/SID-IMAGES/FIRO/

Hannover - Fußball-Bundesligist Hannover 96 muss beim Bundesligaauftakt am Samstag (15.30/Sky) gegen Schalke 04 auf Kapitän Lars Stindl verzichten. Wie der Klub mitteilte, erlitt der Mittelfeldspieler bereits im DFB-Pokalspiel am vergangenen Wochenende beim Viertligisten Astoria Walldorf (3:1) eine starke Zerrung des Außenbandes im rechten Knie.

"Natürlich ist sein Ausfall äußerst bitter. Aber jetzt haben wir zwei Tage vor dem Spiel eine klare Situation. Wir werden die richtige Entscheidung treffen, wer für Lars in der Startelf stehen wird", sagte 96-Cheftrainer Tayfun Korkut.

Bundesliga | 21.08.2014

Rummenigge: Martinez-Ersatz nur, "wenn Qualität und Preis stimmen"

Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Fußball-Meister Bayern München hat die Verpflichtung eines Ersatzmanns für Javi Martinez offen gelassen.

Text: SID Bild: SID-IMAGES/SID-IMAGES/FIRO/

München - Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Fußball-Meister Bayern München hat die Verpflichtung eines Ersatzmanns für den am Kreuzband verletzten Verteidiger Javi Martinez offen gelassen. "Wenn Qualität auf dem Markt ist und der Spieler preislich akzeptabel, können wir uns das vorstellen. Aber wir müssen nicht unbedingt", sagte der 58-Jährige dem Münchner Merkur (Freitagsausgabe). 

Überhaupt bereitet Rummenigge die angespannte Personallage um Martinez, Bastian Schweinsteiger und einige mehr keine Sorge: "Ich muss lächeln, wenn die Leute jetzt sagen, der Kader ist zu klein." Zu den Spekulationen um die Verteidiger Mehdi Benatia (AS Rom) oder Diego Godin (Atlético Madrid) wollte er keine Stellung beziehen.

Trotz der hohen Belastung vieler wichtiger Spieler bei der vergangenen Weltmeisterschaft hat Rummenigge keine Befürchtungen, der FC Bayern könnte wie zuletzt 2007 und 2011 in der Meisterschaft hinterherlaufen. Schließlich habe Trainer Pep Guardiola bereits 2011 mit dem FC Barcelona mit sieben Weltmeistern die Champions League gewonnen. Er habe daher "totales Vertrauen zu ihm. Dieser Mann ist ein Geschenk für den FC Bayern", erklärte der Vorstandschef.

Dass Bastian Schweinsteiger, der infolge der WM weiterhin unter Patellasehenproblemen leidet, nicht wie Kapitän Philipp Lahm nach dem Titelgewinn aus der Nationalelf zurückgetreten ist, stellt für Rummenigge kein Problem dar: "Bastian fühlt sich noch nicht so weit, dass er sagen würde, er möchte damit aufhören und sich nur noch auf den Klub konzentrieren. Wir werden niemanden drängeln oder überreden, aufzuhören."

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