UEFA

FAZ: UEFA plant Superliga über der Champions League

Die UEFA hat das Flehen der Top-Klubs um Bayern München offenbar erhört und plant eine neue Superliga als drittem Europapokalwettbewerb. AFP/SID/FABRICE COFFRINI

München - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat das Flehen der Top-Klubs um Bayern München offenbar erhört und plant eine neue Superliga als drittem Europapokalwettbewerb. Über diese "fundamentalen Neuordnung" des europäischen Vereinsfußballs berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Dienstag unter Berufung auf UEFA-Kreise.

Demnach sollen der FC Bayern, die spanischen Spitzenteams FC Barcelona und Real Madrid, Paris St. Germain aus Frankreich oder englische Topklubs wie Manchester United oder Manchester City in einer Premiumklasse zusammenkommen, die über der Champions und Europa League steht. Die Diskussionen über diesen dritten Wettbewerb seien fortgeschritten, hieß es.

Geplant sei jedoch weder eine geschlossene Gesellschaft für die umsatzstärksten Vereine, noch ein Turnier - aber "eine Luxusliga mit selektiverer sportlicher Qualifikation und dadurch höherer Attraktivität sowie gesteigertem Vermarktungspotenzial".

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern und Vorsitzender der einflussreichen europäischen Klubvereinigung ECA, hatte im Januar Gedankenspiele zu einer Superliga öffentlich gemacht. Vor wenigen Tagen betonte ECA-Generalsekretär Michele Centenaro, die Vereinigung strebe unter UEFA-Hoheit eine "Verbesserung der Champions League" an, die noch bis 2018 im aktuellen Format gespielt wird. "Das Thema befindet sich bei Vereinen und der UEFA gerade in der Diskussionsphase", sagte Rummenigge der FAZ.

Die Klubs hoffen in einer neuen Superliga angeblich auf mindestens das Doppelte an Einnahmen. Derzeit zahlt die UEFA in der Champions League fast 1,3 Milliarden Euro an Prämien, der Sieger alleine darf mit 60 bis 90 Millionen Euro rechnen.

Für die Qualifikation zu dieser Eliteklasse sollen neben sportlichen Kriterien Faktoren wie Attraktivität der Vereine und Bedeutung im Marketingbereich berücksichtigt werden. Die nationalen Ligen sollen ebenfalls profitieren, weil sie mit mehr Klubs auf europäischer Ebene vertreten sein würden. Im Falle der Bundesliga könnten drei Teams in der Superliga und weitere sieben in Champions und Europa League spielen. 

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