Spanien

Benitez muss gehen: Zidane übernimmt bei Real Madrid

Die Tage von Rafael Benitez bei Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid sind gezählt, Klub-Ikone Zinedine Zidane ist der Nachfolger. AFP/SID-IMAGES/GERARD JULIEN

Madrid - Real Madrid hat seinen Trainer Rafael Benitez nach sieben Monaten entlassen und das Vereins-Idol Zinedine Zidane als Nachfolger installiert. Das gab der spanische Fußball-Rekordmeister am Montagabend nach einer Sondersitzung seiner Führungsetage bekannt. Nach dem 2:2 beim FC Valencia am Sonntag hat Real in der Liga vier Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Atlético Madrid. "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, aber uns blieb keine andere Wahl", sagte Real-Boss Florentino Pérez.

98er-Weltmeister Zidane (Frankreich/43), der die Königlichen als Spielmacher zum Champions-League-Titel und zum Weltpokalsieg führte, wird von der zweiten Mannschaft der Madrilenen hochgezogen.

"Ich bin stolz diesen Klub zu trainieren. Wir haben die besten Fans der Welt, und ich werde alles Menschenmögliche tun, um die Mannschaft wieder zum Erfolg zu führen", sagte Zidane: "Ich werde mein Herz und meine Seele in diesen Job legen."

Mit Real Madrid Castilla hatte er die vergangene Saison der Segunda División B auf dem sechsten Tabellenplatz abgeschlossen, sein Sohn Enzo (20) spielt dort wie einst der berühmte Vater im Mittelfeld. "Er ist zweifellos eine der größten Figuren des Fußballs", sagte Pérez.

Benitez (55) hatte am 3. Juni das Traineramt von Carlo Ancelotti übernommen, der ab dem 1. Juli dieses Jahres den deutschen Rekordmeister Bayern München betreuen wird. Zidane war unter Ancelotti 2013/14 bereits Co-Trainer der ersten Mannschaft.

Real spielte zuletzt wenig überzeugend, zudem wurde der Klub aus dem Königspokal ausgeschlossen, nachdem Benitez den nicht spielberechtigten Dennis Tscheryschew eingesetzt hatte. Der Erzrivale FC Barcelona hat in der Liga noch ein Spiel ausstehen und könnte im Siegesfall fünf Punkte entfernt sein.

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