Nationalmannschaft

Löw: Kritiker Khedira hat recht

Bundestrainer Joachim Löw hat Mahner Sami Khedira recht gegeben und seine Weltmeister vor dem Start ins EM-Jahr in die Pflicht genommen. FIRO/FIRO/SID-IMAGES/firo Sportphoto/Ralf Ibing

München - Bundestrainer Joachim Löw hat Mahner Sami Khedira recht gegeben und seine Weltmeister vor dem Start ins EM-Jahr mit den Klassikern gegen England (26. März) und Italien (29. März) in die Pflicht genommen. "Sami Khedira liegt sicher nicht ganz verkehrt: wenn wir unsere Form beim Turnier nicht verbessern, wird es schwer. Wenn man ein Turnier gewinnen will, muss man - wie wir in Brasilien - sechs, sieben Spiele in Bestform absolvieren", sagte Löw dem SID.

Khedira hatte die Titelmission Anfang Januar öffentlich in Frage gestellt. "Wenn wir ehrlich sind, hätten wir in unserer aktuellen Verfassung keine Chance", sagte der Profi von Juventus Turin der Welt am Sonntag.

"Hinter uns liegt eine durchwachsene Qualifikation, die unseren Erwartungen nicht ganz gerecht geworden ist", gab Löw zu: "Wir haben die Gruppe nicht wie gewohnt dominiert. Nach der WM war es nicht ganz so einfach, wir hatten viele Verletzungen, mussten immer in unterschiedlichen Besetzungen spielen."

Dennoch ist der Bundestrainer (56) knapp drei Monate vor Beginn der Euro in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) zuversichtlich. "Jeder von uns weiß, dass die Mannschaft, wenn ihr Fokus auf das Turnier gerichtet ist, zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage ist. Wenn die Vorbereitung beginnt, dann ist die Anspannung aller Spieler bis ins Maximum vorhanden", sagte er. Im Alltag stünden seine Spieler "oft zwischen Nationalmannschaft, Champions League, Liga, Klubs. Aber wenn die EM beginnt, dann weiß ich, dass wir in der Lage sind, einen Gang hochzuschalten."

Weltmeister Khedira (28) nannte die Leistungen der Mannschaft 2015 "nicht gut genug". Jeder wisse, "dass wir alle noch eine Schippe drauflegen müssen". Vor allem müsse die Auswahl auf und neben dem Platz "wieder eine geschlossene Einheit sein", forderte der Antreiber im Mittelfeld: "Wir müssen in Top-Form sein, uns gegenseitig respektieren und pushen", sagte Khedira.

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