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Französische Hooligans verwechseln bei Angriff die Hochzeit

Neun Anhänger des französischen Erstligisten AS Saint-Etienne sind zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. pixathlon/pixathlon/SID-IMAGES/Alain Grosclaude

Lyon - Erst stürmten sie die falsche Feier, jetzt müssen sie für mehrere Jahre ins Gefängnis: Neun Anhänger des französischen Fußball-Erstligisten AS Saint-Etienne sind zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden, nachdem sie einem Hooligan von Olympique Lyon an dessen Tag der Hochzeit eine Abreibung verpassen wollten. Die Ultras landeten allerdings auf der falschen Party, was sie allerdings nicht von Randalen und der Zerstörung des Hochzeitsbuffets abhielt.

Rund 15 maskierte und mit Eisenstangen bewaffnete Männer attackierten Anfang September in der nördlich von Lyon gelegenen Gemeinde Denicé den Ort der Hochzeitsfeier, während das Brautpaar und die Gäste sich noch in der Kirche befanden. Die Ermittler sprachen später von einer "paramilitärisch" organisierten "Kommando-Aktion". Verletzt wurde dabei niemand.

Das Brautpaar wunderte sich beim Anblick des zerschlagenen Buffets, wer eine solche Wut gegen sie hegen könnte. Später kam heraus: Es war eine Verwechslung. Denn eigentlich zielten die Ultras des Saint-Etienne-Fanclubs Magic Fans auf den Hooligan Maxime G. ab. Der war früher selbst Mitglied der Magic Fans - und wechselte dann ins gegnerische Lager. 

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