FIFA

Lionel Messi zum fünften Mal Weltfußballer des Jahres

Argentiniens Superstar Lionel Messi ist zum fünften Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. AFP/SID-IMAGES/FABRICE COFFRINI

Zürich - Lionel Messi küsste kurz seine Frau Antonella, gab seinem unterlegenen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo die Hand ? und war dann für einen kurzen Moment sprachlos. Sein fünfter "Ballon d'Or", die fünfte Wahl zum Weltfußballer des Jahres, war für den argentinischen Superstar vom FC Barcelona "mehr, als ich mir als Kind je erträumt hätte", sagte Messi fast schon ein wenig schüchtern ins Mikrofon des Zürcher Kongresshauses. Eintauschen würde er seine Rekordsammlung nur gegen einen ganz großen Traum. 

"Das ist ein sehr spezieller Moment für mich, wieder hier zu stehen und wieder den Ballon d'Or zu gewinnen, nachdem ich zwei Jahre nur zugesehen habe", sagte Messi, der sich bei der Wahl des Weltverbands FIFA mit 41,33 Prozent der Stimmen gegen den portugiesischen Vorjahressieger Ronaldo (30/Real Madrid/27,76 Prozent) und seinen Teamkollegen vom FC Barcelona, Neymar (23/Brasilien/7,86), durchgesetzt hatte: "Das ist unglaublich."

Aber wenn er zwischen seinen fünf Weltfußballer-Trophäen und einem einzigen WM-Titel wählen könnte, gab Messi schon vorher zu, würde er sich "natürlich" für die Weltmeisterschaft entscheiden. 2014 hatte der kleine Argentinier das WM-Finale gegen Deutschland verloren (0:1) - die deutschen Weltmeister spielten dafür bei der feierlichen Gala (fast) überhaupt keine Rolle.

Zum weltbesten Spieler bestimmt wurde der Ausnahmekönner der Katalanen von den Nationaltrainern und Kapitänen der FIFA-Mitgliedsverbände sowie einer Auswahl internationaler Journalisten. Mit Barcelona hatte Messi im vergangenen Jahr fünf Titel gewonnen, darunter das Triple. Ronaldo, der in der Schweiz hätte gleichziehen können, gewann nicht einen einzigen Pokal.

"Es wäre keine Überraschung, wenn Messi gewinnen würde", hatte Ronaldo noch am Mittag zugegeben. Die beiden hatten die Auszeichnung des Weltverbands in den vergangenen sieben Jahren untereinander aufgeteilt. "Ich bin hier, weil ich es verdiene, nominiert zu sein." Den Titel verdiente sich aber Messi.

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