Euro League

Schalker Serie hält: Aber Belhanda vergibt Sieg

Die Serie hält, die letzte Titelchance bleibt: Schalke 04 ist in der Europa League weiter ungeschlagen und auf dem Weg ins Achtelfinale. FIRO/FIRO/SID-IMAGES/firo Sportphoto/Sebastian El-Saqqa

Lwiw - Die Serie hält, die letzte Titelchance bleibt: Schalke 04 ist in der Europa League weiter ungeschlagen und auf dem Weg ins Achtelfinale. Mit einem 0:0 in Lwiw gegen den Champions-League-Absteiger Schachtjor Donezk schufen sich die Königsblauen eine gute Ausgangsposition für das Weiterkommen, Neuzugang Younes Belhanda verschenkte allerdings einen Sieg.

Die Leihgabe von Dynamo Kiew ließ gleich drei hochkarätige Chancen mitunter leichtfertig aus (14./61./73.). Trotz des Remis sollte der Bundesliga-Fünfte, der schon früh im DFB-Pokal scheiterte, vor dem Zwischenrunden-Rückspiel am nächsten Donnerstag in Gelsenkirchen gewarnt sein: Vor elf Jahren schied Schalke gegen denselben Gegner nach einem 1:1 im Hinspiel noch aus. Donezk muss in Gelsenkirchen allerdings auf Alexander Kutscher verzichten, der nach wiederholem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah (86.).

Im EM-Stadion von 2012, in dem der neunmalige ukrainische Meister wegen des Krieges in seiner 1000 Kilometer entfernten Heimat seine "Heim"-Spiele austrägt, wäre für die Gelsenkirchener mehr möglich gewesen. Neben Belhanda hatten auch die Jungstars Leroy Sané (48.) und Max Meyer (64.) das Siegtor vor Augen. Joel Matip, der am Montag seinen Wechsel zum FC Liverpool bekannt gegeben hatte, köpfte den Ball sogar ins Netz, doch Schiedsrichter Hüseyin Göcek (Türkei) wollte ein Foul gesehen haben (67.).  

Trainer André Breitenreiter hatte sein Team gegenüber dem 1:2 beim FSV Mainz 05 lediglich auf einer Position umgestellt. Für den schwächelnden Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, für den immerhin 49 Treffer in 77 Europacupspielen zu Buche stehen, stürmte Eric Maxim Choupo-Moting.

Belhanda, Leihgabe von Dynamo Kiew, stand erneut in der Startelf - auch, weil er den Gegner am besten kennt. Gar nicht erst mit in die Ukraine genommen hatte der Schalker Coach Stürmer Franco Di Santo.

Schachtjor, seit dem 8. Dezember ohne Pflichtspiel, ließ den Königsblauen zunächst viel Raum. Den Kontern des Bundesliga-Fünften fehlte aber die Zielstrebigkeit. Auch Belhanda, der die erste Torchance des Spiels hatte: Der Marokkaner machte nach Doppelpass mit Choupo-Moting einen Haken zu viel, ehe er schoss - Schachtjor-Kapitän Dario Srna rettete auf der Linie (14.).

Schalke-Torwart Ralf Fährmann musste zum ersten Mal eingreifen, als plötzlich Alexander Gladkiy frei zum Schuss kam (23.). Donezk, das wegen des Krieges in der Ostukraine seine "Heim"-Spiele im EM-Stadion von 2012 100 Kilometer fern der Heimat austrägt, kam danach immer besser ins Spiel. Jungstar Wiktor Kowalenko verfehlte knapp das Tor (29.).

Nach der Pause lösten sich die Gäste wieder aus der Umklammerung und übernahmen die Kontrolle. Nach Flanke von Caicara verfehlte Sané mit einem Kopfball nur knapp das Ziel (48.). Belhanda scheiterte nach Pass von Leon Goretzka völlig freistehend mit einem Schüsschen (61.), dann holte Torhüter Andrej Pjatow seinen Distanzschuss aus dem Winkel (73.).

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