EM

Löw mustert Großkreutz aus: "Das macht man nicht"

Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz ist nach seinem missglückten Türkei-Abenteuer bei Bundestrainer Joachim Löw in Ungnade gefallen. FIRO/FIRO/SID/

Frankfurt/Main - Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz ist nach seinem missglückten Türkei-Abenteuer bei Bundestrainer Joachim Löw in Ungnade gefallen. Löw kritisierte den 27-Jährigen am Dienstag hart und schloss eine Nominierung des Mittelfeldspielers für die EM-Endrunde in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) aus.

"Nein. Er war ein halbes Jahr raus", sagte Löw beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main der Tageszeitung Die Welt auf die Frage, ob Großkreutz nach seinem Wechsel von Galatasaray Istanbul zum Bundesligisten VfB Stuttgart wieder eine Option für ihn sei.

"Fast jedes Wochenende nach Haus geflogen"

Löw verdeutlichte, dass er das Verhalten des früheren Dortmunders während dessen Aufenthalts in der Türkei als unprofessionell betrachtet. "Ich war in Istanbul beim Trainer von Galatasaray, der mir gesagt hat, dass Kevin fast jedes Wochenende Freitag bis Sonntag nach Hause geflogen ist", sagte Löw: "Das macht man nicht, wenn man Teil einer Mannschaft ist."

Großkreutz war vor der Saison von Borussia Dortmund zu Galatasaray gewechselt, kam dort aber nicht zum Einsatz, da die Türken den Transfer zu spät gemeldet hatten.

"Nur begrenzt Verständnis"

Obwohl das nicht das Verschulden von Großkreutz war, hat Löw die Eskapaden des Neu-Stuttgarters offenbar endgültig satt: "Ich habe nur begrenzt Verständnis dafür, wie er mit seiner Karriere umgegangen ist."

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