DFB-Pokal

BVB unterstützt Stimmungsboykott - "Haben uns offiziell beschwert"

Borussia Dortmund unterstützt seine Fans bei einem Stimmungsboykott während der ersten 20 Minuten des DFB-Pokal-Viertelfinals beim VfB Stuttgart. PIXATHLON/PIXATHLON/SID-IMAGES/O.Behrendt

Dortmund - Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund unterstützt seine Fans bei einem Stimmungsboykott während der ersten 20 Minuten des DFB-Pokal-Viertelfinals beim VfB Stuttgart am Dienstag (20.30 Uhr/ARD und Sky). "Der VfB hat uns sehr hohe Kartenpreise angeboten, wir haben uns auch offiziell darüber beschwert", sagte Pressesprecher Sascha Fligge am Montag. Die Fan-Initiative "Kein Zwanni" hat dazu aufgerufen, die ersten 20 Minuten unter der Gästetribüne zu verbringen.

Der VfB reagierte am Montag mit einem offenen Brief auf Facebook. Die Preise seien "seit der Saison 2012/13 unverändert", man habe sie dem BVB "vor dem Start des Vorverkaufs mitgeteilt, erst mehrere Tage nach dem Beginn des Vorverkaufs erfolgte eine Reaktion durch den BVB". Zudem sei "die von den Sicherheitsverantwortlichen angeordnete Reduzierung der Kapazitäten im Gäste-Stehplatzbereich in erster Linie auf die Vorkommnisse seitens der BVB-Fans beim vergangenen Bundesligaspiel zwischen dem BVB und dem VfB im Signal Iduna Park zurückzuführen".

Den VfB sieht Trainer Thomas Tuchel als sehr gefährlich an. "Es ist ein super schweres Los, ein total emotionalisierter Gegner. Mir ist seit zwei Jahren bewusst, welches Potenzial dort schlummert", sagte Tuchel. "Derzeit schöpfen sie es voll aus."

Dem Wiedersehen mit VfB-Profi Kevin Großkreutz, den er beim BVB aussortiert hatte, sieht Tuchel gelassen entgegen: "Es wird wenig Zeit für einen Plausch geben. Aber es gibt keine persönlichen Vorbehalte. Wir waren unterschiedlicher Auffassung, was den Zeitraum bis zu seiner vollständigen Genesung anging. Es gibt überhaupt keinen Grund, sich aus dem Weg zu gehen."

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