DFB

Die Erklärung des früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach im Wortlaut

Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat nach der Vorlage des Freshfields-Berichtes am Freitag eine persönliche Erklärung abgegeben. AFP/SID-IMAGES/DANIEL ROLAND

Frankfurt/Main - Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat nach der Vorlage des Freshfields-Berichtes zur WM-Affäre beim Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag eine persönliche Erklärung abgegeben. Der Sport-Informations-Dienst dokumentiert Niersbachs Stellungnahme nach der Rückkehr von einer Sitzung der UEFA-Exekutive in Nyon im Wortlaut:

"Über die durch den Freshfields-Report dargelegten Zahlungswege aus dem Jahre 2002 habe ich erst am heutigen Tag Kenntnis erhalten. 

Obwohl ich noch keine Gelegenheit hatte, den gesamten Bericht zu lesen, und auch wegen eines UEFA-Termins in Nyon nicht die Pressekonferenz verfolgen konnte, fühle ich mich in meiner Überzeugung bestätigt, dass es bei der WM-Vergabe keinen Stimmenkauf gegeben hat.

Der Freshfields-Bericht bestätigt auch, dass wirtschaftliche und steuerliche Angelegenheiten während meiner Tätigkeit im Organisationskomitee nicht in meiner Zuständigkeit lagen.

Den Vorwurf, im Sommer 2015 meine Kollegen im DFB-Präsidium nicht zügig über die mir bis dahin bekannten Vorgänge informiert zu haben, verstehe ich. Ich habe mich zum damaligen Zeitpunkt bemüht, die Hintergründe des Sachverhalts zu recherchieren und zufriedenstellende Antworten zu erhalten, bevor ich das Präsidium informiere. Dass mir dies nicht gelungen ist, bedauere ich zutiefst. Mit meinem Rücktritt habe ich politische Verantwortung für mein Handeln übernommen. Im Rahmen zweier ausführlicher Interviews mit der Kanzlei Freshfields habe ich alles mir Mögliche getan, um die Aufklärungsarbeit zu unterstützen. 

Trotz der Kritik und der Entwicklung der letzten Monate, die mich persönlich sehr belastet hat, bleibt die WM 2006 in meiner Erinnerung ein einzigartiges Ereignis, für das ich in einem tollen Team mit Herz und Leidenschaft gearbeitet habe."

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