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Mindeststandards auf WM-Baustellen: IG Bau DFB appelliert an den DFB

Der DFB sollte vor der Wahl des FIFA-Präsidenten am Freitag nach Ansicht der IG BAU ein Bekenntnis für Mindeststandards auf WM-Baustellen einfordern.  AFP/SID-IMAGES/JOHN MACDOUGALL

Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sollte vor der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten am Freitag in Zürich nach Ansicht der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, IG BAU, von den fünf Kandidaten ein klares Bekenntnis für soziale Mindeststandards auf WM-Baustellen einfordern. 

"Der DFB ist ein mächtiger Verband und ich bitte Sie, sich in den Verhandlungen und durch Ihr Abstimmungsverhalten dafür einzusetzen, dass der zukünftige Präsident wirklich ein Kandidat für einen Neuanfang ist", heißt es in einem Schreiben der Gewerkschaft an DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball.

Intern, so die Auffassung der IG Bau und des internationalen Verbunds der Bau- und Holzgewerkschaften BHI, müsse glaubwürdig aufgeklärt werden. Extern müssten sich zudem die Vergabebedingungen der FIFA entscheidend ändern. "Wir erwarten, dass die Kandidaten vorab eine entsprechende Erklärung abgeben."

Hintergrund der Forderung sind menschenunwürdige Bedingungen für Wanderarbeiter auf WM-Baustellen in Katar (2022) und in Russland (2018), wo die kommenden beiden WM-Turniere ausgetragen werden. Die WM-Vergabe an diese Länder sei "ein schwerer Fehler. Insbesondere, da sich die FIFA nach wie vor mehr um das Business kümmert, als die Vergabebedingungen so zu gestalten, dass es auch eine eindeutige Vergaberichtlinie gibt."

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