Bundesliga

Nach Coup in München: Mainzer Königsklassen-Träumer scheitern an
Pflichtaufgabe

Von der Champions League wollte beim Bayern-Schreck FSV Mainz 05 niemand reden. PIXATHLON/PIXATHLON/SID/Neil Baynes

Mainz - Von der Champions League wollte beim Bayern-Schreck FSV Mainz 05 niemand reden, und doch trauerte der eine oder andere der großen Chance nach. "Schade, es wäre mehr drin gewesen", sagte Trainer Martin Schmidt nach dem 0:0 gegen Aufsteiger Darmstadt 98 bei Sky. Vier Tage nach dem 2:1-Coup in München verpassten die Rheinhessen in Unterzahl den Sprung auf Platz vier - die Königsklasse ist wohl doch eine Nummer zu groß für den Karnevalsverein.  

"Es hat die Effizienz der letzten zwei Spiele gefehlt", stellte Kapitän Julian Baumgartlinger fest. Nach dem 3:1 gegen Bayer Leverkusen und dem sensationellen Sieg bei den Bayern scheiterten die 05er ausgerechnet bei der Pflichtaufgabe gegen einen Abstiegskandidaten - nicht zuletzt, weil Giulio Donati für eine Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hatte (57.).  

"Da hat er uns einen Bärendienst erwiesen", sagte Baumgartlinger. Der Italiener hatte gegen Darmstadts Stürmer Sandro Wagner nachgetreten. "Er tritt zweimal nach, eine klare Rote Karte", meinte das Opfer.

Dennoch hat der FSV, der unter der Woche die Verpflichtung von Rouven Schröder als Nachfolger des scheidenden Managers Christian Heidel perfekt gemacht hat, fünf Siege in den zurückliegenden sieben Partien geholt und bleibt Fünfter.

Zudem sind die Rheinhessen seit sieben Heimspielen ungeschlagen. Dagegen hat Darmstadt lediglich zwei Punkte aus den vergangenen fünf Partien geholt und liegt nur noch zwei Zähler vor dem Relegationsplatz. "Um uns braucht sich niemand Sorgen zu machen", meinte Wagner. Und Trainer Dirk Schuster ergänzte: "Wir können mit der Situation sehr entspannt umgehen. Uns hat kaum jemand zugetraut, zu diesem Zeitpunkt 26 Punkte und alles noch selbst in der Hand zu haben." 

Die 34.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen zu Beginn eine umkämpfte Partie ohne klare Vorteile für eine Seite. Lediglich Baumgartlinger hatte in der elften Minute eine gute Gelegenheit. Die Gäste erarbeiteten sich die ein oder andere Halbchance.

Die Mainzer kamen mit ihrer Favoritenrolle nicht allzu gut zurecht. Bis Mitte der ersten Hälfte war die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt weit davon entfernt, sich eine Überlegenheit zu erarbeiten. Darmstadt hatte in der Defensive alles unter Kontrolle.

Erst in der 28. Minute verzeichnete der Argentinier Pablo de Blasis eine gute Möglichkeit für den FSV. Ansonsten wurde das Geschehen vom großen Kampf auf beiden Seiten bestimmt, das spielerische Element blieb weitgehend auf der Strecke. Den Mainzern gelang es in dieser Phase immerhin, das Spiel an sich zu reißen. De Blasis vergab per Kopf eine weitere Chance zur FSV-Führung (31.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Mainzer die Schlagzahl. Der Kolumbianer Jhon Córdoba, der in den vergangenen drei Spielen immer getroffen hatte, vergab nach guter Vorarbeit von Spielmacher Yunus Malli die Chance auf den ersten Treffer (55.). Zwei Minuten später dezimierte Donati sein Team. Danach nahm das Spiel richtig Fahrt auf, es wurde hektisch und emotional. Konstantin Rausch für Darmstadt (62.) und de Blasis für Mainz (64.) vergaben gute Möglichkeiten.

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