Bundesliga

Selbstschutz des Tages: Peter Stöger (1. FC Köln)

Am Ende war Peter Stöger war heilfroh, dass er zwischen sich und den 4. Offiziellen 20 zusätzliche Meter gebracht hatte. PIXATHLON/PIXATHLON/SID-IMAGES/Neil Baynes

Köln - Am Ende war Peter Stöger war heilfroh, dass er zwischen sich und den 4. Offiziellen 20 zusätzliche Meter gebracht hatte. "Wir haben wieder einen Elfmeter nicht bekommen", sagte der Trainer des 1. FC Köln nach dem 1:3 gegen Schalke 04: "Da war es schon gut, dass ich weiter draußen saß. Hätte ich näher dran gesessen, hätte es wahrscheinlich wieder Diskussionen gegeben."

Um das in diesen hektischen Zeiten zu verhindern, war Kölns Sportchef Jörg Schmadtke auf eine Idee gekommen. Eine Idee, die so einfach und wirkungsvoll ist, dass man sich wundert, warum nicht schon vorher jemand drauf gekommen ist. Es war schließlich ganz schön Druck auf dem Kessel in der Diskussion zwischen Schiedsrichtern und Bundesliga-Trainern, nicht erst seit dem Eklat um Leverkusens Tribünen-Verweigerer Roger Schmidt.

Da Trainer das Spiel gerne aus möglichst zentraler Position beobachten, sitzen sie gemeinhin an jenem Ende der Bank, das zur Mittellinie ausgerichtet ist. Sie bewegen sich damit aber stets in Sicht- und Hörweite des 4. Offiziellen. In Diskussionen schaukelten sich beide Seiten zuletzt häufig hoch. Stögers Trainer-Team und Schmadtke saßen gegen Schalke nun am anderen Ende der Bank und legten somit einen Puffer als Selbstschutz zwischen sich und die Unparteiischen. 

Was Sinn macht, weil die meisten Gemüter sich nach dem Schlusspfiff ohnehin beruhigt haben. "Es ist aber gut, wenn in der Hitze des Gefechts nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird", sagte Stöger. 20 Meter weiter draußen durfte er am Samstag in Ruhe vor sich hinfluchen. Und schuf damit ein Modell, das in der Bundesliga Nachahmer finden könnte.

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