Bundesliga

Erster Sieg unter Schaaf: Lage für Hannover aber weiter prekär

Hannover 96 schöpft im Abstiegskampf nach dem ersten Sieg unter Trainer Thomas Schaaf wieder Hoffnung. FIRO/FIRO/SID-IMAGES/firo Sportphoto/Christian Kaspar-Bartke

Stuttgart - Hannover 96 schöpft im Abstiegskampf nach dem ersten Sieg unter Trainer Thomas Schaaf wieder Hoffnung. Nach acht Niederlagen in Serie gewann der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga dank Matchwinner Christian Schulz 2:1 (1:1) beim VfB Stuttgart. Der Druck bleibt vor den anstehenden Derbys gegen Wolfsburg und Bremen aber unverändert groß.

Der VfB verpasste indes den vierten Heimsieg in Serie und ging unter Trainer Jürgen Kramny nach neun Spielen ertmals wieder leer aus. Timo Werner brachte die Schwaben vor 50.000 Zuschauern mit seinem fünften Saisontreffer in der 18. Minute in Führung. Schulz drehte die umkämpfte, spielerisch aber schwache Partie (32./82.). Für den Abwehrspieler waren es seine ersten Treffer der laufenden Saison.

Auch beim dritten Bundesliga-Abstieg plant Hannover weiter mit Schaaf. Dies hatte unmittelbar vor dem Spiel Sportchef Martin Bader noch einmal betont.

Hannover begann mutig. So musste VfB-Keeper Przemyslaw Tyton in der Anfangsphase zwei gefährliche Schüsse durch Iver Fossum (4.) und Kenan Karaman (9.) parieren. Zudem rettete Georg Niedermeier gerade noch vor Karaman (14.).

Stuttgart hatte dagegen zunächst einige Probleme. Im Mittelfeld leistete sich der VfB ohne den gesperrten Spielmacher Daniel Didavi zu viele Fehler. Dennoch führten die Schwaben schon frühzeitig, weil Hannovers Abwehr nach einem Freistoß von Alexandru Maxim überhaupt nicht im Bilde war und der völlig freistehende Werner per Kopf wenig Mühe hatte.

In der Folge übernahm der VfB auf dem seifigen Untergrund erst einmal die Kontrolle. Hannover zog sich weit zurück. In der 27. Minute hätte 96-Verteidiger Salif Sané eine scharfe Hereingabe von Didavi-Vertreter Maxim beinahe ins eigene Tor abgelenkt. Umso überraschender fiel der Ausgleich. Nach Freistoß von Hiroshi Kiyotake war Schulz am langen Pfosten zur Stelle. 

Der VfB schüttelte sich kurz und hatte durch Christian Gentner gleich die große Chance zur erneuten Führung. Ron-Robert Zieler konnte jedoch klären. Nur wenig später rettete Oliver Sorg nach einem Niedermeier-Kopfball auf der Linie.

Nach dem Wechsel mussten die Fans lange auf solche Aktionen warten. Das Geschehen spielte sich meist im Mittelfeld ab. Risiko scheuten beide Teams. So dauerte es bis zur 66. Minute, ehe es wieder gefährlich wurde - aber dann so richtig: Erneut war es Sorg, der einen Ball von Werner von der Linie schlug. In der 75. Minute brachte dann Werner das Kunststück fertig, nach Pass von Filip Kostic am leeren Tor vorbeizuschießen. Schließlich scheiterte Kostic an Zieler (78.).

Erneut nach einer Standardsituation fiel die Entscheidung. Schulz scheiterte zunächst mit einem Kopfball an Tyton, drückte den Abpraller aber über die Linie.

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