Bundesliga

Schmeichelhaftes 1:1 in Berlin: Wolfsburgs Auswärtskrise hält an

Die Auswärtskrise des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga hält an. FIRO/FIRO/SID-IMAGES/

Berlin - Die Auswärtskrise des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga hält an. Drei Tage nach dem überzeugenden 3:2 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei KAA Gent musste sich das Team von Trainer Dieter Hecking bei Hertha BSC mit einem schmeichelhaften 1:1 (0:0) begnügen. 

Die seit knapp vier Monaten auf fremden Plätzen sieglosen Wolfsburger bleiben das auswärtsschwächste Team der Liga und drohen damit das Saisonziel Champions-League-Qualifikation zu verspielen. Marcel Schäfer hatte den erschreckend harmlosen VfL zwar in Führung geschossen (53.), doch Stürmer Salomon Kalou gelang nur sieben Minuten später der verdiente Ausgleich für die in der Rückrunde sieglosen Berliner.

Das Spiel vor rund 40.000 Zuschauern nahm nur langsam Fahrt auf. Beide Teams waren anfangs darauf bedacht, aus einer stabilen Defensive mit Konterangriffen zum Erfolg zu kommen, doch diese ließ der Gegner kaum zu. 

In der 18. Minute gelang es dem Berliner Kalou jedoch mit einem sehenswerten Dribbling, die Wolfsburger Deckung zu durchbrechen. Den Pass des Ivorers konnte Vladimir Darida jedoch nicht zur Führung verwerten. Wenige Minuten zuvor hatte Darida nach einem Foul seine fünfte Gelbe Karte gesehen, der Leistungsträger wird der Hertha im kommenden Spiel gegen den 1. FC Köln fehlen.

Den Wolfsburgern, die erstmals seit ihrem Pokal-Triumph im vergangenen Mai nach Berlin zurückkehrten, schien der Europacup-Abend noch in den Knochen zu stecken. Der Vizemeister tat lange Zeit kaum etwas für die Offensive, auch der gegen Gent noch überragende Julian Draxler blieb in der ersten Halbzeit blass. In der 45. Minute versprang dem Weltmeister bei seiner ersten Chance der Ball.

Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff musste Hertha Sebastian Langkamp auswechseln. Der Abwehrchef, der durch Niklas Stark ersetzt wurde, hatte sich offenbar an der Wade verletzt.

Auch nach dem Seitenwechsel drängte vor allem der Gastgeber auf das erste Tor. Die Berliner waren zweikampfstärker, lauffreudiger und auch kombinationssicherer. Die Führung für Wolfsburg fiel aus dem Nichts, bis zum Tor durch Schäfer fand der Pokalsieger offensiv so gut wie gar nicht statt. Der schnelle Ausgleich durch Kalou war für die Hausherren verdient.

Als beste Spieler zeichneten sich bei Hertha Kalou und Rechtsverteidiger Mitchell Weiser aus. Bei Wolfsburg gefielen Torwart Koen Casteels und Schäfer.

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