Wolfsburg
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Werder

Wolfsburg-Bremen im 11FREUNDE-Liveticker

»Küsschen?« – »Nee, lass ma!«

Es war das erste Wiedersehen zwischen Schaaf und Allofs. Die noch allzu frische Trennung lähmte die Gesichtszüge, unsichtbare Tränen wässerten den Rasen, auf dem wenigstens die Kinder spielten, als wäre die Welt noch heil. Ließ sich von sich selbst scheiden: Der Ticker!

17:25 Uhr

Jetzt Schaaf im Interview. Wie ein Bauer, der vom Trecker steigt und kommentieren soll, wie er den verheerenden Hagelschauer findet, der soeben seine Ernte vernichtet hat. »Nee«, sagt er. Dann noch mal: »Nee!« Nee, nee, nee. Das möchte man auf sich wirken lassen, vielleicht noch auf das Interview mit Gott warten, der all das zugelassen hat, doch schon beim nächsten Hinsehen ist nicht mehr Schaaf im Bild, sondern Robbie von »Take That«. Willkommen in der Hölle. Machen Sie es sich gemütlich. Und freuen Sie sich mit uns auf das Topspiel Deutschland gegen Österreich. Live aus Cordoba. Bis dann.

17:25 Uhr

Schmitz sagt: »Der Schiedsrichter hat mich komplett vom Platz gestellt.« Is richtig.

17:24 Uhr

Ich hab noch mal drüber nachgedacht: Es tut mir doch nicht leid. Tut mir leid, dass ich zunächst gesagt habe, es tue mir leid.

89.

Und Schluss. 1:1, na gut, was soll's. egal, möchte man denken. Doch dann zeigt SKY einen Lorenz-Günther Köstner, der vollkommen außer sich seine Ersatzspieler abklatscht, dass diese sich beinah die Hände brechen. Haben ich die Bedeutung dieses Spiels unterschätzt? Habe ich die Erregbarkeit des Lorenz-Günther Köstner unterschätzt? Dann tut es mir leid.   

88.

Liebe DFL! Die Wolfsburger Sirene ist in etwa das gleiche, als wenn einem ein Bengalo das Trommelfell verschmort. Beziehungsweise würde man sich sogar wünschen, dass einem ein Bengalo das Trommelfell verschmort hätte, damit man diese Sirene nicht mehr hören muss. 

87.

Eine schlechte Nachricht für alle Josue-Fans: Der Mann ist im nächsten Spiel gesperrt. Eine schlechte Nachricht also für niemanden. Also automatisch eine gute. Jetzt bin ich fröhlich.

85.

Was ist der Unterschied zwischen dem SV Werder vor dem Abgang von Tim Wiese und dem SV Werder nach dem Abgang von Tim Wiese? Vorher spielte der Braune mit, jetzt nur noch de Bruyne. 

83.

Arnautovic geht vom Feld, widerwillig. Zwinkert Allofs zu, der zwinkert ihm zu. Und immer so weiter. Kommt der Problemstürmer in der Schlussphase für Wolfsburg ins Spiel?

80.

Freistoß Hunt! Doch jetzt klärt der Pfosten plötzlich für Wolfsburg. Jetzt wechseln sie also schon während des laufenden Spiels. O tempora, o mores... 

80.

Die Sirene heult noch immer, will Werder auf die Klippen lenken. Odysseus Schaaf hat sich längst Wachs in die Ohren gießen lassen, hofft noch immer, eines Tages nach Bremen zurück kehren zu können. Wann öffnet Allofs die Säcke voller Sturm?  

77.

Jetzt darf hier offenbar jeder mal schießen. Polak! Ein Gefühl, als würde man in einer lange nicht getragenen Jacke ein altes Sammelbildchen finden. Wann trifft Bertram Beierlorzer? 

74.

Wieder Mielitz. Überragend. Und im Kraichgau weint Tim Wiese in seine weiße Porno-Couch.

71.

Dost! Mielitz! Toll gehalten! Die perfide Strategie des Schlussmanns: Er ist so unscheinbar, dass die Stürmer ihn vergessen. Und wenn sie denken, sie müssten nur noch einschieben, dann steht da plötzlich dieses Jungelchen. Würde man Jogi Löw fragen, wie der Bremer Torwart heißt, er müsste wohl erst mal Andi Köpke anrufen. Und der würde auch nur sagen: »Der spielt jetzt in Hoffenheim, Chef.«

68.

10 gegen 11 – so beginnen ja viele Spiele in Norddeutschland, wenn die dritte Mannschaft mal wieder nicht vollzählig ist, weil Vorstopper Hartmut auf Montage ist. Aber dann trinkt man eben vor dem Anstoß ein Haake-Beck weniger, dann geht das schon irgendwie.

65.

Apropos Auge: Der war ja auch mal was in Wolfsburg. Aber der lachte nicht und weinte nicht, der rauchte nur und schwieg. 

63

An der Sirene, die die ganze Zeit heult, kann man es nicht festmachen, wer hier wann ein Tor schießt. Zum Glück gibt es Fernsehen: Bas Dost war es, für Wolfsburg. 1:1. Allofs' Wunschergebnis. Er streichelt schon mal seine Karteikarte fürs anstehende Interview, auf der die Floskel »Weinendes und lachendes Auge steht«. 

61.

Gelb-Rot für Schmitz. Irre. Hab nicht mal die Gelbe gesehen, die er vorher gekriegt haben muss, und, ehrlich gesagt, noch nicht mal, dass der Junge überhaupt mitspielt. Schmitz, den Namen kann man schon mal vergessen. Und was macht Allofs? Reklamiert zuerst, merkt dann aber, dass die Kamera ihn dabei einfängt, tut dann so, als würde er jemanden grüßen. Dabei könnte er den Arm gleich oben lassen. Denn: Tor. Für wen? Das sagen wir Ihnen nach der Werbung.

60.

Allofs raus.

56.

Schon wieder diese Sirene. Zum Glück ist Wolfsburg kein Traditionsverein, denn sonst würden die älteren Fans die Verdunklungspappen herausholen. 

53.

Und was macht eigentlich Felix Magath? Hat er auch für diesen Fernsehnachmittag ein neues Brillenmodell ausgewählt und verbietet seinen verdurstenden Gästen das Trinken, während er sadistisch im Pfefferminztee rührt? Und muss Bernd Hollerbach die ganze Zeit das Sofa hochhalten, auf dem er sitzt? Na, dann sind ja alle glücklich und zufrieden.

51.

Wo ist eigentlich Frank Baumann, Werders neuer starker Mann? Mediendirektor Tino Polster flüstert noch immer durch die abgeschlossene Toilettentür: »Komm raus, Fränkie! Der Hoeneß ist heute nicht da, du musst keine Angst haben!«

47.

Was hat Thomas Schaaf noch gefehlt, um in Bremen einen gottgleichen Status zu erlangen? Der Abgang von Klaus Allofs vielleicht? Nur so ein Gedanke. Zum Glück ertönt jetzt wieder die Wolfsburger Spaß-Sirene, und ich vergesse das ganz schnell wieder. Vielleicht ist es Schaaf, der auf den Knopf drückt. 

47.

Bester Wolfsburger: ein Bremer. Nämlich Naldo. Bezeichnend. 

45.

Und jetzt ein etwa dreijähriger Wolfsburg-Fan im Bild, der glaubt, Klaus Allofs sein schon immer VfL-Manager gewesen. So wie er glaubt, dies sei der zweite Anstoß der Fußballgeschichte.

16:31 Uhr

Und hier noch mal die Vorbereitung von Elia.

16:24 Uhr

»Und so sah Klaus Allofs beim Gegentreffer aus«, sagt Reporter Rollo Fuhrmann, dann soll offenbar eine Zeitlupe kommen, SKY zeigt aber nur Fuhrmanns Gesicht. Oder war das Absicht? Dann fordere ich den »Bambi« für Rollo Fuhrmann. Elefantenhaut und Tränensäcke: Besser kann man Allofs nicht darstellen.

45.

Halbzeit jetzt also. Und wer hat das Besuchsrecht in der Werder-Kabine? Schaaf verteilt souverän Bonbons an seine Kinder, Allofs trommelt an die Tür, wimmert, bettelt. Arnautovic öffnet sie einen Spalt breit: »Du bist nicht mehr meine Mutter.«

44.

Diego ist wahrhaft ein Zauberer: Verwandelt hier zum wiederholten Mal eine Ecke in einen Abstoß. Ob er jetzt in der Kabine Bas Dost durchsägt? 

40.

»Vau-Eff- Ehell!«, schallt es nun durch das Rund. Der Verein bedankt sich bei den 40 wackeren Mitgliedern des Shanty-Chors Ehmen-Mörse.

36.

Es ist übrigens ein Gerücht, dass Naldo und Diego eben versucht haben, irgendwie in die Jubeltraube der Bremer zu gelangen. 

34.

Tor! Elia kurvt durch den Strafraum wie Alberto Tomba einst beim Slalom-Weltcup, legt auf, Arnautovic kloppt ihn rein – Supertor! Schaafs Jubel besteht darin, dass er zu Allofs rüberlinst, doch der ist längst mit seinem neuen Volkswagen an den Stadtrand gerast, um dort in Ruhe seine neue CD zu hören: »Missing you« von Chris de Burgh. 

32.

Und schon wieder klärt der Pfosten für die Bremer. Holt Allofs ihn jetzt nach Wolfsburg? 

30.

Pfosten! Ein hochkarätige Chance für die Wolfsburger, doch der Schuss kam von Sokratis. Warum das jetzt? Ist Allofs' Arm länger, als es seine etwas zu große Wolfsburg-Jacke vermuten lässt? Es ist gefährlich, über alles nachzudenken, was einem gerade einfällt. 

28.

Und noch mal Diego mit der Ecke. Findet erneut keinen Abnehmer. Da werden als besonderer Service Allofs' Notizen live auf der Bande eingeblendet: »Kuka«, steht da nun. Pavel? Eine gar nicht mal so gute Idee.

26.

Ecke Diego. Ungefähr so interessant wie die Bande mit der Aufschrift »Kupplungen und Getriebesysteme«.

23.

Bomben auf Wolfsburg? Irgendein Honk betätigt jedenfalls die Alarm-Sirene, wenn was los ist, und auch, wenn nichts los ist. Also immer. Du hast es geschafft, Honk: Ich geh in den Keller. Zum Lachen.

21.

Und wie aufs Stichwort: Hand! Diesmal die mit den Fingern. Josues war's. Freistoß. Naldo will schießen, aus alter Gewohnheit. Geht nicht. Arnautovic tritt an. Fieldgoal. Dafür darf er sich nachher in der Einkaufspassage eine NFL-Mütze aussuchen. 

19.

Hunt. Ein blöder Name für einen Fußballer. Als hieße hier jemand »Foul«. Jedes Mal will ich protestieren: »Das war doch nie und nimmer Hand!« Aber immer noch besser als Hund. 

16.

Fünfte Ecke für Werder. Das fünfte Mal, dass Rudi Michel hätte sagen können: »Die nachfolgende Ecke brachte nichts ein.« Aber auch der ist ja nicht mehr da. 

14.

Foul von Olic an Hunt. Sieht in der Zeitlupe aus wie ein Laufduell der kasachischen Gebirgsjäger. Auf Skiern. Jetzt ist mir kalt.

11.

Schaaf dreht sich immer wieder zu Seite, wo sonst Allofs saß, holt Luft, will »Mann, do!« schnauzen, doch da sitzt niemand. Beziehungsweise Wolfgang Rolf. Was kaum besser ist. Mann, do.

8.

Bumm, bumm, bumm. ich kann es nicht mehr hören. Was haben die Wolfsburger Fans eigentlich mit ihren tollen Trommeln gemacht, bevor sie die Möglichkeit hatten, zum einem Bundesligaspiel zu gehen? Oder besteht die Szene nur aus ehemaligen Mitgliedern des Fanfarenzuges? Was machen dann jetzt die Flötisten und Glockenspieler? 

6.

Jetzt aber: Arnautovic auf Petersen, der schießt aus der Drehung, Benaglio hält mit dem Fuß. Kann man da jetzt auch irgendetwas reininterpretieren? Hätte Petersen ihn reingemacht, wenn Allofs nicht...? Hätte Benaglio ihn passieren lassen, wenn Allofs nicht...? Würde ich mir diese Gedanken machen, wenn Allofs nicht...? 

4.

Werder mit Angriffen. Ich würde sie allzu gern »wütend« nennen. Aber wenn ich ehrlich bin, tue ich mich schon mit dem Wort »Angriff« schwer. Nennen wir es: Gehen mit Ball, weg vom eigenen Tor.   

2.

Dass Werder hier in Schwarz spielt, ist selbst mir dann doch etwas zu kitschig. Zeit, dass das Frustshoppen beginnt. Warum nicht mal was Flotteres? Pink zum Beispiel? Vielleicht hat Tim Wiese ja noch was in seinem Spind liegen lassen.

1.

Anstoß. Der »Stein des« sitzt derweil auf seiner neuen schicken Bank und mummelt sich in seine Wolfsburg-Jacke. 

15:32 Uhr

Der erste Tipp den Allofs den Wolfsburgern gegeben hat: Auch sie spielen jetzt, wie Werder, mit einem Torwart. 

15:30 Uhr

Der Einmarsch. Allofs versucht noch, Schaafs Hand zu nehmen. Der steckt sie schnell in seine Daunenjacke, versenkt sie dort mit seinen Gefühlen. Dann geht der eine nach links, der andere nach rechts. Ich werde nicht weinen. Nein, ich werde nicht weinen.

15:27 Uhr

Naldo umarmt Arnautovic. »Wie läuft's in der Schule, Junge?« – »Schule?« – »Naja, da wo du hingehen würdest, wenn du nicht in der EInkaufspassage abhängen würdest.« – »Achso, Schule. Öh, schlecht. Aber ich werd' ja eh mal Fußballer. So wie du, Onkel Naldo.«    

15:23 Uhr

Schaaf in seiner Kabine. Allein. Trainerseelenallein. Stochert in seinem Eintopf von »Essen auf Rädern«. Klaus hat besser gekocht. Klaus! Was würde Klaus jetzt sagen? Schaaf weint in den Eintopf. Mhhh. Mit Salz schmeckt er gar nicht so schlecht.

15:21 Uhr

Lorenz-Günther Köstner: Allofs' Neue. Wenn sie wenigstens heiß wäre.

15:18 Uhr

Liebe Fans, früher ging ich in meiner Heimatstadt nach dem Schwimmen immer Pommes in der Imbissbude »Zur Pfanne« essen. Die Pommes waren ranzig, matschig, der Laden stank, aber ich kannte ja nicht anderes. Über dem Tresen hing, gelb vom Fett, ein Poster der Werder-Meistermannschaft von 1988. Dann eröffnete ein McDonald's an der Umgehungsstraße, alle, auch ich, liefen dorthin, hielten es für eine Teilhabe an der großen weiten Welt, wenn wir unsere kleinen dummen Abende dort verbrachten und unser Taschengeld verbrieten. Die »Pfanne« ging ein, der alte Wirt ist längst tot. Daran muss ich denken, zehn Minuten vor dem Anpfiff der Parte Wofsburg-Werder. Hab ich Hunger auf Pommes? Oder bin ich traurig? Wahrscheinlich beides. Ach, Allofs. Ach, »Pfanne«.

Samstag, 14:02 Uhr

Wie geht es Thomas Schaaf wirklich? Laut »bild.de« hat er seinen Namen geändert und leidet Höllenqualen.

Freitag, 10:36 Uhr

Und hier zur Einstimmung noch das neue Vereinslied des SV Werder Bremen samt Text.

Ich bin jetzt immer da, wo du nicht bist
und das ist immer Delmenhorst
Es ist schön, wenn's nicht mehr weh tut
und wo zu sein, wo du nie warst

Refrain:
Hinter Huchting ist ein Graben,
der ist weder breit noch tief
und dann kommt gleich Getränke Hoffmann
Sag' Bescheid, wenn du mich liebst

Ich hab jetzt Sachen an, die du nicht magst
und die sind immer grün und blau
Ob ich wirklich Sport betreibe,
interessiert hier keine Sau

Refrain:
Hinter Huchting ist ein Graben,
der in die Ochtum sich ergießt
und dann kommt gleich Getränke Hoffmann
Sag' Bescheid, wenn du mich liebst

Ich mach' jetzt endlich alles öffentlich
und erzähle, was ich weiß
Auf der Straße der Verdammten,
die hier Bremer Straße heißt

Refrain:
Hinter Huchting ist ein Graben,
in den sich einer übergibt
und dann kommt gleich Getränke Hoffmann
Sag' Bescheid, wenn du mich liebst

Ich bin jetzt da, wo ich mich haben will
und das ist immer Delmenhorst
Erst wenn alles scheißegal ist,
macht das Leben wieder Spaß

Refrain:
Hinter Huchting ist ein Graben,
der ist weder breit noch tief
und dann kommt gleich Getränke Hoffmann
Sag' Bescheid, wenn du mich liebst

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