Werder Bremen
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Borussia M'gladbach

Werder-Gladbach im 11FREUNDE-Liveticker

Dante: Die göttliche Komödie

imago






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16:56 Uhr
18:30 Uhr – pfff! Um diese Zeit war der Drops früher längst gelutscht, heutzutage muss man so lange auf den Anpfiff eines Bundesligaspiels warten. Flutlicht, dicke Jacken, Blumen für die enttäuschte Ehefrau – was das kostet! Pro 15:30! Meine Meinung. Und wenn Sie Ihnen nicht gefällt, ich hab auch noch 'ne andere. Zum Beispiel: Pro 18:30! Dann geht nämlich der beliebte 11FREUNDE-Liveticker los. Kostet nix. Nicht verpassen.

18:20 Uhr
Entwarnung von Lucien Favre. Der Gladbach-Trainer erzählt, dass Dante mit Maske spielt, aber:  »Er kann atmen.« Unglaublich, was Favre alles geschafft hat. Wenn wir SKY -Experten wären, würden wir sagen: »Er hat dem Team wieder Leben eingehaucht.« Sind wir aber nicht. Durchatmen.

18:27 Uhr
Neck-Breaking News: Charisteas schoss Schalke zum Sieg – der endgültige Beweis, dass Otto Rehhagel längst der starke Mann ist. Hat er auch Bremen in der Hand? Trifft heute Manni Burgsmüller? Masken-Dante und Uralt-Manni: Das Phantom und der Opa.

1. Minute
Und es geht los. Nicht mit einem Anstoß, sondern erstaunlicherweise mit einer Chance für Pizza, der, wie wir vom SKY-Allwissenden Kai Dittmann, erfahren, in jedem seiner Spiele gegen Gladbach getroffen hat. Wie ich das Gesetz der Serie liebe!

2.
Hmmm, lecker: Steinofen-Pizza von Wagner. Der Pizza mit der Käseflanke, Wagner köpft extrascharf, doch Bailly kellnert das Ding von der Linie. Molto delicioso!

4.
Werder-Edelfan Dirk Gieselmann ist völlig fertig durch den Abstiegskampf. Hat sich die Fingernägel schon abgeknabbert. Bis zum Ellenbogen. Er sieht noch mitgenommener aus als Thomas Schaaf. Die beiden sind so durch, dass man sie häufig mit Charlie Sheen verwechselt.

6.
Bremen mit einer Eckballvariante, Gladbach mit einer Freistoßvariante, Frings mit einer Frisurvariante. Werders Mittelfeld: Frings und Trinks – das sind die Maskottchennamen der kommenden Olympiade in München. Und dann sitzt auf der Werder-Bank noch die Miliz – Abstiegskampf ist halt hart. Ach nee, der heißt Mielitz. Macht die Sache nicht besser. Wegducken!

9.
Gladbach hat in Bremen zuletzt 1987 gewonnen. Kurz danach wurde der Abstiegskampf erfunden. Als Genscher in die Relegation zur Prager Botschaft musste und Schabowski sich wieder einen dieser individuellen Fehler leistete. Abgestiegen sind die Wendeverlierer. Schaaf schon damals: »Wir müssen uns alle hinterfragen.«

12.
Pizza auf Borowski, doch der knallt den Ball auf den Trainingsplatz. Man hört Gieselmanns Nerven reißen. Das letzte Mal, dass er abgestiegen ist, war in einem Hostel nähe Diepholz.

16.
Schalke-Hool Ron Ulrich hat übrigens seinen eigenen Nachfolger mitgebracht. Macht man heutzutage so in Gelsenkirchen. Sieht aus wie Kloppo, der junge Mann, grinst wie der Blendax-Bieber, rasiert sich nicht und macht ständig halbgeile Witze. »Ulrich raus!«, skandiere ich begeistert. Ulrich stimmt mit ein. Verwirrend.

18.
Lechz! Frings mit der Flanke, Mertesacker wie Schnellinger. Ausgerechnet Mertesacker! Daneben. Ausgerechnet daneben.

20.
Wagner zieht ab. Abziehen: hier im Sinne von »Ein Dreijähriger zieht einen Doktor-Snuggles-Aufkleber von der Folie ab«. Niedlich.

22.
Freistoß nach para-erotischem Arschgrabscher von Marx an Borowski, dann Trinks und Frings, Hans und Franz des Werder-Mittelfelds, mit der »Rummsdibumms«-Variante (Kai Dittmann), keiner checkt's, Pizza steht zufällig in der Luft rum, köpft, daneben. Fußball kann so hässlich sein.

24.
Pizza macht heute alles selbst, dribbelt, flankt, schießt, gewinnt und verliert Zweikämpfe. Jetzt kurz vor knapp gegen Dante. Wahnsinn. Abstoß.

25.
Der »Express« meldete ja schon einen Wechsel des Gladbachers Marco Reus nach Dortmund: »Sein neuer Audi Q 5, mit dem er am Dienstag zum Gladbacher Training erschien, hat bereits ein Dortmunder Kennzeichen…« Dazu Reus trocken: »Meine Eltern leben in Dortmund, deshalb das Dortmunder Kennzeichen, und das nicht neuerdings, sondern schon lange.« Wie sagt man so schön: Wo das Auto hinfährt...

28.
Derweil träumt Ron Ulrich (inzwischen bis auf einen Marc-Wilmots-Slip vollkommen nackt) davon, Schalke-Präsident zu werden – »wie in den 80ern«, so Ulrich, »als ein Kasten Bier reichte, um Stimmen zu kaufen.« Meine hat er sicher.

30.
Sieht im Großen und Ganzen aus wie Nottingham Forest gegen Ipswich Town im Jahre 1967: Hohe Bälle, lange Bälle, Zweikämpfe, Einzelkämpfe (Silvestre), versteckte Fouls, offene Fouls. Und jetzt ein Konter, dann die Grätsche, die mit einer Grätsche beantwortet wird. Schließlich 'ne Kerze, Schnee drauf. Kick and Rush ohne Rush. God kill the Queen.

32.
Bargfrede! Zieht ab, trifft mit dem härtesten Schuss aller Zeiten die Fäuste von Bailly, der pustet drauf, wie Boris Becker es immer tat, isst dann eine Banane. Deuce.

35.
Trinks, wer ist Trinks? Erinnert irgendwie an Joachim Philippkowski, den 80er-Blondie vom 1.FC Nürnberg. Wird wahrscheinlich auch immer Elfter, macht nie ein Länderspiel, und nach seiner Karriere können sich nur Heinis an ihn erinnern, die keine Freunde haben und deshalb vor Verzweiflung ihr Panini-Album auswendig lernen. So wie ich. Immerhin ich. Glückwunsch, Trinks.

38.
TOOOOOOOOOOR! Von Wagner! Was paradox ist. Der schwarze Schimmel unter den Toren. Aber es ist wahr: Flanke Pizza, Stolper-Kopfball des Werder-Niemands. 1:0! Und dann sucht Wagner die Kamera und zieht alle Jubel-Choreographien durch, die es jemals gegeben hat: den Crouch-Robodance, die Panzerfaust, die Bebeto-Wiege, die Kuntz-Säge, den Klinsi-Diver, den Schnuller, den Jancker-Finger-Kuss. Ich bin viele, denkt Wagner wohl. Besser als: Ich bin niemand. Glückwunsch, äh... Sandro.

42.
Wagner ist jetzt irgendwo in einer Karaoke-Bar gelandet. Gieselmann will mitgehen, gibt dem Abstiegsgespenst aber erst noch 'ne Kopfnuss. Gladbach hat nicht mehr viel entgegen zu setzen. Außer Marx. Schreibt: »Das Kapital-Missgeschick.« Favre wechselt. Bringt Phil O. Soph.

44.
Borowski trifft die Latte. Ball knallt vor die Linie wie früher Michel Friedman.

19:17 Uhr
Pause. Was mir die Gelegenheit gibt, noch mal über den Friedman-Witz von Kollege Ulrich nachzudenken. Friedman... Linie... ah! Jetzt. Haha. Ha.

19:21 Uhr
Doktor Klenk aus der Alpecin-Werbung (»In der Taaaat!«) verspricht »Doping für den Favre«. Doping... Friedman... Linie... ah! Jetzt. Haha. Ha.

19:22 Uhr
SKY-Lustgreis Matze Sammer lechzt: »Werder macht Druck, ohne sich total zu entblößen.« Das Gleiche würden die Herren vom IOC wohl auch über Kati Witt sagen.

[page]19:24 Uhr
Wenn Sammer nicht so hochkonzentriert wäre, wie es seine Art ist, würde Jan Henkel ihm blitzartig einen Gebrauchtwagen verkaufen, so sinister schmunzelt der Moderator mit den knallgelben Haaren. Aber welches Modell würde wohl ein Mann fahren, der sich seine Anzüge offenbar selber strickt? Gibt es die Fahrräder für zwei Personen mit Regenplane oben drüber und kleinem Dudelradio am Lenker überhaupt in Henkels Sortiment? Wahrscheinlich auch. Reden wir lieber nicht weiter darüber.

19:28 Uhr
Die leicht pferdeartige, aber dennoch nicht unattraktive Jessica Kastrop fächelt sich mit ihren Merke-Kärtchen Luft zu. Warum? Steht sie kurz vorm Koitus mit Herrn Rauxel? Nein, der SKY-Mensch neben ihr verrät, sie habe soeben einen Wrestler getroffen, der »null Prozent Körperfett hat«. Sammer schmunzelt wissend, kann gar nicht mehr aufhören zu schmunzeln, schmunzelt sich fast um Kopf und Kragen. Hoffentlich geht's bald weiter, sonst schmunzeln wir auch noch. Oder onanieren. Vor Wut.

46.
Jetzt hat Favre tatsächlich Marx ausgewechselt. Ob er sich den Mist zu Herzen nimmt, den wir hier schreiben? Favre, dieser Held, der die Bundesliga von Hertha BSC befreit hat. Und dann hat er eine Pressekonferenz gegeben, die noch lustiger als die von »Tic Tac Toe« war. »Ich find dich scheiße, Michael Pr.« Sammer entschuldigt sich, er muss kurz schmunzeln. Gesundheit.

48.
Für Favre und alle anderen ist Dutt im Gespräch. Dutt ist im Trend. Wir verzichten, Aufsteckfrisuren stehen uns nicht.

50.
Bremen verzichtet auch. Überall werden Diktatoren entlassen – Tunesien, Ägypten, Schalke, München. Doch bei Bremen herrscht Schaaf weiter, der ist unantastbar wie Carl Gustav von Schweden. Fehler werden verziehen, wir müssen uns alle hinterfragen – sagen Gustavs Ehefrau und auch Klaus Allofs. Und zwar Uni Sono.

52.
Bei Gladbach liegt Arango draußen. Dittmanns Notiz: »Krümmt sich vor Schmerzen.« Wurde wohl von Jessica Castrop umgewrestlet, bis er null Proztent Fettanteil hat.

54.
Apropos Sky-Moderatorinnen: Geile Frage heute von Frank Hellmann im Vorbericht. »Jan Henkel, du stehst auf dem Platz, dabei heißt es doch in England: Do not enter the bitch.« Wir tippen ja, dass es »pitch« heißt. Na ja, Hellmann war wohl mal bei Camilla Parker-Bowles zu Hause.

58.
Wagner, Trinks raus – Marin und Arnautovic rein. Die beiden Marcos quasi rein. Dittmann zieht Bilanz: »Wagner: Drei Schüsse, ein Tor, eine Tochter.« Das nennt man wohl hundertprozentige Chancenverwertung. Obwohl: Kaiser Franz hätte bei der Weihnachtsfeier dafür weniger Versuche gebraucht.

60.
Frings und Silvestre bei der Eckenvariante, das ist wie Norbert Röttgen und Elke Heidenreich bei »Let's Dance«. Die Ecke übrigens landet im Nichts. Let's kotz.

62.
Was haben DSDS-Asi Menowin Fröhlich und der Gladbacher Roman Neustädter gemeinsam? Beide haben keinen Abschluss. Abstoß.

65.
Das Gesicht des Abstiegskampfs: Auf der Tribüne isst ein sehr dickes Kind Zucker pur. Sammer (Fettanteil: null Prozent) eilt zu ihm, schmunzelt streng, peitscht es dann mit der DFB-Jugendförderungsgerte aus und tackert ihm den Süßigkeitenmund zu. Weltklasse.

68.
Wesley kommt! Seit »Money Train« haben wir ihn nicht mehr gesehen. Jetzt zeigt er's den Gladbacher bestimmt. Weiße Jungs bringen's nicht.

71.
Gladbach hat hier soviele Chancen wie Jan Henkel bei Jessica Kastrop, wenn er sie beim SKY-Saisonausklangsbarbecue mit gegrillten Maiskolben ködern will. Also ca. keine.

73.
Marins großes Verdienst: Er hällt das lächerlichste Adjektiv des deutschen Wortschatzes am Leben: quirlig.

74.
Da das Spiel zusehends verflacht, hier unser Beitrag zum Überleben des Wortes »Quirl«. Bitte merken: Quirl ist...
a) eine bestimmte Anordnung der Blätter bei Pflanzen, siehe Wirtel
b) ein Küchengerät 
c) ein Berg
c) Kostrzyca (dt. Quirl), Ortsteil der Gemeinde Mysłakowice (dt. Zillerthal-Erdmannsdorf), Polen

77.
Der schönste Konter der Werder-Geschichte, doch dann quirlt Marin den Ball über das Tor bis nach Kostrzyca (dt. Quirl). Dittmann tröstet quirlig: »Er hat morgen Geburtstag, wird 22.« Wir raten nicht, was er geschenkt bekommt.

80.
Familien-Duell im 11FREUNDE-Ticker. Wir haben 100 Leute befragt: Was verbinden Sie mit dem Wort »Quirl«? Marko Marin - Sagten auch: 98 - Top-Antwort! Auch 'ne geile Anmache heute abend in der Disco. »O Baby, bist du quirlig...« Sammer entschuldigt sich kurz, er muss schmunzeln. Gebt ihm doch mal Taschentücher.

82.
Was ist bloß mit Thomas Schaaf los? Wie kann man während nur eines Spiels so verwahrtlosen? Plötzlich sitzt der Werder-Bärbeiß auf der Tribüne, hat einen Vollbart bis zum Knie und wühlt in seiner Nase. Das Zutagegeförderte betrachtet er stolz wie ein 6:0. E-kel-haft.

85.
Gladbach stürmt. Tim Wiese hält grandios. So gut hat er zuletzt die Asi-Toaster-Klappe zugehalten. Asi-Toaster, Elektro-Mallorca, wie nennt man das denn in Bremen?

87.
Arnautovic an den Pfosten. Gieselmann kollabiert. Jetzt hat dieses Spiel wieder Pep, wie die Kommentatoren so schön sagen. Keine Macht den Drogen, finden wir. 

89.
TOOOOOOOOOOOR! Arango flankt, Dante trifft mit dem Kopf - 1:1. Die göttliche Komödie. Finden die Bremer nicht, aber die haben von Literatur auch keine Ahnung.

90. + 2
Favre mit dem quirligsten Schmunzeln aller Zeiten, tanzt zum Schlusspfiff wie MC Hammer. Jetzt Klaus Allofs im Interview: »Ja, ich weiß auch nicht.« Was heißt hier »auch«? Ich weiß es: Quirlig rumdribbeln reicht nicht, ab und an kann man auch mal einen reinquirlen. Im Sechspunktespiel bekommt jeder nur einen, die anderen vier hat das dicke Kind auf der Tribüne aufgegessen.


20:28 Uhr
Jetzt Rolf Zukowski bei Henkel und Sammer. Oder ist es Favre? Egal. Die Moral der Fabel von den drei Schweinchen hat dieser Mann jedenfalls ad absurdum geführt. Baut sein Haus aus Stroh und investiert einen Scheiß in das Spiel, aber dann pustet der Wolf Werder die Bude um. Und schmunzelt auch noch quirlig. Hass.
20:33 Uhr
Martin Stranzl bei SKY-Kneipier Rollo Fuhrmann. Bei unsichtbarem Bier sagt der Gladbacher: »Wie gesagt.« Aha. Dann Thomas Schaaf: »Bei uns ist die Situation, dass man uns was weggenommen hat.« Ich wünschte, man würde ihm auch noch sein durchfallgelbes Polohemd wegnehmen. Jessica Kastrop, erbarme dich! Wir schalten schon mal rüber in den Erotik-Kanal und kleben uns ein Anti-Schmunzel-Pflaster aufs Skrotum. »Gute« Nacht, liebe Fans.

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