USA
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Deutschland

USA-Deutschland im 11FREUNDE-Liveticker

Deutschland - Ein Sommeralbtraum

Das Wiedersehen von dem Jogi und dem Klinsi war wie eine Neuauflage von »Nonstop Nonsens«. Pleiten, Pech und Pannen auf allen Seiten, am Ende fielen sieben Tore und alle Hemmungen. Immernoch vollkommen atemlos: der 11FREUNDE-Liveticker.

22:35 Uhr

»Wir haben nicht den Ballbesitz, wo wir gewohnt sind«, sagt Miroslav Klose. Dabei heißt es eigentlich »gewohnt haben«. Alles egal. Die Saison ist vorbei, die Liga und die Nationalmannschaft verabschieden sich in die verdiente Sommerpause. Und wenn alle so schön die Koffer packen, dann gehen auch wir für einige Zeit in den Urlaub. Adios, liebe Fans, es war eine tolle Saison, die in dieses Phantasiespiel kulminiert. Wir haben gelacht, geweint, geschimpft, gejault, gezittert, gesoffen, gelästert, gelogen, gegähnt, geschlafen, gegegegegegegegege. Ihr wisst schon, was wir meinen. Und das alles für den Fußball. Deswegen verabschieden wir uns mit den wahrsten Worten, die Miroslav Klose wohl jemals gesprochen hat: »Jetzt ist Urlaub und dann geht es wieder nach vorne los.« Klingt wie eine Drohung. Wir denken mal drüber nach! Gute Nacht.

90.+3

Jaaaaaaa, da ist das Dinge: der Schlusspiff. Aus. Aus. Die Saison ist aus. Und im Sechzehner von Marc-Andre Ter Stegen sinkt langsam ein roter Luftballon zu Boden. War das also doch alles eine reine Zirkusnummer? Ist Heiko Westermann doch ein Löwe? Und Jogi Löw ein brennender Reifen? Und wer ist dann der Clown? Heute, jedenfalls, ist er ein trauriger Clown.

90.+2

Nur noch wenige Sekunden, bis Rudi Völler übernimmt.

90.

Klinsmann hat gesagt: »Es wird toll, meine alten Kollegen wiederzusehen. Ich habe diesen Trainerstab aufgebaut, und er ist genau gleich geblieben.« Da haben wir doch die Fehlerquelle! Stagnation bei der Nationalmannschaft, keine Weiterentwicklung. So holen wir die Spanier nicht.

89.

Löw und Klinsmann haben auch keine Lust mehr, flanieren Arm in Arm auf die Berliner Fanmeile, die aber gar keine Fanmeile mehr ist, sondern nur die sechsspurige Straße des 17. Juni. Werden beim Versuch, den rasenden Autofahrern danke zu sagen, fast überfahren. Beziehen traurig eine WG im Prenzlauer Berg und gucken in Dauerschleife Sönke Wortmanns Sommermärchen. 

87.

Bezeichnend (I): Müller schafft es nicht, sich foulen zu lassen. 
Bezeichnend (II): Boyd, ein Spieler, dessen größter Verdienst es ist, die BVB-Amateure hochgeschossen zu haben, führt die nächste Angriffswelle der USA an.

86.

Schlimmer Verdacht: Werden die deutschen Spieler aus Rammstein ferngesteuert?

85.

Sätze, von denen man dachte, dass man sie nie hören würde: »Reinartz ist die Lunge des Spiels.«

84.

Jetzt kommt das Publikum. Erkennt, dass dieses Ergebnis die größte Ungerechtigkeit seit der Sklaverei ist. Peitscht die Truppe mit einem »U-S-A« nach vorne. Womit auch sonst? Peitschen sind im Stadion ja nicht erlaubt.

81.

Toooooooooooooooooooooooooooooor. Sehen wir hier vielleicht das spektakulärste Spiel aller Zeiten? Nein. Sehen wir hier etwa den nächsten dicken Torwartfehler? Ja. Howard lässt abklatschen, Draxler müllert ihn rein. Fußball ist eben doch wie Achterbahnfahren. Nur ohne kotzen.

80.

Müller kommt. Leider nicht Thomas. Der ist besoffen. Prost!

80.

Müller kommt. Leider nicht Thomas. Der ist besoffen. Prost!

79.

Mittlerweile redet Réthy seit 10 Minuten über Max Kruse. Und als wir gerade »Bela ist verliiiiiiiiiiebt« hänseln wollen, macht Kruse ein Robben-Tor. 4:2. Trotzdem scheiße!

78.

Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass hier gleich jemand umgebracht wird und Lena Odenthal und Mario Kopper in den letzten zehn Minuten den Täter im Stadion ermitteln. Wir tippen auf Ter Stegen.

77.

Aogo auf Wollscheid, dann Kruse über das Tor. Ein Spiel wie Mario Barth: ein schlechter Witz.

75.

Réthy macht jetzt das, was man immer macht, wenn nichts mehr geht: Er gräbt im Statistik-Kasten. Erzählt was von Ecken und 2011 und Rolfes und der Ukraine. Klingt blöd aber, das würden wir jetzt mit Kusshand nehmen.

73.

Wir schalten live in die Krisensitzung des DFB und merken: dunkle Wolken ziehen über das Land.

71.

Sam mittlerweile im Spiel. Das weckt Erinnerungen.

69.

Réthy hat Rummenigges Credo, auf über zwei Promille zu erhöhen, für sich beansprucht, kommentiert jetzt aus dem Weinfass. Stößt ins Mikro auf. Sagt dann: »Ich glaube, hier passiert noch was.« Das wäre besser als nichts.

68.

Draxler zieht ab, trifft aber nur die Latte. Das Spiel erinnert an einen Western, in dem die Protagonisten nicht mal ihre Stiefel angezogen kriegen. Gleich wird Hansi Flick geteert und gefedert. Und wir schlagen ein Poster an die Saloontür: Wanted! Spannung – preferably alive.

67.

An Klinsmann: »Wir haben 2,9 Millionen Arbeitslose, also hören Sie auf zu grinsen!«

65.

»Ist das ätzend«, ätzt Kollege Kuhlhoff. Um es ihm erträglicher zu machen, singe ich die ersten Zeilen von Xavier Naidoo an. Komme aber nicht weit, da Réthy den Wechsel von Gomez zum SSC Neapel meldet. Ist das ätzend!

64.

Es rumpelt. Dempsey macht das 4:1. Högschte Disziplinlosigkeit.

63.

Deutschland spielt sehr expressionistisch. Klingt gut, heißt aber: Ein Matchplan wider die gängigen Regeln des Sports, eine apokalyptische Taktik der Formenzertrümmerung, eine Ästhetik des Hässlichen. Wollscheid, der Edvard Munch des Fußballs, hasst die Kugel ins Seitenaus, wo sich Löw als Verkörperung der Bürgerlichkeit ereifert. Wir klappen den Kunstalmanach zu und wünschen uns in eine andere Stilepoche.

60.

++++EILMELDUNG +++ Jogi Löw kriegt graue Haare +++ EILMELDUNG +++ Jogi Löw kriegt graue Haare +++ EILMELDUNG

59.

Kennt ihr das Gefühl, wenn man sich wünscht, man sei als Nashorn geboren worden und hätte mir dem ganzen Fußballscheiß nichts zu tun? Schön in der Steppe rumgammeln, Gras futtern, ab uns zu mal einen Löwen wegrammen. Alles easy. Aber ich wurde ein Mensch, landete bei 11FREUNDE und muss nun vom 3:1 für die USA durch Clint Dempsey berichten. Nur wie? Sagen wir es so: Ist das peinlich!

57.

So, die USA wackelt mittlerweile wie ein riesiger Damenpo. Und irgendwo öffnet sich Sir Mix-a-Lot eine Dose Bier.

56.

»Kruse ist ein Jung-Klose«, schmaucht Réthy als wären wir auf dem Bullenball in der Stadthalle Osnabrück. Wir werfen schon Mal den Grill an.

54.

Aogo mit dem Außenrist, Klose schraubt sich zum Kopfball hoch. Alles wunderbar. Wunderbar werlos.

51.

Und dann Tooooooooor. Traumtor. Tiki-Taka. Kurzpassorgasmus. Tausend Stationen, wunderbares Direktspiel, Sahnepässe, totale Dominanz. Alles Quatscht: Ecke, Kopf, Westermann, Tor. Fußball 2000.

50.

Ein Spiel wie Guantanamo. Keiner will dabei sein.

48.

Flache Hierarchien. Eine Kategorie mit flachen Witzen und flachen Brüsten. Meine Meinung.

46.

Wiederanpfiff. Löw will den Ribbeckschen Negativrekord, bringt deshalb jetzt Aogo, Westermann, Wollscheid, den Masseur, seine Mutter, dazu noch ein paar Fans. Spaßhölle Washington.

21:43 Uhr

»Es spricht nichts gegen eine große Karriere«, lobt Réthy den Fauxpas von ter Stegen. Genau das hat meine Klassenlehrerin damals beim Elternabend auch über mich gesagt. Merke: Solche Prophezeiungen immer mit Vorsicht zu genießen.

21:41 Uhr

Wir schlagen vor, das Format umzubenennen. Neuer Name: GNRM – Germany's Next Ronald Maul. Ins Finale nach Washington haben es mit Sidney Sam, Dennis Aogo und Philipp Wollscheid immerhin einige aussichtsreiche Kandidaten geschafft. Den Gewinner küren wir schätzungsweise gegen 22:17 Uhr, er bekommt dann das Jackett von Uli Stielike, überreicht von Heiko Gerber.

21:38 Uhr

»Eigentlich nicht zu erklären«, sagt Katrin Müller-Hohenstein, meint damit aber nicht ihre gelbe Jacke, auch nicht ihren blondierten Seitenscheitel, sondern den Auftritt von ter Stegen. Wir erklären trotzdem: Ter Stegen hat den Adler im Nacken und auf der Brust. Schwere Bürde.

21:37 Uhr

Zitat Joachim Löw: »Der Jürgen hat wahnsinnige Visionen.« Zitat Helmut Schmidt: »Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.«

21:33 Uhr

»Wir sind so zufrieden und so selig«, sagt Sammer im Heute-Journal. Versucht sogar zu lächeln. Bricht sich dabei den Kiefer.

21:27 Uhr

Jetzt »heute-journal«. Klaus Kleber ruft den Notstand aus. Dann Dörfer, denen das Wasser bis zum Hals steht. Selten waren sich Volk und Nationalmannschaft so nah.

21:27 Uhr

Jetzt »heute-journal«. Klaus Kleber ruft den Notstand aus. Dann Dörfer, denen das Wasser bis zum Hals steht. Selten waren sich Volk und Nationalmannschaft so nah.

46.

Stellen wir uns mal vor, diese Nationalmannschaft wäre seit Jahren die Stamm-Elf von Jogi Löw. Was wäre uns nicht alles entgangen: Fanmeilen, Schland-Gesichter, pseudo-interessierte Turnierfans, Fußballhype, das Halbfinale 2012. Ach, alles könnte so schön sein!

45.

Das Publikum in Washington lacht Ter Stegen aus. Wäre ich er, ich würde meine Karriere beenden.

44.

Jansen tanzt Zusi aus. Kennt man so sonst auch nur vom Hamburger Berg, oder?

43.

Gute Nachrichten: Gündogan und Götze machen sich warm. Leider auf einer Yacht vor Ibiza.

42.

Wenn die Jungs auf dem Rasen schon schwitzen wie nach einem Sauna-Aufguss, was muss dann erst in dem Bierzelt hinter Ter Stegens Tor los sein? Vermutlich spielen da Inner Circle (Link)

41.

Bierhoffs Agentur hat, im Analyserausch, auch unser kleines Wohlfühlmagazin vermessen. Fazit: »11FREUNDE hat in Hochglanzoptik investiert, einen Versand für Frühstücksbrettchen eingerichtet und wird trotzdem angefeindet.« Danke. Bitte.

40.

Podolski in den Oberrang. Krönt damit das ihm attestierte Jahr des Stillstands.

39.

Weil auf dem Rasen gar nichts passiert, bleiben wir bei Bierhoff. Die Sportberatungsagentur des Managers hat nämlich die TSG 1899 Hoffenheim analysiert und folgendes Ergebnis formuliert: »Dietmar Hopp hat in die Region investiert, ein Jugendzentrum errichtet und wird trotzdem angefeindet.« Die erste Vereinschronik, die auf einen Bierdeckel passt. In Brilon weint Friedrich Merz Tränen der Rührung.

38.

Wir glauben, dass dieses Debakel vor allem Bierhoffs Schuld ist, dessen kokettierter Abschied vom DFB die Spieler natürlich verunsichern muss. Wer könnte den smarten Goldengoaler eigentlich ersetzen? Wir schlagen ihn hier vor.

37.

Beasley gegen Bender. Sieht aus wie es klingt: Nach Slapstick.

36.

Ein Dialog.

»Hallo Jürgen!«
»Jogi! Hallo! Wie geht es dir?«

»Ach, sagen wir mal, es muss ja. Selbscht?«

»Gut, gut. Ich bin happy. Titel?«

»Nee, keine. Aber dritte Plätze! Wie damals!«

»Wie damals, ja...«

35.

Die USA übrigens ohne Donovan. Schöpferische Pause. Die letzten Platten liefen nicht gut.

33.

Klinsmann hat Wortmanns Sommermärchen gar nicht gesehen, fühlt sich in der Romanze falsch dargestellt. Muss die Geschichte revidiert werden? Wird der dritte Platz anulliert? Ist Klinsmann womöglich ganz anders, ein knallharter Macho vielleicht, zu Unrecht als Esoteriker abgestempelt, einer, der schon zum Frühstück Motoröl trinkt? Wir glauben nein. Hoffen aber ja.

32.

Deutschland kommt über links, auch historisch bedingt, da es beim letzten Mal nicht gut endete, als Deutschland über rechts kam. Dann verzieht Draxler. Das ist politisch korrekt.

30.

»Schürrle wird nicht eingebunden«, sagt Réthy. Bondageverweigerung beim DFB. Wir nehmen uns den Strick.

30.

So langsam kriegen wir hier 1994er-Flashbacks. Bringt Klinsmann gleich Jordan Letschkow?

28.

»Jones macht Dampf«, lukasderlokomtivführert Bela Réthy. Da hat er was mit Mario Basler gemeinsam.

27.

Während einige hundert Kilometer entfernt vom Spielort Washington ein Hurricane ganze Landstriche plattgemacht hat, werben deutsche Unternehem via Bande für Raufasertapeten, Garagentore, Heizungen und einen Baumarkt. Aufbauhilfe West?

26.

Was ins dieses Spiel bisher gebracht hat? Wir kennen nun die komplette Krankenakte von Julian Draxler. Mumps mit vier Jahren, Schalach mit zwölf, jetzt Eisenplatte im Arm. Manchen bleibt auch nichts erspart.

24.

Klose, Tor, Abseits. Den Fans ist es egal. Sie jubeln, applaudieren, malen sich Sommermärchen-Fahnen ins Gesicht. U-S-A!

22.

Bisher spielt Deutschland auf Fips-Asmussen-Niveau: Ter Stegen macht eine Rückwärtsrolle, Altidore zieht einfach mal von der Mittellinie ab. Der Ball geht drüber. In diesem Fall müssen wir sagen: leider.

20.

Gegenseite: Altidore entwickelt sich innerhalb der ersten zwanzige Minuten zum besten Stürmer der Welt. Tankt sich wieder durch. Diesmal kann Ter Stegen halten. Wir stellen fest: Mit den Händen ist er besser.

19.

Schürrle macht den Robben. Leider die 2012er-Version. Vorbei

17.

Und als sei das alles nicht schon skurril genug, liegt nun auch noch eine Mini-Wini-Würstchenkette vor dem Sechzehner der USA. Aber wo ist Karl? Und wo Annette? Jogi Löw sollte man das jetzt nicht fragen.

16.

»Sowas habe ich lange nicht gesehen«, veterant Réthy, der ja eigentlich schon alles gesehen hat. Was er meint: Unser Mini-Kahn legt sich den Ball ins eigene Netz. 0:2 bzw. 2:0. 1999 reloaded.

15.

Fabian Johnson strippt sich durch die Abwehr, verzieht dann aber. Adorno hat gesagt, es gebe kein richtiges Leben im falschen. Er musste aber auch nicht dieses Spiel schauen.

13.

Da ist das Ding! Altidore netzt für die USA ein, Löw freut sich über die gewonnenen Erkenntnisse. Erkenntnis 1: 0:1. Erkenntnis 2: Egal.

11.

Réthy versucht gegen die sportliche Bedeutungslosigkeit dieses Sommerkicks anzuschreien, ruft jetzt ganz laut: »Mertesacker! Ein echter Stürmer macht den.« Weil Mertesacker aber ein falscher Stürmer ist, macht er den nicht. Klärt ins Toraus. Prost.

9.

Beim 2:4 der USA gegen Belgien wurde Klinsmann ausgepfiffen. Seine coole Reaktion im Video.

8.

Wieder Altidore, wieder vorbei. Der Mann hat, informiert uns Réthy, seit über einem Jahr nicht mehr für die USA getroffen. Kuhlhoff, ähnliche Bilanz, zieht sich um, will rein. Wird von Klinsmann weggegrinst.

7.

Grauenvoll, wie beide Trainer im Vorfeld immer wieder betont haben, ums Gewinnen gehe es ihnen ja nur am Rande, viel wichtiger seien andere Erkenntnisse. Vermutlich geht es Löw und Klinsmann, diesen moralpädagogisch vereinten Softies, auch beim Sex nur am Rande um den Orgasmus, weil andere Erkenntnisse wichtiger sind. Aha, die Position funktioniert, super, jene nicht, schade, das Vorspiel überflüssig, soso, nichts ins Haar greifen, okay! Und wir Zuschauer kriegen nie wieder einen hoch.

5.

Keine Cheerleaderinnen am Spielfeldrand. Kuhlhoff will sich telefonisch bei der FIFA beschweren. Macht dann aber lieber eine Mail.

3.

Die USA drücken früh, holen zwei Ecken. Anno 1999 lag der DFB zu diesem Zeitpunkt schon 0:4 hinten. Das ist bestimmt die Weiterentwicklung des deutschen Fußballs, von der alle reden. Danke, Jürgen. Danke, Jogi.

2.

Altidore ist durch, wird aber im letzten Moment ins Toraus gemertesackert. Schön bzw. hässlich.

2.

Gerade den Vorbericht von Spiegel TV angeschaut. Ernüchterung in der Redaktion, als Löw da über Klinsmann sagte: »Es ist nicht so, dass wir ständig irgendwie telefonieren oder uns ständig irgendwie sehen.« Begeisterung in der Redaktion, als Löw da über Klinsmann sagte: »Aber wir machen auch mal eine Mail.« 

1.

Anpfiff. Immer noch 0:0. Immerhin, Löw besser als Ribbeck.

20:38 Uhr

Jetzt Schweigeminute. Wir schweigen mit: –

20:36 Uhr

Geil, Andi Herzog ist Co-Trainer von Klinsi! Wir warten auf weitere Überraschungen: Otto Rehhagel als Pressesprecher, Professor Hastig als Teamarzt, Bob der Baumeister im zentralen Mittelfeld. Amerika, Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

20:34 Uhr

Captain Jack singt die US-Hymne. Ein ganzes Stadion brüllt mit. Wir fragen uns: Ist das schon die Vorhölle?

20:32 Uhr

Erste Erkenntnis: Die Kameras haben noch keinen einzigen Dicken eingefangen, dabei dachten wir in Übersee würden sie schon morgens Flüssigkäse auf die Zahnpasta schmieren.

20:27 Uhr

Der amerikanische Fußballverband feiert heute seinen 150. Geburtstag. Glückwunsch dazu. Würde uns nicht wundern, wenn es hier gleich statt einem Fußballspiel ein ausuferndes Burger-Wettessen stattfindet. Hoffen wir also das Beste.

20:26 Uhr

Hab es mir noch einma überlegt: Möchte Bierhoffs Sorgen doch nicht haben. Möchte eigentlich nichts von Bierhoff haben. Außer die Haare.

20:25 Uhr

Dann Bierhoff: »Nationalmannschaft ist so, als wenn man zehn Jahre an den gleichen Urlaubsort fährt. Da überlegt man auch, ob man mal, etwas anderes machen will.« Diese Sorgen möchte ich haben.

20:24 Uhr

Und dann, zackbumm, mittendrin in der großen weiten Welt: Löw busselt Klinsi, ein bisschen wie 2006. Prinz Poldi vor dem Weißen Haus. Reckt den Daumen des Bösen. Dann Kathrin Müller-Hohenstein, geht heute als Cuja Mara Split. Lecker!

20:22 Uhr

Kurzes Update: Die ARD sendet einen »Brennpunkt« zum Hochwasser.  Anderen geht es also noch schlechter.

20:21 Uhr

Und da ist sie ja endlich, die Hymne der Amerikaner (Link):

20:20 Uhr

Die Aufstellung der deutschen Mannschaft liest sich – ehrlich gesagt – wie eine Provokation. Zum Wutabbau deswegen ein kleines Quiz. Ergänzen sie die Namen der Spieler, die im aktuellen Kader der Deutschen Mannschaft irgendwie noch fehlen sinnvoll: Rink, Wosz, Maul. Apropos Maul: Kann mir mal bitte einer aufs Maul hauen?!

20:16 Uhr

Wir unterbrechen das laufende Programm. Hier kommt der Einlauf beider Mannschaften: (Link)

20:14 Uhr

Aufgrund dieser demütigenden Ignoranz der Öffentlich-Rechtlichen vor den Ritualen deutscher Fußballfans, ziehen wir das ganze Programm hier jetzt im Schnelldurchlauf ab. Hier also die Aufstellung der Gastgeber: (Link)

20:10 Uhr

Doch dann das: Kollege Herrmann macht mich darauf aufmerksam, dass das ZDF bis 20:25 Uhr »Terra X« sendet, schaltet also erst fünf Minuten vor Anpfiff nach Washington. Dass in etwa spiegelt den Sinn dieses Spiels perfekt wider.

20:08 Uhr

Selten war Fußball ansehnlicher: Klassische Musik, herrliche Aufnahmen, Storch Kruse allein vor dem Starenkasten, selbst Bela Réthy hält sich zurück.

20:06 Uhr

Jetzt das: Joachim Löw mit innovativer Trainingsmethode. Hat seine Spieler mit Sendern ausgestattet und in Störche verwandelt. Dann geht es zum Waldflug. Löw und Flick tackern um Segelflieger hinterher. Neues Motto des DFB: The sky is the limit.

20:04 Uhr

Schon jetzt wirres Taktikgeplänkel im ZDF. Wangerooge heute auf der fluiden Sechs. Borkum sichert überraschend defensiv ab. Vorne hoffen wir wie immer auf Juist. Nur Husum musste mal wieder verletzt absagen. Verdammt!

20:00 Uhr

Hello everybody, welcome to the most important Spiel of the Jahr. Without Super-Bayern, without any Sinn, without eine echte Nationalmannschaft. But egal, we just hope, we have a little bit lucky and the game will be interessanter as the Tatort-Wiederholung in the ARD.

12:19 Uhr

Dieser Weg wird kein leichter sein, aber einer muss ihn ja gehen. Deswegen sitzen heute Abend ab 20:00 Uhr Moritz »Die Ein-Mann-Fanmeile« Herrmann und Benjamin »Die Achse des Bösen« Kuhlhoff für euch an der Tickerkonfettikanone. 

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