Spanien
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Niederlande

Spanien-Niederlande im 11FREUNDE-Liveticker

WELTFEIERBIEST

Louis van Gaal: das Feierbiest, der Anti-Jogi, der Dionysos des Weltfußballs, Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit und der Ekstase. Mit einem sagenhaften 5:1 gewannen seine Niederländer gegen Spanien und stehen so gut wie im Finale. Der Ticker wird orange vor Liebe.

20:45 Uhr

Guten Abend und herzlich willkommen zu Wacka Wacka II – this time for America. Womit wir uns daran erinnern, dass ein Sieger ohnehin schon feststeht, weil er immer gewinnt: Piqué. Wegen Shakira. Und ein Verlierer ebenfalls: ich. Wegen Kommentator Oliver Schmidt.

20:50 Uhr

Spanien gegen Niederlande also. Sagen wir’s mit van Gaal: »Wir müssen profitieren.« Wenn das so einfach wäre! Welchen Gewinn ziehen wir etwa aus den Interviews des ZDF-Azubis Brazzo, der jetzt hier mit Van Bommel rumgiggelt, als hätten sie gerade Jessica aus der 8b den Fußball auf den Popo geschossen? Vielleicht diesen: Gib dich während Deiner Jugend nie zu jugendlich, sonst bist du irgendwann alt, und die Leute nehmen dich immer noch nicht ernst. Wir zitieren Thomas Bernhard (»Der Anstreicher«): »Er entdeckt, dass er niemand kennt, der sich in einer ähnlich lächerlichen Situation befände. Wenn er vierzehn oder fünfzehn Jahre alt wäre! Aber mit zweiunddreißig! Während dieser Überlegung rührt er ununterbrochen im Farbkübel um.«

20:52 Uhr

Die Mannschaften sind im Tunnel, treffen dort auf Oliver Kahn, der dort, im Tunnel, auch nach der Karriere noch den Großteil seiner Zeit verbringt und, auch wenn die Beleuchtung immer schlechter wird, nach Siegertypen forscht, wie er einer war, nein, wie er noch immer einer ist, er findet sie bei Spanien, Casillas, Ramos, Piqué, das Übliche. Könnte natürlich trotzdem stimmen.

20:55 Uhr

Auf der anderen Seite: Robben. Immerhin.

20:55 Uhr

Die textlose spanische Hymne wird zwar nicht von den Spielern, aber doch von erstaunlich vielen Fans mitgesungen. Könnten natürlich auch schmähende Holländer sein. Die ernsthaftere, beleidigendere Schmähung kommt aber von den niederländischen Spielern für die niederländische Hymne, kein einziger richtiger Ton, für alles gibt es Berater, warum nicht auch für Gesang?

20:59 Uhr

Ich kann jetzt schon prophezeien, dass ich die Aufstellungsgrafiken, bei der jeder einzelne Spieler den Kopf dreht, grimmig schaut und die Arme verschränkt, nicht bis zum Ende des Turniers werde anschauen können, ohne verrückt zu werden bzw. grimmig zu schauen, die Arme zu verschränken und den Kopf zu drehen. Um 180 Grad.

1. Minute

Uuuuund Anstoß in Soccer City. Warum spielen bei Spanien eigentlich noch fast alle aus dem Finale von 2010 mit, bei den NIederländern hingegen fast keiner mehr. Weil die Niederländer seitdem allesamt wegen Körperverletzung im Knast sitzen?

4.

Vier Minuten gespielt und noch keine Schwerverletzten. Immerhin.

5.

Fünf Minuten gespielt und noch keine gravierende Fehlentscheidung. Erstaunlich.

8.

Alles noch recht überschaubar bislang. Die Spanier spanisch, die Niederländer mit Robben, MIT ROBBEN, der plötzlich alleine auf Casillas zurast, sich an 2010 erinnert, diesmal alles anders und besser machen will, aber vergisst, dass er Robben ist, weswegen die Entscheidung, diesmal mit rechts zu schießen, natürlich geradezu grotesk ist. Casillas fängt den Ball geradezu beleidigt ab. So ein Schüsschen, nach allem, was sie gemeinsam erlebt haben.

9.

Casillas! Oder wie Schmidt ihn nennt: »die spanische Wand«. Ja, gut. Äh. Kann man schon mal dran hängen bleiben.

10.

Dieser Schmidt bezeichnete eben Iniesta als »Bonbonverteiler«. Da kenn ich aber einen, der diesen Titel wirklich verdient hätte. Kamelle!

12.

Und überhaupt. Schmidts Stimme: Als würde man einen Film schauen, in dem Robert de Niro nicht von Christian Brückner, sondern von meinem alten Sportlehrer synchronisiert worden ist.

13.

Junge! Diego Costa könnte treffen! Aber im letzten Moment wiehert das Pferd, das sie ihm fürs CL-Finale in den Oberschenkel implantiert haben, und Costa sagt nur noch »Brrrrrrr«, sattelt ab, entzündet ein Lagerfeuer und isst eine Dose Bohnen.

15.

Mein Gott, jetzt sehe ich erst, dass Mike Tyson auch mitspielt. Wusste gar nicht, dass der Holländer ist. Bin total durcheinander, habe das große Bedürfnis, Evander Holyfield anzurufen. Vielleicht leiht er mir ja ein Ohr.

18.

Martins Indi: Klingt, als wäre der Klassensprecher mit einem Mauerblümchen zusammen, das gern Pearl Jam hört, den Bandnamen auch auf seinen Federmäppchen geschrieben hat, aber irgendwann dann auch Martins Namen mit so Herzchen drumrum, und dann sind sie Eis essen gegangen, against all odds. Ist das schön. Martin und Indi: alles Gute! Hach.

22.

Immr wieder interessant: dass immer alle Spieler den Arm heben, sobald sich der Ball im Strafraum befindet. So auch diesmal. Iniesta robotet in den Sechzehner, spielt Costa an, Szene wird geklärt, alle Arme oben: die Holländer wollen Abseits, die Spanier Ecke, Spanien gewinnt, aber Ramos hat noch keinen Bock, das Spiel jetzt schon zu entscheiden.

25.

Schmidt vorhin übrigens mit der Bemerkung, Nigel de Jong, der merkwürdigerweise schon wieder aus der Haft entlassen wurde, sei zwar ein harter Brocken, aber noch nie vom Platz geflogen. Was ausgerechnet in diesem Spiel mit Blick auf das Finale 2010 und den Mordversuch damals gegen Xabi Alonso doch eine ziemliche Nullaussage ist. Aber warum wundert mich das eigentlich?

26.

ELFMETER FÜR SPANIEN. Für Schmidt »keine Frage«. Die Antwort lässt er offen. Falls es keine Frage war, ob es schon wieder eine Fehltentscheidung war: es war natürlich eine. Der Holländer rutscht weg, der Spanier rutscht weg, der Spanier tritt auf den Holländer, der ihm deswegen, nur deswegen, das Bein wegzieht, Namen tun im Moment nichts zur Sache, der Schiri pfeift, Alonso trifft unten links, es steht 1:0 und es ist bislang eine beschissene WM.

29.

Also doch Namen. Der Niederländer: de Vrij. Der Spanier:... Gellende Pfiffe aus dem Publikum, okay, okay, der spanische Brasilianer: Diego Costa.

31.

Und bei jedem beschissenen irregulären Tor zeigt die FIFA stolz ihre Torlinientechnologie.

33.

Spanien dominiert, Van Gaal schreibt mal schnell seine Meisterrede um: »Okay, zuerst! Ich habe gesehen: Viele Spanier sind hier, also auch viele Weltmeisti. Ein dicke Kuss von der Trainer von der Vizeweltmeister. Und? Wer hat die beste Verteidigung? SPANIEN! Wer hat die beste Angriff? SPANIEN! Und deswegen sind wir ZWEITER! Nicht nur von Holland! Auch von Spanien!«

35.

Wie soll man eigentlich anders können als sich schämen für diese WM, wenn die FIFA vor jeder Zeitlupe ihr Facepalm-Symbol einblendet? Bei jedem Einwurf fühle ich mich wie Captain Picard, wenn ein Ferengi gefurzt hat.

 

38.

Hat Diego Costa eigentlich bei jeder WM, an die ich mich erinnern kann mitgespielt? 1986 für Uruguay, 1990 für die Tschechoslowakei, 1994 für Kolumbien, 1998 für Paraguay, 2002 für Deutschland (nicht eingesetzt), 2006 für Argentinien und 2010 für den FSV Salmrohr (im Bezirkspokal)? Jetzt schreitet er über das Feldwie seine eigene Statue, ein Mann aus Marmor und Historie, 62 Jahre alt und ein Großonkel von Iniesta und sich selbst. Verrückt.

42.

Plötzlich in der niederländischen Abwehr eine riesige Lücke, als wäre einer schon desillusioniert nach Hause gegangen, sehen die spanischen Androiden natürlich sofort, schicken Silva in die Lücke, der aber schon wieder so sehr in sich, dieses Spiel, Tiki und Taka verliebt ist, dass er es besonders schön machen will, spanisch eben, weltmeisterlich, er chippt also, und er chippt vorbei. Wenn sich das mal nicht...

43.

Das Feierbiest, es erwacht, öffnet die blutunterlaufenen Augen, rührt sich, schnaubt, spannt die Muskeln an, Flammen dringen aus seinen Nüstern, es richtet sich auf zu seiner wahren Größe und brüllt: TOOOOOOOOR! 1:1! Van Persie! Ein irrer Flugkopfball, abgesprungen in der Nähe von Rotterdam, gelandet in Salvador. Welch ein Treffer! Holland: Eben noch im Tal der Tränen, jetzt schon auf unserer Showbühne! 

21:48 Uhr

Halbzeit. Zurück nach Mainz, Zeit durchzuatmen, aber denkste. Es geht nahtlos weiter: Irak, Schusswechsel, all das präsentiert vom immer noch zerknitterten Claus Kleber, der auf meiner nicht HD-fähigen Glotze aussieht, als habe er sich die Augen von Voldemorts Schlange ausgeliehen.

21:53 Uhr

Nun im Bild: Mitarbeiter des FC Bayern, die in ihren rot-blauen Trainingsanzügen verkünden, wie sie Uli Hoeneß aus dem Knast befreien wollen.

21:55 Uhr

Dann wieder Schusswechsel, Ukraine, Amazon-Rücksendungen werden erschwert, der Kaiser, als unterstünde der irgendeiner Gerichtsbarkeit, der Kaiser von der FIFA gesperrt, was wird jetzt aus Jogi Löws Geheimplan, das Mittelfeld im Halbfinale gegen Italien mit Beckenbauer zu verstärken? Nur schlechte Nachrichten. Wieder zurück nach Brasilien, die Elfmeterentscheidung. Miau.

21:59 Uhr

Bin immer noch schockiert: Franz Beckenbauer ist also für 90 Tage gesperrt worden, weil er »einen Brief in Juristenenglisch auf Deutsch beantworten wollte«. Früher konnte er solche zweifelhaften Angebote aber besser parieren!

46.

Mein Fernseher ist gerade ausgegangen, aber ich vermute mal, dass es mit einem Anstoß weitergeht. Vielleicht auch mit einer Lichtinstallation von André Heller, bei dieser FIFA weiß man ja nie. Von daher: Danke, Fernseher!

47.

Bild wieder da, Ton leider auch: Schmidt jetzt im Stile eines Fahrlehrers, der mittags immer auf den Supermarktparkplatz fährt und Mettbrötchen frisst, von denen er auch seine Schülerinnen zu überzeugen versucht, obwohl sie betont haben, dass sie Vegetarierinnen seien. »Gar kein Fleisch? Nicht mal Mett? Is doch lecker, Mädchen!«

48.

Ramos kocht Robben ab, aber der war ja schon vorher als Tierquäler bekannt.

50.

Wahnsinn: Hat Schmidt Van Gaal gerade als »eiserne Tunte« bezeichnet? Wir werden es nie erfahren. Denn: 2:1! Robben! Pflückt sich die Flanke runter und haut den Ball rein, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Was ja auch stimmt. Also: Muss er machen. Und in Campo Bahia geht Mats Hummels leise aus dem Fernsehraum, hinaus in den Garten und zertrümmert schweigend eine Lounge-Oase, in der Hansi Flick ein Nickerchen macht.

53.

Robben findet seinen linken Fuß wieder, findet also auch sich wieder, rächt sich für 2010, rächt außerdem alle Stiere, als er den Ball an Ramos vorbeilegt. Ich wusste es es nicht, aber ich bin offensichtlich für Holland. Oder für Tiere. Eher aber für Holland.

59.

Silva sieht übrigens mit jedem Tropfen Regen ein bisschen mehr aus wie der zwar bildhübsche, mit der Nationalmannschaft aber, wenn ich mich recht erinnere, notorisch unerfolgreiche Raul. Ein Zeichen? Ist es mit Spaniens Herrlichkeit vorbei?

61.

Sieht fast so aus. Van Persie prügelt den Ball an die Latte, die daraufhin ebenso erzittert wie wir beim Anblick eines fetten holländischen Mannes auf der Tribüne, der sich mithilfe von Plastikapplikationen als fette holländische Frau verkleidet hat, an der ebenfalls alles zittert bzw wackelt. Brrrrrr.

63.

So. Kein Tor, sag ich. Ich habe die Faxen dicke. Casillas wird im Fünfer umgerammt wie eine Omma beim Winterschlussverkauf in Castrop-Rauxel, der Ball ist drin und das wird jetzt hier als 3:1 für Holland gewertet. In einem Spiel, das nicht mehr meins ist. Die Fifa hält es offenbar nicht mehr für nötig, Regeländerungen zu kommunizieren. Dann behalte ich das hier auch für mich: Ich zähle nur noch reguläre Tore. Also: 2:0 für Holland. Und Kroatien wird Weltmeister.

65.

Jetzt Tor von Pedro. Aber: Abseits. »Und Abseits ist eine Ordnungswidrigkeit«, doziert ZDF-Politesse Schmidt. Ich schalte mal den Scheibenwischer ein, sonst verpasst er mir auch noch ’n Knöllchen.

69.

Es wäre, wenn man nicht alles mitschreiben müsste und nicht jedes zweite Tor irregulär wäre, ein richtig geiles Spiel, Es geht hin und her, aus Sicht der Holländer geht es vor allem hin, Van Persie zieht schon wieder ab, Casillas hält, mal ehrlich, wer hätte mit sowas gerechnet, ich meine jetzt außer Robben, der immer mit hohen Siegen rechnet (und damit, dass er fünf Tore schießt).

72.

Ist das hier Fußball? Oder Beckenbodentraining? Casillas grätscht ins Nichts, van Persie stiehlt ihm den Ball, muss nur noch einschieben, was er der Einfachheit halber auch tut. 4:1 für Holland. Und Casillas Name verschwindet aus den Geschichtsbüchern wie Marty McFlys Familie auf den Fotos, als er seine Mission zu vergeigen droht. Spanien: Zurück in die Vergangenheit.

77.

De Vrij, Elfmeterverursacher und Torschütze geht, Veltman kommt. Hatten wir übrigens schon erwähnt, dass die FIFA ein weiteres Stück des Fußballs verkauft hat, diesmal in Form der Anzeigetafeln für Auswechslungen und Nachspielzeit? Die sollen jetzt vermutlich Stoppuhren darstellen und für einen Uhrenhersteller werben, sehen aber aus wie überdimensionierte Köpfe von Teletubbies, die sich anschicken, die Weltherrschaft zu übernehmen. Dabei besteht die FIFA doch aus unterdimensionierten Greisen, die allerdings auch davon träumen, die Weltherrschaft zu übernehmen.

78.

Van Persie und Robben: Siegfried und Roy dieser WM. Und Spanien ist der weiße Tiger, den sie verschwinden lassen.

79.

Offiziell steht es jetzt 5:1. Und auch wenn ich ja anders zähle (ähem), muss ich schon auch sagen: DAS IST EIN WAHNSINN! Robben macht sie alle nass, fertig, platt, lässt sie aussehen wie einen Gegner in der ersten DFB-Pokal-Runde, Ramos als Feierabendfußballer, der eigentlich Installateur ist, gleich kommt ein ZDF-Team und filmt ihn bei der Arbeit in einer öffentliche Toilette von Salmrohr. »Ja, gegen Holland! Das war schon ein Bomben-Los! Wir haben alles gegeben, aber die sind halt Profis. Toll, dass man das mal erleben durfte. Und jetzt muss ich weiter machen, es tropft.«

83.

Wie absolut unglaublich dieses Spiel ist, erkennt man auch daran, dass wir kaum dazu kommen, uns über Oliver Schmidt aufzuregen. Wir! Über Schmidt! Kaum! Unglaublich! (Anmerkung: Die »unglaublich« bitte in der Diktion von Louis van Gaal denken, ist schließlich sein Lieblingswort, jetzt weiß ich warum.)

85.

Wie anders dieses Spiel im Vergleich zu 2010 ist, zeigt sich unter anderem auch an den Fouls, wie jetzt, als Iniesta an der Mittellinie unter die Räder kommt. 2010 waren sie ein hässliches niederländisches Stilmittel, heute sind sie ein vernachlässigenswerter Kollateralschaden und lediglich Ausdruck der unglaublichen (un-glaub-lich-en) Dynamik der Holländer. Nur Nigel de Jong guckt traurig und denkt wehmütig an Mark van Bommel.

86.

Jetzt Doppel-, was red ich, Triple-Chance für Robben und seine Akrobatenfreunde. Und da kommt auch schon die Agenturnachricht reingeflattert: »Zu stark: Fifa disqualifiziert Niederlande!« 

90.

Noch eine Eilmeldung: »Löw nominiert Hölzenbein nach!« Sicher ist sicher.

94.

Torres versucht die Ungunst der Stunde zumindest für Eigenwerbung zu nutzen, hat die erste spanische Chance seit einer halben Stunde, die mir wie zwei Jahre vorkommt, aber nichts klappt, plötzlich fliegen Körperteile durch die Luft und der Ball weg und dieses Spiel ist aus, aus, aus. Holland ist Weltmeister, schlägt Spanien mit 5:1 Toren. Was für ein Finale.

22:55 Uhr

»Kannst du dir annähernd vorstellen, was das mit der Psyche des Weltmeisters macht, Oliver?«, fragt Oliver. Heutzutage darf man sich offenbar nicht mehr einfach nur beschissen fühlen. Alles ist immer Psychologie – und zwar ZDF-Strandstudio-Psychologie. Ich will das nicht hören. Ich fühle mit den Spaniern, denen das Ding heute aufs Irrste entglitten ist, die zermalmt wurden. Kabinentür zu. Del Bosque beim Schweigen zuhören. Duschen. Schlafen. Dann wiederkommen. Was wäre diese WM ohne Spanien? Bitte Xavi, nicht so abtreten, Genie einer Generation! Und ich gratuliere den Niederlanden. Ich gratuliere Van Gaal, dem Feierbiest, dem Anti-Jogi, dem Dionysos des Weltfußballs, Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit und der Ekstase. Feierbiest, ich liebe dich. Und ich bin nicht der einzige, den dieses Spiel für immer verändert hat. Nicht wahr, liebe Fans? Gute Nacht.

22:55 Uhr

»Kannst du dir annähernd vorstellen, was das mit der Psyche des Weltmeisters macht, Oliver?«, fragt Oliver. Heutzutage darf man sich offenbar nicht mehr einfach nur beschissen fühlen. Alles ist immer Psychologie – und zwar ZDF-Strandstudio-Psychologie. Ich will das nicht hören. Ich fühle mit den Spaniern, denen das Ding heute aufs Irrste entglitten ist, die zermalmt wurden. Kabinentür zu. Del Bosque beim Schweigen zuhören. Duschen. Schlafen. Dann wiederkommen. Was wäre diese WM ohne Spanien? Bitte Xavi, nicht so abtreten, Genie einer Generation! Und ich gratuliere den Niederlanden. Ich gratuliere Van Gaal, dem Feierbiest, dem Anti-Jogi, dem Dionysos des Weltfußballs, Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit und der Ekstase. Feierbiest, ich liebe dich. Und ich bin nicht der einzige, den dieses Spiel für immer verändert hat. Nicht wahr, liebe Fans? Gute Nacht.

94.

Torres versucht die Ungunst der Stunde zumindest für Eigenwerbung zu nutzen, hat die erste spanische Chance seit einer halben Stunde, die mir wie zwei Jahre vorkommt, aber nichts klappt, plötzlich fliegen Körperteile durch die Luft und der Ball weg und dieses Spiel ist aus, aus, aus. Holland ist Weltmeister, schlägt Spanien mit 5:1 Toren. Was für ein Finale.

90.

Noch eine Eilmeldung: »Löw nominiert Hölzenbein nach!« Sicher ist sicher.

86.

Jetzt Doppel-, was red ich, Triple-Chance für Robben und seine Akrobatenfreunde. Und da kommt auch schon die Agenturnachricht reingeflattert: »Zu stark: Fifa disqualifiziert Niederlande!« 

85.

Wie anders dieses Spiel im Vergleich zu 2010 ist, zeigt sich unter anderem auch an den Fouls, wie jetzt, als Iniesta an der Mittellinie unter die Räder kommt. 2010 waren sie ein hässliches niederländisches Stilmittel, heute sind sie ein vernachlässigenswerter Kollateralschaden und lediglich Ausdruck der unglaublichen (un-glaub-lich-en) Dynamik der Holländer. Nur Nigel de Jong guckt traurig und denkt wehmütig an Mark van Bommel.

83.

Wie absolut unglaublich dieses Spiel ist, erkennt man auch daran, dass wir kaum dazu kommen, uns über Oliver Schmidt aufzuregen. Wir! Über Schmidt! Kaum! Unglaublich! (Anmerkung: Die »unglaublich« bitte in der Diktion von Louis van Gaal denken, ist schließlich sein Lieblingswort, jetzt weiß ich warum.)

79.

Offiziell steht es jetzt 5:1. Und auch wenn ich ja anders zähle (ähem), muss ich schon auch sagen: DAS IST EIN WAHNSINN! Robben macht sie alle nass, fertig, platt, lässt sie aussehen wie einen Gegner in der ersten DFB-Pokal-Runde, Ramos als Feierabendfußballer, der eigentlich Installateur ist, gleich kommt ein ZDF-Team und filmt ihn bei der Arbeit in einer öffentliche Toilette von Salmrohr. »Ja, gegen Holland! Das war schon ein Bomben-Los! Wir haben alles gegeben, aber die sind halt Profis. Toll, dass man das mal erleben durfte. Und jetzt muss ich weiter machen, es tropft.«

78.

Van Persie und Robben: Siegfried und Roy dieser WM. Und Spanien ist der weiße Tiger, den sie verschwinden lassen.

77.

De Vrij, Elfmeterverursacher und Torschütze geht, Veltman kommt. Hatten wir übrigens schon erwähnt, dass die FIFA ein weiteres Stück des Fußballs verkauft hat, diesmal in Form der Anzeigetafeln für Auswechslungen und Nachspielzeit? Die sollen jetzt vermutlich Stoppuhren darstellen und für einen Uhrenhersteller werben, sehen aber aus wie überdimensionierte Köpfe von Teletubbies, die sich anschicken, die Weltherrschaft zu übernehmen. Dabei besteht die FIFA doch aus unterdimensionierten Greisen, die allerdings auch davon träumen, die Weltherrschaft zu übernehmen.

72.

Ist das hier Fußball? Oder Beckenbodentraining? Casillas grätscht ins Nichts, van Persie stiehlt ihm den Ball, muss nur noch einschieben, was er der Einfachheit halber auch tut. 4:1 für Holland. Und Casillas Name verschwindet aus den Geschichtsbüchern wie Marty McFlys Familie auf den Fotos, als er seine Mission zu vergeigen droht. Spanien: Zurück in die Vergangenheit.

69.

Es wäre, wenn man nicht alles mitschreiben müsste und nicht jedes zweite Tor irregulär wäre, ein richtig geiles Spiel, Es geht hin und her, aus Sicht der Holländer geht es vor allem hin, Van Persie zieht schon wieder ab, Casillas hält, mal ehrlich, wer hätte mit sowas gerechnet, ich meine jetzt außer Robben, der immer mit hohen Siegen rechnet (und damit, dass er fünf Tore schießt).

65.

Jetzt Tor von Pedro. Aber: Abseits. »Und Abseits ist eine Ordnungswidrigkeit«, doziert ZDF-Politesse Schmidt. Ich schalte mal den Scheibenwischer ein, sonst verpasst er mir auch noch ’n Knöllchen.

63.

So. Kein Tor, sag ich. Ich habe die Faxen dicke. Casillas wird im Fünfer umgerammt wie eine Omma beim Winterschlusskauf in Castrop-Rauxel, der Ball ist drin und das wird jetzt hier als 3:1 für Holland gewertet. In einem Spiel, das nicht mehr meins ist. Die Fifa hält es offenbar nicht mehr für nötig, Regeländerungen zu kommunizieren. Dann behalte ich das hier auch für mich: Ich zähle nur noch reguläre Tore. Also: 2:0 für Holland. Und Kroatien wird Weltmeister.

61.

Sieht fast so aus. Van Persie prügelt den Ball an die Latte, die daraufhin ebenso erzittert, wie wir beim Anblick eines fetten holländischen Mannes, der sich mithilfe von Plastikapplikation als fette holländische Frau verkleidet hat, an der ebenfalls alles zittert bzw wackelt. Brrrrrr.

59.

Silva sieht übrigens mit jedem Tropfen ein bisschen mehr aus wie der zwar bildhübsche, mit der Nationalmannschaft aber, wenn ich mich recht erinnere, notorisch unerfolgreiche Raul. Ein Zeichen? Ist es mit Spaniens Herrlichkeit vorbei?

53.

Robben findet seinen linken Fuß wieder, findet also auch sich wieder, rächt sich für 2010, rächt außerdem alle Stiere, als er den Ball an Ramos vorbeilegt. Ich wusste es es nicht, aber ich bin offensichtlich für Holland. Oder für Tiere. Eher aber für Holland.

50.

Wahnsinn: Hat Schmidt Van Gaal gerade als »eiserne Tunte« bezeichnet? Wir werden es nie erfahren. Denn: 2:1! Robben! Pflückt sich die Flanke runter und haut den Ball rein, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Was ja auch stimmt. Also: Muss er machen. Und in Campo Bahia geht Mats Hummels leise aus dem Fernsehraum, hinaus in den Garten und zertrümmert schweigend eine Lounge-Oase, in der Hansi Flick ein Nickerchen macht.

48.

Ramos kocht Robben ab, aber der war ja schon vorher als Tierquäler bekannt.

47.

Bild wieder da, Ton leider auch: Schmidt jetzt im Stile eines Fahrlehrers, der mittags immer auf den Supermarktparkplatz fährt und Mettbrötchen frisst, von denen er auch seine Schülerinnen zu überzeugen versucht, obwohl sie betont haben, dass sie Vegetarierinnen seien. »Gar kein Fleisch? Nicht mal Mett? Is doch lecker, Mädchen!«

46.

Mein Fernseher ist gerade ausgegangen, aber ich vermute mal, dass es mit einem Anstoß weitergeht. Vielleicht auch mit einer Lichtinstallation von André Heller, bei dieser FIFA weiß man ja nie. Von daher: Danke, Fernseher!

21:59 Uhr

Bin immer noch schockiert: Franz Beckenbauer ist also für 90 Tage gesperrt worden, weil er »einen Brief in Juristenenglisch auf Deutsch beantworten wollte«. Früher konnte er solche zweifelhaften Angebote aber besser parieren!

21:55 Uhr

Dann wieder Schusswechsel, Ukraine, Amazon-Rücksendungen werden erschwert, der Kaiser, als unterstünde der irgendeiner Gerichtsbarkeit, der Kaiser von der FIFA gesperrt, was wird jetzt aus Jogi Löws Geheimplan, das Mittelfeld im Halbfinale gegen Italien mit Beckenbauer zu verstärken? Nur schlechte Nachrichten. Wieder zurück nach Brasilien, die Elfmeterentscheidung. Miau.

21:53 Uhr

Nun im Bild: Mitarbeiter des FC Bayern, die in ihren rot-blauen Trainingsanzügen verkünden, wie sie Uli Hoeneß aus dem Knast befreien wollen.

21:48 Uhr

Halbzeit. Zurück nach Mainz, Zeit durchzuatmen, aber denkste. Es geht nahtlos weiter: Irak, Schusswechsel, all das präsentiert vom immer noch zerknitterten Claus Kleber, der auf meiner nicht HD-fähigen Glotze aussieht, als habe er sich die Augen von Voldemorts Schlange ausgeliehen.

43.

Das Feierbiest, es erwacht, öffnet die blutunterlaufenen Augen, rührt sich, schnaubt, spannt die Muskeln an, Flammen dringen aus seinen Nüstern, es richtet sich auf zu seiner wahren Größe und brüllt: TOOOOOOOOR! 1:1! Van Persie! Ein irrer Flugkopfball, abgesprungen in der Nähe von Rotterdam, gelandet in Salvador. Welch ein Treffer! Holland: Eben noch im Tal der Tränen, jetzt schon auf unserer Showbühne! 

42.

Plötzlich in der niederländischen Abwehr eine riesige Lücke, als wäre einer schon desillusioniert nach Hause gegangen, sehen die spanischen Androiden natürlich sofort, schicken Silva in die Lücke, der aber schon wieder so sehr in sich, dieses Spiel, Tiki und Taka verliebt ist, dass er es besonders schön machen will, spanisch eben, weltmeisterlich, er chippt also, und er chippt vorbei. Wenn sich das mal nicht...

38.

Hat Diego Costa eigentlich bei jeder WM, an die ich mich erinnern kann mitgespielt? 1986 für Uruguay, 1990 für die Tschechoslowakei, 1994 für Kolumbien, 1998 für Paraguay, 2002 für Deutschland (nicht eingesetzt), 2006 für Argentinien und 2010 für den FSV Salmrohr (im Bezirkspokal)? Jetzt schreitet er über das Feldwie seine eigene Statue, ein Mann aus Marmor und Historie, 62 Jahre alt und ein Großonkel von Iniesta und sich selbst. Verrückt.

35.

Wie soll man eigentlich anders können als sich schämen für diese WM, wenn die FIFA vor jeder Zeitlupe ihr Facepalm-Symbol einblendet? Bei jedem Einwurf fühle ich mich wie Captain Picard, wenn ein Ferengi gefurzt hat.

33.

Spanien dominiert, Van Gaal schreibt mal schnell seine Meisterrede um: »Okay, zuerst! Ich habe gesehen: Viele Spanier sind hier, also auch viele Weltmeisti. Ein dicke Kuss von der Trainer von der Vizeweltmeister. Und? Wer hat die beste Verteidigung? SPANIEN! Wer hat die beste Angriff? SPANIEN! Und deswegen sind wir ZWEITER! Nicht nur von Holland! Auch von Spanien!«

31.

Und bei jedem beschissenen irregulären Tor zeigt die FIFA stolz ihre Torlinientechnologie.

29.

Also doch Namen. Der Niederländer: de Vrij. Der Spanier:... Gellende Pfiffe aus dem Publikum, okay, okay, der spanische Brasilianer: Diego Costa.

26.

ELFMETER FÜR SPANIEN. Für Schmidt »keine Frage«. Die Antwort lässt er offen. Falls es keine Frage war, ob es schon wieder eine Fehltentscheidung war: es war natürlich eine. Der Holländer rutscht weg, der Spanier rutscht weg, der Spanier tritt auf den Holländer, der ihm deswegen, nur deswegen, das Bein wegzieht, Namen tun im Moment nichts zur Sache, der Schiri pfeift, Alonso trifft unten links, es steht 1:0 und es ist bislang eine beschissene WM.

25.

Schmidt vorhin übrigens mit der Bemerkung, Nigel de Jong, der merkwürdigerweise schon wieder aus der Haft entlassen wurde, sei zwar ein harter Brocken, aber noch nie vom Platz geflogen. Was ausgerechnet in diesem Spiel mit Blick auf das Finale 2010 und den Mordversuch damals gegen Xabi Alonso doch eine ziemliche Nullaussage ist. Aber warum wundert mich das eigentlich?

22.

Immr wieder interessant: dass immer alle Spieler den Arm heben, sobald sich der Ball im Strafraum befindet. So auch diesmal. Iniesta robotet in den Sechzehner, spielt Costa an, Szene wird geklärt, alle Arme oben: die Holländer wollen Abseits, die Spanier Ecke, Spanien gewinnt, aber Ramos hat noch keinen Bock, das Spiel jetzt schon zu entscheiden.

18.

Martins Indi: Klingt, als wäre der Klassensprecher mit einem Mauerblümchen zusammen, das gern Pearl Jam hört, den Bandnamen auch auf seinen Federmäppchen geschrieben hat, aber irgendwann dann auch Martins Namen mit so Herzchen drumrum, und dann sind sie Eis essen gegangen, against all odds. Ist das schön. Martin und Indi: alles Gute! Hach.

15.

Mein Gott, jetzt sehe ich erst, dass Mike Tyson auch mitspielt. Wusste gar nicht, dass der Holländer ist. Bin total durcheinander, habe das große Bedürfnis, Evander Holyfield anzurufen. Vielleicht leiht er mir ja ein Ohr.

13.

Junge! Diego Costa könnte treffen! Aber im letzten Moment wiehert das Pferd, das sie ihm fürs CL-Finale in den Oberschenkel implantiert haben, und Costa sagt nur noch »Brrrrrrr«, sattelt ab, entzündet ein Lagerfeuer und isst eine Dose Bohnen.

12.

Und überhaupt. Schmidts Stimme: Als würde man einen Film schauen, in dem Robert de Niro nicht von Christian Brückner, sondern von meinem alten Sportlehrer synchronisiert worden ist.

10.

Dieser Schmidt bezeichnete eben Iniesta als »Bonbonverteiler«. Da kenn ich aber einen, der diesen Titel wirklich verdient hätte. Kamelle!

9.

Casillas! Oder wie Schmidt ihn nennt: »die spanische Wand«. Ja, gut. Äh. Kann man schon mal dran hängen bleiben.

8.

Alles noch recht überschaubar bislang. Die Spanier spanisch, die Niederländer mit Robben, MIT ROBBEN, der plötzlich alleine auf Casillas zurast, sich an 2010 erinnert, diesmal alles anders und besser machen will, aber vergisst, dass er Robben ist, weswegen die Entscheidung, diesmal mit rechts zu schießen, natürlich geradezu grotesk ist. Casillas fängt den Ball geradezu beleidigt ab. So ein Schüsschen, nach allem, was sie gemeinsam erlebt haben.

5.

Fünf Minuten gespielt und noch keine gravierende Fehlentscheidung. Erstaunlich.

4.

Vier Minuten gespielt und noch keine Schwerverletzten. Immerhin.

1. Minute

Uuuuund Anstoß in Soccer City. Warum spielen bei Spanien eigentlich noch fast alle aus dem Finale von 2010 mit, bei den NIederländern hingegen fast keiner mehr. Weil die Niederländer seitdem allesamt wegen Körperverletzung im Knast sitzen?

20:59 Uhr

Ich kann jetzt schon prophezeien, dass ich die Aufstellungsgrafiken, bei der jeder einzelne Spieler den Kopf dreht, grimmig schaut und die Arme verschränkt, nicht bis zum Ende des Turniers werde anschauen können, ohne verrückt zu werden bzw. grimmig zu schauen, die Arme zu verschränken und den Kopf zu drehen. Um 180 Grad.

20:55 Uhr

Die textlose spanische Hymne wird zwar nicht von den Spielern, aber doch von erstaunlich vielen Fans mitgesungen. Könnten natürlich auch schmähende Holländer sein. Die ernsthaftere, beleidigendere Schmähung kommt aber von den niederländischen Spielern für die niederländische Hymne, kein einziger richtiger Ton, für alles gibt es Berater, warum nicht auch für Gesang?

20:55 Uhr

Auf der anderen Seite: Robben. Immerhin.

20:52 Uhr

Die Mannschaften sind im Tunnel, treffen dort auf Oliver Kahn, der dort, im Tunnel, auch nach der Karriere noch den Großteil seiner Zeit verbringt und, auch wenn die Beleuchtung immer schlechter wird, nach Siegertypen forscht, wie er einer war, nein, wie er noch immer einer ist, er findet sie bei Spanien, Casillas, Ramos, Piqué, das Übliche. Könnte natürlich trotzdem stimmen.

20:50 Uhr

Spanien gegen Niederlande also. Sagen wir’s mit van Gaal: »Wir müssen profitieren.« Wenn das so einfach wäre! Welchen Gewinn ziehen wir etwa aus den Interviews des ZDF-Azubis Brazzo, der jetzt hier mit Van Bommel rumgiggelt, als hätten sie gerade Jessica aus der 8b den Fußball auf den Popo geschossen? Vielleicht diesen: Gib dich während Deiner Jugend nie zu jugendlich, sonst bist du irgendwann alt, und die Leute nehmen dich immer noch nicht ernst. Wir zitieren Thomas Bernhard (»Der Anstreicher«): »Er entdeckt, dass er niemand kennt, der sich in einer ähnlich lächerlichen Situation befände. Wenn er vierzehn oder fünfzehn Jahre alt wäre! Aber mit zweiunddreißig! Während dieser Überlegung rührt er ununterbrochen im Farbkübel um.«

20:45 Uhr

Guten Abend und herzlich willkommen zu Wacka Wacka II – this time for America. Womit wir uns daran erinnern, dass ein Sieger ohnehin schon feststeht, weil er immer gewinnt: Piqué. Wegen Shakira. Und ein Verlierer ebenfalls: ich. Wegen Kommentator Oliver Schmidt.

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