Schalke 04
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Olympiakos Piräus

Schalke-Piräus im Liveticker

Schalker Schuldenschnitt

In einem Spiel, so komisch wie die Eurokrise, gewinnt Schalke 04 letztlich mit 1:0 gegen Olympiakos Piräus und steht damit im Achtelfinale der Champions League. Der Ticker war dabei, sah einen neuen Höhepunkt in Sachen Scheißfrisur und freute sich trotzdem über den Abpfiff.

Abpfiff

Aus, aus, das Spiel ist aus! Würden wir gerne Zimmermannesk kreischen und dann darüber spekulieren, dass Schalke wieder wer ist (Gelsenkirchen?), aber soo historisch war dieses 1:0 hier ja nun doch nicht. Wir auch immer, machen wir nen Haken drunter, schnüren das Paket, lutschen den Drops: Schalke im Achtelfinale, Glückwunsch dazu! Auf bald, wir gehen jetzt Ouzo saufen. Für unsere guten Freunde.

94.

Schalke jetzt mit handgezählten vier hochkarätigen Angriffen in zwei Minuten. Aber: die nachfolgende Chance brachte nichts ein.

93.

Cipiran Marica jetzt auf dem Platz. Kommentar Ulrich: »Jetzt fühlt sich Stevens zu sicher.« Bezeichnend.

92.

Riesenchance für Schalke, Pukki braucht nur auf Huntelaar ablegen, versucht es aber selber und verdient sich den Sonderpreis als eigensinnigster Finne seit Janne Ahonen. Und der war Skispringer und das will was heißen.

89.

Gibt es doch gar nicht: Hier kommt noch mal so was wie Spannung auf! Piräus griecht geradezu in den Strafraum, ein Haken, ein Pass, ein Schlenzer – ein Schuss, so gefährlich wie Pusteblumen. Immer noch 1:0.

87.

Mein Tipp: Schalke gewinnt das Ding, der Fake-Bodo-Illgner zieht bei Alex ein und David Petraeus schließt den Mietvertrag. »Keine Fehltritte«, keucht der. Und schickt Fake-Bodo den Hausflur wischen. Barnetta kommt mit einer Chipstüte vorbei und krümmelt alles voll. Draxler haut ab.

84.

Historisches tut sich also. Und was macht Alex? Zeigt Interessenten seine Wohnung - selbst Tine Wittler würde um diese Uhrzeit aufgeben. Und Manuela aus Hürth mit Lockvogel Simone die Aufwärmrunde abbrechen.

82.

Momentan drei deutschen Mannschaften frühzeitig in der K.O.-Runde. Das gab es zuletzt im Fuji-Cup oder im DFB-Pokal. Ich will mich da aber nicht festlegen.

77.

TOOOOOOOOOOOOOR!! bzw. JAAAAAA!!! Christian Fuchs zimmert den Ball einfach mal rein und schießt Schalke Stand 22:18 in die K.O.-Phase. Wie sagte schon der große Ernst Kuzorra: »Ich wusste nicht, wohin mit dem Ball, da hab ich ihn einfach reingewichst.« Und wegen Leute mit diesem Motto gab es auch mal in Deutschland die sogennanten geburtenstarke Jahrgänge.

75.

Schalkes Hoffnung heißt Pukki. Die seit Mitte der Neunziger Jahre so schmerzlich vermisste kleine Hartgummischeibe. Nie waren Eishockey-Methoden gefragter als jetzt. Wayne Gretzky interessierts.

72.

Und jetzt schießen die Griechen auch noch aufs Tor. Wenn das die »Bild« erfährt... Ein Schuss, wahrscheinlich noch von unseren Steuergelder finanziert! Schalke hat bisher alles dafür getan, sein spielerisches Vermögen außer Landes zu bringen.

65.

Was es jetzt braucht, ist ein dreckiger Sieg. Ganz klar. So richtig mit Bremsspuren auf der Unterbuchse, bei denen selbst Meister Propper Kotzreiz bekommen würde. Aber, manno, es ist hier bislang noch blütenweiß wie Poloshirts von Jura-Erstsemestern.

64.

Wir werden schon verlacht, weil wir Schalke tickern, statt beim BVB die Jubelperser zu mimen. Aber, hey, wir sind untergrunter als der Führerbunker, deswegen suchen wir uns auch immer gezielt die eher hässlichen Spiele aus. Damit wir später vor unseren Enkeln angeben können: »Damals, 2012, ich war noch jung und knackig und hatte einen Job, habe ich nicht etwa Dortmund-Ajax getickert, neinnein!, Schalke-Piräus!« Der Ticker erzählt vom Griech...

55.

Arsenal führt übrigens mit 1:0. »El mito vive«, steht auf einem Plakat am Mittelkreis. Warum auch immer in spanisch - der Mythos lebt. Wenn dieses Spiel irgendetwas mit Mythologie zu tun hat, dann ist es der erymanthische Eber. Die Götter müssen verrückt sein.

50.

So, Schalke - ihr wisst schon, dass auf Kabeleins gerade »Robin Hood - Helden in Strumpfhosen« läuft. Wenn das Spiel so weiter geht, dann tickern wir Robin Hood. Das Spiel hier erinnert uns eher an graue Nationalmannschaftszeiten: »Robert Huth - Helden in Stumpfposen«.

46.

Zwei Spiele. Dortmund führt 3:0. Schalke gähnt zum 0:0. Das ist, als wenn man auf zwei Partys gehen kann, entscheidet sich dann für eine, auf der rüstige Seniorinnen zum Topfschlagen herausfordern, während auf der anderen It-Girls in Schokobrunnen nach Champagner tauchen, um sich danach im totalen Delirium in Freimassagen und Sektduschen zu ergehen. Tschuldigung, diese Bodo-Nummer hat uns ganz wuschig gemacht.

21:40

Das führt uns natürlich zu folgenden Fragestellungen: Was macht Lockvogel Susanne beruflich? Was versteht der Kurier unter einer Aufwärmrunde? Und was schrieb der Fake-Bodo? Antworten bitte an: ichlechzemichvoll@11freunde.de. Zu gewinnen gibt es die Wohnung von Alex. Heute leider nur Trostpreise, sorry.

21:34

Diese Halbzeit war so mau, dass wir viel lieber den »Berliner Kurier«, anerkanntes Schmierblatt für Intimes, Illgner, Indiskretion und Inkontinenz, zitieren. Es geht um den Fall Bodo Illgner, der von einem Fake-Bodo reingelegt wurde. Lest rein und genießt:

»Manuela aus Hürth ist dem Kerl auf die Spur gekommen. Die heute 43-Jährige sagt: „Ich war früher Illgner-Fan, bin immer zum Training ans Geißbockheim gegangen. Bodo war zurückhaltend und höflich. Dann haben ich und eine Freundin Kontakt mit ihm über Facebook aufgenommen. Wir merkten schnell, dass das nicht der richtige Bodo sein konnte.“

Manuela schickte einen Lockvogel, wir nennen ihn mal Susanne, in den Chat. Nach einer kleinen Aufwärmrunde kam der falsche Bodo schnell zum Punkt. Wie wäre es mit einem Treffen im Hotel. Und danach wäre er zu allen versauten Sexspielchen bereit.«

45.

Halbzeit. Das ZDF hat genug und schaltet so schnell wie möglich zu Marietta Slomka und Gundula Gause. »Das ging aber schnell«, sagt Gundula Gause. Wohl zu viel Kleber-Stoff geschnüffelt.

44.

Ach ja, der BVB führt mit 3:0. Wir kommen uns vor, als wenn wir auf dem Geburtstag mit den dicken langweiligen Mädchen eingeladen wären, während nebenan ein paar leichtbekleidete Victorias-Secret-Models zur Conga-Schlange ansetzen. Ich fress hier gleich eine Sack voll Konfetti.

41.

Weil wenig passiert, geht Ulrich erstmal eine rauchen und klickt dann bei bild.de vorbei. Wir erfahren: »Katzenberger will Kaufpreis mit XXL-Busen herunterhandeln«. Wir denken: »Ach was!« Wir schauen uns ungläubig an und sagen dann: »Verrückte Welt!« Wir schlagen uns gegenseitig die Schädel ein, um das zu vergessen, was wir gesehen haben.

39.

Eine unserer Lieblingsformulierungen: »Da lässt er Vorteil laufen!« Warum hat eigentlich noch niemand gesagt: »Das gibt es nicht, jetzt lässt er tatsächlich Nachteil laufen!« Oder: »Leck mich fett, der Schiedsrichter hat schon wieder Gegenteil laufen lassen!«

36.

Ulrich entsetzt. Wirft mir vor, keinen Plan von hochwertiger Fußball-Berichterstattung zu haben, ja, mich gar undifferenziert und unsachlich mit dem Fußballsport zu befassen. Oha, die »Kicker«-Keule! Also lege ich nach: Schöner Schuss von Huntelaar eben aus halbrechter Position, daneben. Und gerade erst: Schöner Schuss von Julian Draxler aus halblinker Position, daneben. Schalke nun 4767362155][[¢[[]})""!"!!?JG!"!zzzzzzzzzzz - sorry, war auf der Tastatur eingeschlafen. Schnelle ein Schuss Bela...ah!

33.

Aus lauter Langeweile berichtet Rethy nun schon von den Urlaubsplänen von Piräus-Angreifer Mitroglu (»Immer in Düsseldorf!«), wenn hier noch weniger passiert, verrät er uns sicherlich gleich noch die Hobbys von Julian Draxler (Lesen und alte TKKG-Kassetten überspielen) oder das Lieblingsessen von Farfan (Fleisch). Gefangen in der nutzloses Wissen Falle!

29.

Schaaaaaaaaalkeeee! Tuuuuuut doch maaaaal waaaaas!

25.

»HUNTELAAR GEHT!«, kreischt Rethy und wir erwarten einen Fallrückzieher-Versuch in drei Metern Höhe, mindestens. Und dann die Ernüchterung: Huntelaar ist lediglich in drei Metern Entfernung zum Kopfball hochgehüpft. Was macht Rethy nur, wenn mal wirklich was passiert? Stellt euch den Mann vor, wie er die erste Landung auf dem Mond kommentiert? Herzkaspar nach zwei Sekunden! Vielleicht sollte man Bela Rethy als Droge verkaufen und chronisch Depressiven in die Adern jagen.

22.

Tja, und das Spiel? Bislang so spektakulär wie eine Hochzeitstorte aus Schaum. Da! Freistoß von Christian Fuchs, gehalten. Danke für ein bisschen Nervenkitzel, Ulrich schreckt aus dem Sekundenschlaf hoch und zeigt sich selber bei der Autobahnpolizei an. Jetzt mault er über die Stimmung in der Arena. Ein Alptraum!

18.

Die ZDF-Regie blendet ein Foto von Bela Rethy ein. Ich frage mich beim Anblick dieser Kommentatoren-Fotos immer: Wer macht diese Bilder? Ein betrunkenes Krokodil? Ein nasser Hund? Ich? Da haben die Öffentlichen Millarden, wenn nicht gar Millionen zur Verfügung und dann solche Bilder? Und die Bezahlsender sind ja nicht besser, denken wir wir an das Profilfoto von Sky-Mann Tom Bayer! Klar, nicht jeder Sportjournalist muss aussehen wie aus dem Ei gepellt, aber bei diesen Aufnahmen möchten wir zumindest immer gleich die Polizei rufen... Freiwillige Fotografen vor!

13.

Farfan bleibt im Doppelpass mit Jones hängen. Farfan - der einzige noch lebende Mensch übrigens, der es wagte, Huub Stevens öffentlich zu widersprechen. Wer so viel Mut hat, der isst auch Nägel und schläft auch auf eingeschalteten Herdplatten.

10.

Holtby - an die Latte. Wenn das hier so weitergeht, dann hören wir den Hit »Heute ist Schalke-Tag« in Dauerschleife. Textprobe gefällig? »Jedes Mal der gleiche Vorsatz. Das ganze Spiel wird heut gesehen, dann lieg ich wieder in der Botanik rum, ich konnte nicht mehr stehen.« Champions League auf allen Ebenen.

7.

Nächste Chance, diesmal Jones. Die Schalker legen gut los und mitten in die Drangphase hat Olympiakos zwei Ecken. Beide bringen nichts ein, Papadopoulos frisst einfach die Hereingaben. Ob die Griechen ihn auch irgendwie unnormal finden oder ob solche Papadopoulos-Typen keine Seltenheit sind. Typen, die selbst Yokozuna locker in den Schwitzkasten nehmen würden.

4.

Erste Chance für Huntelaar. Der trifft ja in der CL, wie er will. In der Bundesliga trifft er ungefähr so oft wie Stevie Wonder beim Darten.

1.

Spiel läuft. Und viele fragen sich: Warum zeigt das ZDF heute Schalke? Antwort: Weil »Tod am Engelstein« erst morgen abend läuft.

20:44 Uhr

Fix mal was zur Ausgangslage: Mit einem Sieg ist Schalke im Achtelfinale, mit einem Unentschieden...ach, denken wir erst gar nicht dran. Wir wollen hier Tore, Trubel und ein Stück weit Heiterkeit. Ulrich brüllt: »Unterschreibe ich!« und zückt seinen Lamy-Füllfederhalter. Schriftfarbe? Natürlich königsblau.

20:41 Uhr

Und da: Die Champions-League-Hymne! Selbst so erfahrenen Frontberichterstattern wie uns läuft es da immer kalt den Rücken herunter, bzw. feucht durch den Schritt. Ulrich gagt im Gänsehautnebel: »Müsste man eigentlich jeden Tag zum Aufstehen hören.« Lach, bzw. psst!

20:37 Uhr

Ulrich, Schalke-Fan seit etwa 1904 (geschätzt), schwelgt in seligen Europa-Erinnerungen. Erzählt mir sicherlich gleich wieder, wie er einst mit seinem Fanklub »Schalke-Powa Erkenschwick« Sonnenkönig Günter Eichberg über den Mailänder Domplatz jagte. Währenddessen konzentriere ich mich auf die Griechen, versuche verzweifelt zu ignorieren, dass einer der Mittelfeldspieler »Greco« heißt. Wann wechselt Stevens »Schalkus« ein?

20:33 Uhr

So, Tach, Raack jetzt auch an der Tastatur, der WG-Besichtigungsmarathon ist fürs erste überstanden, ich habe mich entschieden: Ulrich zieht ein. Zumindest für 90 Minuten. Dann werfe ich ihn raus, natürlich wird seine Kaution (ein Träger Pils) einbehalten, die saftige Strom-Nachzahlung kommt dann in einem Jahr, ist ja klar. Und jetzt: Schaaaalke-Piräääääus.

20:27

Kollege Raack bittet immer noch weiter wildfremde Menschen in die Wohnung, denen er vom Heizungsrohr bis zum Duschvorhang alles als extraklasse anpreist. Und plötzlich steht Olli Kahn im Wohnzimmer, glotzt debil aus dem Fernseher. Er fragt: »Wieviel kommt die Wohnung?« »210 Euro kalt.« Kahn: »Kalt ist gut.«

20:25

Und ab geht die wilde Fahrt. Schalke gegen Piräus, eine deutsche gegen eine griechische Mannschaft. Klar, da erwarten alle Kalauer zu Schulden, Pleite und Arbeitslosigkeit. Aber nix da, wir denken positiv: Sie werden die Probleme auf Schalke schon in den Griff bekommen.

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