Schalke
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HSV

Schalke-HSV im 11FREUNDE-Liveticker

Rolle Rudnevs

Schalke führt den HSV vor - noch nie hätte ein Artjoms dem Spiel so gut getan. Der Mann, den wir seit der 1. Minute gefordert hatten, kam viel zu spät - und konnte dann auch nichts mehr retten. Viel gerissen hat neben Huntelaar vor allem mal wieder: der 11FREUNDE-Ticker (erschöpft).

16:50 Uhr

Hallo, liebe Leser. Ich soll hier tickern, hamse gesagt. Is wichtig, hamse gesagt. Und ich hab's geglaubt. Da können Sie mal sehen. Dabei hatte ich es doch im Kopf, dass das Champions-League-Finale jetzt noch nicht sein kann. Hab mich da irreführen lassen von der verdammten Euphorie. Und jetzt sitz ich hier. Statt Bayern-Dortmund in Wembley mit Schalke-HSV. Und der Bundesliga. Der vielleicht langweiligsten Veranstaltung, seit ich mit meinem kleinen Neffen "Tempo, kleine Schnecke" gespielt habe und er immer die Würfel unters Bett gerollt hat. Ich sag mal so: ER fand's witzig.

16:52 Uhr

Schalke-HSV also. Soso. Ahja. Gutgut. Was fällt einem dazu ein? Wie? Nicht viel? Spontan erst einmal, dass das Wort "Hamburg" für Schalke-Fans jetzt, sagen wir mal, nicht das Top-Wort des Jahrhunderts ist. Ich könnte da noch entsprechendes Bildmaterial liefern, lass das aber lieber mal. Bin ja kein Unmensch. Und lebe ganz gerne. Werde also auch die Benutzung der Wörter "Merk", "Fuhrmann", "Nachspielzeit", Fußballgott" und "Eckfahne" im Folgenden möglichst vermeiden.

16:56 Uhr

Faszination HSV: Ich habe bei der Vorbereitung endlich gelernt, Artjoms Rudnevs richtig zu schreiben. Ganz toll vor allem: Artjoms. Kannte bisher ne Art Direktorin, ne Art Designer, aber was ist diese Art Joms? Sowas wie ein Sams? Eine Woche voller Samstage, im modernen Fußball ja ohnehin schon Realität, nicht wahr, DSF? Pro 15.30 Uhr. Und pro Taschenbier. Schmeckt eh viel besser.

16:59 Uhr

Und dann das: Rudnevs nur auf der Bank. Scheiß DF... äh... HSV.

17:00 Uhr

Wer aufmerksam mitliest, hat natürlich längst gemerkt, dass von richtiger Schreibweise bei Rudnevs keine Rede sein kann. Fehlt das Häkchen unter dem "n". Aber sorry, das kann ich nicht mit meinem Fantasie-Rechner. Der kann ja nicht mal französische Anführungszeichen, weswegen ich von den Kollegen regelmäßig hinter die Löffel kriege. Ich versuche aber mein Bestes, also: Artjoms Rudnhäkchenevs.

17:10 Uhr

Klar: Sky ist schon lange auf Sendung. Mehr noch: Oben rechts sind die Vereinswappen eingeblendet (vielleicht für alle, die so irregeführt wurden wie ich) und ein Countdown. Noch 18:21 Minuten. Was dann aber passiert, weiß ich beim besten Willen nicht. Will ich mir auch nicht vorstellen. Vielleicht wird dann nach Wembley geschaltet? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

17:13 Uhr

Jermaine Jones erzählt von den Skiferien. Immerhin also schon mal ein Hauch internationales Geschäft. Halten jetzt, das Niveau! Aber dann nur: Jan Henkel. Ein Menetekel, wenn man mich fragt. Was natürlich viel zu selten jemand tut. Auch das: ein Menetekel. Was auch immer das heißt. Gerade durch Zufall im Internet entdeckt, das Wort. Sah hübsch aus.

17:17 Uhr

Ein Menetekel jagt das nächste: Rafael van der Vaart springt der Ball vom Fuß. Sky fängt das in der Superzeitlupe ein, lässt uns mit der Interpretation aber so alleine wie Rafi seine Sylvie. Also was jetzt? Schon wieder Liebes-Aus mit der Neuen? Wie auch immer die heißt. Oder ist er mit Gedanken gar so sehr bei ihr, dass er sich nicht aufs Ballhochhalten konzentrieren kann? Hallo! Sky! Hilfe!!

17:20 Uhr

Henkel, dessen Name allein schon viel zu sehr nach Champions-League-Finale klingt, legt noch einen drauf: "Das Nachmittagsspiel ist 0:0 ausgegangen." Und Sie wissen so langsam, wovor ich Bammel habe.

17:22 Uhr

"War nicht so gut von uns", sagt jetzt irgendjemand. Laut Sky "Andreas Ivanschitz". Ich habe einen ganz anderen Verdacht: Ist DAS Artjoms Rudnevs? Klingt ja so ähnlich. Aber, wenn ja, ist das jetzt Kritik an der Aufstellung, am Trainer? Muss Fink reagieren? Die Programmregie stimmt mit dem Zeigefinger ab - abrupter Schnitt zu einer alten Frau mit Brille. Frau Rotkohl? Ich komm nicht mehr mit.

17:25 Uhr

Entwarnung: Die alte Frau ist anscheinend Marcel Reif. Bekannt aus Funk und Fernsehen. Habe ich eben gegoogelt. Also keine Gewähr. So wie neulich bei den Lottozahlen. Auf nichts kann man sich mehr verlassen, eh klar. Bezeichnend: Schalke offenbar mit Hildebrand im Tor. Ist Lehmann verletzt?

17:27 Uhr

Rechtsaußen beim HSV gleich der nächste Fall für die DUDEN-Kommission. Klingt wie Schellbrett. Aber, wie gesagt, keine Gewähr. Nur bei: Rudnhäkchenevs (11FREUNDE berichtete).

1.

Los geht's. Das Gute: Van der Vaart ist dabei. Hat seinen Fauxpas beim Aufwärmen anscheinend gut verkraftet.

2.

Das Schlechte: Immer noch 0:0. Ich hab's geahnt.

3.

Reif bemüht, um was auch immer. Nennt Dortmund jetzt Lüdenscheid. Vielleicht hält ihm ein Schalke-Fan eine Knarre an den Kopf, keine Ahnung.

4.

Van der Vaart das erste Mal am Ball. Reif sagt: "VAN DER VAART!" Brüllt also erwartungsvoll, als müsste der Holländer jetzt gleich abheben und aus der Arena schweben, mindestens. Und ich so: "REIF!"

5.

Ja Herrschaftszeiten! Tor! TOOOOR! REIIIIIIIF! Du bist der beste Mann! Hat mir den Nachmittag gerettet und den HSV zum 1:0 gebrüllt. Eine Eckenvariante wie aus dem Jahr 1963, eine Bundesliga-Jubiläums-Ecke quasi, Westermann legt per Kopf quer auf Jansen, der köpft ein. Wenn sie in Österreich mitlesen: köpfelt ein. Ist das toll. Ein Tor. Ein TOOOOR! Schon mehr, als ich je zu hoffen gewagt hätte.

8.

Und jetzt: die Blitztabelle. Glaube, Hamburg jetzt vor Bayern. Konnte es aber nicht richtig lesen. Ging zu schnell.

9.

Jaaaaaaa! 2:0 für Ehrmann! Es ist viel zu schön! Es ist schöner als Champions League, ja, schöner als alles, was ich bisher erleben durfte bei diesem so genannten Fußball. Noch ein Tor, wieder ein Tor. Tore, Tore, Tore!!! Wie es dazu kommen konnte: Huntelaar hatte mehr Platz als ein einsamer Bauer auf seinem Feld, schickt Bastos, der mit dem langsamsten, aber auch platziertesten Flachschuss der Geschichte. 1:1. Im Sinne von 2:0 (siehe oben).

12.

Foul. "Das ist brutal", sagt Reif. Nein, anders: "Das ist BRUTAAAAHL!" Klingt wie Stefan Effenberg. Aber, liebe Leute, er darf gerne weiterbrüllen, wie er lustig ist. Wenn er den Jungs da unten weiter solche Beine macht. Also: Lauft, meine kleinen Freunde, lauft!

15.

Ich kann Ihnen das nur mal empfehlen: Gehen Sie mal so völlig ohne Erwartungen in ein Spiel. Und jedes popelige Tor wird ihnen vorkommen wie das Evangelium des Herrn. Oder, wenn Sie nicht gläubig sind: wie eine Woche voller Samstage.

17.

Jones schaut angestrengt. Denkt vielleicht an damals, an den le-gen-dä-ren Februar in Obertauern, als er den größten Schneemann seines Lebens gebaut hat. Und ihn Artjoms genannt hat.

18.

Ich weiß gar nicht, an wen oder was mich Huntelaar erinnert, wenn er vor Ärger das Gesicht verzieht? Vielleicht an das Doppelpass-Phrasenschwein auf Hungerstreik. Zählt dann die Punkte. Zwei zu wenig.

21.

Jaaaaaa! Im Sinne von: Hallelujaaaaaa! Heute ist Ostern, Weihnachten, Geburtstag, Samstag, Namenstag und Vatertag in einem! Ich bin kein Vater, scheißegal, denn es ist wahr: 2:1 für Schalke! Drei Tore in 20 Minuten. Ergo: 3:0 für mich! Kan-Kan-Kantersieg! Und eine Nachricht nach draußen in die Parks dieser Stadt: Take that, ihr Kollegenschweine!

23.

Wie es dazu kommen konnte (continued): Stellen Sie sich die Wüste Gobi vor. In einem weißen Trikot. So in etwa läuft das mit dem freien Raum in der HSV-Abwehr heute.

26.

Die Freude, ich muss es Ihnen nicht sagen, sie ist riesengroß hier in meinem Wohnzimmer. Jetzt aber mahnt Reif per Werbebande: "Don't call it Schnitzel". Okay, aber Eierkuchen muss drin sein. Den Götterfunken-Quatsch lassen wir erstmal weg.

28.

Jetzt aber auf einmal das beklemmende, schier kafkaeske Gefühl: Vielleicht bin ich ganz alleine? Vielleicht kriegt niemand mit, was hier abgeht. Vielleicht liest schier gar keiner mit? Vielleicht liegen wirklich alle, also ALLE, wie Reif sagen würde, im Park? Bitte: Wenn Sie Leser sind, Internet haben und schreiben können, dann schreiben Sie mir. Oder schicken Sie mir eine leere Mail. Das reicht auch. An: a.rudnevs@duden.de. Sie würden mir eine große Freude machen.

30.

Mancienne serviert Raffael ab, bekommt die Karte. Ist in normalen Restaurants ja meist genau andersherum. Aber heute ist eh Lady Gaga Küchenmeister.

32.

Hamburgs Defensive spielt irgendwas, aber Fußball ist es nicht. Würde auf Synchronschwimmen tippen, aber dafür fehlt mir das Wasser. Und das Synchrone. Also vielleicht: Rugby? Einen Versuch ist's wert.

33.

In dieser Phase kommt dem HSV jeder Aufbaugegner recht. Wirklich jeder. Aogo tunnelt den Schiri.

35.

Jones am Boden. Dabei ist gut zu sehen: Er trägt eine dieser schlimmen Radlerbuchsen drunter, für die man früher in der C-Jugend immer ins Klo eingesperrt wurde bis zum Abpfiff. Sind ja wieder im Kommen, hab ich mir sagen lassen. Arjen Robben trägt so ein Ding sogar als Unterhemd.

37.

Ecke Schalke. Gefühlt die dreißigste. Laut Reif aber erst die zweite. Bitte keine übertriebene Genügsamkeit. Schon 16 Minuten kein Tor mehr!

38.

Es ist ein bisschen erbärmlich: Reif muss jetzt irgendwelche Frühbucher-Scheiße für das Dortmund-Spiel am Dienstag anpreisen. Klingt dabei wie die Türsteher an der Reeperbahn: "Nu kommt doch ma rein, meine Hübschen, is doch gut für euch hier, Möööönsch, kommt schon!" Fußball als Stangenware.

40.

Noch fünf Minuten bis zur Pause. Was man in fünf Minuten alles machen kann: Eine Halbzeit zu Ende spielen. (Ende der Serie)

41.

Ganz groß übrigens, so rein optisch: Hamburgs Jiracek. Irgendwo zwischen Wolfgang Feiersinger, Joshua Kadison und Braveheart. Glatte Eins in Matte.

43.

Aber jetzt fangen Sie bitte nicht wieder mit den Häkchen an. Jiracek. The best I can do.

44.

Plötzlich Stille. Das ist überraschend, geradezu bahnbrechend. Sind die Ultras am Bierstand? Oder ist das ein Protest, weil so lange kein Tor gefallen ist? Wenn Sie's wissen, schreiben Sie's mir nicht.

45.+1

Okay, Moooooment, der Reihe nach: 1. Der Stadionsprecher sagt: "Nachspielzeit eine Minute." 2. Diese Minute läuft eine Sekunde später ab. 3. Eine Ecke segelt in den HSV-Strafraum, Jones köpft, aber Adler kriegt in einer Hundertstel (oder weniger) noch den Arm hoch! 4. Halbzeit. Die vielleicht schnellste Minute seit dem letzten Schaltjahr.

18:19 Uhr

Verwirrende Werbefolge: Erst soll ich mir die Haare dopen, dann rasiert sich Kloppo alle weg. Sind das jetzt wiederum die, die ihm an anderer Stelle...? Ach, kommt, das könnt ihr euch doch alles in die H... NEIN! Schluss. Noch nie hätte eine Fernbedienung einem Menschen so gut getan.

18:23 Uhr

Die ganz große Frage lautet natürlich: Kommt jetzt Artjoms Rudnevs? Und, vielleicht noch wichtiger: Werde ich bis dahin die Häkchentaste finden? Stay tuned.

18:28 Uhr

Außerdem: Wird Schalke das hier erfolgreich runterspielen können oder wird es am Ende doch ein Befreiungsschlag à la Thorsten Fink? Hand on the trophy - ein Satz, den man in Gelsenkirchen auch schon mal gehört hat.

46.

HSV-Assistent Frank Heinemann labert in den Wiederanpfiff rein. Funny game.

47.

Irgendein HSV-Verteidiger hat laut Reif zwei von sieben Zweikämpfen gewonnen. Ist nicht wirklich viel, aber gut, Vinnie Jones würde sagen, solange es die entscheidenden beiden sind... Und ein plötzlicher, unerklärlicher Schmerz im Skrotum.

49.

"Uchida. Abseits." Reif kommentiert jetzt so wie Rudi Michel das WM-Finale 1974. "Beckenbauer. Breitner. Müller. Und Tor." Mit der Stimme eines Verwaltungsangestellten. Irgendwie auch okay. Für Reif allemal.

51.

Plätscherplätscherplätscherdiplatsch. Der Soundtrack der zweiten Halbzeit wurde Ihnen präsentiert vom Verband Deutscher Springbrunnenhersteller.

53.

Reif ist auch großer Musikfan (früher Abba, seit 2005 Tote Hosen), sagt daher jetzt "an Tagen wie diesen", der Satz geht auch noch irgendwie weiter, aber ich weiß nicht wie, weil mir das Trommelfell eingeschlafen ist.

54.

Jones kann Langeweile nicht ertragen. Früher, im Skiurlaub, hat er immer ein paar Lawinen losgetreten, spaßeshalber, heute macht er das alles selbst, rauscht über Son hinweg wie nichts Gutes, noch ein Schubser hinterher. Hat Glück, dass er nicht seine Liftkarte abgeben muss.

56.

"Draxler, Draxler, keiner kann ihn mehr halten." Vorsicht! Don't mess with Springer, Mister Reif!

57.

Und jetzt ist es eben dann doch genau das Spiel, das ich erwartet habe. Ein Spiel, das mit dem Champions-League-Finale nur den Spannungsfaktor einer fiktiven Begegnung des AC Mailand 1994 gegen den AC Mailand 1993 gemeinsam hat.

58.

Und dann plötzlichn doch: Tor!! Jiracek, der doch eigentlich Spezialist für Haken sein sollte, wird seinem Namen überhaupt nicht gerecht, lässt Raffael flanken, in der Mitte kann Huntelaar noch mal alle seine Zehen zählen, sich die Schuhe wieder anziehen - und dann macht er seelenruhig das 3:1. Poetry in slowmotion.

62.

Und zuhause fängt Fips Asmussen an, sein neues Programm zu entwerfen. Arbeitstitel: "Die Abwehr des HSV". Wird seine erste richtig witzige Nummer, da leg ich mich fest.

63.

Jaaaaaaa! Da ist er! A.R.T.J.O.M.S. R.U.D.N.E.V.S. ist im Spiel. Für Schellbrett. Das Warten hat sich gelohnt. Für uns alle.

65.

Oh, Gott! Hab ich Rudnevs jetzt richtig geschrieben? Oder es, so richtig Fink-mäßig, verhauen, als es drauf ankam? Keine Ahnung, keine Zeit. Muss als Zwangsneurotiker ja schon jeden Tick achtmal überprüfen, bevor ich ihn abschicke. Was meinen Sie, wie lange das dauert. Denn schon wieder...

66.

Tor für Schalke! Der bemitleidenswerteste Adler seit dem Wappen von Eintracht Frankfurt heute Nachmittag steht im Kasten des HSV. Faustet den Ball direkt Huntelaar auf den Kopf. Der kann diesmal leider nichts mehr zählen, außer die Tore seiner Mannschaft: vier. Reicht auch. Oder auch nicht. Je nachdem, wem Sie die Daumen drücken.

70.

Noch 20 Minuten. Was man in 20 Minuten alles machen kann: 40 Tore schießen (laut Thomas Müller). Die Nachrichtenlage war schon mal besser für den HSV.

73.

Hamburg verwaltet die Klatsche. Kann man so machen.

74.

Jetzt, völlig aus dem Nichts, Riesentrubel. Bastos rutscht voll in Adler rein, der vergisst sich kurz, es folgt mehr Schubsen und Reißen als vor dem Späti auf dem Kiez nachts um drei. Die Folge: Gelb für Adler. Die fünfte. Das immerhin: beeindruckend.

76.

Ich bin lange darum herum gekommen, aber jetzt muss ich: Kolasinac (keine Gewähr) mit einer schönen Aktion, ergrätscht sich den Ball, flankt - aber genau auf Adler. Also vergessen wir den Namen schnell wieder, hoffen, dass er nie, nie wieder an den Ball kommt und auch sowieso keine Häkchen irgendwo hat. Hui. Manchmal vermisse ich Holger Fach.

78.

Bastos muss runter. Keine Angst, liebe Schalker, es darf auch wieder einer für ihn rauf. Ein Fuchs. Also der Neue, nicht Keller. Auswechseln kann ja jeder.

80.

Fanfaren-Klänge in der Arena. Ist das dieser Trompeten-Willy, von dem der Kollege Ron Ulrich immer erzählt? Oder vielleicht Ulrich selber, der sich vielleicht mit der albernsten Entschuldigung abgemeldet hat heute: "Bin in Hamburg". Ja, sicher. Und ich bin Artjoms Rudnevs.

81.

Jetzt nochmal im Ernst: Liebe Freunde von Sky, glaubt ihr wirklich, dass Leute 20 (!) Euro (!!) ausgeben, um sich das Dortmund-Spiel zu Hause in der Glotze anzuschauen? Nur zur Info: This is Germany, home of the Pfennigfuchser. Schreib's und stecke mir eine Zigarette mit meinem letzten Zwanni an. Meine Kohle kriegt ihr nicht!

84.

"Ein paar Schalker haben noch Lust auf mehr", meint Reif. Auf was, Champions League? Meisterschaft? Auch bisschen spät, oder?

85.

Das war ja heute das erste offizielle Spiel um Platz vier des Weltfußballs. Ich sag mal so: Wenn das immer so unterhaltsam abläuft, dann könnt ihr das gerne auch mal bei EM und WM testen. Notfalls halt den HSV setzen als Gegner.

87.

Pukki ist im Spiel und schießt fast das 5:1. Teemo Pukki, ein Name Gottseidank mal ohne Haken, dafür mit ein paar Doppelbuchstaben zuu vieel. Saage iich.

89.

So, gleich ist Schluss. Und Rudnevs war nicht EINMAL am Ball. Das Leben ist ein Saustall. Mache es fortan wie Thomas Gottschalk. Kurz vor Sendebeginn alle Karten wegschmeißen. Und dann drauflosbaldowern. Ja, hallo, der Artjoms, mein Lieber, ja servus...

90.

Schiri Sippel will sich eine Dalì-eske Nachspielzeit wie in der ersten Hälfte (vgl. 45.+1) nicht nochmal zumuten, pfeift daher ab, bevor noch irgendwas passieren kann. Fink holt die Taschenuhr heraus, die nur er sieht, und zertrümmert sie. Nachspielzeit war noch nie sein Ding.

19:19 Uhr

Nach dem Abpfiff ist vor dem Missverständnis. Hier das Gedächtnisprotokoll des Field-Interviews mit Rafael van der Vaart: "Waren Sie heute fit?" - "Ja." - "Warum nicht?" - "Bitte?" - "Zurück ins Studio."

19:25 Uhr

Das war es dann auch so langsam von unserer Seite. Halten wir fest: Es war ein Fußballspiel, soweit schon mal der normale Wahnsinn dieses frühen Abends. Allerdings eins mit nur einer Mannschaft. Der FC Schalke hätte sich heute nur selbst schlagen können und hat das, nach einigen ungleich erfolgreicheren Versuchen in der Vergangenheit, diesmal glücklicherweise unterlassen. Siegt 4:1 gegen Hamburg. Hamburg, Hamburg, Bundesliga, da war doch mal was... Sie grübeln? Zurecht. Lasset uns gemeinsam grübeln über die van der Vaarts im Allgemeinen, den HSV im Speziellen, über Pay-per-view-Spiele am Dienstag und Samstagsspiele am Sonntag. Und über die gute, alte Zeit, als Bundesligaspieler noch Holger Fach hießen. Fachgerecht für die Nachwelt archiviert wird jetzt: der Ticker. Tschüs.

19:25 Uhr

Das war es dann auch so langsam von unserer Seite. Halten wir fest: Es war ein Fußballspiel, soweit schon mal der normale Wahnsinn dieses frühen Abends. Allerdings eins mit nur einer Mannschaft. Der FC Schalke hätte sich heute nur selbst schlagen können und hat das, nach einigen ungleich erfolgreicheren Versuchen in der Vergangenheit, diesmal glücklicherweise unterlassen. Siegt 4:1 gegen Hamburg. Hamburg, Hamburg, Bundesliga, da war doch mal was... Sie grübeln? Zurecht. Lasset uns gemeinsam grübeln über die van der Vaarts im Allgemeinen, den HSV im Speziellen, über Pay-per-view-Spiele am Dienstag und Samstagsspiele am Sonntag. Und über die gute, alte Zeit, als Bundesligaspieler noch Holger Fach hießen. Fachgerecht für die Nachwelt archiviert wird jetzt: der Ticker. Tschüs.

19:19 Uhr

Nach dem Abpfiff ist vor dem Missverständnis. Hier das Gedächtnisprotokoll des Field-Interviews mit Rafael van der Vaart: "Waren Sie heute fit?" - "Ja." - "Warum nicht?" - "Bitte?" - "Zurück ins Studio."

90.

Schiri Sippel will sich eine Dalì-eske Nachspielzeit wie in der ersten Hälfte (vgl. 45.+1) nicht nochmal zumuten, pfeift daher ab, bevor noch irgendwas passieren kann. Fink holt die Taschenuhr heraus, die nur er sieht, und zertrümmert sie. Nachspielzeit war noch nie sein Ding.

89.

So, gleich ist Schluss. Und Rudnevs war nicht EINMAL am Ball. Das Leben ist ein Saustall. Mache es fortan wie Thomas Gottschalk. Kurz vor Sendebeginn alle Karten wegschmeißen. Und dann drauflosbaldowern. Ja, hallo, der Artjoms, mein Lieber, ja servus...

87.

Pukki ist im Spiel und schießt fast das 5:1. Teemo Pukki, ein Name Gottseidank mal ohne Haken, dafür mit ein paar Doppelbuchstaben zuu vieel. Saage iich.

85.

Das war ja heute das erste offizielle Spiel um Platz vier des Weltfußballs. Ich sag mal so: Wenn das immer so unterhaltsam abläuft, dann könnt ihr das gerne auch mal bei EM und WM testen. Notfalls halt den HSV setzen als Gegner.

84.

"Ein paar Schalker haben noch Lust auf mehr", meint Reif. Auf was, Champions League? Meisterschaft? Auch bisschen spät, oder?

81.

Jetzt nochmal im Ernst: Liebe Freunde von Sky, glaubt ihr wirklich, dass Leute 20 (!) Euro (!!) ausgeben, um sich das Dortmund-Spiel zu Hause in der Glotze anzuschauen? Nur zur Info: This is Germany, home of the Pfennigfuchser. Schreib's und stecke mir eine Zigarette mit meinem letzten Zwanni an. Meine Kohle kriegt ihr nicht!

80.

Fanfaren-Klänge in der Arena. Ist das dieser Trompeten-Willy, von dem der Kollege Ron Ulrich immer erzählt? Oder vielleicht Ulrich selber, der sich vielleicht mit der albernsten Entschuldigung abgemeldet hat heute: "Bin in Hamburg". Ja, sicher. Und ich bin Artjoms Rudnevs.

78.

Bastos muss runter. Keine Angst, liebe Schalker, es darf auch wieder einer für ihn rauf. Ein Fuchs. Also der Neue, nicht Keller. Auswechseln kann ja jeder.

76.

Ich bin lange darum herum gekommen, aber jetzt muss ich: Kolasinac (keine Gewähr) mit einer schönen Aktion, ergrätscht sich den Ball, flankt - aber genau auf Adler. Also vergessen wir den Namen schnell wieder, hoffen, dass er nie, nie wieder an den Ball kommt und auch sowieso keine Häkchen irgendwo hat. Hui. Manchmal vermisse ich Holger Fach.

74.

Jetzt, völlig aus dem Nichts, Riesentrubel. Bastos rutscht voll in Adler rein, der vergisst sich kurz, es folgt mehr Schubsen und Reißen als vor dem Späti auf dem Kiez nachts um drei. Die Folge: Gelb für Adler. Die fünfte. Das immerhin: beeindruckend.

73.

Hamburg verwaltet die Klatsche. Kann man so machen.

70.

Noch 20 Minuten. Was man in 20 Minuten alles machen kann: 40 Tore schießen (laut Thomas Müller). Die Nachrichtenlage war schon mal besser für den HSV.

66.

Tor für Schalke! Der bemitleidenswerteste Adler seit dem Wappen von Eintracht Frankfurt heute Nachmittag steht im Kasten des HSV. Faustet den Ball direkt Huntelaar auf den Kopf. Der kann diesmal leider nichts mehr zählen, außer die Tore seiner Mannschaft: vier. Reicht auch. Oder auch nicht. Je nachdem, wem Sie die Daumen drücken.

65.

Oh, Gott! Hab ich Rudnevs jetzt richtig geschrieben? Oder es, so richtig Fink-mäßig, verhauen, als es drauf ankam? Keine Ahnung, keine Zeit. Muss als Zwangsneurotiker ja schon jeden Tick achtmal überprüfen, bevor ich ihn abschicke. Was meinen Sie, wie lange das dauert. Denn schon wieder...

63.

Jaaaaaaa! Da ist er! A.R.T.J.O.M.S. R.U.D.N.E.V.S. ist im Spiel. Für Schellbrett. Das Warten hat sich gelohnt. Für uns alle.

62.

Und zuhause fängt Fips Asmussen an, sein neues Programm zu entwerfen. Arbeitstitel: "Die Abwehr des HSV". Wird seine erste richtig witzige Nummer, da leg ich mich fest.

58.

Und dann plötzlichn doch: Tor!! Jiracek, der doch eigentlich Spezialist für Haken sein sollte, wird seinem Namen überhaupt nicht gerecht, lässt Raffael flanken, in der Mitte kann Huntelaar noch mal alle seine Zehen zählen, sich die Schuhe wieder anziehen - und dann macht er seelenruhig das 3:1. Poetry in slowmotion.

57.

Und jetzt ist es eben dann doch genau das Spiel, das ich erwartet habe. Ein Spiel, das mit dem Champions-League-Finale nur den Spannungsfaktor einer fiktiven Begegnung des AC Mailand 1994 gegen den AC Mailand 1993 gemeinsam hat.

56.

"Draxler, Draxler, keiner kann ihn mehr halten." Vorsicht! Don't mess with Springer, Mister Reif!

54.

Jones kann Langeweile nicht ertragen. Früher, im Skiurlaub, hat er immer ein paar Lawinen losgetreten, spaßeshalber, heute macht er das alles selbst, rauscht über Son hinweg wie nichts Gutes, noch ein Schubser hinterher. Hat Glück, dass er nicht seine Liftkarte abgeben muss.

53.

Reif ist auch großer Musikfan (früher Abba, seit 2005 Tote Hosen), sagt daher jetzt "an Tagen wie diesen", der Satz geht auch noch irgendwie weiter, aber ich weiß nicht wie, weil mir das Trommelfell eingeschlafen ist.

51.

Plätscherplätscherplätscherdiplatsch. Der Soundtrack der zweiten Halbzeit wurde Ihnen präsentiert vom Verband Deutscher Springbrunnenhersteller.

49.

"Uchida. Abseits." Reif kommentiert jetzt so wie Rudi Michel das WM-Finale 1974. "Beckenbauer. Breitner. Müller. Und Tor." Mit der Stimme eines Verwaltungsangestellten. Irgendwie auch okay. Für Reif allemal.

47.

Irgendein HSV-Verteidiger hat laut Reif zwei von sieben Zweikämpfen gewonnen. Ist nicht wirklich viel, aber gut, Vinnie Jones würde sagen, solange es die entscheidenden beiden sind... Und ein plötzlicher, unerklärlicher Schmerz im Skrotum.

46.

HSV-Assistent Frank Heinemann labert in den Wiederanpfiff rein. Funny game.

18:28 Uhr

Außerdem: Wird Schalke das hier erfolgreich runterspielen können oder wird es am Ende doch ein Befreiungsschlag à la Thorsten Fink? Hand on the trophy - ein Satz, den man in Gelsenkirchen auch schon mal gehört hat.

18:23 Uhr

Die ganz große Frage lautet natürlich: Kommt jetzt Artjoms Rudnevs? Und, vielleicht noch wichtiger: Werde ich bis dahin die Häkchentaste finden? Stay tuned.

18:19 Uhr

Verwirrende Werbefolge: Erst soll ich mir die Haare dopen, dann rasiert sich Kloppo alle weg. Sind das jetzt wiederum die, die ihm an anderer Stelle...? Ach, kommt, das könnt ihr euch doch alles in die H... NEIN! Schluss. Noch nie hätte eine Fernbedienung einem Menschen so gut getan.

45.+1

Okay, Moooooment, der Reihe nach: 1. Der Stadionsprecher sagt: "Nachspielzeit eine Minute." 2. Diese Minute läuft eine Sekunde später ab. 3. Eine Ecke segelt in den HSV-Strafraum, Jones köpft, aber Adler kriegt in einer Hundertstel (oder weniger) noch den Arm hoch! 4. Halbzeit. Die vielleicht schnellste Minute seit dem letzten Schaltjahr.

44.

Plötzlich Stille. Das ist überraschend, geradezu bahnbrechend. Sind die Ultras am Bierstand? Oder ist das ein Protest, weil so lange kein Tor gefallen ist? Wenn Sie's wissen, schreiben Sie's mir nicht.

43.

Aber jetzt fangen Sie bitte nicht wieder mit den Häkchen an. Jiracek. The best I can do.

41.

Ganz groß übrigens, so rein optisch: Hamburgs Jiracek. Irgendwo zwischen Wolfgang Feiersinger, Joshua Kadison und Braveheart. Glatte Eins in Matte.

40.

Noch fünf Minuten bis zur Pause. Was man in fünf Minuten alles machen kann: Eine Halbzeit zu Ende spielen. (Ende der Serie)

38.

Es ist ein bisschen erbärmlich: Reif muss jetzt irgendwelche Frühbucher-Scheiße für das Dortmund-Spiel am Dienstag anpreisen. Klingt dabei wie die Türsteher an der Reeperbahn: "Nu kommt doch ma rein, meine Hübschen, is doch gut für euch hier, Möööönsch, kommt schon!" Fußball als Stangenware.

37.

Ecke Schalke. Gefühlt die dreißigste. Laut Reif aber erst die zweite. Bitte keine übertriebene Genügsamkeit. Schon 16 Minuten kein Tor mehr!

35.

Jones am Boden. Dabei ist gut zu sehen: Er trägt eine dieser schlimmen Radlerbuchsen drunter, für die man früher in der C-Jugend immer ins Klo eingesperrt wurde bis zum Abpfiff. Sind ja wieder im Kommen, hab ich mir sagen lassen. Arjen Robben trägt so ein Ding sogar als Unterhemd.

33.

In dieser Phase kommt dem HSV jeder Aufbaugegner recht. Wirklich jeder. Aogo tunnelt den Schiri.

32.

Hamburgs Defensive spielt irgendwas, aber Fußball ist es nicht. Würde auf Synchronschwimmen tippen, aber dafür fehlt mir das Wasser. Und das Synchrone. Also vielleicht: Rugby? Einen Versuch ist's wert.

30.

Mancienne serviert Raffael ab, bekommt die Karte. Ist in normalen Restaurants ja meist genau andersherum. Aber heute ist eh Lady Gaga Küchenmeister.

28.

Jetzt aber auf einmal das beklemmende, schier kafkaeske Gefühl: Vielleicht bin ich ganz alleine? Vielleicht kriegt niemand mit, was hier abgeht. Vielleicht liest schier gar keiner mit? Vielleicht liegen wirklich alle, also ALLE, wie Reif sagen würde, im Park? Bitte: Wenn Sie Leser sind, Internet haben und schreiben können, dann schreiben Sie mir. Oder schicken Sie mir eine leere Mail. Das reicht auch. An: a.rudnevs@duden.de. Sie würden mir eine große Freude machen.

26.

Die Freude, ich muss es Ihnen nicht sagen, sie ist riesengroß hier in meinem Wohnzimmer. Jetzt aber mahnt Reif per Werbebande: "Don't call it Schnitzel". Okay, aber Eierkuchen muss drin sein. Den Götterfunken-Quatsch lassen wir erstmal weg.

23.

Wie es dazu kommen konnte (continued): Stellen Sie sich die Wüste Gobi vor. In einem weißen Trikot. So in etwa läuft das mit dem freien Raum in der HSV-Abwehr heute.

21.

Jaaaaaa! Im Sinne von: Hallelujaaaaaa! Heute ist Ostern, Weihnachten, Geburtstag, Samstag, Namenstag und Vatertag in einem! Ich bin kein Vater, scheißegal, denn es ist wahr: 2:1 für Schalke! Drei Tore in 20 Minuten. Ergo: 3:0 für mich! Kan-Kan-Kantersieg! Und eine Nachricht nach draußen in die Parks dieser Stadt: Take that, ihr Kollegenschweine!

18.

Ich weiß gar nicht, an wen oder was mich Huntelaar erinnert, wenn er vor Ärger das Gesicht verzieht? Vielleicht an das Doppelpass-Phrasenschwein auf Hungerstreik. Zählt dann die Punkte. Zwei zu wenig.

17.

Jones schaut angestrengt. Denkt vielleicht an damals, an den le-gen-dä-ren Februar in Obertauern, als er den größten Schneemann seines Lebens gebaut hat. Und ihn Artjoms genannt hat.

15.

Ich kann Ihnen das nur mal empfehlen: Gehen Sie mal so völlig ohne Erwartungen in ein Spiel. Und jedes popelige Tor wird ihnen vorkommen wie das Evangelium des Herrn. Oder, wenn Sie nicht gläubig sind: wie eine Woche voller Samstage.

12.

Foul. "Das ist brutal", sagt Reif. Nein, anders: "Das ist BRUTAAAAHL!" Klingt wie Stefan Effenberg. Aber, liebe Leute, er darf gerne weiterbrüllen, wie er lustig ist. Wenn er den Jungs da unten weiter solche Beine macht. Also: Lauft, meine kleinen Freunde, lauft!

9.

Jaaaaaaa! 2:0 für Ehrmann! Es ist viel zu schön! Es ist schöner als Champions League, ja, schöner als alles, was ich bisher erleben durfte bei diesem so genannten Fußball. Noch ein Tor, wieder ein Tor. Tore, Tore, Tore!!! Wie es dazu kommen konnte: Huntelaar hatte mehr Platz als ein einsamer Bauer auf seinem Feld, schickt Bastos, der mit dem langsamsten, aber auch platziertesten Flachschuss der Geschichte. 1:1. Im Sinne von 2:0 (siehe oben).

8.

Und jetzt: die Blitztabelle. Glaube, Hamburg jetzt vor Bayern. Konnte es aber nicht richtig lesen. Ging zu schnell.

5.

Ja Herrschaftszeiten! Tor! TOOOOR! REIIIIIIIF! Du bist der beste Mann! Hat mir den Nachmittag gerettet und den HSV zum 1:0 gebrüllt. Eine Eckenvariante wie aus dem Jahr 1963, eine Bundesliga-Jubiläums-Ecke quasi, Westermann legt per Kopf quer auf Jansen, der köpft ein. Wenn sie in Österreich mitlesen: köpfelt ein. Ist das toll. Ein Tor. Ein TOOOOR! Schon mehr, als ich je zu hoffen gewagt hätte.

4.

Van der Vaart das erste Mal am Ball. Reif sagt: "VAN DER VAART!" Brüllt also erwartungsvoll, als müsste der Holländer jetzt gleich abheben und aus der Arena schweben, mindestens. Und ich so: "REIF!"

3.

Reif bemüht, um was auch immer. Nennt Dortmund jetzt Lüdenscheid. Vielleicht hält ihm ein Schalke-Fan eine Knarre an den Kopf, keine Ahnung.

2.

Das Schlechte: Immer noch 0:0. Ich hab's geahnt.

1.

Los geht's. Das Gute: Van der Vaart ist dabei. Hat seinen Fauxpas beim Aufwärmen anscheinend gut verkraftet.

17:27 Uhr

Rechtsaußen beim HSV gleich der nächste Fall für die DUDEN-Kommission. Klingt wie Schellbrett. Aber, wie gesagt, keine Gewähr. Nur bei: Rudnhäkchenevs (11FREUNDE berichtete).

17:25 Uhr

Entwarnung: Die alte Frau ist anscheinend Marcel Reif. Bekannt aus Funk und Fernsehen. Habe ich eben gegoogelt. Also keine Gewähr. So wie neulich bei den Lottozahlen. Auf nichts kann man sich mehr verlassen, eh klar. Bezeichnend: Schalke offenbar mit Hildebrand im Tor. Ist Lehmann verletzt?

17:22 Uhr

"War nicht so gut von uns", sagt jetzt irgendjemand. Laut Sky "Andreas Ivanschitz". Ich habe einen ganz anderen Verdacht: Ist DAS Artjoms Rudnevs? Klingt ja so ähnlich. Aber, wenn ja, ist das jetzt Kritik an der Aufstellung, am Trainer? Muss Fink reagieren? Die Programmregie stimmt mit dem Zeigefinger ab - abrupter Schnitt zu einer alten Frau mit Brille. Frau Rotkohl? Ich komm nicht mehr mit.

17:20 Uhr

Henkel, dessen Name allein schon viel zu sehr nach Champions-League-Finale klingt, legt noch einen drauf: "Das Nachmittagsspiel ist 0:0 ausgegangen." Und Sie wissen so langsam, wovor ich Bammel habe.

17:17 Uhr

Ein Menetekel jagt das nächste: Rafael van der Vaart springt der Ball vom Fuß. Sky fängt das in der Superzeitlupe ein, lässt uns mit der Interpretation aber so alleine wie Rafi seine Sylvie. Also was jetzt? Schon wieder Liebes-Aus mit der Neuen? Wie auch immer die heißt. Oder ist er mit Gedanken gar so sehr bei ihr, dass er sich nicht aufs Ballhochhalten konzentrieren kann? Hallo! Sky! Hilfe!!

17:13 Uhr

Jermaine Jones erzählt von den Skiferien. Immerhin also schon mal ein Hauch internationales Geschäft. Halten jetzt, das Niveau! Aber dann nur: Jan Henkel. Ein Menetekel, wenn man mich fragt. Was natürlich viel zu selten jemand tut. Auch das: ein Menetekel. Was auch immer das heißt. Gerade durch Zufall im Internet entdeckt, das Wort. Sah hübsch aus.

17:10 Uhr

Klar: Sky ist schon lange auf Sendung. Mehr noch: Oben rechts sind die Vereinswappen eingeblendet (vielleicht für alle, die so irregeführt wurden wie ich) und ein Countdown. Noch 18:21 Minuten. Was dann aber passiert, weiß ich beim besten Willen nicht. Will ich mir auch nicht vorstellen. Vielleicht wird dann nach Wembley geschaltet? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

17:00 Uhr

Wer aufmerksam mitliest, hat natürlich längst gemerkt, dass von richtiger Schreibweise bei Rudnevs keine Rede sein kann. Fehlt das Häkchen unter dem "n". Aber sorry, das kann ich nicht mit meinem Fantasie-Rechner. Der kann ja nicht mal französische Anführungszeichen, weswegen ich von den Kollegen regelmäßig hinter die Löffel kriege. Ich versuche aber mein Bestes, also: Artjoms Rudnhäkchenevs.

16:59 Uhr

Und dann das: Rudnevs nur auf der Bank. Scheiß DF... äh... HSV.

16:56 Uhr

Faszination HSV: Ich habe bei der Vorbereitung endlich gelernt, Artjoms Rudnevs richtig zu schreiben. Ganz toll vor allem: Artjoms. Kannte bisher ne Art Direktorin, ne Art Designer, aber was ist diese Art Joms? Sowas wie ein Sams? Eine Woche voller Samstage, im modernen Fußball ja ohnehin schon Realität, nicht wahr, DSF? Pro 15.30 Uhr. Und pro Taschenbier. Schmeckt eh viel besser.

16:52 Uhr

Schalke-HSV also. Soso. Ahja. Gutgut. Was fällt einem dazu ein? Wie? Nicht viel? Spontan erst einmal, dass das Wort "Hamburg" für Schalke-Fans jetzt, sagen wir mal, nicht das Top-Wort des Jahrhunderts ist. Ich könnte da noch entsprechendes Bildmaterial liefern, lass das aber lieber mal. Bin ja kein Unmensch. Und lebe ganz gerne. Werde also auch die Benutzung der Wörter "Merk", "Fuhrmann", "Nachspielzeit", Fußballgott" und "Eckfahne" im Folgenden möglichst vermeiden.

16:50 Uhr

Hallo, liebe Leser. Ich soll hier tickern, hamse gesagt. Is wichtig, hamse gesagt. Und ich hab's geglaubt. Da können Sie mal sehen. Dabei hatte ich es doch im Kopf, dass das Champions-League-Finale jetzt noch nicht sein kann. Hab mich da irreführen lassen von der verdammten Euphorie. Und jetzt sitz ich hier. Statt Bayern-Dortmund in Wembley mit Schalke-HSV. Und der Bundesliga. Der vielleicht langweiligsten Veranstaltung, seit ich mit meinem kleinen Neffen "Tempo, kleine Schnecke" gespielt habe und er immer die Würfel unters Bett gerollt hat. Ich sag mal so: ER fand's witzig.

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