Schalke 04
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FC Bayern

Schalke-Bayern im 11FREUNDE-Liveticker

Ozapft is’!

Am Samstag um 16:49 Uhr hat der Herbst begonnen, für Schalke 04 war der Sommer schon ein paar Minuten früher vorbei, als Thomas Müller für einen kurzen Moment aufdrehte. 2:0 siegt der FC Bayern in einem merkwürdig ereignisarmen Spitzenspiel. Wie immer ereignislos: der 11FREUNDE-Ticker.

17:23 Uhr

Okay, das war es dann. Bayern gewinnt auf Schalke. War eigentlich so zu erwarten. Irgendwie. Fünf, drei, zwei Minuten, wir haben nicht nachgerechnet, haben den Bayern gereicht. Jupp Heynckes, der bei Hypnotiseur Henkel Rede und Antwort steht, hat wohl die letzten Minuten nur damit verbracht, das Dortmunder Ergebnis aufzutreiben. Henkel klärt ihn auf. Und für alle, die uns die Treue gehalten und nicht auf die anderen Plätze geschaut haben: HSV 3, BVB 2! Das perfekte Bayern-Wochenende. Fünf Punkte Vorsprung auf Dortmund. Schalke distanziert. Wann spielt Bayern eigentlich gegen Frankfurt? Irgendwann. Dann sind wir auf jeden Fall wieder bei euch, liebe Fans. Bis dahin ein schönes Wochenende!

90.

Eine kleine tragische Geschichte noch zum Schluss. Tymoshchuk darf rein. Nach dem Martinez-Transfer reicht es eben nur noch für die Gnadenminuten am Schluss. Und auch nur dann, wenn die Bayern deutlich führen. Gut, 2:0 ist kein 6:1, doch irgendwie fühlt es sich gerade so an.

88.

Und wenn Schalke auch nicht mehr gewinnen kann, so schießt Fuchs zumindest noch einem Bayern in die Eier. Man muss sich kleine Ziele setzen.

87.

Reif rechnet jetzt nochmal die Ausgaben für die Münchener Neuzugänge durch und stellt fest: »Sammer ist da gar nicht drin.« Hofft da jemand auf das spontane Comeback? Oh wäre das herrlich, den Rotspund in Rot jetzt auf den Platz stürmen zu sehen. Sammer als Libero-Ersatz für Mandzukic. Oder so ähnlich. Würde er gegen diese Schalker wahrscheinlich auch noch hinbekommen.

84.

Das Spiel tut, was alle längst entschiedenen Spiele in der Endphase tun: es plätschert. Heynckes tut, was alle Trainer in den Endphasen längst entschiedener Spiele tun, er wechselt fleißig. Shaqiri kommt für Robben, der mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet wird und von einem einsamen Rufer, der offenbar ein Richtmikrofon in der Hand hält, zusätzlich mit dem achtmal wiederholten, nicht sonderlich origenellen, heute nicht mal wahren Ruf: »Schauspieler«. Und nachher sitzt der Mann, der Rufer, nicht Robben, vor der Sportschau und schämt sich, wenn er anständig ist.

81.

Wie das Herrschen seinem Hund ein Leckerli hinwirft, gewährt Badtstuber seinem Gegenspieler Farfan eine Chance. Doch Neuer macht das, was er auf Schalke eigentlich, wenn man mal so zurückdenkt, immer ganz gut gemacht hat. Er hält.

80.

Matip holzt Robben von hinten um, hatte offenbar damit gerechnet, dass dessen Ruf mittlerweile wegen der Vielzahl an Schwalben so ruiniert ist, dass er straffrei ausgeht. Ein Irrtum. Gelb.

77.

Irgendwie spielt Schalke 30 Spiele lang immer so, als könnte es das Spitzenduo in der Bundesliga gefährden. Irgendwie aber auch vier Spiele lang so, als wäre selbst der dritte Platz mehr als des Guten zuviel. »Niemand wird sich hier gegen Titel wehren«, hat Horst Heldt vor kurzem gesagt, wie Reif verkündet. Naja, wir wär's mit in diesem Zusammenhang mal wieder mit nem Oma-Spruch: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

74.

Martinez ist also für den einzigen Bayernstürmer gekommen. Was garantiert Umstellungen zur Folge hat, die nachzuvollziehen mir momentan leider viel zu anstrengend ist. Reif ist in dieser Frage natürlich keine Hilfe, sachdienliche Hinweise bitte an online@11freunde.de, auch wenn weder Kollege Erbelding noch ich diese E-Mail-Adresse abrufen können.

73.

Das Schlechte daran, dass Holger Badstuber Außenverteidiger ist ja, dass überhaupt nichts nach vorne kommt (und er deswegen in Managerspielen zu nichts zu gebrauchen ist), das Gute ist, dass Außenstürmer wie Farfan einfach an ihm abprallen.

70.

Huch, da war er ja, der Mandzukic. Und geht raus. Und Martinez kommt. Afellay ist übrigens auch schon drin. Macht wohl bei Schalke den Libero. Jedenfalls nicht den brandgefährlichen Außensprinter. Das hätten wir gesehen.

69.

Das Erstaunlichste ist: Die Bayern haben hier das Ding an sich gerissen, ohne das Mandzukic auch nur einen einzigen nennenswerten Ballkontakt gehabt hätte. Oder hat der Dauertorjäger auf Libero umgesattelt und die Bayern stehen deswegen gerade so sicher? Rätselhaft.

66.

Miep miep. Robben auf dem Weg zu 3:0, hat alle Zeit, allen Platz, ist alleine vor Unnerstall, könnte mit ihm und seiner Oma auch Motorrad fahren, versucht aber den Lupfer aus dem Fußgelenk. Ich sach mal so: Philipp Lahm wäre nicht mehr rangekommen.

65.

Es gibt gerade wahrlich nichts mehr zu mäkeln aus rot-weiß-roter Sicht. Außer, wir würden jetzt nochmal das Tape mit der ersten Halbzeit einwerfen und uns diesen Anti-Begeisterungs-Kick noch einmal zu Gemüte führen. Liebe Bayern: Könnt ihr uns das nächste Mal ein Fax zukommen lassen, wenn ihr vorhabt, nur eine Halbzeit lang Gas zu geben? mit ergebenen Grüßen, Ihre 11FREUNDE-Redaktion.

62.

HERR: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke

Und der HSV führt 3:1 gegen Dortmund. Hmmmmmmm, Herbst!

60.

Müller, du bist ein Teufelskerl, Müller, du bist ein Fußballgott. Und ein Querulant. Außenpfosten. Was soll das? Müller raus.

58.

Ogeschweißt is! Kollege Jonas hat Müller rausgewünscht. Jetzt weiß auch der Letzte, warum. Scheint eine telepathische Verbindung zwischen den Beiden zu bestehen. Plötzlich tankt er sich durch und versenkt die Kugel mit einer Leichtigkeit, als hätte es die 50 lethargischen Minuten zuvor nie gegeben. Ich übergebe wieder an Jonas. Mal sehen, wenn er noch so rauswünscht.

55.

Quod erat demonstrandum. TOOOOOOOOOOOOOOOOOR!!!!!!! Kroos zieht von links rein, spielt einen unfassbar langatmigen, weil umständlichen und fast verstolperten Doppelpass mit, natürlich, Müller, schlenzt den Ball dann rechts unten rein. Wie ich es liebe, unrecht zu haben.

53.

»Macht nix, Thomas, Kopf hoch, weiter so!«, hätte ich in der ersten Halbzeit noch geurteilt. Inzwischen bin ich wieder viel mehr bei mir, und daher der Meinung: Müller raus! Tritt erst über den Ball, kann dann die Kugel nicht mehr stoppen, köpft daneben. Außerdem ist es erfahrungsgemäß so, dass Müller immer dann Tore schießt, wenn er meiner Meinung nach nicht merh auf dem Platz sein dürfte.

52.

Man kann es sich auch selbst schwer machen. Schweinsteiger hat die ideale Schussbahn vor sich, sucht jedoch mit aller ihm zur Verfügung stehenden Verzweifelung einen Mann auf der Außenbahn bzw. Linie bzw. Beides. Scheint fast so, als wollen sie die Kugel zurechtlegen, um sich dann am Boden liegend über die Linie zu köpfen. Wie früher auf dem Pausenhof. Apropos Pause: Die haben sich gerade auch mal die Bayern-Abwehrmänner gegönnt, doch Draxler scheitert beim Versuch, durchzumarschieren, an Dantes Schatten.

47.

Die Halbzeit beginnt leider nicht so schwungvoll, wie die letzte aufgehört hat, sondern mit dem im Weltfußball mittlerweile obligatorischen »Abtasten«. Wenn dabei herauskommt, was Mandzukic und drei Schalker an Ringkampf in Höhe der Mittellinie veranstalten, dann sage ich: Finger weg!

46.

So muss sich das anhören, wenn die zweite Halbzeit wieder losgeht. Reif macht uns Mut: »Schalke hat in den letzten 16 Spielen immer ein Tor erzielt.« Puh, gut zu wissen. Und doch irgendwie schwer zu glauben nach dieser ersten Hälfte. Weiter geht's.

16:30 Uhr

Druck, Druck, Druck, immer und überall dieser Druck: In der Arbeit, auf dem Fußballplatz, in der Blase, hört das denn nie auf? Jetzt gibt es, wie wir in den Verbraucherinformationen erfahren, auch noch »Online-Druck«. O tempora, o mores!

16:25 Uhr

Schon au immer wieder interessant: der Bundestrainer im Interview. Leider bekommt man nicht so viel mit, außer dass alle auf dem Platz versammelten Nationalspieler schon au sehr, sehr irgendwas sind, weil im Hintergrund eine Parade der untoten VIPs durchs Bild wackelt. Bemerkenswert viele untote VIPs sind übrigens entweder weiblich und wasserstoffblond oder männlich und haben Bluthochdruck. Und nein, Uli Hoeneß war nicht im Bild.

16:23 Uhr

Während wir 45 Minuten Torverhinderei betrachten, fallen auf den anderen Plätzen die kuriosesten Buden seit Helmers Phantom-Tor. Ein Stich ins Ticker-Herz.

16:20 Uhr

Dass im Pay TV mittlerweile so viel Werbung läuft wie früher bei RAN, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Dass dort Rasierer im Patriotismus-Wahn als deutsche Sensation verkauft werden, hingegen noch nicht. Fehlt nur, dass Heiner Brand sich den Schnorres plötzlich kahschneiden lässt und den Daumen hebt. Naja, kann ja noch kommen. Die Werbung läuft und läuft und läuft.

45.

Ehrenrettung für Kopfballungeheuer Draxler: Robben bekommt auf der Gegenseite eine Flanke in die Mitte gespielt und könnte sie unbedrängt annehmen, brustet sie jedoch einem Schalker Kontrahenten, der gefühlt 250 Meter entfernt steht, mustergültig in den Lauf. Bezeichnend für die komplette erste Halbzeit, die jetzt ein Ende gefunden hat. Normalerweise schnauft man nach Tempofußball durch. Wir tun es jetzt auch nach dieser Slow-Motion-Bolzerei. Seht es uns nach.

44.

Noch 35 Minuten Sommer. Geht lieber noch mal schnell ins Freibad, liebe Fans.

43.

Merkwürdiges Teilzeitmodell jetzt auf dem Rasen. Plötzlich und ohne ersichtlichen Grund, hat Bayern das Spielen vollkommen eingestellt, überlässt Schalke den Ball, und ist jetzt offenbar überrascht, dass die ihn, anders als die Bayern zuvor, permanent auf Neuers Gehäuse dreschen. Immerhin sind meine Sorgen von vor dem Spiel wieder berechtigt. Puh.

40.

Marcel Reif, ein Mann, der sein eigenes Wort gerne hört, ist verärgert. »So still habe ich das hier noch nier erlebt«, jault er. Die Schalke-Fans hätten ja noch nicht mal die Möglichkeit, Neuer auszubuhen. Bis Farfan kommt. Abzieht. Und Neuer zur Glanztat zwingt. Was dann wiederum zu schnell ging für die königsblauen Pfeifer.

34.

Es ist ein bisschen merkwürdig, vielleicht werde ich auch altersmilde, aber: Normalerweise jazzen die Kommentatoren die Spiele zu Jahrhundertereignissen hoch, während wir sie unter aller Sau finden. Heute würde Marcel Reif am liebsten umgehend nach Hause gehen, während ich das eigentlich gar nicht so schlecht finde, dass das alles nicht so schnell geht. Jetzt zum Beispiel, blingbling, Müller in den zweiten Stock, macht nichts, Thomas, nächstes Mal, weiter so. Vielleicht hätte ich wirklich nicht vor dem Spiel auf die Wiesn gehen sollen. Vielleicht ist aber auch Opposite Day: Der HSV führt gegen Dortmund.

31.

Tja, so ist das, wenn ein Außensprinter in die Mitte zieht und glaubt, Kalle Riedle hätte ihm all seine Fähigkeiten übertragen. Draxler hat Huntelaar weggeschickt, wartet auf die Flanke, springt hoch und dann: nichts. Neuer muss sich noch nicht mal regen bei diesem, nennen wir ihn mal, 1/6-Riedle-Kopfball.

28.

Nicht, dass ich das nicht auch behaupten würde, wenn es nicht stimmte, aber gerade ist es wirklich wahr: Hier spielt nur der FC Bayern. Es wirkt, als wolle Schalke mich bloßstellen, indem sie meine Sorgen, die ich vor der Partie hatte, ins Lächerliche ziehen. Huntelaar kann offensichtich hören, was ich schreibe, ist prompt schneller als Dante, auf den sich ein Gutteil meiner Sorgen bezog, zieht ab, aber Neuer geht weiter seinen Weg, ohne arbeiten zu müssen. Beneidenswert.

26.

Wir fragten ja, ob der Schongang der Bayern ein Ende finden wird. Bisher ein klares NEIN als Antwort. Reif ruft sogar schon den »totalen Stillstand« aus. Nachdem er vorher über das Wetter, die Sonne, die Zuschauer, die Arena auf Schalke und so weiter und so heiter philosophiert hat. Aber dann das: Kroos flankt, Matip träumt, Mandzukic köpfelt, drüber. Wir warten auf die nächste Wettermeldung.

24.

»Schalkeletztervierzehntoregegentorenachstandards«, befeuert Reif einen Freistoß der Bayern, den ich dann aber nicht mehr verfolgen kann, weil mein Hirn zu lange braucht, um Reifs Ansage zu dechiffrieren. Hätte vielleicht doch nicht schon vor dem Spiel auf die Wiesn gehen sollen. Es bleibt auf jeden Fall beim 0:0. Vielleicht ist Schalkealsonurnochvorletzternachstandards.

22.

Hier die kurze Zusammenfassung, wie Marcel Reif das Spiel in den ersten 20 Minuten gesehen hat: »Schalke tut sich schwer. Schalke tut sich schwer. Schalke tut sich schwer. Schalke tut sich schwer. Schalke tut sich schwer. Schalke tut sich schwer. Schalke tut sich schwer.« Sympathisch, der Mann.

21.

Wer beim Bau der Schalker Arena nicht an den Schattenwurf gedacht bzw. diesen billigend in Kauf genommen hat, sollte sich schämen. Meine Meinung.

19.

Also Salz, Pfeffer, Chili, wie auch immer, wünschen wir uns gerne in dieser bis dato faden Partie. Aber bitte nicht durch unnötige Foul-Entscheidungen. Badtstuber klärt gegen Holtby so fair wie Marco Bode früher in Bremen und wird zurückgepfiffen. Dass der Freistoß danach versandet, tröstet uns Bazis zumindest ein wenig.

16.

Eigentlich macht nur das Duell Lahm gegen Draxler richtig Spaß, gerade vor dem Hintergrund, dass die Schalker Fehlpässe des Grauens spielen und die Bayern so uninspiriert wie irgendmöglich darauf reagieren. Egal, zurück zu Lahm-Draxler:  Beide zusammen knapp 1,99 Meter groß (vielleicht auch 2,01), wetzen sie auf links (oder rechts) die Klingen bzw. Füße. Übersteiger hier, Grätsche da. Herrlich. Doch leider auch nicht wirklich erbauend, weil am Strafraum-Eck spätestens Schluss ist. Für wen das wohl spricht?

13.

Wer, wie ich, findet, dass Mario Mandzukic eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem jungen Roberto Benigni hat, kann sich bestätigt fühlen. Statt frei aufs Tor zu laufen, liefert Mandzukic lieber eine Slapstickeinlage, fällt einfach um, als könne er sein Glück über den Gewinn des Oscars nicht fassen, rückpasst dabei noch nebenher auf Unnerstall. Das Leben ist trotzdem noch ganz schön.

11.

Krooschance für Bayern, allerdings im Strafraum der Schalker, direkt beim Torwart, könnte also weh tun, ist also nix für den Toni. Zieht lieber zurück, wartet lieber auf die nächste Gelegenheit von weiter weg.

10.

Im Hinblick auf Manuel Neuers Rückkehr in die Schalker Arena ist es ja sehr bedauerlich, dass die Mannschaften nicht noch einmal mit dem Slogan »Geh deinen Weg« auflaufen. Hätte tolle Bilder gegeben, vor allem wenn wegen Faktenwurfs »Geh weg« draus geworden wäre. Aber für derlei hatten sie beim DFB ja noch nie Sinn, müssen jadie vielen gelbwürdigen Vergehen, die beim Jubeln entstehen können, zählen.

8.

Dass endlich mal ein bisschen Aufregung vorherrscht, dafür danken wir Papadopoulos, der einfach mal in Mandzukic reinläuft, zu Boden geht und anschließend heiß ist wie George Foremans Meister-Burger. Neustädter muss ihn trösten.

6.

Das Spiel beginnt mit einem Tempo, als würde Schumi mit einem Achter-Fahrrad Alpe d'Huez erklimmen. Wie gerne hätten wir jetzt Robert Blanco an unserer Seite.

3.

Vorne segelt die Frankfurter Eintracht, die Bayern seien gefordert, reift Reif. Relativiert dann aber direkt: Schalke hat nur eins der letzten acht Heimspiele gegen Bayern gewonnen. Kann sich der Mann auch mal entscheiden, was er will?

1.

Ostoßt is'!

15:28 Uhr

Paradox: Mrs. Doubtfire sucht die »erste Frau, die je ein Fußballspiel im deutschen Fernsehen live kommentiert«. Dabei macht sie das doch jedes Wochenende unter dem Pseudonym M. Reif. Wir bleiben dran.

15:26 Uhr

Dieser Henkel fragt Jupp Henyckes, ob es angenehm oder problematisch sei, dass er nun so viele Wecheloptionen habe und diese auch ausnutze. Heynckes antwortet erwartungsgemäß, dass es nicht nur problematisch, sondern schon desaströs sei, er seit Wochen nicht mehr geschlafen habe und mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt einreiche. Neulich habe er sogar seinen Hund auswechseln wollen und da gemerkt, dass er nicht mehr weiter könne. Toller Journalist, dieser Henkel.

15:24 Uhr

Ein Albtraum von mir ist ja, eines Morgens aufzuwachen und als Erstes in diese hynpotischen Augen des viel zu blonden Jan Henkel zu schauen. Ich nehme an, dieser Albtraum rührt daher, dass ich mich zu Beginn einer jeden Sky-Übertragung an der Henkel beteiligt ist, ein bisschen so fühle.

15:23 Uhr

Das Vorgeplänkel genau so, wie ich das mag, so nichtssagend nämlich, dass man kein Wort bzw allenfalls Stichworte darüber verlieren muss. Tönnies, Hoeneß, Skytyp, Fleisch, Würstchen, Rathausbalkon, Mindestlohn, das Übliche. Was mir aber Sorgen macht: In der Werbung ebenfalls Fleisch, Würstchen, nur mit Kerner. Weltverschwörung?

15:18 Uhr

Die guten Nachrichten: 1. Ozapft is’. 2. Sommer is’. Die schlechte Nachricht: Um 16:49 Uhr beginnt der Herbst. Also ungefähr in der 64. Minute. Dann bescheint die Sonne für kurze Zeit sowohl die Nordhalbkugel, also Gelsenkirchen, als auch die Südhalbkugel, also Bayern. Danach wird es in Bayern Frühling und auf Schalke Herbst. Wir können doch auch nichts dafür.

15:15 Uhr

Ozapft is’! Die schlechten Nachrichten gleich vorweg, liebe Fans. Also schlechte Nachrichten für viele von euch. Bayernfans am Tickertisch heute: 2; Schalkefans: -04. Bzw., bevor es einer von euch schreibt: Bayern-»Fans«. Andererseits auch eine gute Gelegenheit für viele von euch, sich endlich zum großen FCB zu bekennen. Ein Prosit, ein Prosit, der Gemüt-lichkkeeeiiiiiiit. Usw. Viel Spaß. Bzw. »Spaß«.

13:56 Uhr

Ein Blick nach Gelsenkirchen, ein Blick nach München, überall das gleiche Bild. Bälle fliegen, Keeper hechten, Pfosten knarren, Netze zappeln. Letzteres eher selten. Das Elfmetertraining muss noch seine Wirkung zeigen. Ruhig blut. Ein bisschen Zeit haben die CL-Nervenflatterer ja noch. Schalke gegen Bayern. Huntelaar gegen Mandzukic. Olaf Thon gegen sich selbst. Der Punkt gegen die Meter. Ab Samstag, 15.15 Uhr live dabei: Fabian »Goycochea der Elfmeterkiller« Jonas und Christoph »Kutzop« Erbelding.

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