Real Madrid
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Borussia Dortmund

Real-Dortmund im 11FREUNDE-Liveticker

BVB transplantiert sich ins Finale!

Das war haarscharf: In einem Spiel, bei dem einem so viele Haar-Wortspiele einfielen wie einem Friseur, der seinen ersten eigenen Salon eröffnet, setzte sich der BVB mit 0:2 gegen Real Haardrid durch. Haar jeder Vernunft: der Ticker. 

23:09 Uhr

Michael Leopold nennt Dirk Nowitzki, der dem BVB gratuliert, freundschaftlich »Nowotny«, Weidenfeller und Hellmann sind kurz davor, ganz fest zusammen zu kommen, Götzes Muskel hat zugemacht, Bender braucht eine Körperspende von seinem Zwillingsbruder, und mit Bildern vom Bernabeu, das genau so leer ist wie unsere Köpfe, verabschieden wir uns in die Nacht zum 1. Mai. Wie viele Sergio Ramosse da draußen in Kreuzberg auf uns warten: Wir wollen es nicht wissen. Gebrochen, zerschmettert, halbtot: euer Ticker.

23:02 Uhr

Klopp zu den Abendplänen: "Wir haben einen Tag mehr Zeit als die Bayern. Den werden wir nutzen!" Nur vor die Tür gehen will er nicht mehr. Vermutlich eine weise Entscheidung. Denn da lauert sicher Ramos mit angezogenem Ellbogen.

22:57 Uhr

Jetzt Kloppo. Wird gefeiert, als wäre er Joachim Gauck, Schorsch Hackl, der Wasi, Magdalena Neuner und Hägar, der Schreckliche, in einer Person. Ja: Als wäre er Jürgen Klopp. Der beliebteste Mensch aller Zeiten. Das Interview besteht größtenteils aus einem einzigen »Hehehehehehehe!« Das Lachen des Davongekommenen, dem alles, was jetzt hinter ihm liegt, mal so was von scheißegal ist. 

22:54 Uhr

Könnte schwören, dass Mourinho irgendwo in seiner Spanischkaskade den Namen »Vlado Kasalo« untergebracht hat. Hat aber in Wirklichkeit die Herausstellung von Mats Hummels gefordert. Was noch wesentlich bekloppter ist. Ein Eigentor, wie es eben jener Kasalo es schöner nicht hätte schießen können. 

22:51 Uhr

Und das kommt dabei raus, wenn man die Planung der Sendung einem Fan vom »Herrn der Ringe« überlässt: Plötzlich servieren Elben-Weiber Met in Hörnern. Das ist ebenso zusammenhang- wie geschmacklos. Jetzt stehen diese Hörner neben den Gummibärchen, und Kalle Riedle sagt: »Ja, hahahahaha!« Und ich fühle mich wie Gollum im Endstadium.

22:49 Uhr

Offene Hose im SKY-Studio. Offene Hose auch im Bernabeu: Großkreutz hat »eine geile Truppe, einen geilen Verein«. Das kommt dabei raus, wenn man den Platz im Kader unter Ultras verlost.

22:46 Uhr

0:2, trotzdem weiter. Soll ich mich jetzt freuen? Oder weinen? Am besten: freinen. Und wie man mit diesem indifferenten Gefühl in die Werbung abgeschoben wird! Was soll man machen? Ich fahre jetzt mit meinem neuen Mercedes ins Phantasialand und teste unverbindlich Gartengeräte.

22:42 Uhr

Während seine Kollegen mit Pogo in den Mai tanzen, humpelt Götze einsam über den Rasen. Passt irgendwie, sehen viele doch in ihm schon den neuen Kaiser. Aber hätte er dann nicht durchspielen müssen heute, mit Bein in der Schlinge?

22:42 Uhr

Ein wahres Wort von Reif: Es ist »der Rausch der Niederlage«. So muss das Gefühl sein, wenn man sich besäuft, weil die Scheidung endlich durch ist. Und der Weg ist frei: Jupp, betörende Geliebte, wir kommen!

22:40 Uhr

Jetzt versöhnen sich sich hier. Mou und Kloppo, Ramos und Lewandowski. Bilder für den nächsten UEFA-Faiplay-Film. Dabei haben sie nur einfach keinen Bock, dass der BVB-Bus nachher von wütenden Madridistes blockiert wird.

96.

Die sechste Minute der Nachspielzeit. Doch Zeit, was ist das eigentlich? Es gibt nur noch Schmerz. Und: Santana. Der schubst jetzt noch Ronaldo um im Strafraum. Webbs Pfeife bleibt stumm. Hat er sie verloren? Nein! Er! Pfeift! Ab! Es ist vollbracht! Es ist wahr! Das Leben ist schön. Dortmund ist schön. Klopps Haare sind schön. Wir sind schön. Ja, selbst Großkreutz ist schön.

95.

Das ist zynisch: Weil Ramos hier alle umgenietet hat, kriegt er selbst jetzt fünf Minuten oben drauf. Also. Ich zerlege gleich die Kneipe und fordere dann Freibier. Scheint ja zu funktionieren. 

94.

Santana. Komm, Junge: Versteck den Ball, friss ihn auf, vergrab ihn, egal! Kloppo kurz vor der Selbsteinwechslung. Will Ramos ins Jenseits stirnen. 

94.

Die gefühlt längste Nachspielzeit seit Leverkusen gegen Real im Finale 2002. Immerhin: Casillas diesmal nicht direkt beteiligt. Hat das was zu bedeuten? Hat IRGENDWAS jetzt noch was zu bedeuten? Außer: dem Abpfiff. Der einfach nicht kommen will.

92.

Alle Tore die Ramos erzielen sollte, zählen wir einfach nicht mit. Basta.

92.

Ist das alles grausam. Wir wollen Folter nicht verharmlosen, wir wurden auch noch die gewaterboardet, aber, ganz ehrlich, ich kann es mir nicht viel schlimmer vorstellen.

90.

Webb gestikuliert jetzt rum wie ein Teletubbie, der Zweijährigen die Uhr erklärt. Fünf Minuten Nachspielzeit! Winke, Winke! Balla, Balla!

90.

Santana kommt. Ein Königreich für einen Fernsehturm.

89.

Kloppo rauft sich die Haare. Und die fühlen sich genauso unecht an wie diese 2:0. Wo kommt es plötzlich her? Da konnte doch nichts mehr wachsen!

86.

Ecke. Mit zwei Bällen. Listig. Schon wieder Ecke. Jetzt mit einem. Und umso gefährlicher: Benzema! Fernschuss! Weidenfeller! Hält! Hält alles! Naja, fast alles: Da hängt das Ding doch drin: Ramos. Mit dem Ellbogen. 2:0. In die Fresse. Was nichts unbedingt Neues ist.

85.

Ramos mit dem halben Flugkopfball. Ramos! Ich hasse ja das Wort "ausgerechnet", aber hier ist es mal angebracht. Was der noch auf dem Spielfeld zu suchen hat, weiß ja keiner. Außer vielleicht Webb. Warum wiederum Dortmund hier nicht längst den Sack zugemacht hat, weiß dagegen wohl nicht mal José Mourinho. Der ja eigentlich alles weiß. Es ist wirklich richtig kompliziert jetzt.

84.

Och, nö. Muss dieser Stress jetzt noch sein? Und muss es sein, dass jetzt nicht Kirmesboxer Ronaldo, sondern Özil, der es wirklich kann, den Freistoß schießt? Dieses Spiel nervt. Echt mal jetzt. 

82.

Gerade will ich schreiben: Die Luft ist raus. Da holt Benzema die Pumpe raus. Französisches Ventil. 1:0. Also: 2:4. Wie auch immer: Dortmund darf sich jetzt nur noch ein Gegentor erlauben. Das klingt schrecklich. SCHRECKLICH. Bitte nicht.

80.

»Zehn Minuten bis Wembley«, haucht Reif, im Nachtzug nach London sitzend, seinem Assistenten zu. Total verliebt (eigentlich wollten sie ja nach Venedig, ist jetzt aber auch egal) bestellen sie sich noch eine Flasche Schampus aufs Abteil. Und wer muss die Drecksarbeit machen? War ja klar. 

79.

"Zehn Minuten noch bis Wembley." Reif sitzt anscheinend schon im Eurostar.

77.

Hummels! Hummels! Ist das gut. Ich schäme mich für jede kleine Stichelei vor dem Spiel. Gewinnt gerade sein gefühlt hundertstes Kopfballduell. The great wall of Borsigplatz.

76.

Reus. Besser gesagt: Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus, Reus! Dann Lewandowski. Besser gesagt: Der Mann, der er zu sein scheint. So sicher kann man sich da ja nicht sein. Denn er macht ihn schon wieder nicht. Hätte er im schon im Hinspiel so viele Chancen versiebt, würden wir uns heute nicht so über ihn ärgern. Irre. Die Geister, die er rief: Werden die eigentlich auch von seinem Berater beraten?   

75.

Viertelstunde noch. Madrids Chancen nicht mal mehr fifteen-fifteen. Drei Breakbälle BVB.

74.

Real läuft die Zeit davon. Welche Rückennummer sie hat, können wir leider nicht sehen. Ist zu schnell.

72.

Mou wackelt jetzt an der Seitenlinie rum wie einer, der noch mal kurz vor die Tür geht, um sich eine Flasche Pennerglück zu holen. Ist er wirklich nackt unter seinem Anorak, wie spanische Medien vermelden?

72.

Passquoten: Real 74 Prozent, Dortmund 61 Prozent. Wenn das stimmt, also dann insgesamt 135 Prozent Fußball. Wären dann 35 Prozent mehr als Meijer draufhat. Könnte hinkommen.

69.

Wir sehen aber auch das: Casillas popelt. Coentrao liest sich selbst die Hand. So geht Bank heute.

68.

Noch 22 Minuten. Genau so lange war vor Kurzem dieser erbarmungswürdige Typ aus Hamburg Lotto-Millionär. Und dann fanden sie doch noch eine Kugel im Ziehungsapparat. Was wir damit sagen wollen? Och, nichts.

67.

Und da wieder eine dieser Herz-Kreislauf-Szenen: Di Maria mit einer Flatterflanke, halb Torschuss, halb Eingabe. Kommt Gottseidank keiner heran. Lasse mir von Gieselmann mit einer Kuli-Hülle einen Stint setzen.

66.

Vielleicht ist wieder mal nur der Wunsch Vater meiner Gedanken, aber: Real wirkt kaputt. Wie ein naturalistisches Gemälde: Maikäfer, pumpend.

64.

Was ist hier los? Auf einmal könnte, ja MÜSSTE der BVB 2:0, 3:0 führen. Tut es aber nicht. Kloppo erwürgt seine Wasserflasche. Dieses Spiel nimmt ihn sichtbar mit. Braucht er nach diesem Spiel eine Körpertransplantation?

62.

Casillas: blass, ausgelaugt, appetitlos. So sieht ein Mann aus, der soeben gleich zweimal ausgeschieden ist. Beziehungsweise: hat.

61.

Ich sterbe. Der schönste Konter aller Zeiten. Und das, obwohl Großkreutz beteiligt ist! Dann: Reus perfekt in die Mitte, Gündogan ist da! Gündogan macht das 1:0 - jedenfalls in unseren Köpfen! Denn in Wirklichkeit macht Gündogan... tja, was eigentlich? Wir können das nicht in Worte fassen. Wenn Sie es wissen wollen, schauen Sie morgen bei Youtube nach. Oder lieber nicht.

58.

Real jetzt wie ein Junge, der nach einer Stunde vergeblichem Fummeln am BH langsam auf der Süßen einpennt. Aber die Kuschelrock-Platte läuft immer noch auf Repeat.

58.

Fußball paradox: Dortmund kombiniert. Ramos und Co. dagegen wie die Förster-Brüder. Entdecken jetzt die Spanier also, nachdem sie das Siegen ja zunächst von uns gelernt haben, wir uns das dann wieder von ihnen abgeschaut haben, wieder die alte Art der deutschen Tugenden neu? Nachricht ans Selbst: Morgen mal Briegel anrufen.

57.

Kaka kommt. Ein Satz, den ich von meinem Sohn (2) kenne. Kann man nix machen.

56.

"Priceless", steht hinten auf der Bande. Wir assoziieren damit gerade nur ein einziges Wörtchen: Abpfiff.

54.

Ja, es ist so, dass die Aufregung nachlässt, langsam, gaaaanz langsam, aber trotzdem geht bei jeder Szene noch der Puls nach oben. Wie damals, beim Discofox in den ersten Tanzstunden. Womit sich der Kreis zum 1. Mai wieder schließt.

51.

Dortmund kontert. Wir auch. Haben irgendwo noch zwei Bier aufgetrieben.

49.

Lewandowski WILL einfach kein Mensch sein, versucht es gleich noch mal: Hämmert den Ball nach Pass von Reus mit 80 Mach gegen die Latte, von dort tropft er auf die Linie. Ein Wembley-Tor! Im doppelten Sinne, denn auch wenn es nicht zählt: Es stößt das Tor nach Wembley weiter auf. Spielstand 0:0,5.

48.

Die Erkenntnis zuerst: Lewandowski ist auch nur ein Mensch. Jetzt die Emotion: Scheiße, verdammte! Den muss er doch machen!

48.

Ramos wieder im Nahkampf. Und immer wieder und immer noch das große Erstaunen darüber, dass das einzige Gelb an ihm das seiner Kapitänsbinde ist.

47.

Modric auf Mourinho. Die schönste Kombination bislang. Einwurf BVB.

46.

Ecke. Anstoß. In dieser Reihenfolge.

21:46 Uhr

Aki Watzke erzählt vom Smalltalk mit dem König. König? Der saß doch eben noch mit Niki Lauda im Auto. Dann wird klar: Nicht Florian, sondern Spaniens. "Netter Kerl", lobt Watzke. Heute ein... Geschäftsführer.

21:44 Uhr

Bevor der Wahnsinn weitergeht, noch mal Entspannungsmusik. Vom Titel her angelehnt an die erste Viertelstunde aus Dortmunder Sicht.

21:40 Uhr

Wenn die SPD schlau ist, benutzt sie die Ramos-Zeitlupen für einen Wahlkampfspot über die Ellbogengesellschaft. Ist Steinbrück nicht ohnehin BVB-Fan? 

21:38 Uhr

Irre: Lehmann hat sich eine Krawatte aus unseren Nerven gestrickt. 

21:34 Uhr

»Genießen Sie die Momente des Friedens«, sagt Tom Cruise im terroristischsten Filmtrailer aller Zeiten. Dass man noch nicht mal in der Halbzeit seine Ruhe vor diese Scientology-Drückern hat!

21:34 Uhr

45 Minuten, in denen wir wohl ungefähr ebenso viele Jahre gealtert sind. Gieselmann kriecht aufs Männerklo, muss sich die Windel wechseln. Ich gurgel mit Kukident. Schicken dann unsere Rentenbescheide an die Dortmunder Geschäftsstelle.

47.

Halbzeit. Puh. Im Sinne von: Das war kein Honigschlecken.

45.

Freistoß. Ronaldo nimmt Anlauf. Hat Eier wie John Wayne. Schießt aber wie dessen Pferd. Abstoß. 

45.

Real grätscht, als gebe es kein Morgen mehr. Reif lacht schon wie Sport-Goofy. Hat längst ein schwarz-gelbes Stirnband an und seinen Tennisschläger auf dem Laptop des spanischen Kollegen zertrümmert.

43.

Apropos Baywatch: Ramos a la playa! Muss Rot sehen. Muss!

42.

Coentrao, das klingt in meinen Ohren immer wie ein exotischer Cocktail. Klingt nach Zitrusfrüchten, nach kleinen bunten Schirmchen, nach Rum. Apropos: Letzteres gilt bald auch für die erste Halbzeit.

41.

Weidenfeller hält den Ball wie ein Hobby-Beachvolleyballer auf Sylt, der auf Girls wartet, die er mit seiner Pritschtechnik beeindrucken kann. Solange sonnt er sich und versucht, möglichst hasselhoffmäßig rüberzukommen. Etwas unblumiger formuliert: Zeitspiel.

39.

"Ramos und die Maria", lechzt Reif. Das neue Traumpaar des spanischen Fußballs. Löst Piqué und Shakira ab.

39.

Was ist beschissener. Dass Mourinho sich »The Special One« nennt? Dass Reif das jetzt schon zum dritten Mal erwähnt? Oder dass wir das hier auch noch protokollieren? Wohl Letzteres: Wir sind die Ratten auf der Müllhalde der Sprache.

38.

Ramos scheint seinerseits zur Vorbereitung die große DVD-Box mit allen Mickey-Rourke-Filmen gesehen zu haben. Haut Lewandowski alle zwei Minuten die Ellbogen ins Gesicht.

37.

Hummels, bester Mann! Leider Gottes sind verhinderte Tore nicht so plakativ wie verursachte. Das Los des Verteidigers. Aber sei dir gewiss, Mats: Wir zählen mit! Stand jetzt: 10.

36.

Noch neun Minuten nicht schlafen. 

35.

Dortmund jetzt ruhiger. Gieselmann auch. Ein bisschen. Heißt: Er hat aufgehört, seine Kippen zu essen.

34.

Die erste Ecke für den BVB! Fühlt sich an wie die ersten Bananen in der DDR.

32.

Immer noch erstaunlich: Wie Dortmund es geschafft hat, diese Anfangsphase unbeschadet zu überstehen. Als hätte Klopp in der Teambesprechung die Schießereien aus Matrix gezeigt und allen Spielern dann Wirbelsäulen aus Gummi eingebaut.

30.

"Dortmund kriegt besseren Zugriff", sagt Reif. Klopp will gleich noch einen SEK-Beamten bringen. Damit hätte der BVB endlich einen Lauf.

28.

Zwei Szenarien: Entweder die Real-Aggro-Offensive geht aus wie’s Hornberger Schießen. Oder die Dortmunder ereilt kollektiv ein Aha-Moment: Sie haben – auf die denkbar geilste Weise – über ihre Verhältnisse gespielt. Großkreutz merkt, dass er Großkreutz ist. Und scheidet rückwirkend in der Vorrunde aus.

27.

Laufduell zwischen Higuain auf Hummels, Weidenfeller kommt raus. Plötzlich wird der zu Lehmann, Hummels zu Lahm und Higuain zu Torres. Wir winden uns, wir schreien, nicht schon wieder, die Spanier, Hilfe, kneifen, aufwecken, doch dann, ja dann hat der Keeper ihn sicher. Der alte Affe Angst.

26.

Coentrao sieht Gelb. Klopp sieht Rot. Reif sieht jemanden namens »Mösil«. Und wir sehen schwarz.

24.

Dortmund arbeitet an der Statistik: Einwurf. Bringt nichts ein. Egal. Immerhin mal drei Sekunden Ballbesitz.

22.

Man wünscht dem BVB einen Paul Lambert zurück, einen Murdo MacLeod: Macht die Schotten dicht, Jungs!

21.

Es gibt auch gute Nachrichten. Eine davon hat mit dem Spielstand zu tun. Gieselmann hängt mittlerweile apathisch in der Couch, ich schreibe ihm mit Edding eine große 4 auf die linke Hand und eine 1 auf die rechte. Damit er das als erstes sieht, wenn er wieder zu sich kommt.

20.

SKY schaltet in den Inneraum. Hellmann: »Götze hat eine Zerrung.« Reif: »Ich höre nichts.« Was, liebe Fans, ist wohl schlimmer für den BVB?

19.

Dortmund spielt bislang nicht wie das Dortmund, das wir kennen. Nicht wie Dortmund 2013. Eher wie Bayer Uerdingen 1996. Gündogan versucht einen langen Ball auf den Grotifanten, ins Aus. Schluss jetzt! Zurück ins Europastudio nach Rüssel.

17.

Reif mit dunkler Stimme: "Niemand kann gedacht haben, dass es hier was umsonst gibt." Außer ihm selbst natürlich. Die Schnittchen im Real-Presseraum sind schließlich viel zu lecker.

14.

Ronaldo plötzlich vollkommen frei im Fünfmeterraum! Wie Weidenfeller an den noch drankommt, fragen Sie's mich nicht, denn... schon geht Özil kreuzfrei auf den BVB-Keeper zu, ein Schuss wie ein Strich. Immerhin einer, der knapp neben den Pfosten geht. Noch nie hat kein Tor dem Spiel so gut getan.

13.

Götze. Ist. Verletzt. Für. Ihn. Kommt. Großkreutz. Das. Ist. Als. Wäre. Das. Filet. Auf. Das. Man. Sich. So. Gefreut. Hat. Aus. Und. Es. Gibt. Nur. Noch. Currywurst.

11.

Schon wieder Freistoß, schon wieder Özil. Schon wieder eine brenzlige Strafraumszene. "Wie sollen wir das aushalten?", ächzt Gieselmann. Er hat alles durchgestanden, den NATO-Doppelbeschluss, die Ära Kohl, die Agenda 2010. Aber jetzt kann er nicht mehr.

13.

Ruhig. In Lautschrift: RUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU-JIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIICH!

11.

Dortmund wie gefesselt. Am 11FREUNDE-Taktiktisch ist man sich einig: Jetzt müsste Klopp Houdini bringen!

9.

Es ist wirklich schlimm bisher, beängstigend. Dortmund bislang vielleicht dreißig Sekunden jenseits der Mittellinie. Real bissig wie die Polizeihunde heute am Berliner Mauerpark. Jetzt Özil mit dem Pass auf Ronaldo - drüber! Wau.

7.

Ich kotz’ gleich. Da freut man sich seit 'ner Woche auf dieses Spiel, und jetzt kann man nicht erwarten, dass es endlich vorbei ist! Schon wieder Ecke. Was soll das? Steht es hier noch 0:0? Können wir trotzdem noch mal von vorne anfangen? Liegt es vielleicht auch an Reif, der jetzt hier keine Punkte mehr hinter seine Sätze macht? Sein Kommentar ist eine einzige Abwärtsspirale. Eckball Nummer 4 jetzt. Bringt nichts ein. Punkt. Atmen.

6.

Man kann vieles sagen, aber Reif scheint auf unserer Seite zu sein. "Xabi Alonso - ganz schwach im Hinspiel", ruft er. Hofft, dass der's hört. Dortmunds zwölfter Mann heute am Mikro?

4.

Ecke, Özil, gefährlich, Weidenfeller, stark, so wie den Ball aus dem Strafraum soll er mich eines Tages aus dem Leben fausten. Ich würde lächelnd von euch gehen.

4.

Schreck, lass nach! Schmelzer schmilzt auf Pygmäenformat, kann den Ball nicht mehr sehen, sondern nur noch Grashalme - der fast fatalste Ballverlust aller Zeiten, doch Higuain scheitert an Weidenfeller. Hui.

4.

Bei Real vorne mit dabei: Die Maria. Die erste Frau in einem Champions-League-Halbfinale. Mas integracion.

2.

Mourinho: Sieht aus, als hätte er im Auto gepennt. Wobei man wohl annehmen muss, dass sein Auto größer ist als meine Wohnung. 

1.

Real gewinnt das erste Kopfballduell des Spiels: Keeper Lopez gegen Reus. Doch vorher: Abseits. Ein Zeichen? Warten wir's ab.

20:45 Uhr

»Ronaldo hat vorgelegt mit vier Torten«, so Reif nun. Torten: Das klingt doch eher nach vierzigjährigen Sachbearbeiterinnen auf Betriebsausflug. Aber wo die Liebe hinfällt. Und wo wir schon mal beim Thema sind: Anstoß!

20:44 Uhr

Eiderdaus: Real ohne Khedira. Dafür Dortmund ohne Feiersinger. Touché.

20:43 Uhr

Die Seitenwahl. Weidenfeller zu Schiri Webb: »Please pfeifen Sie grandios!«

20:42 Uhr

Die Champions-League-Hymne. "Aaaaah, Händel", schmachtet Gieselmann. Könnte aber auch die Filterlose meinen, an der er gierig zieht, und ich hab den Wortanfang nicht richtig mitbekommen.

20:41 Uhr

Im Tunnel: Die Real-Spieler warten wie sechzehnjährige Jogging-Anzug-Engländerinnen in einer Schlange vorm Take-That-Konzert.  

20:39 Uhr

Es begrüßt uns aus dem Stadion: Marcel Reif. Hat sich zur Feier des Tages ein landesübliches Pseudonym zugelegt: Marcelo Maturo. Damit er auch bei einem Dortmunder Weiterkommen nachher noch ungeschoren durch die Tapas-Bars tingeln kann. Wohl bekomm's.

20:37 Uhr

Nur noch wenige Minuten. Gieselmann hält es nicht mehr aus. Reißt sich die Barthaare einzeln aus, schmeißt sie dann auf den Redaktionsteppich, will in ihrer Anordnung den Spielverlauf vorhersehen. "Ja! Sie packen's! Neiiin! Doch!!!" Wenn Schiss zu Spliss wird.

20:33 Uhr

Und jetzt: Lehmann! LEHMANN! Widerlegt mich mit einem wahren Paukenschlag des Humors. Leopold fragt nach den Ritualen in der Kabine. Und der Fips Asmussen unter den Keepern sagt, eiskalt, trocken, bühnenreif: "Zigarette und Schnaps." Leopold verschluckt sich fast an seinem Schlips, bricht japsend zusammen, klopft wie beim Wrestling ab. Es kann losgehen.

20:32 Uhr

Mein Gott. Jetzt soll man noch mal »mitmachen und gewinnen« bzw. seinen »one magic moment erleben«. Ganz schön emotional. Spielt Mourinho seinen Spielern diese SKY-Werbung vor? Und Ramos schleppt seinen neuen Flachbildfernseher in den Strafraum.

20:31 Uhr

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Lehmann noch humorbefreiter ist als, sagen wir: Sammer. Blafft seine Antworten ins Studio, ohne eine Miene zu verziehen. Ist immer gegen alles. Will Riedle jetzt die Brille klauen, doch der trägt Kontaktlinsen. "Gib die her!", fordert Lehmann. Kauert sich dann hinters Sky-Sofa, lässt die Hose runter.

20:30 Uhr

Jetzt Zorc. Hat sich als Hellmann verkleidet, gleicher Anzug, gleiches Gel. Hellmann interviewt sich also selbst: »Basti, was wolltest du schon immer mal von dir wissen?« – »Was würde ich Michael Zorc fragen, wenn er vor mir stehen würde?« – »Danke, Basti.« – »Danke mir.«

20:25 Uhr

Diese Kombination aus Ehrgeiz und Gelassenheit, Kontrollwahn und Fatalismus, die Klopp so kurz vor einem Spiel ostentativ an den Tag legt, kennen wir eigentlich nur von Formel-1-Piloten: Kurz bevor sie in die Höllenmaschine steigen, wirken sie, als würden gleich eine Runde im Pool kraulen. Kloppo, der Schumi der Champions League. 

20:24 Uhr

In der Zeitlupe: Schiri Howard Webb begrüßt Klopp. Prädikat: herzlich. Wenn nicht innig. Kann nichts mehr schiefgehen, da leg ich mich jetzt einfach mal fest.

20:21 Uhr

Kloppo über das Bernabeu: "Is cool hier." Und plötzlich wird klar, was für eine Art von Tanz das hier auch werden kann:

20:20 Uhr

Jetzt Kloppo: »Ich habe meine Familie auf der Tribüne gesucht.« Hellmann: »Und? Gefunden?« Kloppo: »Nä!« Hellmann: »Ich könnte doch Ihr Sohn sein!« Kloppo: »Welches Ressort? Tierfilme?«

20:19 Uhr

Meijer schon wieder. Zeigt uns simple Torszenen von Lewandowski, das schimpft sich dann Analyse. Fazit: "Kann man hoffen, dass er nächstes Jahr noch da ist." Was man nicht für alle hoffen kann...

20:18 Uhr

Metzelder: »Lewandowski hält die Bälle unglaublich gut.« Lehmann friert ein. ER ist doch die Nummer 1! Wo ist Klinsi? Wo ist Kahn? Er könnte jetzt eine Nackenmassage gebrauchen. Kriegt er nicht. Kritzelt schließlich »Lewandoofski« auf den SKY-Tresen.

20:16 Uhr

Stattdessen erst mal: Ein Best-of von Kalle Riedle, unterlegt mit Brüllereien von Marcel Reif. Weniger für den heutigen Sky-Mann, dafür aber für den ehemaligen Stürmer gilt: Air kann es.

20:15 Uhr

Jetzt lupfen! Egal was!

20:11 Uhr

Jens Lehmann, der selbst ernannte König der umgekehrten Psychologie. Zerpflückt nun die Durchhalteparolen von José Mourinho. "Wenn ich einem kleinen Kind sage, fall nicht die Treppe runter, dann macht es das garantiert." Was heißt das jetzt für uns: Wenn wir die Sky-Hotline anrufen und sagen, dass Lehmann unbedingt weiterreden sollte, muss er dann sofort seinen Platz räumen? Aber was dann? Nimmt Erik Meijer seinen Platz ein? Oder Günther Jauch? Schlimm und schlimmer.

20:09 Uhr

Wie man sich in einer Verlängerung fühlt, die ja ohne Weiteres auf uns zukommen kann, das beschrieb mir eben Kollege Ehrmann in den buntesten Farben: Er in einer Berliner Karaoke-Bar, umringt von Frauen, so selbstsicher wie angetrunken »Ain’t No Sunshine« von Bill Withers gewählt – und dann kommt die »I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know, I know«-Stelle. Ehrmann: Auf offener Szene erstickt. Wer hat heute den längeren Atem? I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know, I don’t know. 

19:53 Uhr

Wie immer saugen wir unsere Informationen einzig und allein aus unserem Lieblingsportal »Bravo Sport«. Dort heißt es: »Wer holt den Pott? Nie war die Frage vor einem CL-Halbfinale schwieriger zu beantworten. Wir tun es trotzdem!« Und dann, ohne Scheiß: »Bayern, Dortmund, Barcelona und Real Madrid!« Alle vier? Echt? Das ist ja fantastisch! Trotzdem Tränen in der Redaktion: Warum nicht auch der FSV Salmrohr?

19:46 Uhr

Was wird das heute für ein Tanz in den Mai? Ein langsamer Walzer wohl eher nicht, nach allem, was man so gehört hat im Vorfeld - eher schon so eine Art Gangnam Style von Madrid. Hoffentlich, aus Dortmunder Sicht, wenigstens kein Tango de la Muerte. Klopp übt schon mal den Wechselschritt.

19:43 Uhr

Sky hat sich zur Feier des Tages drei Ex-BVB-Spieler ins Studio eingeladen. Christoph "Metze" Metzelder, Kalle "Air" Riedle und Jens "Ick koof bei" Lehmann. Riedle geht im internen Wettstreit gleich haushoch in Führung: "Dortmund ist nicht mehr so grün hinter den Augen." Bitte mehr davon. Gelbes Licht von uns.

19:42 Uhr

Was heute für Dortmund wichtig wird: Kein frühes Gegentor kassieren. Wir gehen daher davon aus, dass Hummels frühestens zur Halbzeit reinkommt.

19:27 Uhr

Horror! Klopp schon wieder mit neuer Frisur! Hier äußert sich der BVB-Trainer persönlich. Das Interview führte Dieter Kürten.

19:12 Uhr

Die drängendste Frage des Abends kommt von Leser Marc: »Bekommen Gundula Gause (48) und Verona Pooth (45) auch noch einen Kuchen überreicht?« Wir geben ab an Claus Kleber.

19:10 Uhr

11FREUNDE-Liveticker-Bonusmaterial! Behind the scenes! So bereiten sich die Redakteure auf ein Hammerspiel vor!

Silly, spinning Hawaiian Monk Seal from Brian V on Vimeo.

19:03 Uhr

So auch unser Leser Fritz, der sich gleich zu einer Verschwörungstheorie aufschwingt: »Ist schon mal jemand auf den Gedanken gekommen, dass Pep Guardiola bewusst nach Deutschland geschickt worden ist, um den deutschen Fußball zu schwächen?«, schreibt er, und wir trauen uns kaum weiterzulesen. »Die Taktik lautet: von den aufkommenden deutschen Vereinen, die sich der europäischen Spitze nähern, alle Topspieler zu Bayern München locken, damit NUR EIN einziger deutscher Verein dauerhaft eine Konkurrenz für andere europäischen Vereine/Länder darstellt!« Klingt plausibel. Aber ist man beim FSV Salmrohr auf den grenzenlosen Ruhm vorbereitet?

19:01 Uhr

Ohnehin fragen sich viele: »Was steht uns bevor?«. Als wäre das ein Schrank, ein dicker Mann, ein falsch geparktes Auto.

18:53 Uhr

Die BVB-Homepage sieht eine ganz besondere Paarung auf uns zu kommen: »Fritz-Walter-Wetter contra Mythos Bernabeu!« Damit war nicht zu rechnen. Aber jetzt sind wir gefasst auf weitere Kracher: »Hochdruckgebiet Jürgen gegen Faszination Modelleisenbahn!«, »Tagesthemen-Strömungsfilm gegen Volkskrankheit Arterienverkalkung!« und nicht zuletzt: »Stratocumulus gegen Reizthema Zölibat!«

18:44 Uhr

Dinge, die wir generell nicht sehen wollen:

18:33 Uhr

Dinge, die wir heute nicht sehen wollen (4):

18:27 Uhr

Dinge, die wir heute nicht sehen wollen (3):

18:26 Uhr

Dinge, die wir heute nicht sehen wollen (2):

18:25 Uhr

Dinge, die wir heute nicht sehen wollen (1):

18:11 Uhr

Blitzmeldung: Wie wir von den Kollegen von »Bolzen« erfahren, läuft für den BVB heute ein bislang nicht näher in Erscheinung getretener Spieler auf. Wer ist er? Was kann er? Und: wie lange bleibt er dem BVB treu?

17:37 Uhr

Und es wird sogar noch schmutziger. »SCHWARZ-GEILE UNTERSTÜTZUNG – FRAUssia Dortmund!«, lechzt Bild.de zu einem Bild der BVB-Spielergattinnen. Wobei wir von dem Wortspiel doch eher enttäuscht sind. Warum nicht BEAUrussia Dortmund? BoTUSSIA Dortmund? Borussia DEEPTHROAT? Da wäre mehr drin gewesen.

17:12 Uhr

Wie schmutzig ist die Bundesliga wirklich? Jetzt steigt auch noch eine Frau in den Lewandowski-Poker ein! Sie wollen HEIRATEN! Pfui.

17:08 Uhr

Heute kann ja ein Traum wahr werden: zwei deutsche Mannschaften im Endspiel der Champions League. Oder ist die Wahrheit längst traumhaft geworden? Die beiden bislang gespielten Halbfinals suggerieren genau das: Bayern gegen Barcelona 4:0, Dortmund gegen Madrid 4:1 – das sind illusorische Ergebnisse. Zu schön, um wahr zu sein. Eigentlich sogar zu schön, um ein Traum zu sein.

Das Problem: Wie soll man jetzt überhaupt weiter träumen? Wie träumt man vom Traumhaften? Ein Kumpel von mir hat es einfach mal versucht. Seine Freundin ist schwanger, und er träumte nun, der Geburtstermin falle auf den 25. Mai, den Tag des Finales. Sie vereinbaren, dass der Junge den Namen des ersten Torschützen in diesem Spiel tragen soll. Schließlich sitzen die beiden, sie schon in den Wehen und er mit der Tasche fürs Krankenhaus unterm Arm, vor dem Fernseher. Wird ihr Sohn Dante heißen? Ilkay? Franck? »Bitte nicht Kevin!«, japst mein Kumpel, hat er doch von den Nachteilen, den dieser Name für die Schulkarriere mit sich bringt, in der Zeitung gelesen. So sind die modernen Väter: selbst im Traum denken sie an die Zukunft ihres Kindes.

Neben ihm werden die Wehen seiner Freundin intensiver, es geht in die Schlussphase, doch noch immer steht es 0:0. »Mats wäre mir am liebsten!«, ächzt sie. Dann das: Letzte Ecke für die Bayern, und wer steigt aus dem Strafraumgewühl empor und köpft das Siegtor? Jupp Heynckes! Der Bayern-Trainer persönlich! Für ihn der ultimative Triumph, für meinen Kumpel ein Albtraum im Traum: Sein Sohn muss Jupp heißen.

Als er schweißgebadet erwachte, beschloss er umgehend, ein deutsch-deutsches Finale nicht über den Namen seines Kindes entscheiden zu lassen. In Wahrheit könnte es sogar noch schlimmer kommen: Die beiden erwarten nämlich ein Mädchen.

15:39 Uhr

Und wer hat heute noch Geburtstag? Thomas Schaaf, der Ghostrider der Bundesliga! Und was kriegt er zum Zweiundfünfzigsten? Kuchen. Selbstgebacken. Von Hausfrauen aus Osterholz-Scharmbeck. Die selbstgestrickte Schals tragen. Und dabei hat Werder doch auch mal Champions League gespielt. Sic transit gloria mundi.

15:20 Uhr

Apropos »Das Spiel breit machen«: Willie Nelson feiert heute seinen Achtzigsten! Funny how time slips away... Oder wie Kloppo sagen würde: »The watch is running.«

15:03 Uhr

Hat jemand meine Umhängetasche gesehen? Ich will endlich das Spiel breit machen.

15:00 Uhr

Gutes, altes Feindbild Real Madrid. Aber wie weit ist es eigentlich mit dem Nimbus der »Königlichen« noch her? Dazu eine Meldung aus der »Neuen Westfälischen«.

»Offensichtlich gut gelaunt ließ ein 27-jähriger Bielefelder am frühen Sonntagmorgen die Passanten auf der Feilenstraße wissen, dass er der ›König von Bielefeld‹ sei. Ein 28-jähriger Bünder war anderer Meinung. Er streckte den vermeintlichen König mit einem laut Polizeibericht ›wuchtigen Faustschlag‹ nieder.

Bevor die jungen Männer weitere tatkräftige Argumente austauschen konnten, griffen Passanten und die unmittelbar eintreffende Polizei ein. Seine Majestät behauptete zudem, dass sie vom 28-Jährigen noch mit einem Messer bedroht worden sei. Eine Durchsuchung des Schlägers verlief jedoch negativ.

Dafür fanden die Polizisten in der königlichen Umhängetasche Marihuana und bedachten ihn mit einer Anzeige wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln. Gegen den Bünder wurde eine Anzeige wegen Körperverletzung gefertigt.

Ob auch wegen Majestätsbeleidigung ermittelt wird, ließ der Polizeibericht offen.«

14:51 Uhr

Kloppo denkt derweil in ganz anderen Sphären. »Heute passiert Historisches«, sagte der Guido Knopp der Champions League auf der Pressekonferenz. Ja: Es IST sogar schon passiert, wie diese Bilder beweisen.

14:50 Uhr

Mourinho ist wieder auf der Höhe – und hat einen Plan geschmiedet: Er will, wie 1998, Tore vom Trainingsgelände herbeischaffen lassen! »Ruckizucki steht es hier 8:0!«, frohlockt der Besondere. Bringt Kloppo jetzt Stefan Kuntz, die »Säge«?

14:42 Uhr

Was heute wichtig ist: Körpersprache! Dazu ein Kommentar von Ulrich Deppendorf vom WDR bzw. von Mo Idrissou vom FCK. Harte Worte. Danke.

13:06 Uhr

Indes wird Mourinho in seinem Schützengraben von melancholischen Anfällen geschüttelt: »Immer ist das Scheitern das Scheitern des Trainers.« Ja. Scheitern ist Scheitern ist Scheitern ist Scheitern. Immer. Davor ängstigen auch wir uns. Schluss mit dem beschissenen Krieg. Nimm diese Rose als Zeichen der Versöhnung, Mou!

12:49 Uhr

Eine Meldung von den Nebenkriegsschauplätzen. Kicker.de titelt: »Sitzt Effenberg Keller im Nacken? Tönnies: ›Quatsch!‹« Eine Schlagzeile, so episch wie ein Roman von Erich Maria Remarque. Was da alles drin steckt! Sitzt Effenberg mit Tönnies im Keller und grillt Nackensteak? Kellert Effenberg den nackten Tönnies ein? Sitzt Tönnies auf dem Berg und äfft Keller nach? Erich Maria Remarque: Quatsch!  

12:46 Uhr

Mist. Dieser verdammte Krieg macht uns ganz schön nervös. Jetzt wären wir gern der Schlagzeuger von Bill Withers.

12:26 Uhr

Und schon geht der Krieg los. Laut Bild.de »droht« José Mourinho: »Es steht 1:4 gegen uns, aber es ist Fußball, und da kann alles passieren.« Eine solche Drohung vom Drohungsprofi geht natürlich in Mark und Bein. Aber wir »drohen« unerschrocken zurück, wahlweise mit:

1. »Woher haben Sie diese Information?«

2. »Es steht 4:1 für uns, aber hey: Es ist Frühling, und wir sind total verliebt in Gundula Gause!«

3. »Selber!«

4. »Geiler Plan. Aber was, wenn wir gar nicht erst anreisen? Na? Na? NA?«

5. »Das ist mir echt zu blöd jetzt.«

6. »Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne für diese Erde, auf der wir wohnen. Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude, ein bisschen Wärme, das wünsch' ich mir.«

7. »Das ist nur Ihre Meinung!«

8. »Würden Sie das eventuell zurücknehmen? Nein? Auch gut.«

9. »Das petz' ich!«

10. »Wissen Sie überhaupt, wen Sie vor sich haben? Nein? Umso besser.«

11. »Welches Ressort? Was machen Sie? Tierfilme? Sport! Oh, alles klar.«

11:11 Uhr

Teil 11: Die Arbeit einer ganzen Saison. Sei also gewarnt, BVB! Ende der Serie.

11:08 Uhr

Teil 10: Brücken.

11:02 Uhr

Teil 9: Karrieren.

10:52 Uhr

Teil 7: Slaughter.

10:25 Uhr

Real Madrid gegen Borussia Dortmund: Das weckt Erinnerungen an den Torzusammenbruch im CL-Halbfinale am 1. April 1998. Willkommen also zu unserer Serie »Was alles zusammenbrechen kann«. Teil 1: Annika.

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