Real Madrid
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FC Barcelona

Real - Barca im Liveticker

Nemessis

Sieben Tore, drei Elfmeter, ein Floh, kein Stream. Messi schießt Madrid ab und das Internetz kaputt. Wir legen uns fest: Der beste Clásico aller Zeiten. Bis zum nächsten Clásico. Saß mit Schnappatmung vorm PC: der Ticker.

libero.pe

22:55 Uhr

Tja, Freunde, das war's hier, Barca hartnäckiger als eine Chlamydien-Infektion und am Ende siegreich. Kurze Zusammenfassung des Spiels: Null Eins, Eins Eins, Zwei Eins, Zwei Zwei, Drei Zwei, Drei Drei, Drei Vier. Oder in der Kurzform: Der Oberknaller. Neben Barca ist heute übrigens der neue Tabellenführer Atletico Madrid der große Gewinner. Und alle, die das Glück hatten, dieses orgiastische Fußballerlebnis miterleben zu können. Bevor uns laola nun die letzten verbliebenen Gehirnzellen mit ihrem obligatorischen DJ Bobo-Beat aus der Hirnschale schmilzt, verabschieden wir uns und hauen uns aufs Ohr. Kann man eigentlich in tiki-taka träumen?

90.

180 Sekunden noch, was ein Fußballspiel. Nach all dem Ärger im Bundesliga-Alltag, all den Sammers und Hoffenheims und drohenden Red Bulls weiß ich plötzlich wieder, warum ich diesen Sport so liebe.

88.

Hektisches, enges Spiel, noch zwei Minuten. Carles Puyol auf der Tribüne wirkt angespannt...

85.

Ach, der kleine Xavi, sieht immer so traurig aus, auch jetzt, trotz Führung. Als habe man ihm just seinen Kuschelteddy weggenommen und gesagt, dass der Weihnachtsmann wegen Pädasterie im Knast sitzt. Würde gerne mal einen Staring Contest zwischen ihm und Deco sehen. Wer zuerst hemmungslos heult, hat verloren. Oder gewonnen. Egal. Schnüff.

83

Und der nächste Elfer, Pepe stopft sich noch die Serviette in den Kragen, um den Schiri zu verspeisen, während Messi sich bereits den Ball zum 4:3 hinlegt, Diego Lopez vernascht und den Ball in den Winkel pfeffert. Lecker.

80.

Ein Angriff wie ein Dalí-Gemälde. Modric stakst über die linke Flanke, pinselt den Ball zum heftig gestikulierenden Di Maria, der durch einen Tunnel aus zerfließender Zeit bis zu Pique taucht. Scheitert am gezwirbelten Schnurbart des Verteidigers. Surreal Madrid.

79.

Mit der Akuratesse eines Ganzkörperkondoms verhindert Mascherano, dass der dauergeile Ronaldo in Barcas Hälfte eindringt. Konter verhütet. Da hilft auch das Gleitgel nicht, das sich CR7 in die Frisur eingearbeitet hat - der Abräumer macht einen starken Job. Safer Sechs.

77.

Der Clasico zerfällt in vier Fraktionen, als da sind:

  1. die harten Fußballpuristen um Pepe und Varane, die Blut, mindestens aber gebrochene Kiefer sehen wollen,
  2.  die ästhetischen Anarchisten, angeführt von Iniesta, Messi und den Kollegen,
  3. die den Elementen der kampflosen Aufgabe prinzipiell Zugänglichen, zu denen offenbar die meisten Herren in weiß gehören,
  4. Cristiano Ronaldo

 Wer kennt die Handynummer von José Mourinho?

75.

Pedro bietet sich so sehr an, dass man das schon fast Prostitution nennen muss. Wird konsequent ignoriert. Der Straßenstrich hat einfach keine Lobby.

74.

Dani Alves geht durch, hängt den ihm im Nacken klammernden Marcelo ab, ja lässt ihn einfach zurück wie weiland Bergmann den Bogart, wie E.T. seinen Elliott, wie Jack im Ozean Rose, die ganze Filmgeschichte verdichtet sich auf diesen Antritt. Und dann gibt es für den Abschluss die goldene Himbeere des Fußball: Pfosten.

72.

Real nur noch in der Defensive, nach vorne mit langen Bällen auf Bale. Gegen diese Taktik hat selbst Gammelfleisch eine Frischesiegel.

70.

Wächst Iniestas Stirn nach oben oder sind seine Haare um die doppelte Distanz zurückgegangen? Wenn sich dieser Trend forsetzt, hat der Spanier bald Geheimratsecken am Steißbein. Meine Meinung.

68.

Neymar muss für Pedro weichen, wir reichen zu seinem Abgang ein wenig Trivia: 183 Fotoshootings hat Neymar in den vergangenen drei Jahren absolviert. Eine starke Bilanz. Wenn es darauf ankam, warder Junge einfach da. Beneidenswert. Bei mir war der Schulfotograf immer nur unter energischem Zureden bereit, mich für das Jahrbuch abzulichten. Und die Aufnahmen waren immer unscharf. Typisch. 

66.

Mit seinen beiden Treffern hat Lionel Messi übrigens Real-Legende Hugo Sanchez als Rekordtorschützen in der Premiera Division abgelöst. Das ist dieser fesche junge Mann hier. Wir denken: In Sachen Style wird Messi Sanchez so schnell nicht überholen

63.

Mann Leute, hier gehts mehr rund als an einem durchschnittlichen Tag am Set von Magma Productions. Pass Messi auf Neymar, der hakt ein und schindet den Elfer. Ramos mit Rot runter, Messi mit dem Elfertor. Auf so viel Hektik erstmal einen großen Löffel Mehl.

59.

Ronaldo jetzt schon mit 25 Saisontoren, damit führt er weit vor der Konkurrenz. Weitere Statistiken, in denen Vollsympath Ronaldo unangefochten führt: Höchster pro Kopf Gel-Verbrauch in Südeuropa. Meiste sichtbar ausdefinierte Muskelpakete außerhalb des Bodybuilding-Sports. Schlechteste Show-zu-Ertrag-Ratio bei Freistößen seit Beginn der Messung. Ende der Liste.

55.

Und so schnell führt Real wieder. Elfmeter, der keiner ist, Ronaldo gockelt zum Punkt und wemmst den Ball mit 300 Kmh ins untere Eck. Goooooooool. Läuft anschließend in die Fankurve und präsentiert seine Pfauenfedern. Entzückend.

52.

Bale? Fail!

50.

Modric foult Busquets, der vorher von Alonso gefoult wurde, den Fabregas gefoult hatte, der gegen Pepe in die Horizontale ging. Revanchismus über fünf Ecken. 

48.

Fabregas als falsche Neun bis jetzt eine glatte Sechs.

47.

Goal bewirbt den Clásico übrigens mit einem an epische Duelle gemahnendem Poster. Wie Ali gegen Frazier, wie Spasski gegen Fischer, wie Lewis gegen Johnson, so die intendierte Botschaft des Designs. Bei mir verfängt leider nur: Drei Scheißfrisuren auf einem Bild. Frazier hätte den Undercut mit einem Uppercut gekontert.

46.

Es wird angestoßen. Doch genug von Reich, mir und unserem Champagnergelage. Der Clásico geht weiter.

22:02 Uhr

So, die Teams kommen aus der Kabine. Pepe scheint hochmotiviert:

21:59 Uhr

»Nach dem Spiel«, so der laola1-Moderator, »werde man weitere Fragen beantworten können«. Gut, ich hätte da eine: Warum läuft der Stream erst gar nicht und dann nur wackelig, aber die Halbzeitanalyse gibt's in geschmeidigsten HD? Warum, ihr  Sadisten, warum?

21:55 Uhr

Überraschung: Olaf Scholz als Experte im Studio, parliert mit dem Moderator über die Tore. Hat ja jetzt auch Zeit, wo in Hamburg der Polizeistaat errichtet ist.

21:52 Uhr

Wow, diese Mucke ey. Für solch seichte Technopop-Beats würde sich selbst DJ Bobo schämen.

21:50 Uhr

Halbzeit in Spanien, in Deutschland derweil starke Konkurrenz für den Clasico: Im ersten läuft der Tatort mit dem Titel »Der Fall Reinhardt« Die Ermittler sind dabei einem skrupellosen Killer mit baumstammdicken Oberschenkeln im Großraum Dortmund auf der Spur, der seine Opfer mit seiner linken Klebe geradezu hinrichtet und per Freistoßhammer gnadenlos ganze Kleinfamilien massakriert. Klingt spannend

21:46 Uhr

Das Internetz entlässt uns in die Halbzeit. Zeit also, am Beschwerdefax weiterzuarbeiten. Die Technoanleihen, die eingespielt werden, kommen gerade recht. Bis gleich.

45.

Mit der Wucht spanischer Erasmusstudenten, die keinen Berliner Club verpassen wollen, rollt Xavi den nächsten Angriff über die Mittellinie. Aber Torsteher Lopes wiegelt ab. Kein Durch- bzw. Reinkommen. Ob es am Outfit liegt? Vertikelgestreiftes Neon ist ja so 2013, Hippnessfaktor zero. Mit Nappalederschuhen und Fellweste über dem Blaugrana gäbe es derweil Flatratesaufen im Berghain.

42.

Tooooor! Neymar lässt sich den Ball instinktiv abnehmen, weil er weiß, dass Kollege Messi heranrauscht und ins Eck einschießt. Die Königlichen, die sich schon mit Führung in der Kabine wähnten, wieder vom Argentinier abgekocht. Typ Nemessis.

41.

Laola.TV besticht mit einer interessanten Kameraperspektive. Immer auf Ballhöhe, mit plötzlichen Zooms in den Grasnarbenbereich, dann wieder elegisches Panorama. Herrliche Szenen.

40.

Der Clasico bis hierhin ein einziges Festival der Liebe. Von Rivalität, ja Hass gar keine Spur. Es wird geplauscht und gelacht, handgeshaked und einander lächelnd aufgeholfen. Enttäuschend und befremdlich finde ich diese Harmonie. Wie eine Maidemonstration im Hamburger Schanzenviertel, die nicht eskaliert. Dabei will ich doch, wenn ich schon diese Panzerfahrzeuge blicke, auch Steine fliegen sehen, Knüppel, Qualm, Dachlatten. Verdammte Hippies.

38.

Aber wer waren die Katalanen, wenn sie nicht sie selbst waren in den letzten Spielen? Der HSV? Der DSC Wanne-Eickel? Die 11FREUNDE-Betriebsmannschaft? Wir hätten gegen Real Sociedad immerhin ein Remis geholt.

37.

»Wir müssen mehr denn wir selbst sein«, hat Iniesta vor der Partie parolt. Ich nehme mir jeden Tag das Gegenteil vor.

35.

Liveschalte in die Gefühlswelt von Karim Benzema:

34.

Ha, Laola1 erwacht aus dem Dornröschenschlaf, wunderbar. Ob Carles Puyol die Kollegen mit einer Blutgrätsche wachgeküsst hat?

31.

Carles Puyol ist übrigens nicht rechtzeitig fit geworden, seine großartige Karriere wird also ohne einen abschließenden Clásico zu Ende gehen, was Kollege Hermann und mich betroffen stimmt. Für unser Zweikampf- und Minipli-Idol zünden wir schnell eine nach Schweiß riechende Duftkerze an und opfern dem Fußballgott einen ausgedienten Wischmob aus dem Redaktions-Besenschrank. Mach et gut, Carles

27.

Der Stream bewegt sich mittlerweile so geschmeidig wie ein Gichtkranker im Endstadium beim Tangokurs. Gut, dass ich kein Epileptiker bin, sonst würBRGLBGLBARGHBBBDLRRLBBRRDDBDLL

25:

Teil Eins unserer Liste mit geilen möglichen  Bolzplatzspitznamen: Karim Probierstesma

23.

Täglich grüßt das Murmeltier. Wieder Di Maria, wieder Benzema, wieder Tor. Mascherano wirkt dabei so agil wie ein Betonklotz. Freunde, hier ist Tempo drin. 

20.

Und sie kommen, und wie sie kommen. Di Maria wünschelrutet den Ball an den Elfmeterpunkt, wo Benzema, die menschgewordene Viagra, seinen Kopf in die Flugbahn hält. Valdes will sich in seinem vermutlich letzten Clasico eine bleibende Erinnerung sichern und klatscht die Traube ins Netz. Ausgleich!

19.

Ein Spruch, der so auch so über einem Seniorenporno stehen könnte: Die Weißen müssen jetzt kommen.

18.

Neymar mit vierfachen Übersteiger. Übersteigt unsere Vorstellungskraft. Seine auch. Ballverlust.

16.

Messi euphorisch wie ein Hardcorekiffer. Geht auf links auf und davon. Zieht den Ball am Pfosten vorbei. Merke: Wenn Zwerge kiffen, werden sie nicht high, sondern nur mittelgroß.

14.

Die Partie hat sich beruhigt, deshalb Nachdenkliches für zwischendurch: Zöllner aus Leipzig haben eine Drogenlieferung an den Vatikan kassiert. 340 Gramm Kokain, in Kondome verpackt. Bitter für den Empfänger in Rom, andererseits aber auch absehbar. Hätte er das Pulver anderweitig verpacken lassen, wäre die Ladung zweifelsohne durchgegangen.

10.

Puh, mehr hin und her hier als im Personalausweis von Lorielle London. Benzema mit der Riesenchance, aber drüber. Ein Spiel, schneller als der Roadrunner. In einem Porsche. Mit Usain Bolt am Steuer.

6.

Oha, gerade rechtzeitig gehts hier weiter. Barca wie zu besten Guardiola-Zeiten, elf blau-rote Brummkreisel, die sich den Ball zutikitaken. Irgendwann kommt die Murmel zu Iniesta, der zum 1:0 einschiebt, anschließend abdreht und sich an der Eckfahne an seiner eigenen Geilheit sonnt. Sieht nach wenigen Sekunden schon ledriger aus als Natascha Ochsenknecht.

5.

Puh, tickern unter erschwerten Bedingungen. Laola1.tv macht schlapp, kurzes Zwischenfazit bis hierhin: Ächz!

3.

Carlo Ancelotti sieht aus wie der gutmütigste, gelassenste, in sich ruhendste Mann aller Zeiten. Ein Schweigeklostermönch als Real-Trainer, das ist das Erfolgspatent? Die Welt aus der Perspektive von Carlo Ancelotti, sie muss sich unfassbar gut anfühlen. Wie ein Farbfilm ohne Farbe, entsättigt, gedimmt, Zen. Eine Xanaxwelt. Mir schläft schon beim Gedanken daran das Großhirn ein.

1.

Immer noch 0:0. Auch in dieser Höhe zu niedrig.

20:59 Uhr

Hier, davon reden wir. Das Video geht 45 Minuten, könnt ihr euch mal reinziehen, während laola1.tv die erste Hälfte verpennt und wir einen Beschwerdebrief aufsetzen.

21:57 Uhr

Das Neymar-Video erinnert mich ein wenig an diese Cinnamon Challenge, die vor einer Weile durch das Netz schwappte. Nur für Feiglinge.

21:54 Uhr

laola1.tv derweil immer noch entspannter als Claudio Pizarro auf der Bayern-Bank. Pennt kurz weg, macht nen Scherz, Arbeit? Nee, heute nicht. Nur vielleicht.

20:50 Uhr

Tja, Freunde, so ist das. Neymar isst singend einen Löffel Mehl und das Netz freut sich, aber wenn ich das mache, heißt es, ich sei besoffen und die Security schmeißt mich aus dem REWE. Das verstehe, wer will…

20: 48 Uhr

In so einem Löffel Mehl ist ja alles drin, was der Körper braucht. Oder wie meine Großmutter immer sagte: A Löffel Mehl a day, keeps the doctor away. Oder so. Weiß nicht mehr, hatte gar keine Großmutter. Bin von einem Rudel Puyols im Wald großgezogen worden.

20:46 Uhr

Einzig laola1.tv verweigert noch den Dienst. Mh, naja, wird schon noch. Zur Einstimmung erstmal nochmal: Neymar isst einen Löffel Mehl. Mjam.

20:44 Uhr

Sunday Sunday, Freunde, das wussten schon Blur, und was soll man sagen: Sie hatten Recht. Ist tatsächlich Sonntag. Und darüber hinaus auch noch Clasico-Sonntag. Also anschnallen, die Puyol-Miniplis richten und fix den Sangria-Eimer aus der Küche holen. Clásico ist schließlich nur einmal im Jahr. Äh, zweimal. Naja, dreim…ach, egal...

20:40 Uhr

Jagutichsachma: Hòla

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