PSG
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Bayer

PSG-Bayer im Liveticker

FICKSCHEISSABBEIT!

Na, endlich. Bayer ist wieder mal frühzeitig aus der Champions League ausgeschieden. Heißt: Weniger Fußball, mehr Freizeit. Heißt: Wochenende unter der Woche. Alles super also. Oder?

15:01 Uhr

Shitnight in Paris oder das Wunder vom Prinzenpark? Wir hoffen auf letzteres, denn wir haben all unsere Ersparnisse (17,23 Euro) auf einen Bayer-Sieg gesetzt. Das Gute: Mit den Gewinnen (versteuert) könnten wir uns Zlatan Ibrahimovic als neuen 11FREUNDE-Praktikanten einkaufen. Das Schlechte: Wenn wir verlieren, müssten wir morgen einen Zweitjob beginnen. Zum Beispiel als Autoscooter-Chip-Einwerfer. Also, lasst euch nichts erzählen: Es wird spannend! Ab 20.15 Uhr im 11FREUNDE-Liveticker.

20:17 Uhr

Bezeichnend: da wird man zu später Stunde in die Redaktion gelockt, soll den FC Barcelona gegen Manchester City tickern. Und dann das: »Ätschbätsch«, feixt mir der Kollege Bock schon von weitem entgegen, »wir machen doch Bayer.« Und jetzt alle zusammen: uaaaaaaah. Schon besser. Bzw: überhaupt nicht.

20:20 Uhr

PSG gegen Leverkusen. Spannend wie einer Talcid-Tablette beim Auflösen zuzuschauen. Versuche Bock zu überreden, stattdessen noch mal das Abstiegsfinale 1996, Leverkusen-Lautern, zu tickern. Nichts. Biete ihm eine Rudi-Völler-Andy-Brehme-Gedächtnis-Knuddelei an. Keine Chance. Fußball, wo ist dein Herz geblieben?

20:23 Uhr

Bock unerbittlich: »Ist Son noch verletzt, weißt du das?«, fragt er heimtückisch. Nochmal: Ich. Habe. Mich. Auf. Ein. Anderes. Spiel. Vorbereitet.

20:24 Uhr

Sky-Bazi Michael Leopold ist seiner Zeit um sieben Monate voraus, »von der Bank auf die Wiese«, oktoberfestet er. Und dann der harte, der ganz harte Schnitt zu Erik Meijer. Der aussieht, als wäre er gerade aus dem Käfer-Zelt geflogen. Passt dann also doch alles wieder. Also gegen wen spielt Barca jetzt noch mal? Lautern?

)

20:29 Uhr

Erik Meijer also. Wieder mal. Analysiert Leverkusens Spiel exklusiv wie eine Juwelo-TV-Moderatorin ihre extrem glänzenden Super-Diamanten aus Westafrika. Würde Sky jetzt eine Telefonnummer einblenden, würde ich glatt was kaufen. Zum Beispiel den Luxus-Anzug von Bruno Labbadia. 

20:29 Uhr

Jetzt surft Bock auch schon in die Zukunft. Schickt Ticks um 20.27 Uhr ab, die auf 20.29 Uhr datiert sind. Ist er der Mann der Zukunft in diesem Haus? Und bedeutet das, dass er mir kurz vor dem Anpfiff schon den Endstand sagen kann? Mache vorsichtshalber mal fünf Livewetten-Seiten auf. Klassischer Status Quo Ante.

20:31 Uhr

Bock und ich entzweien uns minütlich. »Willst du Hyypiä dissen oder soll ich?«, frage ich höflich. Bock: »Wieso dissen?« - »Wie, bist du Leverkusen-Fan?«, frage ich. - »Ich bin Deutschland-Fan«, sagt der Kollege. »Und Finnland-Fan.« Fragt mich dann, ob ich schon weiß, was Sonnenuntergang auf Finnisch heißt. Keine Ahnung. Vermutlich: Hyypiä.

20:35 Uhr

Jetzt mal ehrlich! Was uns an diesem Spiel am meisten interessiert: Wann schalten wir um auf 9Live? Wann merken wir, dass es den Sender nicht mehr gibt? Und wann rufen Zlatko und Jürgen an und fragen uns, ob wir einen Remix zu ihrem Song »Ich vermiss' Dich (wie die Hölle)« produzieren? Dinge, die heute geklärt werden. Vielleicht.

20:37 Uhr

Werbung. Und die immer noch nicht beantwortete Frage, was Fußballer, die sich Haarspray auf den Kopf sprühen, mit Autos zu tun haben? Oder mit Fußball. Oder mit Irgendwas. Frage Bock. Seine Antwort: »Enemmän kuin luulet.«

20:39 Uhr

Kollege Ehrmann hat sich übrigens schon abgemeldet. Sitzt im Auto und freut sich aufs Wochenende. Dabei ist doch erst Mittwoch.

20:41 Uhr

»Bayer Leverkusen mit der besten Mannschaft, die sie im Moment stellen können«, informiert Marcel Reif. Schon klar. Die Frage war ja aber schon im Hinspiel eine ganz andere: Wie schlimm kann das Beste sein? Die vorläufige Antwort: ziemlich.

20:43 Uhr

Immerhin: Zlatan. In der Startelf. Da gibt's ja ganz andere Stars, die lassen sich nicht zu Freundschaftsspielen gegen unterklassige Gegner herab. Aber der Schwede ist offenbar hungrig. Und gleich so: haps. Hmmmm. Lecker Talcid.

1.

Die erste Niederlage für Bayer: PSG stößt an. Langsam sollte Bayer kommen.

2.

Und ja, Marcel Reif hat eben tatsächlich »Pari'« gesagt. Ohne S. Als wäre er ein Franzose. J'accuse.

3.

Nun aber: Ein Erfolgserlebnis jagt das nächste. Donati holt einen Abstoß raus. Leno schießt den Abstoß zum eigenen Mann. Hier geht was.

3.

Can! Was so viel heißt wie: Kann! Und es stimmt. Schöner Flachschuss aufs Pariser Tor. Und Zlatans Bauch auf der anderen Seite so: Grummel.

5.

Pastore. Manch einer trägt seine Zuständigkeiten ja einfach im Namen. Macht es sicher einfacher für die Journalisten.

6.

Es geht los! 1:0 für Bayer Leverkusen! Flanke von Donati auf Sam, und der nickt ein. Marcel Reif rechnet: »Leverkusen braucht nur noch drei Tore!« Wir überprüfen – und müssen der Sky-Eminenz Recht geben. Das fühlt sich komisch an, aber zugleich auch außerordentlich gut, denn so sicher haben wir uns in Mathe zuletzt gefühlt, als wir das Fach abgewählt haben (3. Klasse). Wie gesagt: Ein Erfolgserlebnis jagt das nächste!

7.

Plötzlich: gespannte Stille. Bock kramt schon mal nach den größten Europapokal-Sensationen der Geschichte. Ich setze mein Honorar auf einen Handicap-Sieg Leverkusen. Sicher ist sicher. Bevor die Quote einbricht.

10.

Ist das eigentlich ein Zeichen, für irgend etwas, dass hier an der Wand des 11FREUNDE-Konferenzraums das Cover vom Mai 2009 hängt, mit den 99er-Bayern-Finalverlieren drauf? Hm. Wenn ich doch Zeichen nur deuten könnte! Verdammte §$&$&(%%)!

12.

Jetzt PSG: Ibrahimovic schießt. Das bedeutet normalerweise Tor. Dieses Mal aber: Leno. Wahnsinn. Ein Europapokalabend voller Überraschungen. Wir fühlen uns an Werder gegen Anderlecht oder Uerdingen gegen Dresden erinnert. Wann kommt Wynton Rufer? Wann Friedhelm Funkel?

13.

Quote stabil. Tendenz: Honorar eher weg. Ecke. Tor. Ein Mensch namens Marquinhos köpft das 1:1. Laut Internet ist er 1,83 Meter groß. Wirkt aber wie 1,68. So schnell kann man also über sich hinauswachsen. Die Leverkusener dagegen plötzlich wie elf Bergpygmäen.

18.

PSG drückt jetzt. Was vor allem daran liegt, dass Ibrahimovic noch ohne Tor ist. Das hat es vermutlich seit der Eurodance-Hochzeit in den Neunzigern nicht mehr gegeben. Beides ist gespenstisch. Auf die eine oder andere Art.

19.

Noch nie hätten vier Tore einer Mannschaft so gut getan. Hyypiä spielt, im Kampf gegen die Hoffnungslosigkeit, Autoquartett gegen seinen Co-Trainer. »Vier Zylinder.« - »Sticht.« So wird das nichts.

20.

Bock qualmt in einem fort. Als würde er in einem Café im Quartier Latin sitzen. Aber da gibt es wohl eher keine Club-Mate. Und da guckt sicher auch keine Sau ein Spiel von Bayer Leverkusen. Es muss schön dort sein, in diesen Cafés. Ich kenne sie nur aus Filmen. Keine Zeit für Städtetrips. Muss Spiele tickern. Von Bayer Leverkusen.

23.

Was an Zlatan wirklich erstaunlich ist, sind ja seine Beine. Die haben die Länge von ausgewachsenen Brückenpfeilern. So kann er mit dem linken Fuß Bälle am gegnerischen Strafraum annehmen, während der rechte noch am Mittelkreis steht. Das sieht aus wie ein körpergewordenes Dada-Gedicht. Supergeil.

25.

Derdiyok hat jetzt immerhin die Muße zu ein paar hübschen Übersteigern. Dann ist der Ball weg. Auch das wirkt in etwa so, als würde man in einem Café im Pariser Quartier Latin eine Club-Mate ordern. Und dazu noch ein Eisbein. Irgendwie unpassend.

27.

Es zieht. Klar, das Fenster ist auf, aber das ist es nicht. Jallet zieht. An Übersteiger-Profi Derdiyok. Der steigt diesmal nicht, sondern sinkt. Und dann: Elfmeter. Und dann? Machen wir's an kurz: Rolfes. Halbhoch. 1:1. Ja, genau, so wie vorher auch.

28.

Noch mal: Aus einem Fantasie-Foul resultiert ein Fantasie-Elfmeter resultiert ein Fantasie-Schuss. Und Rolfes muss sich sogar von Reif belehren lassen: »Halbhoch ist immer schlecht!« Schreibt der Sky-Mann die nächsten Stutzen-Zettel für das Viertelfinal-Elfmeterschießen bei der WM in Brasilien? Wir hoffen es.

30.

Schlimmer als langweilige Fußballspiele sind ja nur Fußballspiele, die einem immer mal wieder für kurze Momente vermeintliche Spannung vorgaukeln. We hate to entertain you. Der neue Sky-Slogan. Präsentiert by Erik Meijer.

32.

Die spannendste Frage für mich mittlerweile: Wann wird Bock endlich auf Barca umschalten? Noch ignoriert er sie, die Fernbedienung zu seiner Linken. Die plastikste Versuchung, seit es Kopfschmerztabletten gibt.

37.

Und jetzt lockt uns Sky mit den Europa-League-Spielen von morgen. Tausendstelfinale oder so. Ha. Haha. Hahaha. Dabei tickern wir doch morgen Barca. Hat mir Bock versprochen.

38.

Meine neuer Lieblingsspieler: Lucas Digne. Er trägt nicht nur eine Frisur eine Schnellstraße, er läuft auch so. Immer linke Spur, Arm aus dem Fenster, Überholmanöver am laufenden Band. Liefe jetzt noch eine Dark-Trance-Best-of-Compilation, würde ich mich kurz hinter dem Autobahnkreuz Bochum-West wähnen.

42.

Passend zum lähmenden Stillstand auf dem Rasen postet jetzt tatsächlich ein Facebook-Freund Bilder von der Maginot-Linie. Kann man sich besser nicht ausdenken. Gleich schleppt Zlatan einen Tannenbaum ran, Leno hebt vor seinem Fünfer einen Schützengraben aus, und dann feiern alle zusammen Weihnachten. Den Fußball haben sie ja schon.

43.

Reif wendet sich gelangweilt vom Spielgeschehen ab, kommentiert jetzt seinen eigenen Körper. »Das sind Ansätze!«, freut er sich, offenbar über die eigene Bauchregion. Holt dann den Pinsel raus, will sich ein PSG-Trikot aufmalen.

45.

Bayer steht mittlerweile so tief wie ein Golf auf einer Tankstelle in Bottrop-West. Was kann jetzt helfen? Vielleicht Dosenstechen am Parkplatz? Oder Jägermeister pur hinterm Klohäuschen? Man weiß es nicht. Man weiß nur: Mit Scooter würde es auch nicht besser werden, aber immerhin schöner.

21:32 Uhr

Halbzeit. Bayer Leverkusen muss immer noch vier Tore schießen. PSG muss eigentlich gar nichts tun. Was auch immer das heißt. Wir geben zurück nach Wien oder Peking oder wo immer Sky sein Hologramm-Studio gerade aufgebaut hat.

21:34 Uhr

Nach der Halbzeit ist vor dem Lothar. Matthäus empfängt uns gleich zum Pausenquatsch. Und wir dachten eigentlich, schlimmer könnte es nicht werden.

21:40 Uhr

Notiz an mich (und Gott). Wenn ich jemals wiedergeboren werde, möchte ich eines nicht sein: Das »z« in Lothar Matthäus' Barzelona.

21:42 Uhr

Bock reißt mich aus der Lethargie: »Hab eine Tausend-Euro-Wette auf Barca laufen«, wirft er unvermittelt ein. Nachdem er mich wiederbelebt hat, klärt er auf. Was er meinte, war: er hat eine Drei-Euro-Wette auf circa hundert Spiele laufen und kann, wenn alles gut geht, unter anderem Barca gewinnt und ein paar Spiele aus der finnischen Liga so ausgehen, wie geplant, insgesamt tausend Euro gewinnen. Aber wir sehen, es geht. Künstliche Spannung. Hoffentlich liest Zlatan mit.

46.

Die Hoffnung schwindet noch vor dem Start zur zweiten Halbzeit: Bayer Leverkusen scheitert am Anstoß. Muss wiederholt werden. Uns wird kalt.

48.

Reif erzählt vom Pferd. Beziehungsweise vom cheval. Letztes Länderspiel von Frankreich gegen Irgendwen, im Irgendwo-Stadion, Enstand Irgendwie zu Irgendwas. Sorry, den Rest hab ich schon vergessen.

49.

Derdiyok mit gestrecktem Tritt gegen einen Franzosen. Und das D steht für Aua.

50.

Handspiel Zlatan. Nö, nicht im Sechzehner, irgendwo zwischendrin. Ist halt sonst nix los, sorry.

52.

Nachtrag zum Matthäus-Z in Barzelona eines Facebook-Users: »So sin hald wia frangn! Soochd jeda so!« Vermute, dass es sich dabei um Isländisch handelt. Lasse es mit Google-Translator ins Deutsche übersetzen und sehe nun klarer: »So sin Beschlagnahme weise Frangi! Soochd Jedajas so!«

52.

Donati, Donati, da muss ich immer an die Turtles denken. Und an amerikanische Süßkringel. In meinem Kopf also, immer wenn Bayers Nummer 26 im Bild ist: ein Reptil mit Schokopanzer.

53.

Tor für PSG. Und wieder heißt der Torschütze nicht Ibrahimovic, sondern Lavezzi. Vorlage von Digne. Toll. Auch der Bart von Lavenzi, mit dem er ein bisschen so aussieht wie ein schwedischer Singer/Songwriter aus Ost-Sibirien. Dabei ist er ein Argentinier aus Frankreich. Verrückte Welt.

54.

Hui!, würde man jetzt huien, wenn es noch um was gehen würde. Denn: fast das 2:2. Aber so nur: »hui«.

56.

Reinartz steigt hart in einen Zweikampf. Sieht gut aus. Wie ein Bulldozer beim Abtanzball. Führt aber letztendlich nur zu Enttäuschungen, hie und da. Keine Girls (beim Abtanzball) und keinen Ball (beim Fußballspiel).

59.

Reif jetzt wir eine Kreuzung aus Fritz von Thurn und Taxis und Heribert Faßbender, nennt Zlatan oder irgendwen den »alten Schweden«. Und nachher, im Café Flore, will er dann eine Portion Labskaus haben. »Quoi? Labskôt? C'est quoi, Monsieur?« 50 Jahre Annäherung, alles für die chat.

60.

Pässe, Flanken, Einwürfe, jetzt gelingt nichts mehr. Bayers Spiel momentan so elanvoll wie ein Hippie-Festival beim Speed-Dating. Spielt Sami Hyppiä schon Didgeridoo?

62.

Lavezzi geht. Lucas kommt. Langeweile bleibt.

63.

Vielleicht sind wir auch zu negativ oder was, aber Reif findet das tatsächlich irgendwie alles »spannend«. Oder läuft bei ihm auf dem Screen auch schon längst Leverkusen-Lautern von '96? Dann müsste Pavel Kuka gerade das 0:1 gemacht haben.

66.

Sehen wir ein anderes Spiel? Reif jubelt: »Leverkusen mit einer tollen Antwort auf das 1:2.« Für uns ist Bayers Spiel eher das fußballgewordene »Äh, also, nun, ja«. Immerhin: Auch das ist eine Antwort. Sogar beliebt. Aber nicht immer toll.

67.

Derdiyok scheitert am PSG-Keeper. Gutgut. Soso. Aha. Wann ist endlich WM?

67.

Was ist passiert? Rot für Can. Für eine Schwalbe. Wahnsinn. Haben wir eine Regeländerung nicht mitbekommen?

70.

Reif informiert: »Gelb-Rot! Die erste bekommt er fürs Meckern, die zweite für die Schwalbe.« So oder so: Dümmer würde man einen Platzverweis nur kassieren, wenn man ohne Trikot oder mit Tennisschuhen aufliefe.

71.

Gleich noch eine Auswechslung bei PSG. Bei Bayer muss einer runter, und die dürfen noch einen bringen. So ungerecht kann Fußball sein.

72.

Zlatan darf sich ausruhen. Ob er das jetzt gut findet, ist bei ihm immer schwer zu sagen. Macht ja immer ein Ihr-geht-mir-alle-dermaßen-Gesicht. Egal ob er gerade nen Hattrick gemacht hat oder beim Rasen erwischt wurde.

73.

Ibrahimovic auf der Bank. Denkt nach. Über Dostojewski. Mickey Mouse. Den Weihnachtsmann. Kurzum: übers Leben.

79.

Die 21 Spieler nun träge wie die Touri-Massen, die sich um die Mittagszeit durch Notre-Dame schieben. »Und wo hängt jetzt dieser Picasso?«, fragt Son und knipst vorsichtshalber mal die Werbebande fürs Familienalbum.

80.

Maximilian Wagener jetzt im Spiel. Merken Sie sich den Namen. Aus Bayers A-Jugend, bislang keine einzige Pflichtspielminute für die Profis. Ein 19-Jähriger, mit dem Gesicht eines 13-Jährigen. Totales Gegenteil von uns. 35-Jährige mit Körpern eines 80-Jährigen. When did it all go wrong, Georgie?

82.

Bei mir stellt sich nach guten 80 Minuten nun das ein, was Uli Hoeneß wohl nach dem vierten Verhandlungstag erwartet: Mächtig Knast.

83.

Das Spiel gleicht jetzt einem DDR-Testbild ohne Ton. Kurzum: Es ist ungefähr genauso spannend wie vor 82 Minuten.

84.

Still ist es jetzt im Stadion, so still, man könnte eine L'Equipe fallen hören. Oder ein Magermodel von Chanel. Oder eine abgerauchte Gauloise.

86.

Was dem Spiel jetzt gut tun würde, wäre ein Flitzer mit einer knackigen Botschaft auf dem Oberkörper. »Free Uli!« zum Beispiel. Oder: »Eine Juniortüte mit Pommes-Rot-Weiß, bitte!«

87.

Gleich ist Schluss. Jesus liebt uns.

89.

Noch eine Minute. Auch sie werden wir herumbekommen. Erfahrungsgemäß. Hoffentlich. BITTE!

93.

Jetzt ist es vorbei. Weil wir gerade in Post-Karnevals-Laune sind, gucken wir uns das Spiel noch einmal von vorne an. In Superzeitlupe. Mit einem Audio-Kommentar von Lothar Matthäus und Untertiteln von Roger Willemsen. In schwarz-weiß auf DMAX. Seien Sie dabei, könnte spannend werden. Vielleicht.

22:42 Uhr

Na, also. Bayer ist wieder mal frühzeitig aus der Champions League ausgeschieden. Heißt: Weniger Fußball, mehr Freizeit. Heißt: Wochenende unter der Woche. Alles super also. Oder um es mit unserem besten Freund zu sagen: FICKSCHEISSABBEIT.

22:42 Uhr

Na, also. Bayer ist wieder mal frühzeitig aus der Champions League ausgeschieden. Heißt: Weniger Fußball, mehr Freizeit. Heißt: Wochenende unter der Woche. Alles super also. Oder um es mit unserem besten Freund zu sagen: FICKSCHEISSABBEIT.

93.

Jetzt ist es vorbei. Weil wir gerade in Post-Karnevals-Laune sind, gucken wir uns das Spiel noch einmal von vorne an. In Superzeitlupe. Mit einem Audio-Kommentar von Lothar Matthäus und Untertiteln von Roger Willemsen. In schwarz-weiß auf DMAX. Seien Sie dabei, könnte spannend werden. Vielleicht.

89.

Noch eine Minute. Auch sie werden wir herumbekommen. Erfahrungsgemäß. Hoffentlich. BITTE!

87.

Gleich ist Schluss. Jesus liebt uns.

86.

Was dem Spiel jetzt gut tun würde, wäre ein Flitzer mit einer knackigen Botschaft auf dem Oberkörper. »Free Uli!« zum Beispiel. Oder: »Eine Juniortüte mit Pommes-Rot-Weiß, bitte!«

84.

Still ist es jetzt im Stadion, so still, man könnte eine L'Equipe fallen hören. Oder ein Magermodel von Chanel. Oder eine abgerauchte Gauloise.

83.

Das Spiel gleicht jetzt einem DDR-Testbild ohne Ton. Kurzum: Es ist ungefähr genauso spannend wie vor 82 Minuten.

82.

Bei mir stellt sich nach guten 80 Minuten nun das ein, was Uli Hoeneß wohl nach dem vierten Verhandlungstag erwartet: Mächtig Knast.

80.

Maximilian Wagener jetzt im Spiel. Merken Sie sich den Namen. Aus Bayers A-Jugend, bislang keine einzige Pflichtspielminute für die Profis. Ein 19-Jähriger, mit dem Gesicht eines 13-Jährigen. Totales Gegenteil von uns. 35-Jährige mit Körpern eines 80-Jährigen. When did it all go wrong, Georgie?

79.

Die 21 Spieler nun träge wie die Touri-Massen, die sich um die Mittagszeit durch Notre-Dame schieben. »Und wo hängt jetzt dieser Picasso?«, fragt Son und knipst vorsichtshalber mal die Werbebande fürs Familienalbum.

73.

Ibrahimovic auf der Bank. Denkt nach. Über Dostojewski. Mickey Mouse. Den Weihnachtsmann. Kurzum: übers Leben.

72.

Zlatan darf sich ausruhen. Ob er das jetzt gut findet, ist bei ihm immer schwer zu sagen. Macht ja immer ein Ihr-geht-mir-alle-dermaßen-Gesicht. Egal ob er gerade nen Hattrick gemacht hat oder beim Rasen erwischt wurde.

71.

Gleich noch eine Auswechslung bei PSG. Bei Bayer muss einer runter, und die dürfen noch einen bringen. So ungerecht kann Fußball sein.

70.

Reif informiert: »Gelb-Rot! Die erste bekommt er fürs Meckern, die zweite für die Schwalbe.« So oder so: Dümmer würde man einen Platzverweis nur kassieren, wenn man ohne Trikot oder mit Tennisschuhen aufliefe.

67.

Was ist passiert? Rot für Can. Für eine Schwalbe. Wahnsinn. Haben wir eine Regeländerung nicht mitbekommen?

67.

Derdiyok scheitert am PSG-Keeper. Gutgut. Soso. Aha. Wann ist endlich WM?

66.

Sehen wir ein anderes Spiel? Reif jubelt: »Leverkusen mit einer tollen Antwort auf das 1:2.« Für uns ist Bayers Spiel eher das fußballgewordene »Äh, also, nun, ja«. Immerhin: Auch das ist eine Antwort. Sogar beliebt. Aber nicht immer toll.

63.

Vielleicht sind wir auch zu negativ oder was, aber Reif findet das tatsächlich irgendwie alles »spannend«. Oder läuft bei ihm auf dem Screen auch schon längst Leverkusen-Lautern von '96? Dann müsste Pavel Kuka gerade das 0:1 gemacht haben.

62.

Lavezzi geht. Lucas kommt. Langeweile bleibt.

60.

Pässe, Flanken, Einwürfe, jetzt gelingt nichts mehr. Bayers Spiel momentan so elanvoll wie ein Hippie-Festival beim Speed-Dating. Spielt Sami Hyppiä schon Didgeridoo?

59.

Reif jetzt wir eine Kreuzung aus Fritz von Thurn und Taxis und Heribert Faßbender, nennt Zlatan oder irgendwen den »alten Schweden«. Und nachher, im Café Flore, will er dann eine Portion Labskaus haben. »Quoi? Labskôt? C'est quoi, Monsieur?« 50 Jahre Annäherung, alles für die chat.

56.

Reinartz steigt hart in einen Zweikampf. Sieht gut aus. Wie ein Bulldozer beim Abtanzball. Führt aber letztendlich nur zu Enttäuschungen, hie und da. Keine Girls (beim Abtanzball) und keinen Ball (beim Fußballspiel).

54.

Hui!, würde man jetzt huien, wenn es noch um was gehen würde. Denn: fast das 2:2. Aber so nur: »hui«.

53.

Tor für PSG. Und wieder heißt der Torschütze nicht Ibrahimovic, sondern Lavezzi. Vorlage von Digne. Toll. Auch der Bart von Lavenzi, mit dem er ein bisschen so aussieht wie ein schwedischer Singer/Songwriter aus Ost-Sibirien. Dabei ist er ein Argentinier aus Frankreich. Verrückte Welt.

52.

Donati, Donati, da muss ich immer an die Turtles denken. Und an amerikanische Süßkringel. In meinem Kopf also, immer wenn Bayers Nummer 26 im Bild ist: ein Reptil mit Schokopanzer.

52.

Nachtrag zum Matthäus-Z in Barzelona eines Facebook-Users: »So sin hald wia frangn! Soochd jeda so!« Vermute, dass es sich dabei um Isländisch handelt. Lasse es mit Google-Translator ins Deutsche übersetzen und sehe nun klarer: »So sin Beschlagnahme weise Frangi! Soochd Jedajas so!«

50.

Handspiel Zlatan. Nö, nicht im Sechzehner, irgendwo zwischendrin. Ist halt sonst nix los, sorry.

49.

Derdiyok mit gestrecktem Tritt gegen einen Franzosen. Und das D steht für Aua.

48.

Reif erzählt vom Pferd. Beziehungsweise vom cheval. Letztes Länderspiel von Frankreich gegen Irgendwen, im Irgendwo-Stadion, Enstand Irgendwie zu Irgendwas. Sorry, den Rest hab ich schon vergessen.

46.

Die Hoffnung schwindet noch vor dem Start zur zweiten Halbzeit: Bayer Leverkusen scheitert am Anstoß. Muss wiederholt werden. Uns wird kalt.

21:42 Uhr

Bock reißt mich aus der Lethargie: »Hab eine Tausend-Euro-Wette auf Barca laufen«, wirft er unvermittelt ein. Nachdem er mich wiederbelebt hat, klärt er auf. Was er meinte, war: er hat eine Drei-Euro-Wette auf circa hundert Spiele laufen und kann, wenn alles gut geht, unter anderem Barca gewinnt und ein paar Spiele aus der finnischen Liga so ausgehen, wie geplant, insgesamt tausend Euro gewinnen. Aber wir sehen, es geht. Künstliche Spannung. Hoffentlich liest Zlatan mit.

21:40 Uhr

Notiz an mich (und Gott). Wenn ich jemals wiedergeboren werde, möchte ich eines nicht sein: Das »z« in Lothar Matthäus' Barzelona.

21:34 Uhr

Nach der Halbzeit ist vor dem Lothar. Matthäus empfängt uns gleich zum Pausenquatsch. Und wir dachten eigentlich, schlimmer könnte es nicht werden.

21:32 Uhr

Halbzeit. Bayer Leverkusen muss immer noch vier Tore schießen. PSG muss eigentlich gar nichts tun. Was auch immer das heißt. Wir geben zurück nach Wien oder Peking oder wo immer Sky sein Hologramm-Studio gerade aufgebaut hat.

45.

Bayer steht mittlerweile so tief wie ein Golf auf einer Tankstelle in Bottrop-West. Was kann jetzt helfen? Vielleicht Dosenstechen am Parkplatz? Oder Jägermeister pur hinterm Klohäuschen? Man weiß es nicht. Man weiß nur: Mit Scooter würde es auch nicht besser werden, aber immerhin schöner.

43.

Reif wendet sich gelangweilt vom Spielgeschehen ab, kommentiert jetzt seinen eigenen Körper. »Das sind Ansätze!«, freut er sich, offenbar über die eigene Bauchregion. Holt dann den Pinsel raus, will sich ein PSG-Trikot aufmalen.

42.

Passend zum lähmenden Stillstand auf dem Rasen postet jetzt tatsächlich ein Facebook-Freund Bilder von der Maginot-Linie. Kann man sich besser nicht ausdenken. Gleich schleppt Zlatan einen Tannenbaum ran, Leno hebt vor seinem Fünfer einen Schützengraben aus, und dann feiern alle zusammen Weihnachten. Den Fußball haben sie ja schon.

38.

Meine neuer Lieblingsspieler: Lucas Digne. Er trägt nicht nur eine Frisur eine Schnellstraße, er läuft auch so. Immer linke Spur, Arm aus dem Fenster, Überholmanöver am laufenden Band. Liefe jetzt noch eine Dark-Trance-Best-of-Compilation, würde ich mich kurz hinter dem Autobahnkreuz Bochum-West wähnen.

37.

Und jetzt lockt uns Sky mit den Europa-League-Spielen von morgen. Tausendstelfinale oder so. Ha. Haha. Hahaha. Dabei tickern wir doch morgen Barca. Hat mir Bock versprochen.

32.

Die spannendste Frage für mich mittlerweile: Wann wird Bock endlich auf Barca umschalten? Noch ignoriert er sie, die Fernbedienung zu seiner Linken. Die plastikste Versuchung, seit es Kopfschmerztabletten gibt.

30.

Schlimmer als langweilige Fußballspiele sind ja nur Fußballspiele, die einem immer mal wieder für kurze Momente vermeintliche Spannung vorgaukeln. We hate to entertain you. Der neue Sky-Slogan. Präsentiert by Erik Meijer.

28.

Noch mal: Aus einem Fantasie-Foul resultiert ein Fantasie-Elfmeter resultiert ein Fantasie-Schuss. Und Rolfes muss sich sogar von Reif belehren lassen: »Halbhoch ist immer schlecht!« Schreibt der Sky-Mann die nächsten Stutzen-Zettel für das Viertelfinal-Elfmeterschießen bei der WM in Brasilien? Wir hoffen es.

27.

Es zieht. Klar, das Fenster ist auf, aber das ist es nicht. Jallet zieht. An Übersteiger-Profi Derdiyok. Der steigt diesmal nicht, sondern sinkt. Und dann: Elfmeter. Und dann? Machen wir's an kurz: Rolfes. Halbhoch. 1:1. Ja, genau, so wie vorher auch.

25.

Derdiyok hat jetzt immerhin die Muße zu ein paar hübschen Übersteigern. Dann ist der Ball weg. Auch das wirkt in etwa so, als würde man in einem Café im Pariser Quartier Latin eine Club-Mate ordern. Und dazu noch ein Eisbein. Irgendwie unpassend.

23.

Was an Zlatan wirklich erstaunlich ist, sind ja seine Beine. Die haben die Länge von ausgewachsenen Brückenpfeilern. So kann er mit dem linken Fuß Bälle am gegnerischen Strafraum annehmen, während der rechte noch am Mittelkreis steht. Das sieht aus wie ein körpergewordenes Dada-Gedicht. Supergeil.

20.

Bock qualmt in einem fort. Als würde er in einem Café im Quartier Latin sitzen. Aber da gibt es wohl eher keine Club-Mate. Und da guckt sicher auch keine Sau ein Spiel von Bayer Leverkusen. Es muss schön dort sein, in diesen Cafés. Ich kenne sie nur aus Filmen. Keine Zeit für Städtetrips. Muss Spiele tickern. Von Bayer Leverkusen.

19.

Noch nie hätten vier Tore einer Mannschaft so gut getan. Hyypiä spielt, im Kampf gegen die Hoffnungslosigkeit, Autoquartett gegen seinen Co-Trainer. »Vier Zylinder.« - »Sticht.« So wird das nichts.

18.

PSG drückt jetzt. Was vor allem daran liegt, dass Ibrahimovic noch ohne Tor ist. Das hat es vermutlich seit der Eurodance-Hochzeit in den Neunzigern nicht mehr gegeben. Beides ist gespenstisch. Auf die eine oder andere Art.

13.

Quote stabil. Tendenz: Honorar eher weg. Ecke. Tor. Ein Mensch namens Marquinhos köpft das 1:1. Laut Internet ist er 1,83 Meter groß. Wirkt aber wie 1,68. So schnell kann man also über sich hinauswachsen. Die Leverkusener dagegen plötzlich wie elf Bergpygmäen.

12.

Jetzt PSG: Ibrahimovic schießt. Das bedeutet normalerweise Tor. Dieses Mal aber: Leno. Wahnsinn. Ein Europapokalabend voller Überraschungen. Wir fühlen uns an Werder gegen Anderlecht oder Uerdingen gegen Dresden erinnert. Wann kommt Wynton Rufer? Wann Friedhelm Funkel?

10.

Ist das eigentlich ein Zeichen, für irgend etwas, dass hier an der Wand des 11FREUNDE-Konferenzraums das Cover vom Mai 2009 hängt, mit den 99er-Bayern-Finalverlieren drauf? Hm. Wenn ich doch Zeichen nur deuten könnte! Verdammte §$&$&(%%)!

7.

Plötzlich: gespannte Stille. Bock kramt schon mal nach den größten Europapokal-Sensationen der Geschichte. Ich setze mein Honorar auf einen Handicap-Sieg Leverkusen. Sicher ist sicher. Bevor die Quote einbricht.

6.

Es geht los! 1:0 für Bayer Leverkusen! Flanke von Donati auf Sam, und der nickt ein. Marcel Reif rechnet: »Leverkusen braucht nur noch drei Tore!« Wir überprüfen – und müssen der Sky-Eminenz Recht geben. Das fühlt sich komisch an, aber zugleich auch außerordentlich gut, denn so sicher haben wir uns in Mathe zuletzt gefühlt, als wir das Fach abgewählt haben (3. Klasse). Wie gesagt: Ein Erfolgserlebnis jagt das nächste!

5.

Pastore. Manch einer trägt seine Zuständigkeiten ja einfach im Namen. Macht es sicher einfacher für die Journalisten.

3.

Can! Was so viel heißt wie: Kann! Und es stimmt. Schöner Flachschuss aufs Pariser Tor. Und Zlatans Bauch auf der anderen Seite so: Grummel.

3.

Nun aber: Ein Erfolgserlebnis jagt das nächste. Donati holt einen Abstoß raus. Leno schießt den Abstoß zum eigenen Mann. Hier geht was.

2.

Und ja, Marcel Reif hat eben tatsächlich »Pari'« gesagt. Ohne S. Als wäre er ein Franzose. J'accuse.

1.

Die erste Niederlage für Bayer: PSG stößt an. Langsam sollte Bayer kommen.

20:43 Uhr

Immerhin: Zlatan. In der Startelf. Da gibt's ja ganz andere Stars, die lassen sich nicht zu Freundschaftsspielen gegen unterklassige Gegner herab. Aber der Schwede ist offenbar hungrig. Und gleich so: haps. Hmmmm. Lecker Talcid.

20:41 Uhr

»Bayer Leverkusen mit der besten Mannschaft, die sie im Moment stellen können«, informiert Marcel Reif. Schon klar. Die Frage war ja aber schon im Hinspiel eine ganz andere: Wie schlimm kann das Beste sein? Die vorläufige Antwort: ziemlich.

20:39 Uhr

Kollege Ehrmann hat sich übrigens schon abgemeldet. Sitzt im Auto und freut sich aufs Wochenende. Dabei ist doch erst Mittwoch.

20:37 Uhr

Werbung. Und die immer noch nicht beantwortete Frage, was Fußballer, die sich Haarspray auf den Kopf sprühen, mit Autos zu tun haben? Oder mit Fußball. Oder mit Irgendwas. Frage Bock. Seine Antwort: »Enemmän kuin luulet

20:35 Uhr

Jetzt mal ehrlich! Was uns an diesem Spiel am meisten interessiert: Wann schalten wir um auf 9Live? Wann merken wir, dass es den Sender nicht mehr gibt? Und wann rufen Zlatko und Jürgen an und fragen uns, ob wir einen Remix zu ihrem Song »Ich vermiss' Dich (wie die Hölle)« produzieren? Dinge, die heute geklärt werden. Vielleicht.

20:31 Uhr

Bock und ich entzweien uns minütlich. »Willst du Hyypiä dissen oder soll ich?«, frage ich höflich. Bock: »Wieso dissen?« - »Wie, bist du Leverkusen-Fan?«, frage ich. - »Ich bin Deutschland-Fan«, sagt der Kollege. »Und Finnland-Fan.« Fragt mich dann, ob ich schon weiß, was Sonnenuntergang auf Finnisch heißt. Keine Ahnung. Vermutlich: Hyypiä.

20:29 Uhr

Jetzt surft Bock auch schon in die Zukunft. Schickt Ticks um 20.27 Uhr ab, die auf 20.29 Uhr datiert sind. Ist er der Mann der Zukunft in diesem Haus? Und bedeutet das, dass er mir kurz vor dem Anpfiff schon den Endstand sagen kann? Mache vorsichtshalber mal fünf Livewetten-Seiten auf. Klassischer Status Quo Ante.

20:29 Uhr

Erik Meijer also. Wieder mal. Analysiert Leverkusens Spiel exklusiv wie eine Juwelo-TV-Moderatorin ihre extrem glänzenden Super-Diamanten aus Westafrika. Würde Sky jetzt eine Telefonnummer einblenden, würde ich glatt was kaufen. Zum Beispiel den Luxus-Anzug von Bruno Labbadia. 

20:24 Uhr

Sky-Bazi Michael Leopold ist seiner Zeit um sieben Monate voraus, »von der Bank auf die Wiese«, oktoberfestet er. Und dann der harte, der ganz harte Schnitt zu Erik Meijer. Der aussieht, als wäre er gerade aus dem Käfer-Zelt geflogen. Passt dann also doch alles wieder. Also gegen wen spielt Barca jetzt noch mal? Lautern?

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20:23 Uhr

Bock unerbittlich: »Ist Son noch verletzt, weißt du das?«, fragt er heimtückisch. Nochmal: Ich. Habe. Mich. Auf. Ein. Anderes. Spiel. Vorbereitet.

20:20 Uhr

PSG gegen Leverkusen. Spannend wie einer Talcid-Tablette beim Auflösen zuzuschauen. Versuche Bock zu überreden, stattdessen noch mal das Abstiegsfinale 1996, Leverkusen-Lautern, zu tickern. Nichts. Biete ihm eine Rudi-Völler-Andy-Brehme-Gedächtnis-Knuddelei an. Keine Chance. Fußball, wo ist dein Herz geblieben?

20:17 Uhr

Bezeichnend: da wird man zu später Stunde in die Redaktion gelockt, soll den FC Barcelona gegen Manchester City tickern. Und dann das: »Ätschbätsch«, feixt mir der Kollege Bock schon von weitem entgegen, »wir machen doch Bayer.« Und jetzt alle zusammen: uaaaaaaah. Schon besser. Bzw: überhaupt nicht.

15:01 Uhr

Shitnight in Paris oder das Wunder vom Prinzenpark? Wir hoffen auf letzteres, denn wir haben all unsere Ersparnisse (17,23 Euro) auf einen Bayer-Sieg gesetzt. Das Gute: Mit den Gewinnen (versteuert) könnten wir uns Zlatan Ibrahimovic als neuen 11FREUNDE-Praktikanten einkaufen. Das Schlechte: Wenn wir verlieren, müssten wir morgen einen Zweitjob beginnen. Zum Beispiel als Autoscooter-Chip-Einwerfer. Also, lasst euch nichts erzählen: Es wird spannend! Ab 20.15 Uhr im 11FREUNDE-Liveticker.

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