OSC Lille
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FC Bayern

Lille-Bayern im 11FREUNDE-Liveticker

Lahm-Party

Der FC Bayern zu Gast in der Hölle des Nordens. Warum Heimkehrer Franck Ribery allzu früh wieder wegmusste, was eigentlich Arjen Robben macht, was es Neues von den Sch'tis gibt und was Philipp Lahm mit einem Industrieschornstein zu tun hat - das alles und noch viel mehr im Ticker.

12.30 Uhr

Grüß Gott und Bonjour, liebe Leser! Noch gute acht Stunden sind es bis zum Kracher in Nordfrankreich. Es ist kaum noch auszuhalten. Diese Antizipation. Wer braucht schon Real gegen Dortmund oder Arsenal gegen Schalke, wenn er auch OSC Lille gegen den FC Bayern haben kann? Und das auch noch 24 Stunden eher! Dachte sich auch die 11FREUNDE-Tickerplanung, die uns diesen Leckerbissen in den iCal gestampft hat. Nunja. Machen wir das Beste draus.

13.00 Uhr

Lille, das ist ja auch die sympathische Hauptstadt der Sch'tis, bekannt aus Funk und Fernsehen. Die Sachsen Frankreichs amüsieren den Rest des Landes mit ihrem albernen Akzent. Ähnlich ja auch wie Ex-Lille-Profi Franck Ribery das seit Jahren in Deutschland praktiziert. Erinnern wir uns nur an seine drollig-beängstigende Trinkflaschen-Ejakulation nach einem Pokalsieg in Berlin, treffend eingeführt mit den Worten: "Das ist eine Wassääääähr!!"

 

17.10 Uhr

Die Sch'tis vernuscheln die S-Laute ganz schön, jedenfalls in der deutschen Synchronfassung. So ein bisschen "Asterix und der Avernerschild"-mäßig. Aleschia. Was sich naturgemäß bei "Schweinschteiger" nicht ganz so schlimm bemerkbar macht wie beispielsweise bei "Schalihamidschitsch".

17.11 Uhr

Womit sich die Frage aufdrängt, ob es nicht eigentlich OSCHC Lille heißen müsste. Hinweise in dieser Sache bitte an fremdsprachen@11freunde.de!

19:35 Uhr

Kommen wir zu den Bayern. Die haben sich zuletzt ja viel Zeit für soziales Engagement gegönnt. Lieblingspflegekind von Uli Hoeneß ist bekanntlich Jogi Löw. Aber Hoeneß hat auch zu vielerlei anderen wichtigen Themen eine griffige Meinung. Die Transaktionssteuer? "Bin ich dafür." Christian Ude? "Er kann es." Das Gehalt von Angie? "Ein Witz." Die Weltwirtschaft? "Wird bald boomen wie noch nie." Den Papst? "Sehe ich nicht als Popstar." Uff, da hast du die Kurve ja grade nochmal gekriegt, Uli.

19.40 Uhr

Die interessanteste Weisheit hat sich Uns Uli aber zum Thema "Reichensteuer" aufgespart: "Unsere Spieler spielen eine Halbzeit fürs Finanzamt. Deshalb spielen sie manchmal auch eine Halbzeit schlecht." Oh weia, und sowas am Spieltag. Es haben schon Teams für weit schlechtere Alibis die Arbeit eingestellt... Also, für den Fall, dass die Sch'tis zur Pause nachher 3:0 führen: Wir haben immer gewarnt.

20.10 Uhr

Nur noch ein gutes halbes Stündchen bis zum Anpfiff, und Sky hat schon die Topnews des Abends parat: "Der 40-Millionen-Mann in der Startelf!" Gespielt wird er von Lee Majors.

20.15 Uhr

Jetzt wird's schlimm: Erik Meijer erklärt am Flipchart irgendwelche Spielszenen. Seine Stimme lässt mich immer erschaudern, weil er mich mal in einem Interview nach einer blöden Frage fies zusammengefaltet hat. Richtig Van-Gaal-mäßig. Jetzt bellt er irgendwas mit "Pawlow", malt bunte Kreise aufs Spielfeld. Mir ist hundeelend.

 

20.20 Uhr

Schalte zu Kai Dittmann, der sieht hautmäßig aus wie der Halbbruder von Tim Wiese. Das beantwortet zumindest die Frage, wo der Sky-Mann sich in den letzten Tagen nicht aufgehalten hat: Lille. Denn da scheint bekanntlich nur im Juli drei Tage lang etatmäßig die Sonne.

20.26 Uhr

Wenn du denkst, es geht nicht mehr... Nun kommen mehrere hochhackige Damen ins Studio gestiefelt, im roten Fummel, irgendwo zwischen Boxenludern und Nummerngirls. Ruud Gullit stiert, Kaiser stiert, der Fantasiefranzose, den kein Mensch kennt, stiert auch. Auch Kollege Ulrich stiert. "Lecker", lechzt er, fängt sich aber blitzschnell und behauptet, dass er nur den Stromanbieter gewechselt hat.

20.32 Uhr

Einspieler zu OSC Lille. Letztes Jahr hatten sie noch Eden Hazard, der jetzt bei Chelsea wirbelt. Dafür haben die Franzosen keinen Geringeren als... äh... Salomon Kalou bekommen. Und irgendwo in London haut sich ein russischer Milliardär auf die Schenkel.

20.35 Uhr

Ulrich ist fix und foxi. Grund aber nicht Lille-Bayern, sondern neuer Mietvertrag. Dafür hat sich der 11FREUNDE-Volo massiv verschuldet. Bläst jetzt auf dem Balkon die Backen auf, zieht an drei Kippen gleichzeitig. Hofft, dass ihm dadurch genügend Gehirnzellen absterben, damit er irgendwie aus der Nummer wieder rauskommt. Vergeblich, da ist er wieder. Bisschen blass, aber lebendig.

20.40 Uhr

Gleich geht's lo-hoos. Apropos, was macht eigentlich Herbert Hoos, die alte FCK-Legende? Sachdienliche Hinweise bitte an bulistars@11freunde.de!

20.42 Uhr

Schiedsrichter ist laut Dittmann ein gewisser Atkinson. Zweite Karriere für Mr. Bean? Oder eher Karriereende für Dittmann wegen groben Unfugs? Letzteres wäre uns deutlich lieber, da sind wir ganz ehrlich. Aber: Warten wir's ab.

1.

Was ist nicht alles geredet worden - gerade in München - über diesen Ausnahmekönner, der ja schon von Abschied gesprochen haben soll. Der Mann, der ein Spiel alleine entscheiden kann. Diese launische Diva. Wir verkünden exklusiv: Er ist zurück und feiert sein Comeback beim heutigen Spiel! Johannes Ehrmann, herzlich willkommen zurück beim Ticker. Oder wie wir ihn nennen: der Olympique-Lille-Wayne aus dem Wedding.

3.

Thomas Müller verstolpert im nebelverhangenen Lille den Ball vor dem Tor. Ist das die Neuauflage von »The fog«? Spricht gar nicht Kai Dittmann, sondern John Carpenter aus dem Off? Das Horror-Genre muss neu definiert werden, high definiert sozusagen. Trotz Nebels.

5.

Der französische Platzwart hat übrigens das Muster des Rasens in Höhe der Mittellinie so gemäht, dass man meint, er habe mit drei Karaffen Chardonnay intus Tetris nachgespielt. Dödödödödödödö - dödödödö.

9.

Lyon kontert nach Ecke der Bayern - und wie sagt man so schön entrüstet und aufwallend: »Und das im eigenen Stadion!« Als wäre das so, als würde man in der Schwangerschaft rauchen.

10.

Kurzer Einschub in eigener Sache: Kollege Ulrich ist natürlich nicht schwanger. Also alles regelkonform mit dem Rauchen.

12.

Sidibi mit einem Tunnel gegen Ribery, eine Art von Kunst, die auf tönernen Füßen gebaut ist. So wie beim Elbtunnel, an dem ja - und das wissen die wenigsten - kein Geringerer als Mike Krüger mitgearbeitet hat. Damals, als er von Nippeln noch keine Ahnung hatte – und wir übrigens auch nicht. Muss so zu der Zeit gewesen sein, als John Carpenter eingeschult wurde.

15.

Bayern null. Lille null. Kalter, eisiger Champions-League-Abend. Matthias Sammer macht Jupp Heynckes eine heiße Milch mit Honig und Uli Hoeneß wirft vom Hals an aufwärts schon mal den Heizpilz an.

17.

Kaum haben wir uns ergoogelt, dass der berühmteste Sohn der Stadt Lille ein richtig hohes Tier ist, nämlich Charles de Gaulle, vergaloppiert sich Dittmann das erste Mal gründlich. Motzt und mault über die Doppelfaustabwehr des französischen Keepers, bis er sich selbst zurechtweist: "Bin in Meckerlaune, sorry." Und wir erst, Dittsche, und wir erst.

19.

Ich sprach es bereits an: Der Kollege ist geistig bei Bruttokaltmieten und Kautionsvereinbarungen. Sehen Sie es ihm also nach, wenn er hie und da mal die Teams durcheinanderbringt. Lyon, Lille, Hauptsache Belgien.

20.

Uuuuund Elfmeter! Philipp Lahm dribbelt in den Sechzehner, wird von Digne angerempelt, ich sag's Ihnen ehrlich, liebe Leser, einer wie Carsten Jancker wär da einfach weitergelaufen, doch der kleine, schmächtige Philipp kommt ins Stolpern, er fällt, etwa in dem Tempo, in dem ein Industrieschornstein im Norden Frankreichs fallen würde, wenn man ihn sprengt, gut, das wäre dann der kleinste Industrieschornstein der Welt gewesen, aber Sie wissen schon, was wir meinen, Lahm fällt jedenfalls, wie in Zeitlupe, Bean pfeift, und Müller läuft an und trifft. 1:0 Bayern. Kawumm.

23.

Wo wir schon beim Thema sind: Ribery sieht mit seinem dreckverkrusteten Jersey auch schon aus, als habe er seit heute morgen um sechs unter Tage malocht. So wie Kollege Ulrich früher zuhause in Castrop, um sich das Geld für seine Filterlosen dazuzuverdienen.

25.

Das ist jetzt natürlich ein Spielchen, wie gemacht für den frechen Franck. Unweit seines Geburtsorts setzt er jetzt zu einem Maradona-gleichen Dribbling an, umspielt den ersten, den zweiten, tunnelt den dritten, überlupft den vierten Gegenspieler - und hat sich dabei 30 Meter näher zum eigenen Tor gearbeitet. "3rd and 40", krächzt Football-Fan Dittmann.

29.

Flanke Lyon, Neuer unten, doch Fahne oben. Das war die große Chance für Liverpool zum Ausgleich, doch abgepfiffen. Es bleibt dabei: Lippstadt wird stärker. Die Franzosen sind keine Westfalen, meint der Laie. Wir haben mit Mitt Romney zusammen für den Erdkunde-Test gebüffelt. Und uns gefragt: Wo liegt eigentlich dieses Laien?

33.

»So heiß war der junge Rod Stewart«, schmachtet »Bild«. Ehrmann zieht die Spandex über, tanzt mit Dittmann zu »Da ya think I am sexy«, Sidibe holt sich daraufhin Gelb ab und Dittmann lechzt: »Schön, wie ich das von hier oben so alles theoretisch kann.« You wear it well.

35.

Zwischenstände von den anderen Plätzen: Schachtjor führt 1:0 gegen Chelsea, und Petr Cech brummt einen traurigen Donbass. Celtic führt 1:0 bei Barca. Vilanova spielt offenbar Toto, schöne saubere Handicap-Wette.

37.

Wie wir jetzt erfahren, kann man den Rasen umfunktionieren, sodass in dem Stadion Bingorunden, Mau-mau-Turniere und Lippenlesercontests abgehalten werden können. Also wahrscheinlich genau das, worauf sich der FC Bayern ab dem 16. Spieltag voll konzentrieren kann. So viel zum Tanz auf drei Hochzeiten.

41.

Wo führt das eigentlich hin mit dem »Tanz auf drei Hochzeiten«? Wenn Bayern den erfolgreich bestreitet, haben sie dann die vierte Hochzeit gewonnen? Und kriegen sie dann den Gerhard-Schröder-Pokal? Sidibe räumt gleich mal den Trauzeugen Ribery ab.

44.

Laut Dittmann ein Spiel ohne Torchancen, er findet das bemerkenswert. Ihm fehlen die Worte. Dabei gibt es für solche Spiele doch eine Bezeichnung: ein Wolfsburger Heimspiel. Die Bayern-Fans singen etwas zur Melodie von »Traum von Amsterdam«, von wegen hallo Lyon, hallo Zinogene.

45.

Martinez holzt von hinten in seinen Gegner, sieht Gelb. Diese Karte könnte die Bayern noch teuer zu stehen kommen, möchte man schreiben, nur um dann zu merken: Diese Karte IST die Bayern bereits teuer zu stehen gekommen. Hehe. #40millionen

45.

Halbzeitpfiff. Bayern auf dem Weg in die Kabine, nach Amsterdam, dort in irgendwelche Shops, in U-Haft, zurück nach Lyon oder Lille und dann in das Achtelfinale. FCB-BTM-Delikt.

21.36 Uhr

Halbzeit. Traditionell Zeit zum Durchschnaufen. Doch atemberaubend war bislang einzig die Performance von Kai Dittmann, die irgendwo zwischen Quatsch Comedy Club, Stammtischnörgelei und Geschlossener lag. Immerhin haben wir jetzt knapp 15 Minuten Ruhe vor dem Reporter. A lille relief.

21.39 Uhr

Schlimm und schlimmer: Sekunden nach Dittmann kommt der Kaiser. "Attacke von hinten", krakeelt der gleich über die Elfmeter-Szene. Wie damals auf der Weihnachtsfeier.

21.41 Uhr

"Ein zweites Tor, das wünschmer uns", bayert jetzt Michael Leopold. Ja, Michi, das Leben ist kein Eishockeyspiel, Lille ist nicht Bad Tölz und die Bayern nicht Straubing. Mehr Tore, pfff, soll er doch zum Handball wechseln.

21.44 Uhr

Sky bringt Action-Werbung. Granaten fliegen, LKWs explodieren, Warlords brüllen zu Hardrock-Beats. Frei nach dem alten Motto: Fußball ist die Fortführung von Krieg mit anderen Mitteln. Oder so.

46.

Weiter geht's. Das bedeutet vor allem: Dittmann wieder! Ächz. Manchmal wünscht man sich ja so einen Warlord auf der anderen Straßenseite, der eine zünftige Granate in unser Wohnzimmer schleudert. Dann hätten wir's hinter uns. Wenn Fußballgucken wie Kriegsgefangenschaft ist.

48.

Heynckes hat gewechselt. Shaqiri im Spiel für Ribery, der nicht zu spät zum Abendessen bei Mutti kommen will. Ist ja doch ein Stück, und die Straßen im Norden Frankreichs, ich sag nur: Paris-Roubaix. Da hilft selbst der feinste Blutbeutel nix. Aber wir schweifen ab...

51.

Dittmann sagt, dass Lille das Spiel breiter machen will. Schiebt gleich hinterher: »Ja, ich weiß, dass man das Spielfeld nicht breiter machen kann. Aber so heißt das nun mal in der Fußballsprache.« Und dabei braucht er sich doch gar nicht rechtfertigen, schon gar nicht vor zwei heruntergekommenen, halbstarken Schulabbrechern, die in einer Bruchbude sitzen und Minute für Minute ihren Senf zu diesem Spiel abgeben.

54.

Doch genug von unserer Nachbarschaft. Ehrmann reicht mir noch das Foie gras rüber und schwenkt den Bordeaux vor dem Mondlicht, das sich im Pool spiegelt. Champions League hat halt nix mit Essen aus der Dose zu tun. Mich deucht, die Bayern gewinnen.

59.

Weiter 1:0. Kalou mittlerweile raus, mit Pfiffen begleitet. Wenig salomonisch.

61.

"Virage est" steht da auf einem Plakat hinter dem Bayern-Tor. Das erinnert mich an die gute alte Ostkurve im guten alten Saarbrücker Ludwigspark. Und an Monsieur hier. Schweinegeil.

63.

Handspiel im Strafraum der Franzosen, Atkinson pfeift nicht. Hat dafür keine Zeit.

65.

Die französischen Fans feiern einfach durch, blendende Stimmung. Denn wir wissen seit den jüngsten Erfahrungen: Man darf sich nie zu sicher sein. Selbst 13 Jahre später kann einem der Sieg noch abhanden kommen. Der Ticker grüßt nach Texas.

69.

Donezk-Chelsea 2:0, ManUnited-Braga 1:2, Nordsjaelland-Juve 1:0. Der asiatische Wettmarkt verzeichnet ungewöhnlich hohe Einsätze. Ribery grinst sich eins auf der Ersatzbank. Hat das Abendessen mit Mutti abgesagt, stattdessen noch 1000 Francs auf Sieg Lille getippt. Könnte klappen.

71.

Noch ein Wort zu Martinez: Der könnte einem fast Leid tun, hätte er kein Bayern-Trikot an. Hechelt den Gegenspielern hinterher wie die spanische Wirtschaft dem Rest Europas. Veranstaltet jetzt eine Sitzblockade im Mittelkreis. Soccupy.

73.

Da hechelt er wieder, hängt an Lilles Kapitän wie das Baskenland am Tropf Madrids, zieht ihn jetzt um, allerdings gerade noch vor dem Sechzehner, außerdem hat Bean gerade einen Truthahn auf dem Kopf, lässt laufen.

75.

Lille hat eine interessante Art des Spielaufbaus, erinnert an Fünf gegen Zwei, ist aber eher ein Zwei gegen Fünf, wird außerdem im eigenen Fünfer praktiziert, Torwart inbegriffen. Und klappt. So kann man einen Gegner auch demütigen, scheißegal, dass der führt.

77.

Kroos über rechts, gibt schön flach rein auf Müller, der senst rein wie ein Oberpfälzer Landwirt in die Halme, verfehlt mit dem rechten Fuß, trifft mit dem linken Knie - Abstoß. "Das Tor steht falsch", weiß Dittmann. Wir sagen: Du stehst falsch, Kai.

80.

Uns schreibt die »Fußball Kreisliga Deutschland«: »Alle reden vom Startrekord des FC Bayern - 8 Spiele / 8 Siege - aber wer redet von SV Oberlinxweiler, TSV Schötmar, VFL Tremsbüttel, SV Gödens, SG Ahnatal, TSV Lamstedt und Ellerau...« Ja, wer macht so was eigentlich? Keiner, aber wer hat schon von den Kapverden gesprochen? Und jetzt mischt ein Kapverde (oder Kapverdianer) die Bayern auf: Ryan Mendes.

82.

Lille jetzt nur noch im Bayern-Strafraum. Klassischer Sch'turmlauf.

83.

Mendes und Kapverden haben sich zum ersten Mal für den Afrika-Cup qualifiziert. Und was uns Angst macht, ist die Tatsache, dass die Bayern das noch nie geschafft haben.

86.

»Die müssen keinen Zweikampf mehr führen«, sagt Dittmann entrüstet. Der Schiri legt die Pfeife weg und der Lille-Richter senkt die Fahne.

89.

Jetzt scheinen sich die Bayern ein bisschen gefangen zu haben. Lille wechselt nochmal, bringt den Ex-Hamburger Rohzenal. Atkinson reagiert und zeigt drei Minuten Nachspielzeit an. Mehr will er von ehemaligen HSV-Spielern nun wirklich nicht sehen. Verständlich.

90.+2

Sidibe am Ball, dass der überhaupt noch auf dem Platz stehen darf, nachdem er Ribery in der ersten Hälfte beackert hat, als gäb's kein Morgen. Jetzt sieht Schweinsteiger Gelb, er hat anscheinend aus dem Schweden-Spiel gelernt. Deutschland wieder WM-Favorit 2014.

Schlusspfiff

Das war's. Bayern zittert am Schluss noch ein bisschen, so ganz ohne Schweden geht's dann eben doch nicht. Heynckes freut sich. "Auch solche Spiele muss man mal gewinnen." Wir fragen: Welche Spiele muss man eigentlich nicht gewinnen? Champions-League-Finals im eigenen Stadion? Okay, okay, zu früh. Sorry.

22.39 Uhr

Und dann rundet der Bayern-Coach noch den Abend ab. Robbens Rücktrittsgedanken "darf man doch gar nicht ernst nehmen", sagt er, strahlt, erzählt, wie toll er heute in München trainiert habe. Genial. Wir freuen uns drauf, dass er bald wieder statt Müller die entscheidenden Elfm... ja, bitte, wer, AUA!, Herr Hoeneß, nein, bitte nicht wehtun!

22.47 Uhr

Wir nutzen die Werbepause, um uns aus unserem mobilen Studio in Lippstadt-Limburg zu verabschieden. Das heißt, Kollege Ulrich ist eh schon weg, Schlüsselübergabe oder so. Beim nächsten Mal sind wir wieder voll bei der Sache, großes Sch'ti-Ehrenwort. Dann ist auch Arjen Robben wieder dabei, und Martinez ist endlich sein Geld wert, und Dittmann im Urlaub. Da freuen wir uns schon ganz besonders drauf. Herzliche Grüße, gute Nacht und au revoir sagen Ron Ulri'sch und Sch'o'annes Ehrmann.

 

22.47 Uhr

Wir nutzen die Werbepause, um uns aus unserem mobilen Studio in Lippstadt-Limburg zu verabschieden. Das heißt, Kollege Ulrich ist eh schon weg, Schlüsselübergabe oder so. Beim nächsten Mal sind wir wieder voll bei der Sache, großes Sch'ti-Ehrenwort. Dann ist auch Arjen Robben wieder dabei, und Martinez ist endlich sein Geld wert, und Dittmann im Urlaub. Da freuen wir uns schon ganz besonders drauf. Herzliche Grüße, gute Nacht und au revoir sagen Ron Ulri'sch und Sch'o'annes Ehrmann.

22.39 Uhr

Und dann rundet der Bayern-Coach noch den Abend ab. Robbens Rücktrittsgedanken "darf man doch gar nicht ernst nehmen", sagt er, strahlt, erzählt, wie toll er heute in München trainiert habe. Genial. Wir freuen uns drauf, dass er bald wieder statt Müller die entscheidenden Elfm... ja, bitte, wer, AUA!, Herr Hoeneß, nein, bitte nicht wehtun!

Schlusspfiff

Das war's. Bayern zittert am Schluss noch ein bisschen, so ganz ohne Schweden geht's dann eben doch nicht. Heynckes freut sich. "Auch solche Spiele muss man mal gewinnen." Wir fragen: Welche Spiele muss man eigentlich nicht gewinnen? Champions-League-Finals im eigenen Stadion? Okay, okay, zu früh. Sorry.

90.+2

Sidibe am Ball, dass der überhaupt noch auf dem Platz stehen darf, nachdem er Ribery in der ersten Hälfte beackert hat, als gäb's kein Morgen. Jetzt sieht Schweinsteiger Gelb, er hat anscheinend aus dem Schweden-Spiel gelernt. Deutschland wieder WM-Favorit 2014.

89.

Jetzt scheinen sich die Bayern ein bisschen gefangen zu haben. Lille wechselt nochmal, bringt den Ex-Hamburger Rozehnal. Atkinson reagiert und zeigt drei Minuten Nachspielzeit an. Mehr will er von ehemaligen HSV-Spielern nun wirklich nicht sehen. Verständlich.

86.

»Die müssen keinen Zweikampf mehr führen«, sagt Dittmann entrüstet. Der Schiri legt die Pfeife weg und der Lille-Richter senkt die Fahne.

83.

Mendes und Kapverden haben sich zum ersten Mal für den Afrika-Cup qualifiziert. Und was uns Angst macht, ist die Tatsache, dass die Bayern das noch nie geschafft haben.

82.

Lille jetzt nur noch im Bayern-Strafraum. Klassischer Sch'turmlauf.

80.

Uns schreibt die »Fußball Kreisliga Deutschland«: »Alle reden vom Startrekord des FC Bayern - 8 Spiele / 8 Siege - aber wer redet von SV Oberlinxweiler, TSV Schötmar, VFL Tremsbüttel, SV Gödens, SG Ahnatal, TSV Lamstedt und Ellerau...« Ja, wer macht so was eigentlich? Keiner, aber wer hat schon von den Kapverden gesprochen? Und jetzt mischt ein Kapverde (oder Kapverdianer) die Bayern auf: Ryan Mendes.

77.

Kroos über rechts, gibt schön flach rein auf Müller, der senst rein wie ein Oberpfälzer Landwirt in die Halme, verfehlt mit dem rechten Fuß, trifft mit dem linken Knie - Abstoß. "Das Tor steht falsch", weiß Dittmann. Wir sagen: Du stehst falsch, Kai.

75.

Lille hat eine interessante Art des Spielaufbaus, erinnert an Fünf gegen Zwei, ist aber eher ein Zwei gegen Fünf, wird außerdem im eigenen Fünfer praktiziert, Torwart inbegriffen. Und klappt. So kann man einen Gegner auch demütigen, scheißegal, dass der führt.

73.

Da hechelt er wieder, hängt an Lilles Kapitän wie das Baskenland am Tropf Madrids, zieht ihn jetzt um, allerdings gerade noch vor dem Sechzehner, außerdem hat Bean gerade einen Truthahn auf dem Kopf, lässt laufen.

71.

Noch ein Wort zu Martinez: Der könnte einem fast Leid tun, hätte er kein Bayern-Trikot an. Hechelt den Gegenspielern hinterher wie die spanische Wirtschaft dem Rest Europas. Veranstaltet jetzt eine Sitzblockade im Mittelkreis. Soccupy.

69.

Donezk-Chelsea 2:0, ManUnited-Braga 1:2, Nordsjaelland-Juve 1:0. Der asiatische Wettmarkt verzeichnet ungewöhnlich hohe Einsätze. Ribery grinst sich eins auf der Ersatzbank. Hat das Abendessen mit Mutti abgesagt, stattdessen noch 1000 Francs auf Sieg Lille gesetzt. Könnte klappen.

65.

Die französischen Fans feiern einfach durch, blendende Stimmung. Denn wir wissen seit den jüngsten Erfahrungen: Man darf sich nie zu sicher sein. Selbst 13 Jahre später kann einem der Sieg noch abhanden kommen. Der Ticker grüßt nach Texas.

63.

Handspiel im Strafraum der Franzosen, Atkinson pfeift nicht. Hat dafür keine Zeit.

61.

"Virage est" steht da auf einem Plakat hinter dem Bayern-Tor. Das erinnert mich an die gute alte Ostkurve im guten alten Saarbrücker Ludwigspark. Und an Monsieur hier. Schweinegeil.

59.

Weiter 1:0. Kalou mittlerweile raus, mit Pfiffen begleitet. Wenig salomonisch.

54.

Doch genug von unserer Nachbarschaft. Ehrmann reicht mir noch das Foie gras rüber und schwenkt den Bordeaux vor dem Mondlicht, das sich im Pool spiegelt. Champions League hat halt nix mit Essen aus der Dose zu tun. Mich deucht, die Bayern gewinnen.

51.

Dittmann sagt, dass Lille das Spiel breiter machen will. Schiebt gleich hinterher: »Ja, ich weiß, dass man das Spielfeld nicht breiter machen kann. Aber so heißt das nun mal in der Fußballsprache.« Und dabei braucht er sich doch gar nicht rechtfertigen, schon gar nicht vor zwei heruntergekommenen, halbstarken Schulabbrechern, die in einer Bruchbude sitzen und Minute für Minute ihren Senf zu diesem Spiel abgeben.

48.

Heynckes hat gewechselt. Shaqiri im Spiel für Ribery, der nicht zu spät zum Abendessen bei Mutti kommen will. Ist ja doch ein Stück, und die Straßen im Norden Frankreichs, ich sag nur: Paris-Roubaix. Da hilft selbst der feinste Blutbeutel nix. Aber wir schweifen ab...

46.

Weiter geht's. Das bedeutet vor allem: Dittmann wieder! Ächz. Manchmal wünscht man sich ja so einen Warlord auf der anderen Straßenseite, der eine zünftige Granate in unser Wohnzimmer schleudert. Dann hätten wir's hinter uns. Wenn Fußballgucken wie Kriegsgefangenschaft ist.

21.44 Uhr

Sky bringt Action-Werbung. Granaten fliegen, LKWs explodieren, Warlords brüllen zu Hardrock-Beats. Frei nach dem alten Motto: Fußball ist die Fortführung von Krieg mit anderen Mitteln. Oder so.

21.41 Uhr

"Ein zweites Tor, das wünschmer uns", bayert jetzt Michael Leopold. Ja, Michi, das Leben ist kein Eishockeyspiel, Lille ist nicht Bad Tölz und die Bayern nicht Straubing. Mehr Tore, pfff, soll er doch zum Handball wechseln.

21.39 Uhr

Schlimm und schlimmer: Sekunden nach Dittmann kommt der Kaiser. "Attacke von hinten", krakeelt der gleich über die Elfmeter-Szene. Wie damals auf der Weihnachtsfeier.

21.36 Uhr

Halbzeit. Traditionell Zeit zum Durchschnaufen. Doch atemberaubend war bislang einzig die Performance von Kai Dittmann, die irgendwo zwischen Quatsch Comedy Club, Stammtischnörgelei und Geschlossener lag. Immerhin haben wir jetzt knapp 15 Minuten Ruhe vor dem Reporter. A lille relief.

45.

Halbzeitpfiff. Bayern auf dem Weg in die Kabine, nach Amsterdam, dort in irgendwelche Shops, in U-Haft, zurück nach Lyon oder Lille und dann in das Achtelfinale. FCB-BTM-Delikt.

45.

Martinez holzt von hinten in seinen Gegner, sieht Gelb. Diese Karte könnte die Bayern noch teuer zu stehen kommen, möchte man schreiben, nur um dann zu merken: Diese Karte IST die Bayern bereits teuer zu stehen gekommen. Hehe. #40millionen

44.

Laut Dittmann ein Spiel ohne Torchancen, er findet das bemerkenswert. Ihm fehlen die Worte. Dabei gibt es für solche Spiele doch eine Bezeichnung: ein Wolfsburger Heimspiel. Die Bayern-Fans singen etwas zur Melodie von »Traum von Amsterdam«, von wegen hallo Lyon, hallo Zinogene.

41.

Wo führt das eigentlich hin mit dem »Tanz auf drei Hochzeiten«? Wenn Bayern den erfolgreich bestreitet, haben sie dann die vierte Hochzeit gewonnen? Und kriegen sie dann den Gerhard-Schröder-Pokal? Sidibe räumt gleich mal den Trauzeugen Ribery ab.

37.

Wie wir jetzt erfahren, kann man den Rasen umfunktionieren, sodass in dem Stadion Bingorunden, Mau-mau-Turniere und Lippenlesercontests abgehalten werden können. Also wahrscheinlich genau das, worauf sich der FC Bayern ab dem 16. Spieltag voll konzentrieren kann. So viel zum Tanz auf drei Hochzeiten.

35.

Zwischenstände von den anderen Plätzen: Schachtjor führt 1:0 gegen Chelsea, und Petr Cech brummt einen traurigen Donbass. Celtic führt 1:0 bei Barca. Vilanova spielt offenbar Toto, schöne saubere Handicap-Wette.

33.

»So heiß war der junge Rod Stewart«, schmachtet »Bild«. Ehrmann zieht die Spandex über, tanzt mit Dittmann zu »Da ya think I am sexy«, Sidibe holt sich daraufhin Gelb ab und Dittmann lechzt: »Schön, wie ich das von hier oben so alles theoretisch kann.« You wear it well.

29.

Flanke Lyon, Neuer unten, doch Fahne oben. Das war die große Chance für Liverpool zum Ausgleich, doch abgepfiffen. Es bleibt dabei: Lippstadt wird stärker. Die Franzosen sind keine Westfalen, meint der Laie. Wir haben mit Mitt Romney zusammen für den Erdkunde-Test gebüffelt. Und uns gefragt: Wo liegt eigentlich dieses Laien?

25.

Das ist jetzt natürlich ein Spielchen, wie gemacht für den frechen Franck. Unweit seines Geburtsorts setzt er jetzt zu einem Maradona-gleichen Dribbling an, umspielt den ersten, den zweiten, tunnelt den dritten, überlupft den vierten Gegenspieler - und hat sich dabei 30 Meter näher zum eigenen Tor gearbeitet. "3rd and 40", krächzt Football-Fan Dittmann.

23.

Wo wir schon beim Thema sind: Ribery sieht mit seinem dreckverkrusteten Jersey auch schon aus, als habe er seit heute morgen um sechs unter Tage malocht. So wie Kollege Ulrich früher zuhause in Castrop, um sich das Geld für seine Filterlosen dazuzuverdienen.

20.

Uuuuund Elfmeter! Philipp Lahm dribbelt in den Sechzehner, wird von Digne angerempelt, ich sag's Ihnen ehrlich, liebe Leser, einer wie Carsten Jancker wär da einfach weitergelaufen, doch der kleine, schmächtige Philipp kommt ins Stolpern, er fällt, etwa in dem Tempo, in dem ein Industrieschornstein im Norden Frankreichs fallen würde, wenn man ihn sprengt, gut, das wäre dann der kleinste Industrieschornstein der Welt gewesen, aber Sie wissen schon, was wir meinen, Lahm fällt jedenfalls, wie in Zeitlupe, Bean pfeift, und Müller läuft an und trifft. 1:0 Bayern. Kawumm.

19.

Ich sprach es bereits an: Der Kollege ist geistig bei Bruttokaltmieten und Kautionsvereinbarungen. Sehen Sie es ihm also nach, wenn er hie und da mal die Teams durcheinanderbringt. Lyon, Lille, Hauptsache Belgien.

17.

Kaum haben wir uns ergoogelt, dass der berühmteste Sohn der Stadt Lille ein richtig hohes Tier ist, nämlich Charles de Gaulle, vergaloppiert sich Dittmann das erste Mal gründlich. Motzt und mault über die Doppelfaustabwehr des französischen Keepers, bis er sich selbst zurechtweist: "Bin in Meckerlaune, sorry." Und wir erst, Dittsche, und wir erst.

15.

Bayern null. Lille null. Kalter, eisiger Champions-League-Abend. Matthias Sammer macht Jupp Heynckes eine heiße Milch mit Honig und Uli Hoeneß wirft vom Hals an aufwärts schon mal den Heizpilz an.

12.

Sidibi mit einem Tunnel gegen Ribery, eine Art von Kunst, die auf tönernen Füßen gebaut ist. So wie beim Elbtunnel, an dem ja - und das wissen die wenigsten - kein Geringerer als Mike Krüger mitgearbeitet hat. Damals, als er von Nippeln noch keine Ahnung hatte – und wir übrigens auch nicht. Muss so zu der Zeit gewesen sein, als John Carpenter eingeschult wurde.

10.

Kurzer Einschub in eigener Sache: Kollege Ulrich ist natürlich nicht schwanger. Also alles regelkonform mit dem Rauchen.

9.

Lyon kontert nach Ecke der Bayern - und wie sagt man so schön entrüstet und aufwallend: »Und das im eigenen Stadion!« Als wäre das so, als würde man in der Schwangerschaft rauchen.

5.

Der französische Platzwart hat übrigens das Muster des Rasens in Höhe der Mittellinie so gemäht, dass man meint, er habe mit drei Karaffen Chardonnay intus Tetris nachgespielt. Dödödödödödödö - dödödödö.

3.

Thomas Müller verstolpert im nebelverhangenen Lille den Ball vor dem Tor. Ist das die Neuauflage von »The fog«? Spricht gar nicht Kai Dittmann, sondern John Carpenter aus dem Off? Das Horror-Genre muss neu definiert werden, high definiert sozusagen. Trotz Nebels.

1.

Was ist nicht alles geredet worden - gerade in München - über diesen Ausnahmekönner, der ja schon von Abschied gesprochen haben soll. Der Mann, der ein Spiel alleine entscheiden kann. Diese launische Diva. Wir verkünden exklusiv: Er ist zurück und feiert sein Comeback beim heutigen Spiel! Johannes Ehrmann, herzlich willkommen zurück beim Ticker. Oder wie wir ihn nennen: der Olympique-Lille-Wayne aus dem Wedding.

20.42 Uhr

Schiedsrichter ist laut Dittmann ein gewisser Atkinson. Zweite Karriere für Mr. Bean? Oder eher Karriereende für Dittmann wegen groben Unfugs? Letzteres wäre uns deutlich lieber, da sind wir ganz ehrlich. Aber: Warten wir's ab.

20.40 Uhr

Gleich geht's lo-hoos. Apropos, was macht eigentlich Herbert Hoos, die alte FCK-Legende? Sachdienliche Hinweise bitte an bulistars@11freunde.de!

20.35 Uhr

Ulrich ist fix und foxi. Grund aber nicht Lille-Bayern, sondern neuer Mietvertrag. Dafür hat sich der 11FREUNDE-Volo massiv verschuldet. Bläst jetzt auf dem Balkon die Backen auf, zieht an drei Kippen gleichzeitig. Hofft, dass ihm dadurch genügend Gehirnzellen absterben, damit er irgendwie aus der Nummer wieder rauskommt. Vergeblich, da ist er wieder. Bisschen blass, aber lebendig.

20.32 Uhr

Einspieler zu OSC Lille. Letztes Jahr hatten sie noch Eden Hazard, der jetzt bei Chelsea wirbelt. Dafür haben die Franzosen keinen Geringeren als... äh... Salomon Kalou bekommen. Und irgendwo in London haut sich ein russischer Milliardär auf die Schenkel.

20.26 Uhr

Wenn du denkst, es geht nicht mehr... Nun kommen mehrere hochhackige Damen ins Studio gestiefelt, im roten Fummel, irgendwo zwischen Boxenludern und Nummerngirls. Ruud Gullit stiert, Kaiser stiert, der Fantasiefranzose, den kein Mensch kennt, stiert auch. Auch Kollege Ulrich stiert. "Lecker", lechzt er, fängt sich aber blitzschnell und behauptet, dass er nur den Stromanbieter gewechselt hat.

20.20 Uhr

Schalte zu Kai Dittmann, der sieht hautmäßig aus wie der Halbbruder von Tim Wiese. Das beantwortet zumindest die Frage, wo der Sky-Mann sich in den letzten Tagen nicht aufgehalten hat: Lille. Denn da scheint bekanntlich nur im Juli drei Tage lang etatmäßig die Sonne.

20.15 Uhr

Jetzt wird's schlimm: Erik Meijer erklärt am Flipchart irgendwelche Spielszenen. Seine Stimme lässt mich immer erschaudern, weil er mich mal in einem Interview nach einer blöden Frage fies zusammengefaltet hat. Richtig Van-Gaal-mäßig. Jetzt bellt er irgendwas mit "Pawlow", malt bunte Kreise aufs Spielfeld. Mir ist hundeelend.

20.10 Uhr

Nur noch ein gutes halbes Stündchen bis zum Anpfiff, und Sky hat schon die Topnews des Abends parat: "Der 40-Millionen-Mann in der Startelf!" Gespielt wird er von Lee Majors.

19.40 Uhr

Die interessanteste Weisheit hat sich Uns Uli aber zum Thema "Reichensteuer" aufgespart: "Unsere Spieler spielen eine Halbzeit fürs Finanzamt. Deshalb spielen sie manchmal auch eine Halbzeit schlecht." Oh weia, und sowas am Spieltag. Es haben schon Teams für weit schlechtere Alibis die Arbeit eingestellt... Also, für den Fall, dass die Sch'tis zur Pause nachher 3:0 führen: Wir haben immer gewarnt.

19:35 Uhr

Kommen wir zu den Bayern. Die haben sich zuletzt ja viel Zeit für soziales Engagement gegönnt. Lieblingspflegekind von Uli Hoeneß ist bekanntlich Jogi Löw. Aber Hoeneß hat auch zu vielerlei anderen wichtigen Themen eine griffige Meinung. Die Transaktionssteuer? "Bin ich dafür." Christian Ude? "Er kann es." Das Gehalt von Angie? "Ein Witz." Die Weltwirtschaft? "Wird bald boomen wie noch nie." Den Papst? "Sehe ich nicht als Popstar." Uff, da hast du die Kurve ja grade nochmal gekriegt, Uli.

17.11 Uhr

Womit sich die Frage aufdrängt, ob es nicht eigentlich OSCHC Lille heißen müsste. Hinweise in dieser Sache bitte an fremdsprachen@11freunde.de!

17.10 Uhr

Die Sch'tis vernuscheln die S-Laute ganz schön, jedenfalls in der deutschen Synchronfassung. So ein bisschen "Asterix und der Avernerschild"-mäßig. Aleschia. Was sich naturgemäß bei "Schweinschteiger" nicht ganz so schlimm bemerkbar macht wie beispielsweise bei "Schalihamidschitsch".

13.00 Uhr

Lille, das ist ja auch die sympathische Hauptstadt der Sch'tis, bekannt aus Funk und Fernsehen. Die Sachsen Frankreichs amüsieren den Rest des Landes mit ihrem albernen Akzent. Ähnlich ja auch wie Ex-Lille-Profi Franck Ribery das seit Jahren in Deutschland praktiziert. Erinnern wir uns nur an seine drollig-beängstigende Trinkflaschen-Ejakulation nach einem Pokalsieg in Berlin, treffend eingeführt mit den Worten: "Das ist eine Wassääääähr!!"

12.30 Uhr

Grüß Gott und Bonjour, liebe Leser! Noch gute acht Stunden sind es bis zum Kracher in Nordfrankreich. Es ist kaum noch auszuhalten. Diese Antizipation. Wer braucht schon Real gegen Dortmund oder Arsenal gegen Schalke, wenn er auch OSC Lille gegen den FC Bayern haben kann? Und das auch noch 24 Stunden eher! Dachte sich auch die 11FREUNDE-Tickerplanung, die uns diesen Leckerbissen in den iCal gestampft hat. Nunja. Machen wir das Beste draus.

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