Bayer Leverkusen
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FC Kopenhagen

Leverkusen-Kopenhagen im 11FREUNDE-Liveticker

Dänische Delikatesse

Kopenhagen hat schöne Mädchen, aber Leverkusen hat Kießling. Mit 4:0 (3:2) zieht Bayer gegen den FC Kopenhagen in die Gruppenphase der Champions League ein. Der Ticker, Königsklassenkasper, war natürlich dabei.

18:20 Uhr

Hat extra sämtliche Hot Dogs dieser Welt im Zwinger eingesperrt und trinkt sein Pils mit Aspirin: Der Liveticker! Los geht es ab 20:30 Uhr!

20.30 Uhr

Willkommen zur Champions-League. Qualifikation. Leverkusen gegen die »Unterhunde« vom FC Kopenhagen, wie Trainer Stole Solbakken meint. Der hat übrigens, Fun Fact am Rande, einen Herzschrittmacher. Hoffen wir auf ein 0-0 für ihn. Und für uns auf ein Spektakel.

20:33 Uhr

1:0 für Bayer. Kopenhagen ist mental noch in der Kabine, da schnappt sich Bellarabi die Kugel und gibt Zunder. Wahnsinns Bude. Im Anschluss an das Tor wollten wir ihn zum Interview treffen, aber der Mann ist einfach zu schnell.

20.37 Uhr

Fun Fact Nummer zwei: Das Motto des FC Kopenhagen lautet übrigens »Mach Jungen zu Männern – und Männer zu Jungen«. Die Pharma-Abteilung von Bayer bekundet bereits Interesse an einer Testreihe für Wachstumshormone.

20.41 Uhr

Vor dem Spiel mit Tante Käthe telefoniert. Sie sagt, Onkel Dieter hätte jetzt einen Rollator. Und ich solle sie doch mal wieder besuchen kommen. Dass es um das Spiel ginge, sage ich. Ach so. 4:1 für Leverkusen. Geht doch.

20.44 Uhr

Endlich wieder die Champions-League-Hymne. Der Ticker liegt sich in den Armen, Kollege Raack und ich, wir bieten uns das Du an und lehnen beide ab. Große Emotionen, wie sie nur der Fußball liefert.

1.

Anpfiff. Kopenhagen hat aus dem Dortmund-Spiel Leverkusens seine Lehren gezogen und den Anstoß gewählt. 25 Sekunden und immer noch 0-0. Auf der Kopenhagener Bank ballt Taktik-Fuchs Solbakken die Faust.

2.

Son mit dem 1:0 in der ersten Minute. Hat aber auch ordentlich gedauert.

5.

Kopenhagen mit ideenlosem Spielaufbau. Mehr lange Bälle gibts sonst nur im Altenheim

7.

TOOOOOOOOORRR. Calhanoglu mit einem räudigen Abpraller-Freistoß. Der Hexenkessel in Leverkusen brodelt. Nicht

9.

Kommentator des Spiels ist übrigens Oliver Schmidt. Ein Name »wie ein Ford Ka«, meint Kollege Raack, nippt schwermütig an seinem Glas Rotwein und salzt seine Sinne nach.

12.

"Der Cornelius ist ein riesen Talent", informiert mich Behnisch. "Der hat sogar schon mal bei Cardiff gespielt". Na Mensch.

15.

Was für ein Start von Bayer. Die Werkself mit mehr Speed als in die Hippies in Cristiania.

18.

Abseitstor für Leverkusen. Der »Linienrichter ist »schüchtern«, wie Oliver Schmidt konstatiert, hebt sein Fähnchen dann aber doch in den Wind. Zum Glück. So bleibt ein Rest Spannung in dieser Partie, denn noch kann es hier schließlich Verlängerung geben. Auch wenn das in ungefähr so wahrscheinlich ist, wie ein erneute Cheftraineranstellung von Christoph Daum bei Bayer.

22.

So. Dieses Spiel ist ja dann wohl durch. Der Drops gelutscht. Die Messe gelesen. Das Ei verfrühstückt. Der Joint geleckt. Dinge, die jetzt noch weniger spannend sind als dieses Match: Monopoly gegen sich selbst, im Wimbledon-Finale Behnisch gegen Federer beim Stand von 0:6, 0:6, 0:5 einschalten, jeder Tatort zwischen 1975 und 2014.

24.

Und weil hier irgendwie schon Feierabend ist, fabuliert der Ticker über die natürliche Schönheit skandinavischer bzw. dänischer Frauen. In Sekundenschnelle packt jeder der anwesenden Herren feucht-fröhliche Anekdoten über Jahrhundert-Frauen aus, Behnisch spricht gedankenverloren von einer schwedischen Schaffnerin, Winkler erzählt was von »Danish Dynamite« und grinst frivol, ich denke an ein Jugendturnier in Dänemark anno 1998 zurück. Motto des Abends: Alles fit im Schritt.

27.

»Kießling mit dem erfolgreichen Gegenpressing«, verkündet Schmidt. Man muss den Kollegen entschuldigen, er begann seine Karriere einst im Kreißsaal.

28.

Erster Schussversuch von Kopenhagen. Mit der Innenseite schießt der Mann die Pille zur Eckfahne. Der krummste Schuss seit der Erfindung des Vollspannstoßes. Wäre das hier ein Western, wäre der Schütze längst tot und wir im Saloon, um uns mit billigen Whisky die Bardamen schön zu saufen. Da das hier ein Fußballspiel ist, saufen wir bloß. Immerhin.

30.

TOOOOORR! 3:0. Elfmeter für Bayer, Stefan »Das Boot« Kießling versenkt das Ding. Wäre der Ticker Kathrin Müller-Hohenstein, würde er schreiben: »Für Bayer ist das ein innerer Reichsparteitorpedo.«

33.

Puuh 0:3. Solbakken hat jetzt schon Kopfschmerzen an der Seitenlinie. "Da gibt´s doch was von Bayer", meint Roger Schmidt mit diabolischem Grinsen im Gesicht. Der Bayer-Trainer drückt dem Norweger ein paar komische, bunte Pillen in die Hand, geht ganz nah an ihn heran und flüstert trocken: "Komm her, die ersten sind gratis".

35.

Tor!!! Endlich ein Tor für die Skandinavier. Malmö FF mit dem 2:0 gegen den sympathischen Ausbildungsverein RB Salzburg. Deren Ex-Trainer und Jetzt-Bayer-Coach Roger Schmidt lässt sich hier in Leverkusen davon jedoch nichts anmerken. Der coole Hund.

38.

Das Problem für Solbakken: Alternativen auf der Bank hat er keine. Alles Sportinvaliden, die da sitzen. Einer hat sogar eine Art Zahnspange für´s Ohr. Bezeichnend.

41.

Eilmeldung. In Kopenhagen schellt das Telefon. Keine Pointe.

44.

Schmidt schwafelt sich vor Langeweile in ein Paralelluniversum, sinniert über die Bay-Arena als Hotspot, in dem es bald wieder Gedränge um Eintrittskarten geben wird. Was raucht der Mann?

21.31 Uhr

Halbzeit. 3:0 für Bayer 04 Leverkusen. Das ist die halbe Miete. Mindestens aber 50 Prozent. Doch Kopenhagen gibt sich noch nicht auf. Wir haben geheime Bilder aus der Kabine: Bild

21:34 Uhr

Eilmeldung in der Halbzeit: der HSV hat seinen Trainer entlassen. Er moderiert jetzt scheinbar das Heute-Journal. Mit Parücke auf dem Kopf damit man ihn nicht erkennt .Raffiniert.

46.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Gebannte Spannung. Wie lange dauert es bis zum vierten Tor? Derweil wechselt Kopenhagen seinen kommenden Jahrhunderstürmer Cornelius aus und einen Mann namens De Ridder ein. Der stimmt sofort einen Minnegesang an. Mit Erfolg. Freistoß für Kopenhagen. Der verpufft allerdings im Jammertal für »Unterhunde«.

48.

Im Gegenzug gewaltrollert Son Richtung Kopenhagener Tor. Der abgefälschte Ball wird von der Bahnschranke im Tor der Dänen noch gerade eben zur Ecke geklärt.

50.

Holladiewaldfee! Lattenschuss der Kopenhagener, für uns, die beinahe sabbernd auf der Tastatur eingeschlafen wären, eine Art Ohrfeige mit Anlauf und Kettenhandschuh.

52.

Aus unserer Serie: »Fantasiesätze wie sie nur der Fußball hervorbringen kann« = »Claudemir – der Harald Katemann des dänischen Fußballs«. (zit.n. O.Schmidt)

54.

Roger Schmidt im Bild. Trägt dreist ein Jens-Keller-Stirn-Double zur Schau. In jeder Falte ist eine Taktiktafel versteckt.

55.

Steve de Ridder. Wenigstens geile Namen haben diese Dänen. Nicht verwandt übrigens mit Mark de Wigginga, Paul de Sammurei oder Olaf de Frondsolddad.

58.

Die Eleganz hat Stefan Kießling nun wirklich nicht erfunden. Wenn der Mann zum Sprint ansetzt, drehen sich Flußpferde und Berggorillas verschämt weg, irgendwo in Brasilien fällt bei jedem Kießling-Schritt eine Samba-Tänzerin in Ohnmacht, verschluckt sich ein Gastherr an einem Cha-Cha-Cha.

60.

Noch 30 Minuten zu spielen und das Ding hier ist eh durch. Für solche Situationen sollte sich die Fifa mal was einfallen lassen. Hätten wir was zu sagen, Bayer müsste jetzt für 10 Minuten mit drei betagten Ex-Spielern das Ergebnis halten. Man stelle sich vor: Rüdiger Vollborn mit Pocke beim Eins-gegen-Eins, der ergraute Bernd Schuster mit 60-Meter-Zuckerpässen aus der Drehung und vorne Ulf Kirsten, wie er sich in einen armen Dänen verbeißt. Hach, das wäre doch was!

62.

"Roger Schmidt hat viele Spieler mit seiner Idee Fußball zu spielen, wach geküsst", sagt Schmidt. Stimmt, wir waren dabei. Hier der Coach zusammen mit Tin Jedvaj

 

64.

Leverkusen, diese unerbittliche Maschine, kennt kein Mitleid mit dem armen Spielball aus Kopenhagen und presst weiter munter drauf los. Noch 30 Minuten und es hat das Licht der Welt erblickt, das geliebte Kind Champions-League-Gruppenphase. Tante Käthe lächelt beseelt aus der VIP-Loge in die Welt und träumt längst vom Nachwuchs, der K.O.-Runde.

67.

4:0 für Bayer Leverkusen. Wieder ist es Stefan Kießling. Nach einem langen Ball drückt er den Ball im Fallen ins lange Eck, einfach nur um zu zeigen, dass er auch das kann. Kurz darauf packt er noch eine Brustannahme, Hackenmitnahme und eine Steuererklärung im Handstand obendrauf. 

69.

Das Ding ist durch. Spahic liegt am Boden, sein Gesicht gen Mekka gerichtet. Er betet vermutlich, dass das Spiel bald vorbei ist.

72.

Wir sind verzweifelt und versuchen die nicht mehr zu unterdrückende Langeweile mit einer neuen Folge aus unserer Reihe "Wenn Fips Asmussen Fußball-Witze machen würde" aufzulockern. Folge 387: "Wer hinten so offen steht wie der FC Kopenhagen, muss nicht ganz dicht sein." ...Hm, Bringt auch nichts, aber wir wissen auch nicht mehr weiter. 

75.

Roger Schmidt hat ein Einsehen mit dem FC Kopenhagen und nimmt Stefan Kießling vom Platz. Schlechte Nachrichten für Dänen: Für ihn kommt Josip Drmic, zu dem Kollege Raack anmerkt: »Krass, den haben die auch noch.« Eben.

78.

Leverkusen ist insgesamt acht Kilometer mehr gelaufen als die Spieler von Kopenhagen. »Das ist fast ein Mann mehr«, flötet Oliver Schmidt. Und das trotz De Ridder. Bezeichnend.

80.

Peitsche für Kopenhagen, wir wiederholen uns, aber: Dit is durch hier. Zeit für uns, Erinnerungen an dänischen Fußball auszutauschen. Die Grundvoraussetzungen: Behnisch (Jahrgang 1980), Raack (Jahrgang 1983) und Winkler (Jahrgang 1993). Entsetzen bei Behnisch und mir: Als Deutschland gegen Dänemark 92 auf die Fresse bekam, war der Kollege noch nicht mal geplant. Dann die Erkenntnis: Der Glückliche – seine erste EM war 1996, Bierhoffgoldengoalundso. Neidisch streicheln wir Bernie den Hasen.

83.

Schlussoffensive der Kopenhagener! Ehrt die Herren, ist aber so erfolgversprechend wie mit einem Minigolfschläger Tiger Woods herauszufordern.

85.

Tin Jedvaj im Bild. Hat eine Frisur, die so seit 1985 eigentlich nicht mehr gebaut wird. Nach dem Spiel steigt der Mann bestimmt in sein Golf II Cabrio und lässt in der Disco zu Depeche Mode mal so richtig die Kuh fliegen.

88.

Das Spiel nun wie altes Frachtschiff kurz vor der Verschrottung: Der Lack ist ab.

89.

Das Spiel ist jetzt 89 Minuten alt, aber bisher hat es beim ZDF keiner für nötig gehalten, Schmidt zu erklären, dass Bayers Mittelfeldwusler mit Hang zur temporären Psychokrise Calhanoglu und nicht "Dschananohlu" heißt.

22.35 Uhr

Das war's in der Bay-Arena. Ein Spiel ohne Spannung, aus dem bereits nach 96 Sekunden das letzte bisschen trauriger Restluft entwichen war. Was also nehmen wir mit aus diesem Abend? a) Leverkusen hat die Gruppenphase erreicht. b) Mit Stefan Kießling wären wir Weltmeister geworden. c) Franz Beckenbauer. In diesem Sinne, einen schönen Abend. 

22.35 Uhr

Das war's in der Bay-Arena. Ein Spiel ohne Spannung, aus dem bereits nach 96 Sekunden das letzte bisschen trauriger Restluft entwichen war. Was also nehmen wir mit aus diesem Abend? a) Leverkusen hat die Gruppenphase erreicht. b) Mit Stefan Kießling wären wir Weltmeister geworden. c) Franz Beckenbauer. In diesem Sinne, einen schönen Abend. 

89.

Das Spiel ist jetzt 89 Minuten alt, aber bisher hat es beim ZDF keiner für nötig gehalten, Schmidt zu erklären, dass Bayers Mittelfeldwusler mit Hang zur temporären Psychokrise Calhanoglu und nicht "Dschananohlu" heißt.

88.

Das Spiel nun wie altes Frachtschiff kurz vor der Verschrottung: Der Lack ist ab.

85.

Tin Jedvaj im Bild. Hat eine Frisur, die so seit 1985 eigentlich nicht mehr gebaut wird. Nach dem Spiel steigt der Mann bestimmt in sein Golf II Cabrio und lässt in der Disco zu Depeche Mode mal so richtig die Kuh fliegen.

83.

Schlussoffensive der Kopenhagener! Ehrt die Herren, ist aber so erfolgversprechend wie mit einem Minigolfschläger Tiger Woods herauszufordern.

80.

Peitsche für Kopenhagen, wir wiederholen uns, aber: Dit is durch hier. Zeit für uns, Erinnerungen an dänischen Fußball auszutauschen. Die Grundvoraussetzungen: Behnisch (Jahrgang 1980), Raack (Jahrgang 1983) und Winkler (Jahrgang 1993). Entsetzen bei Behnisch und mir: Als Deutschland gegen Dänemark 92 auf die Fresse bekam, war der Kollege noch nicht mal geplant. Dann die Erkenntnis: Der Glückliche – seine erste EM war 1996, Bierhoffgoldengoalundso. Neidisch streicheln wir Bernie den Hasen.

78.

Leverkusen ist insgesamt acht Kilometer mehr gelaufen als die Spieler von Kopenhagen. »Das ist fast ein Mann mehr«, flötet Oliver Schmidt. Und das trotz De Ridder. Bezeichnend.

75.

Roger Schmidt hat ein Einsehen mit dem FC Kopenhagen und nimmt Stefan Kießling vom Platz. Schlechte Nachrichten für Dänen: Für ihn kommt Josip Drmic, zu dem Kollege Raack anmerkt: »Krass, den haben die auch noch.« Eben.

72.

Wir sind verzweifelt und versuchen die nicht mehr zu unterdrückende Langeweile mit einer neuen Folge aus unserer Reihe "Wenn Fips Asmussen Fußball-Witze machen würde" aufzulockern. Folge 387: "Wer hinten so offen steht wie der FC Kopenhagen, muss nicht ganz dicht sein." ...Hm, Bringt auch nichts, aber wir wissen auch nicht mehr weiter. 

69.

Das Ding ist durch. Spahic liegt am Boden, sein Gesicht gen Mekka gerichtet. Er betet vermutlich, dass das Spiel bald vorbei ist.

67.

4:0 für Bayer Leverkusen. Wieder ist es Stefan Kießling. Nach einem langen Ball drückt er den Ball im Fallen ins lange Eck, einfach nur um zu zeigen, dass er auch das kann. Kurz darauf packt er noch eine Brustannahme, Hackenmitnahme und eine Steuererklärung im Handstand obendrauf. 

64.

Leverkusen, diese unerbittliche Maschine, kennt kein Mitleid mit dem armen Spielball aus Kopenhagen und presst weiter munter drauf los. Noch 30 Minuten und es hat das Licht der Welt erblickt, das geliebte Kind Champions-League-Gruppenphase. Tante Käthe lächelt beseelt aus der VIP-Loge in die Welt und träumt längst vom Nachwuchs, der K.O.-Runde.

62.

"Roger Schmidt hat viele Spieler mit seiner Idee Fußball zu spielen, wach geküsst", sagt Schmidt. Stimmt, wir waren dabei. Hier der Coach zusammen mit Tin Jedvaj

60.

Noch 30 Minuten zu spielen und das Ding hier ist eh durch. Für solche Situationen sollte sich die Fifa mal was einfallen lassen. Hätten wir was zu sagen, Bayer müsste jetzt für 10 Minuten mit drei betagten Ex-Spielern das Ergebnis halten. Man stelle sich vor: Rüdiger Vollborn mit Pocke beim Eins-gegen-Eins, der ergraute Bernd Schuster mit 60-Meter-Zuckerpässen aus der Drehung und vorne Ulf Kirsten, wie er sich in einen armen Dänen verbeißt. Hach, das wäre doch was!

58.

Die Eleganz hat Stefan Kießling nun wirklich nicht erfunden. Wenn der Mann zum Sprint ansetzt, drehen sich Flußpferde und Berggorillas verschämt weg, irgendwo in Brasilien fällt bei jedem Kießling-Schritt eine Samba-Tänzerin in Ohnmacht, verschluckt sich ein Gastherr an einem Cha-Cha-Cha.

55.

Steve de Ridder. Wenigstens geile Namen haben diese Dänen. Nicht verwandt übrigens mit Mark de Wigginga, Paul de Sammurei oder Olaf de Frondsolddad.

54.

Roger Schmidt im Bild. Trägt dreist ein Jens-Keller-Stirn-Double zur Schau. In jeder Falte ist eine Taktiktafel versteckt.

52.

Aus unserer Serie: »Fantasiesätze wie sie nur der Fußball hervorbringen kann« = »Claudemir – der Harald Katemann des dänischen Fußballs«. (zit.n. O.Schmidt)

50.

Holladiewaldfee! Lattenschuss der Kopenhagener, für uns, die beinahe sabbernd auf der Tastatur eingeschlafen wären, eine Art Ohrfeige mit Anlauf und Kettenhandschuh.

48.

Im Gegenzug gewaltrollert Son Richtung Kopenhagener Tor. Der abgefälschte Ball wird von der Bahnschranke im Tor der Dänen noch gerade eben zur Ecke geklärt.

46.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Gebannte Spannung. Wie lange dauert es bis zum vierten Tor? Derweil wechselt Kopenhagen seinen kommenden Jahrhunderstürmer Cornelius aus und einen Mann namens De Ridder ein. Der stimmt sofort einen Minnegesang an. Mit Erfolg. Freistoß für Kopenhagen. Der verpufft allerdings im Jammertal für »Unterhunde«.

21:34 Uhr

Eilmeldung in der Halbzeit: der HSV hat seinen Trainer entlassen. Er moderiert jetzt scheinbar das Heute-Journal. Mit Parücke auf dem Kopf damit man ihn nicht erkennt .Raffiniert.

21.31 Uhr

Halbzeit. 3:0 für Bayer 04 Leverkusen. Das ist die halbe Miete. Mindestens aber 50 Prozent. Doch Kopenhagen gibt sich noch nicht auf. Wir haben geheime Bilder aus der Kabine.

44.

Schmidt schwafelt sich vor Langeweile in ein Paralelluniversum, sinniert über die Bay-Arena als Hotspot, in dem es bald wieder Gedränge um Eintrittskarten geben wird. Was raucht der Mann?

41.

Eilmeldung. In Kopenhagen schellt das Telefon. Keine Pointe.

38.

Das Problem für Solbakken: Alternativen auf der Bank hat er keine. Alles Sportinvaliden, die da sitzen. Einer hat sogar eine Art Zahnspange für´s Ohr. Bezeichnend.

35.

Tor!!! Endlich ein Tor für die Skandinavier. Malmö FF mit dem 2:0 gegen den sympathischen Ausbildungsverein RB Salzburg. Deren Ex-Trainer und Jetzt-Bayer-Coach Roger Schmidt lässt sich hier in Leverkusen davon jedoch nichts anmerken. Der coole Hund.

33.

Puuh 0:3. Solbakken hat jetzt schon Kopfschmerzen an der Seitenlinie. "Da gibt´s doch was von Bayer", meint Roger Schmidt mit diabolischem Grinsen im Gesicht. Der Bayer-Trainer drückt dem Norweger ein paar komische, bunte Pillen in die Hand, geht ganz nah an ihn heran und flüstert trocken: "Komm her, die ersten sind gratis".

30.

TOOOOORR! 3:0. Elfmeter für Bayer, Stefan »Das Boot« Kießling versenkt das Ding. Wäre der Ticker Kathrin Müller-Hohenstein, würde er schreiben: »Für Bayer ist das ein innerer Reichsparteitorpedo.«

28.

Erster Schussversuch von Kopenhagen. Mit der Innenseite schießt der Mann die Pille zur Eckfahne. Der krummste Schuss seit der Erfindung des Vollspannstoßes. Wäre das hier ein Western, wäre der Schütze längst tot und wir im Saloon, um uns mit billigen Whisky die Bardamen schön zu saufen. Da das hier ein Fußballspiel ist, saufen wir bloß. Immerhin.

27.

»Kießling mit dem erfolgreichen Gegenpressing«, verkündet Schmidt. Man muss den Kollegen entschuldigen, er begann seine Karriere einst im Kreißsaal.

24.

Und weil hier irgendwie schon Feierabend ist, fabuliert der Ticker über die natürliche Schönheit skandinavischer bzw. dänischer Frauen. In Sekundenschnelle packt jeder der anwesenden Herren feucht-fröhliche Anekdoten über Jahrhundert-Frauen aus, Behnisch spricht gedankenverloren von einer schwedischen Schaffnerin, Winkler erzählt was von »Danish Dynamite« und grinst frivol, ich denke an ein Jugendturnier in Dänemark anno 1998 zurück. Motto des Abends: Alles fit im Schritt.

22.

So. Dieses Spiel ist ja dann wohl durch. Der Drops gelutscht. Die Messe gelesen. Das Ei verfrühstückt. Der Joint geleckt. Dinge, die jetzt noch weniger spannend sind als dieses Match: Monopoly gegen sich selbst, im Wimbledon-Finale Behnisch gegen Federer beim Stand von 0:6, 0:6, 0:5 einschalten, jeder Tatort zwischen 1975 und 2014.

18.

Abseitstor für Leverkusen. Der »Linienrichter ist »schüchtern«, wie Oliver Schmidt konstatiert, hebt sein Fähnchen dann aber doch in den Wind. Zum Glück. So bleibt ein Rest Spannung in dieser Partie, denn noch kann es hier schließlich Verlängerung geben. Auch wenn das in ungefähr so wahrscheinlich ist, wie ein erneute Cheftraineranstellung von Christoph Daum bei Bayer.

15.

Was für ein Start von Bayer. Die Werkself mit mehr Speed als in die Hippies in Cristiania.

12.

"Der Cornelius ist ein riesen Talent", informiert mich Behnisch. "Der hat sogar schon mal bei Cardiff gespielt". Na Mensch.

9.

Kommentator des Spiels ist übrigens Oliver Schmidt. Ein Name »wie ein Ford Ka«, meint Kollege Raack, nippt schwermütig an seinem Glas Rotwein und salzt seine Sinne nach.

7.

TOOOOOOOOORRR. Calhanoglu mit einem räudigen Abpraller-Freistoß. Der Hexenkessel in Leverkusen brodelt. Nicht

5.

Kopenhagen mit ideenlosem Spielaufbau. Mehr lange Bälle gibts sonst nur im Altenheim

2.

Son mit dem 1:0 in der ersten Minute. Hat aber auch ordentlich gedauert.

1.

Anpfiff. Kopenhagen hat aus dem Dortmund-Spiel Leverkusens seine Lehren gezogen und den Anstoß gewählt. 25 Sekunden und immer noch 0-0. Auf der Kopenhagener Bank ballt Taktik-Fuchs Solbakken die Faust.

20.44 Uhr

Endlich wieder die Champions-League-Hymne. Der Ticker liegt sich in den Armen, Kollege Raack und ich, wir bieten uns das Du an und lehnen beide ab. Große Emotionen, wie sie nur der Fußball liefert.

20.41 Uhr

Vor dem Spiel mit Tante Käthe telefoniert. Sie sagt, Onkel Dieter hätte jetzt einen Rollator. Und ich solle sie doch mal wieder besuchen kommen. Dass es um das Spiel ginge, sage ich. Ach so. 4:1 für Leverkusen. Geht doch.

20.37 Uhr

Fun Fact Nummer zwei: Das Motto des FC Kopenhagen lautet übrigens »Mach Jungen zu Männern – und Männer zu Jungen«. Die Pharma-Abteilung von Bayer bekundet bereits Interesse an einer Testreihe für Wachstumshormone.

20:33 Uhr

1:0 für Bayer. Kopenhagen ist mental noch in der Kabine, da schnappt sich Bellarabi die Kugel und gibt Zunder. Wahnsinns Bude. Im Anschluss an das Tor wollten wir ihn zum Interview treffen, aber der Mann ist einfach zu schnell.

20.30 Uhr

Willkommen zur Champions-League. Qualifikation. Leverkusen gegen die »Unterhunde« vom FC Kopenhagen, wie Trainer Stole Solbakken meint. Der hat übrigens, Fun Fact am Rande, einen Herzschrittmacher. Hoffen wir auf ein 0-0 für ihn. Und für uns auf ein Spektakel.

18:20 Uhr

Hat extra sämtliche Hot Dogs dieser Welt im Zwinger eingesperrt und trinkt sein Pils mit Aspirin: Der Liveticker! Los geht es ab 20:30 Uhr!

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