1. FC Köln

1
1

Schalke 04

Köln-Schalke im 11FREUNDE-Liveticker

1 Punkt

Ein Spiel, das keinen Sieger wollte. Ist sich noch unentschieden, ob das ein Remis der besseren Sorte war: der Liveticker.

17:19 Uhr

Ticker-Freunde, da sind wir! Gab eine kurze Verzögerung, weil ich (Raack) auf dem Weg vom Flohmarkt (Yokuzuna-Figur gekauft, Tag gerettet!) von einem Müllmann angefeindet wurde. "Is Rot, Du Nille!" Ich dachte gleich an Köln und feierte innerlich Karneval. Der Yokuzuna geht als Hulk Hogan. Wird das ein Spaß! So wie dieser Ticker. Freut euch auf einen Neuling. An der Liveticker-Tastatur: ein Mann namens Finger. Kein Scheiß.

17:24 Uhr

Köln also. Gegen Schalke. Klingt irgendwie mehr nach Bundesliga als Ingolstadt gegen RB Leipzig, oder? Die große Frage nur: wird es auch so aussehen? Wir erwarten eine große Oldschool-Schlacht mit kernigen 21-mm-Stollen-Grätschen, wütenden Kutten, die an Zäunen rütteln und dabei Bier über ihre "Wenn Arschlöcher fliegen könnten, wäre ganz Düsseldorf ein Flughafen"-Aufnäher verschütten. Am Mikrofon: Gerd Rubenbauer, Experte: Otto Rehhagel. Und ganz plötzlich wächst Kollege Finger ein gewaltiger Schnauzbart.

17:26 Uhr

Badstuber in Königsblau. Als würde man Ulf Kirsten blondieren. Sieht irgendwie sehr ungewohnt aus.

17:28 Uhr

Wenn euch einer fragt, ob Deutsche wirklich so in ihren Fußball verliebt sind, dann zeigt ihnen Aufnahmen von die Vereinshymne singenden Fans vor dem Anpfiff. Stocksteife Juristen, die neben angetrunkenen Studenten stehen und gemeinsam einen Schal in die Höhe strecken, um dabei voller Insbrunst einen Song von De Höhner zu singen. Kein weiterer Kommentar.

17:29 Uhr

Die Einlaufkinder heute übrigens der Jahreszeit angepasst im Karnevals-Outfit. Immer noch schöner als das Mainzer Trikot von gestern.

1.

Abendspiel. Flutlicht. Köln vorm Kaneval. Gegen Schalke. Alle also (glücks)besoffen. Ach, Bundesliga, manchmal wirkst du so unwiderstehlich wie ein kaltes Freibier an einem heißen Sommertag.

2.

Und: TOOOOR!!! Erster Angriff Schalke, Caliguri flänkelt den Ball flach in die Mitte, Schöpf drückt den Ball über die Linie. 1:0 für Schalke. Wir wollten Oldschool, wir haben Oldschool.

3.

Und ganz genau so muss es sich am Dienstagmorgen nach Rosenmontag in Köln anfühlen.

4.

Aus unserer Serie: "Sätze aus dem deutschen Winter":
"Temperaturen über Null, herrliche Bedingungen!" (Fritz von Thurn und Taxis)

5.

Dass Fritz von Thurn und Taxis immer noch kommentieren darf ist so als wenn Boris Becker noch immer zur ATP-WM in Hannover antreten würde. Auf einem Hallenplatz ohne Doppelfeld-Markierung. Übrigens bald in ihrer Stadt, ruft der Fritz von Thurn und Taxis in meinem Kopf, die EXPO 2000!

6.

An der Pfeife: Tobias Stieler. Altgediente Brigade Hartmut Strampe-Mitglieder werden sich daran erinnern, dass er es war, der im Herbst 2015 der erste Schiri war, dem zugejubelt wurde. In memoriam: Schiri, wir wissen, wo dein Auto stand! Ist aufgetankt, ist aufgetankt!

8.

Kölns Sörensen macht den Berliner Kneipenwirt: und verteilt ein Eisbein. Zwei Pfeffi, bitte!

9.

"Der Serbe bekommt heute mal wieder ein Chance!", bürgerkriegelt Fritz von Thurn und Taxis. Und meint doch einen Fußballer aus Köln. Gottseidank.

13.

Zwölf Minuten rum. Zwischenbilanz: Ein Tor ist zwar schon gefallen, Mittelfinger wurden allerdings noch keine gereckt. Aber keine Sorge: Bis zur nächsten Doppelpass-Sendung bleiben ja noch 78 Minuten und sieben Spiele, die ein Talk-Thema liefern können. 

16.

Zweite Ecke für Köln. »Diesmal mit Rausch«, säuselt Fritz von Thurn und Taxis. Wie ganz Köln an Karneval.

18.

Schalke seit dem frühen Treffer ungefähr so gefährlich, wie ein schlafendes Kaninchen. Dann doch mal eine Schusschance durch Leon Goretzka. Oder »GOALretzka«, wie ihn die Kollegen mit den vier Buchstaben womöglich getauft hätten, hätte er getroffen.

19.

Schock-Moment für Köln: Anthony Modeste bleibt nach einem Check liegen, hält sich Rücken und Arm. TuT dazu: »Man hat das Gefühl, es tut ihm alles weh.« Nun gut.

22.

Für zwischendurch:
"Die Saarländer sind doch niveauloser, als ich gedacht habe, Sie alle sind ausnahmslos Asoziale." (HSV-Libero Michael Kostner 1988 nachdem ihm Fans vom 1. FC Saarbrücken den #mittelfinger gezeigt hatten)

23.

Köln spielt bislang so, als hätten Joko und Klaas betrunkene Karnevalisten ein Drehbuch für dieses Spiel entwerfen lassen. Über der Tribüne eine riesige Comicsprechblase: "Kotz!"

25.

"Rausch! Jetzt wird es eng da!" Wann kommen findige Porno-Produzenten endlich auf die Idee Fritz von Thurn und Taxis ein paar Erwachsenfilme synchronisieren zu lassen? So würde sich der Kreis schließen. Immer enger.

26.

Süß von TuT. Weil Modeste sich den Arm hält, wird der Kommentator zum aufopferungsvollen Rettungssanitäter. "Am liebsten würde man ihm eine Schlaufe zuwerfen!", fordert der Fritz und denkt an früher. In unserem Hirn grade: Wundbrand.

27.

Ein Spiel würde dem Tor gut tun.

29.

Und da: ein erster Schuss von einem Kölner. Jojic versucht sich mit einem Volleyschuss. Der jetzt irgendwo im Belgrader Nachthimmel mit dem Elfmeter von Uli Hoeneß zusammenprallen dürfte.

30.

Köln müht sich ja. Aber das wirkt bislang wie der Klassentrottel beim Mathe-Test. Nix geht. Die königsblauen Streber kichern heimlich und kleben den Kölnern heimlich Zettel auf den Rücken: "Et hätt noch immer allet schief jejange". Giggl.

32.

Guido Burgstaller aka »Schalkes BurgKNALLER«, der neue Lieblingsspieler aller mäßig begabter Ascheplatz-Helden (fußballerisch und auch sonst) ist bislang übrigens komplett abgemeldet. Wenn er heute nicht trifft, ist dann wenigstens das schlechteste Wortspiel seit »Odonk-Tor« Geschichte?

33.

Goretzka an den Pfosten! Verpasst die nächste Chance zum Über-Spitznamen. »Geil genommen«, kommentiert Kollege Raack. Und eben noch über Porno-Produzenten tickern...

36.

Hier nochmal ein Blick auf die Geißbock-Abwehr beim Gegentor:

39.

»Höger ist nicht glücklich geworden in Schalke«, weiß TuT. Was sagen Jan Kirchhoff, Tranquilo Barnetta oder Högers Teamkollege Christian Clemens dazu?

41.

Das Spiel ist aktuell ungefähr so unterhaltsam, wie der Blick aus dem Fenster. Es ist dunkel. Im Schein der einzigen Laterne fallen die Regentropfen. Hm. Vielleicht ist es draußen doch interessanter.

42.

Falls es euch wie uns geht und euch das Spiel immer schlechtere Laune machen sollte, weil ihr ja eigentlich gut unterhalten werden wolltet an diesem nasskalten Sonntagabend, dann haben wir hier ein Gegengift gegen diese Partie:

43.

TOOOOOOORRR!!! 1:1! Modeste, immer noch mit deutlichen Problemen aufgrund des verletzten Arms, bekommt den Ball kurz vor dem Sechzehner, und braucht nur zwei Berührungen, um den Ball flach ins lange Eck zu schieben. Ein schlichtes, aber großartiges Tor. Was eine Maschine, der Typ. Und janz Kölle singt Alaaf. Dieses Spiel hat sich ab sofort als Unentschieden verkleidet.

45.

Und grade wollte ich maulen, dass Modeste noch auf dem Platz ist, da macht er die Bude. Ich halt ja schon die Schnauze.

Halbzeit

Gewohnt altmodisch kommentiert vom gewohnt modischen Fritz von Thurn und Taxis geht dieses Spiel in die Pause. 1:1 nach ganz früher Führung der Schalker. Was viele Minuten langweilig war, geht plötzlich aufregend in die Halbzeit. Wir gehen uns kurz mal die Partyhüte richten.

18:30 Uhr

Neuer Skandal im deutschen Fußball: Mittelfinger soll Effenberg gezeigt haben.

18:31

Das ging ja früh los hier in Köln, fast wie am 11. November um 11:11 Uhr. Nur dass es für die Kölner nichts zum feiern gab. Dafür sorgte Modeste kurz vor der Pause, mit kaputtem Arm. Was ein Typ.

45.

Neuer Lieblingsmensch: Kölns Co-Trainer Manfred Schmid. Sieht aus wie ein Kreisliga-Trainer. Nach dem Spieltag. Im Vereinskasino. Nach dem sechsten Glas. PS: Es geht weiter.

47.

Und auf Kölns Ersatzbank ein Mann mit einem Namen wie eine Mischung aus Kölschem Klüngel und einem fast vergessenen deutschem männlichen Vornamens. Klünter. Stark.

49.

Marko Höger, Typ: Langzeitstudent mit den Interessen Folk-Musik und Campingtouren durch Spanien, tritt seinen Gegenspieler so dermaßen mit Schmackes über den Haufen, dass das Gehirn von Dieter Eilts Glückshormone ausschüttet und der Dieter nicht weiß warum. In seinem Kopf hupt seine Oma. Sie sieht aus wie Högers VW-Bus.

51.

Jetzt tritt Schalke zu, Stambouli isses. Wie ein Holzarbeiter nach dem Mittagessen: jetzt wird ordentlich gehackt.

53.

Koka Rausch nimmt der Schalker Abwehr das Seepferdchen ab, so sehr bringt er sie ins Schwimmen. Die anschließende Ecke, diesmal von Jojic, bringt nichts ein. Ohne Rausch nix los. Oder so.

55.

Holger Badstuber, heute wieder mit etwas mehr Haupthaar, hat insgesamt während seiner Karriere frisurentechnisch eine ähnliche Entwicklung genommen, wie Arjen Robben. Wann fängt er an, vom rechten Flügel nach Innen zu ziehen und die Dinger mit seinem Zauberfüßchen unhaltbar ins linke obere Eck zu streicheln? Frage für einen gewissen Markus W.

56.

Modeste wird geschickt, legt sich den Ball am ersten vorbei, scheitert dann auf der Strafraumlinie an besagtem Badstuber. Kein Foul, sagt Stieler. Und wenn Badstuber weiter so verteidigt, braucht er gar keine Traumtore zu schießen.

58.

Schalke versucht viel, Köln wartet so gespannt auf die Kontermöglichkeiten, wie ein Kiffer auf die Pizzalieferung. Noch hat's nicht geklingelt.

60.

Foul von Naldo an Modeste, dafür gibts Gelb. Nickeliges Spiel jetzt, nachdem die Abwehrreihen lange so bissig waren, wie ein zahnloses Gürteltier.

63.

Würde Heribert Faßbender hier tickern, er hätte sicherlich geschrieben: "Der nachfolgende Freistoß brachte nicht viel ein."

64.

Rausch windet sich, schwer getroffen, am Boden. Warum gibt es den Mann eigentlich noch nicht als Verkleidung?

65.

Das Spiel wie ein Fettsack im Hungerstreik oder ein 11FREUNDE-Tickerduo nach Minute 65: stark am Abflachen.

66.

Darauf ein Flachwitz:
Geht eine schwangere Frau in eine Bäckerei und sagt: "Ich krieg ein Brot." Darauf der Bäcker: "Sachen gibt's!"

67.

Ok, einer noch:
Was machen zwei wütende Schafe? Sie kriegen sich in die Wolle.

68.

Zurück zum Wetter. Pardon, Fußball. Grade eben hat Fritz von Thurn und Taxis die Stadt "Rio de Janeiro" ausgesprochen. Die Tonspur kann ich jedem empfehlen, der an die 60er-Jahre erinnert werden möchte.

71.

Kölns Osako mit einem so schönen Schuss, dass Finger spontan Pralinen und zwei Kinokarten aus der Mütze gefallen sind. Doch die Schönheit, sie geht vorbei. Ich tröste den jungen Kollegen mit meiner Kasette: "90 Minuten Grunzgeräusche von Rollo Fuhrmann. Mit einem Vorwort (eingeröhrt) von Fritz von Thurn und Taxis"

72.

Schon bald auf der Speisekarte im Kölner Vereinsrestaurant: "Kessler mit Sauerkraut"

73.

Freistoß von Naldo. Der mit seinem Spann übrigens in seiner Freizeit Autowracks zerschrottet und Bauschutt zerkleinert. Kessler hält. Na toll.

74.

Max Meyer pflügt durch das Mittelfeld, den Ball enger am Fuß als Pille an Goleos Hand. Immerhin trägt Meyer eine Hose.

76.

Zoller kommt für Jojic. »Immer wenn Zoller kommt, ist auch etwas möglich«, zeigt sich TuT vorsichtig optimistisch. Wie er darauf kommt, weiß er wohl nur selber.

77.

»TOOOR!«, schreit von Thurn und Taxi jetzt. Liegt aber - Überraschung - daneben. Genau wie Burgstallers Chip neben dem rechten Pfosten landet.

79.

Nächster Wechsel, diesmal bei Schalke. Choupo-Moting kommt für Burgstaller. War's das dann mit Burgknaller?

80.

Wieder Schalke, wieder ein krasses Ding - wieder vorbei. Kolasinac zieht über links unwiderstehlich in den Strauf, legt ab auf den eben eingewechselten Eric-Maxim Choupo-Moting. Der vergibt kläglich über die Latte. War wohl nichts mit Choupo-Machtihn.

83.

Ballverlust von Jonas Hector im Mittelfeld, Meyer vertändelt auf der anderen Seite. Ergebnis des Konters: Einwurf Schalke. Toll. Vielleicht versuchen wir es doch nochmal mit dem Blick aus dem Fenster.

85.

Ecke Köln, Modeste schießt Höwedes ab. »Ein Fuchs, dieser Modeste«, kann TuT dazu beitragen. Weniger fuchsig: der Eckstoß. Bringt nämlich nichts ein.

86.

Nochmal Freistoß für Schalke, wieder kriegt Goretzka auf die Socken. Bentaleb und Naldo machen sich bereit. Bentaleb versucht's, scheitert kläglich. Fritz sagt: »Wieder nicht! Jetzt sag ich aber gar nichts mehr.« Kurzer Hoffnungsschimmer! Redet dann doch weiter.

88.

Ach und noch was: Laut Medienberichten wird Schalke die Kaufoption für diesen Nabil Bentaleb ziehen. Satte 19 Millionen Euro sollen die Knappen dafür nach Tottenham überweisen. Wir fragen uns: Wo will Heidel die Kohle hernehmen, so ganz ohne europäischen Wettbewerb nächstes Jahr?

90.

Gleich ist es vorbei. Ich möchte ja nicht sagen, die Luft sei raus. Aber insgesamt erscheint das Spiel aber eher, wie eine Hüpfburg mit Loch. Und fühlt sich auch so an: traurig.

90.+2

Es gibt nochmal Freistoß für Köln an der linken Strafraum-Kante. Rausch steht bereit, bringt das Leder vors Tor. Anscheinend möchte kein Schalker den Ball haben, Heintz verpasst knapp. Aber: Wäre sowieso Abseits gewesen. Alles halb so wild.

Abpfiff

Köln und Schalke trennen sich 1:1, eines dieser sagenumwobenen gerechten Unentschieden, denn viel war hier nicht los, schon gar nicht in der zweiten Hälfte. Dabei ging es so vielversprechend los. Wat soll et, in Köln kümmert's eh keinen - ist ja schließlich Karneval. In diesem Sinne: Viel Spaß nächstes Wochenende an alle Narren und findet gut nach Hause. An alle anderen: Bis zum nächsten Mal.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!