22.03.2013 | Kasachstan-Deutschland im 11FREUNDE-Liveticker
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Löw hurts

Deutschland spielte gegen Kasachstan ohne Stürmer. Um es kurz zu machen: Stürmer müsste man sein! Doch leider ist der Ticker der Ticker. Und muss zum allem Überfluss auch noch Erzfeind Bela Rethy zustimmen: »Das war Grütze!«

Text: Dirk Gieselmann und Fabian Jonas Bild: Imago

Kasachstan:
Sidelnikov - Engel, Logvinenko, Dmitrenko, Kirov - Nurdauletov, Bogdanov - Konysbaev, Khayrullin, Schmidtgal - Ostapenko

Deutschland:
Neuer - Lahm, Boateng, Mertesacker, Schmelzer - Khedira, Schweinsteiger - T. Müller, Özil, Podolski - M. Götze

Kasachstan
0
:
3
Deutschland

18:45 Uhr

Buenas tardes, liebe Fans, zum Länderspiel Kasachstan gegen Spanien (Ost). Das zumindest suggerieren die Gazetten seit ruchbar wurde, dass Jorge Löw eine Aufstellung ohne »echten« »Stürmer« plant. Eine Nachricht, die Mario Gomez umgehend durch Mark und Bein fuhr. Folge: Zerrung (in Mark und Bein). Löw kann also gar nicht anders, als ohne echten Stürmer zu spielen, er hat nämlich keinen. Und darf deswegen vorerst noch Jogi bleiben. Und wir Deutschland. In unserem Fall Deutschland (Ost). Und ich meine das vor allem meteorologisch. Schnee, Schnee, Schnee. Minus 40 Grad. Echt jetzt. Spanien ist viel zu weit weg.

18:50 Uhr

Ballack vertritt Kahn oder folgt ihm sogar nach, wir, die wir immer zu spät einschalten, wissen es nicht. Wir wissen nur: Es ist wie 2006. Und wo wir gerade Philipp Lahm sehen: Wir haben auch schon so eine Ahnung, wer dann in vier Jahren Ballack als ZDF-Experten vertritt und ihn dann verdrängt.

18:55 Uhr

Der Ball ist weiß und hat hässliche grüne Flecken. Das kann nichts werden. Meine Meinung.

18:57 Uhr

Die deutsche Hymne erklingt, und prompt schwebt 11FREUNDE-PR-Mann Dirk Völler majestätisch in den Raum, setzt sich nicht neben mich, sondern lässt sich nieder, wie sich nur die Größten niederlassen, sitze nun leider aber in seinem Kernschatten und habe dort kein W-Lan mehr. Hilfe!

18:58 Uhr

Die kasachische Hymne. Bundesdingsbums Bierhoff lächelt wie Bundespräsident Lübke, leutselig und ortsfremd. Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kasachen: Ich glaube, es geht los.

19:00 Uhr

Jetzt eine Werbung, die alles sagt, auch wenn sie nur eine Sekunde dauert: Die deutsche Nationalmannschaft trinkt Bier im Sonnenuntergang, vielleicht auch im Sonnenaufgang, vielleicht auch unter einem runtergedimmten Solarium, in irgendeinem Urlaubsparadies, zum Platzen gut gelaunt, hallo Leute, wo ist Hinnerk Baumgarten? Da! Er bewirbt sich, im trauten Plausch mit Jogi, um den vakanten Platz im Sturm. Zu groß? Egal. Hauptsache, blonde Locken. Und Katja Riemann und wir: Wir sitzen auf dem Sofa und frieren. Anstoß.

3.

»Uechagahk«, so steht es auf der Bande. Ist das Kasachisch für: »Heute bleibt die Küche kalt?« Immer noch 0:0. Bezeichnend.

3. Minute

»Kasachstan - Deutschland (Fr)«, meldet der »Kicker« noch immer unbeschwert, dabei ist es in Astana gerade Samstag geworden. Fußball um Mitternacht. Wir erwarten ein Spiel wie ein Straftraining von Felix Magath.

5.

Götze geht durch die Abwehr wie ein Messer durch die Butter. Wenn diese Butter sich schon zwei Stunden in Hinnerk Baumgartens Gesäßtasche befand. Butter: tolles Thema. Was sagen Sie dazu, Katja Riemann? Nichts? Aha! Ziege.

6.

»Es kommen immer noch Zuschauer rein«, stöhnt Rethy. In seine Kabine? Dann ist unser Plan ja aufgegangen, den wir hatten, als wir ein Schild an seine Tür hängten mit der Aufschrift: »Bestaunen Sie den sprechenden Flokati!«

Ungefähr 7. Uhr ist weg.

Zweite Halbchance für Deutschland. Schmelzer will flanken, kann es aber nicht, der verunglückte Ball landet trotzdem bei Draxler, den Schmelzer absichtlich wahrscheinlich nie anspielen würde, nach allem, was ich so über Fußball im Revier gelesen habe, Draxler versemmelt aber die Chance, die Mario Gomez hundertprozentig reingemacht hätte. Meine Meinung.

8.

Groß im Bild: Mitte vierzigjährige Deutsche, die nach Astana geflogen sind, um dieses Spiel zu sehen. Wir wenden uns vertrauensvoll an deren Frauen: Jetzt denkt mal ohne Hemmungen darüber nach, ob in Eurer Ehe alles in Ordnung ist, Ladies. Deutschland gegen Kasachstan: Das ist doch schlimmer, als würde er Euch mit der dicken Petra aus der Buchhaltung betrügen. Nicht wahr.

14.

Süß: Reus macht schon Schlummi, sabbert dabei auf Bierhoffs Jackett, der es sofort verbrennt. Ist der Riss noch zu kitten? 

15.

Götze als Stürmer: Das ist, als würde Florian Silbereisen Rudi Dutschke spielen. Aber im deutschen Fernsehen ist ja alles denkbar. 

17.

Draxler ist jetzt schon entnervt davon, dass ihn Schmelzer nicht anspielt, lässt sich auswechseln, täuscht Sehprobleme vor. Podolski kommt für ihn. Der Rest der Mannschaft spielt weiter für Mario Gomez, Götze versemmelt eine weitere Chance, die Gomez ganz sicher, die sogar ich reingemacht hätte.

19.

»Hoffentlich ist Julian Draxler bis zum Sportstudio am 6. April wieder fit«, so Rethy. Womit das Wörtchen »hoffentlich« sein letztes bisschen Ernst verloren hat. Hoffentlich geht die Welt bald unter.

20.

Tor. Und mal ganz ehrlich zwei Fragen. Erstens: Muss ich mich darüber freuen, wenn sich der Torschütze, Schweinsteiger, nicht darüber freut? Zweitens: Muss das sein, dass der Schiedsrichter deutsche Tore mit dem Hitlergruß anzeigt?

22.

»Jawoll«, sagen die Mitte vierzigjährigen Deutschen. Was sie halt so sagen, wenn irgendetwas nicht vollkommen schief geht. Hat die dicke Petra endlich die Trombosestrümpfe fallen lassen? Nicht ganz: 2:0. Götze. Können wir uns darauf einigen, dass wir jetzt einfach saufen gehen und euch Montag mitteilen, wie der Quatsch hier ausgegangen ist? Jawoll?

25.

Was das hier kostet! Ist das hier nicht ein Fall für den Bundesrechnungshof? Wenigstens Löw liegt uns nicht weiter auf der Tasche, ernährt sich von dem, was er in seiner Nase finden kann. Jogi: der Rüdiger Nehberg der Seitenlinie. Wenn alle so asketisch wären wie er, es wäre ein Leichtes, Zypern zu retten.

28.

Wenn die Kasachen dann doch mal nach vorne kommen, schwillt die Kulisse an wie in einem Autohaus in Plauen, wenn Daniela Katzenberger einen nassen Schwamm anfasst. Aber hier wie da bleibt der Vollzug eine Illusion. 

30.

Bela Rethy ist vollkommen fasziniert davon, dass die kasachischen Fans immer lauter werden, je näher ihre Mannschaft dem deutschen Tor kommt. Und plötzlich wieder ganz leise, wenn dann einer den offenbar unvermeidlichen Fehlpass spielt. Kleiner Tipp von mir, Bela. Wenn dich das schon so derart in den Bann zieht, dann nimm besser nie halluzinogene Pilze. Oder hast du etwa ...? Lassen wird das.

35.

Frage: Wie viel Alkohol enthält ein Bier, das auf der Bande mit dem Slogan »0,0 Prozent alkoholfrei« beworben wird?

36.

Dass sich nicht einfach alle hinwerfen und lachen bzw. weinen, ist zum Lachen bzw. Weinen. Mein Mitleid gilt den Historikern, die dereinst die Aufzeichnung dieses archaischen Kults auszuwerten versuchen. Kasachstan gegen Deutschland: ein Wagenrennen ohne Wagen. Und ohne Rennen. 

37.

Rhythmisches Schwappen jetzt. Klingt, als würde im Hallenbad die Wellenmaschine anspringen. Gott, wie ich früher dachte, hinter dem Eisengitter wohne ein riesiger Wal, der mit der Schwanzflosse schlägt. Jetzt habe ich wieder diese Angst. Kriege ich dafür einen Krankenschein? 

41.

Es gibt ja Doppelpässe. Und Pässe. Und Fehlpässe. Was aber sind Pässe, die nicht nur nicht ankommen, sondern, genau genommen, nicht mal den Fuß verlassen? Nicht das erste Mal, dass mir hier die Worte fehlen.

43.

Das Gesicht Heiko Westermanns sagt auch alles: Was mache ich hier? Wer sind diese Leute? Heiße ich wirklich Heiko? Was ist das überhaupt für ein Name: Heiko? Und wo soll ich hin, wenn das hier vorbei ist: HSV? Ob ich mich in die Mongolei durchschlagen soll? Ich hab noch drei Müsliriegel in der Sporttasche, das müsste reichen. Hat Köpke gerade seine Handschuhhand auf mein Knie gelegt? War es das, was ich wollte, als ich jeden Nachmittag nach der Schule den Ball gegen die Wand getreten habe? 

45.

Das waren, ganz ehrlich, die längsten 45 Minuten meines Lebens. Es sieht aus wie in einem schlechten Werbespot. Die deutsche Elf ist auf Reisen irgendwo um Mitternacht geweckt worden, aus dem Bus gestiegen und zockt jetzt die lokale Amateurauswahl auf dem neuen Dorf-Kunstrasenplatz ein bisschen her. Und nachher trägt Jogi Löw die neuesten Pflegeprodukte eigenhändig in die Dusche. Schon in der Halbzeit? Das wäre dann jetzt. Halbzeit. For Men.

19:54 Uhr

Petra Gerster: Die Mutter, bei der wir die Wärme einer Umarmung suchten. Doch sie stößt uns von sich! Gerade mal eine Minute dauert das »heute journal«, eisig der Vortrag, eisig der Blick. »Schneeverwehungen möglich«, sagt Inge Niedeck im Anschluss. Wo ist die dicke Petra aus der Buchhaltung? 

19:57 Uhr

»Delikatess-Leberwurst, exklusiv bei Lidl«: Deutschland, ich hasse dich.

46.

Es geht tatsächlich weiter. Wahrscheinlich hat einer von den Katastrophentouristen aus dem »Fanclub Nationalmannschaft« in seinem Wahn »Zugabe« gerufen.

48.

Breaking News: »Schweinsteiger ist sich auch für defensive Aufgaben im eigenen Strafraum nicht zu schade.« (Bela Rethy) Die Geschichte des Sechsers muss angesichts dieser Enthüllung vermutlich neu geschrieben werden. Aber nicht von uns. Und schon gar nicht heute.

51.

So, wie sich diese ganzen Jungprofis normalerweise gerieren, gehen sie ja jeden Tag um acht ins Bett, damit sie auch ja dreizehn Stunden Heilschlaf bekommen, mit MP3s von Jogi Löw in der Dolby-Surround-Anlage. In Astana ist mittlerweile ein Uhr morgens durch, was erklären könnte, warum die Kasachen plötzlich zu mehr Ballbesitz kommen. Sind die Deutschen eingepennt?

53.

Gelb für Korobkin. 

54.

Freistoß für Deutschland.

55.

Alles für’n Arsch.

59.

Allein dieses Licht: wie in einer Dorfdisko morgens um sechs, wenn die Neonlampen anflackern. Und die Deutschlandfans in ihren Karohemden sind ganz enttäuscht, weil bis zum Schluss nichts von Helene Fischer gespielt wurde. 

60.

Während Bela Rethy inzwischen bei den Karteikärtchen von 2008 angelangt ist, die er ganz tief unten in seiner Sakkotasche gefunden hat, wird ein Foto von Elton John eingeblendet. Warum auch immer. Don’t let the sun go down on me.

63.

Zum ersten Mal empfinde ich so etwas wie Respekt für Rethy: Die Beharrlichkeit, mit der er kasachische Namen verliest, an bedeutungslose Qualifikationsspiele erinnert und überhaupt weiterredet, ohne zu weinen – das hat was von einem Lehrer, der auf einer Klassenfahrt nach Trier über die Porta Nigra referiert, während seine Schüler ihn mit McDonald's-Abfällen bewerfen. 

65.

Das Stadttor wurde um 180 n. Chr. als nördlicher Zugang zur Stadt Augusta Treverorum (Augustus-Stadt im Land der Treverer), dem heutigen Trier erbaut. In der Literatur findet man teils noch immer eine Datierung auf das 3. oder gar 4. Jahrhundert, doch hat sich die Annahme, das Tor sei ebenso wie die übrige römische Stadtmauer im späten 2. Jahrhundert erbaut worden, allgemein durchgesetzt. Der seit dem Mittelalter bezeugte Name Porta Nigra ist wohl von der dunklen Färbung abgeleitet, die durch die Verwitterung des Kordeler Sandsteins entstand. Sowohl der Name Porta Nigra als auch der Name Porta Martis werden erstmals in einem Werk aus dem 12. Jahrhundert, den Gesta Treverorum, erwähnt. Der übersetzte Abschnitt lautet: „Sie (die Treverer) nannten es Marstor nach Mars, den sie als Gott des Krieges ansahen; wenn sie auszogen zum Krieg, marschierten sie zu diesem Tor hinaus. Schwarzes Tor aber wurde es genannt wegen der Trauer, in der sie, wenn sie aus dem Feld flohen, durch es zurückkehrten.“ Dabei ging der mittelalterliche Autor davon aus, dass Trier im Jahr 2003 vor Christus von den Treverern erbaut worden sei, obwohl die Stadt tatsächlich erst ca. 16 vor Christus von den Römern gegründet wurde. Die Begründung für den Namen, die der mittelalterliche Autor liefert, entspringt aller Wahrscheinlichkeit nur der Phantasie.

67.

Bei genauerem Hinsehen fallen an den verschiedensten Stellen in die Steine eingemeißelte Zeichen auf, von denen etliche auf dem Kopf stehen. Sinnvoll lassen sich diese Zeichen nur als Produktionsmarken der Steinmetze deuten, womit sich der Bau des Tores rekonstruieren lässt. In diesem Zusammenhang finden sich die wertvollsten Funde im Westturm, bei denen diese Marken eine Datumsangabe enthalten. Dabei fehlt aber eine Jahresangabe, so dass eine absolute Datierung der Porta Nigra auf diese Weise nicht möglich ist. Über die Marken lässt sich aber die Zeit, die der Bau des Tores beanspruchte, gut abschätzen, da hier mehrere durchlaufende und übereinander liegende Quader gekennzeichnet wurden. Rechnet man diese Zeitangaben auf das gesamte Bauwerk hoch, berücksichtigt dabei eine sinnvolle Unterteilung in Baulose und schließt den Winter als Bauzeit aus, so wäre die Porta Nigra innerhalb von zwei bis vier Jahren als Rohbau fertiggestellt worden. Eine endgültige Fertigstellung hat das Tor nie erlebt. Beispielsweise sind die Bohrungen zur Aufnahme der Türangeln der Tore schon vorgefertigt worden. In die Drehachse der Tore ragen aber immer noch die Bossen der nicht fertig bearbeiteten Quader, so dass ein bewegliches Tor niemals eingebaut werden konnte. Auch für das ungeübte Auge macht die Porta einen unfertigen Eindruck, zum Beispiel sind die auf der Fassade der Landseite vorgelagerten Halbsäulen im völlig rohen Zustand belassen worden. Die Löcher, die mittelalterliche Metallräuber hinterließen, als sie die beim Bau verwendeten Eisenklammern und Bleivergüsse zur Wiederverwendung herausbrachen, verstärken diesen Eindruck noch. Insgesamt wurden für den Bau ca. 7200 Steinquader verwendet, deren größte bis zu sechs Tonnen wiegen.

68.

Neben der Porta Nigra an der Nordseite der Stadt gab es noch die Porta Alba (Weißes Tor) an der Ostseite, Porta Media (Mitteltor) an der Südseite und die Porta Inclyta (Berühmtes Tor) an der Römerbrücke. Ging man früher oft davon aus, dass die Porta Nigra ebenso wie die römische Stadtmauer errichtet worden sei, als das nördliche Gallien im 3. Jahrhundert zunehmend durch germanische Angriffe bedroht war, ist die Mehrheit der Forscher heute der Ansicht, der Bau sei im Gegenteil ein repräsentatives Großprojekt gewesen, das nicht primär Verteidigungszwecken dienen sollte, unter Kaiser Mark Aurel begonnen worden und dann aufgrund finanzieller Engpässe unvollendet geblieben sei.

69.

Latte. Kasachstan. »Ein Weckruf«, so Rethy. Wir drücken auf »Schlummern«, drehen uns um, träumen von einer Zeit, da es noch Kleine gab.

70.

Jetzt haben sie ihm ein neues Kärtchen reingereicht. Vor dem Spiel wurden nur vier der 15 deutschen Tore in der Qualifikation von einem Stürmer erzielt. Ein Wert, an dem sich in einer Partie ohne Stürmer naturgemäß nichts ändern konnte. Trotzdem ist Rethy nun offenbar überrascht von einem »Trend, der sich fortsetzt«.

71.

Noch fünf Minuten schlafen... Bitte! Nein: Die Kasachen nerven, Neuer, der sich gerade so schön in eingemummelt hatte, muss parieren. Und das um die Zeit. Wir zücken Gelb wegen nächtlicher Ruhestörung.

73.

3:0. Müller. Mitten hinein in Rethys eigentlich historischen Satz: »Die Deutschen spielen Grütze.« Hätte ein Fanal sein können. Verebbt jetzt aber im »JAAAAAAAA!« aus Hunderten nach Bier und Bratwurst riechenden Schlandfansmündern. Armer Bela. Arme Zahnarzthelferinnen. 

75.

Plätzscherplätscherplätscherplätscher. Bzw. natürlich Tikitakatikitakatikitakatikitakatikitakatikitaka.

82.

Die Vorfreude auf das Rückspiel: Ungefähr so groß wie die Vorfreude auf die Fortsetzung von »Santa Claus mit Muckis« mit Hulk Hogan.

84.

»Ein Pferd springt auch nur so hoch, wie es muss«, heißt es zur Entschuldigung dieser Darbietung aus 11FREUNDE-Leserkreisen. Stimmt. Aber wir wollen doch die Haltungsnoten nicht außer Acht lassen.

86.

Lena hat ja schon gestern Abend beim Echo geweint. Hätte sie sich besser mal für diesen Kick hier aufheben sollen.

87.

Höwedes zieht die Notbremse. Dennoch: Es fährt ein Zug nach nirgendwo.

89.

Zwei Minuten Nachspielzeit. Genug Zeit vielleicht, um sich totzulachen. Ich probier's mal aus. 

90.

Schon auf halber Strecke merke ich, es klappt nicht. Lache bestenfalls wie die Merkel über einen Witz von Rösler. Hö. Hö. Äh... ja, hö.  

92.

Schluss. Der Schiri macht eine Geste, als wäre er der gekreuzigte Heiland. Ein bisschen hochgegriffen vielleicht, aber nachvollziehbar. Dann plötzlich nackte Justin Biebers allenthalben, aufgepumpte Gutfried-Muckis, rasierte Brüste. Ich fahre noch heute Nacht nach Kaiserslautern und lasse mich von Hans-Peter Briegel ins Jenseits grätschen. 

20:53 Uhr

Götze im Interview. Er sagt: »Ja, natürlich. Kasachstan stand sehr, sehr tief.« Doch wie immer gilt: So tief wie unser Blues ist, kann Kasachstan gar nicht stehen. Wir bauen jetzt einen Weltmeisterpokal aus Schnee und pissen ihn weg. Gute Nacht, liebe Fans.


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